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Das Leben leben

Gezielte Therapie zur Schmerzlinderung und Bewegungsförderung

Reha bei Arthrose bei MEDIAN

Arthrose, eine degenerative Gelenkerkrankung, bei der der Gelenkknorpel schrittweise verschleißt, gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen des muskuloskelettalen Systems. Etwa 5 Millionen ältere Menschen sind betroffen, wobei Frauen häufiger erkranken als Männer. 

Zudem hat Arthrose erhebliche Auswirkungen auf die Erwerbs- und Arbeitsunfähigkeit: Jährlich entfallen rund 70.000 Erwerbstätigkeitstage und 10 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage auf diese Erkrankung. 

Über 92 % der Patientinnen und Patienten waren mit der therapeutischen Versorgung in der Orthopädie zufrieden. 

Was Sie auf dieser Seite finden

Was wir in der Rehabilitation bei Arthrose erreichen können

In der Arthrose-Rehabilitation bei MEDIAN setzen wir gezielte Physiotherapie und ein individuelles Bewegungstraining ein, um Ihre Schmerzen zu lindern, die Gelenkbeweglichkeit zu steigern und Ihre Lebensqualität langfristig zu verbessern. Wir zeigen Ihnen außerdem, wie Sie im Alltag richtig mit der Erkrankung umgehen, um Ihre Gelenke zu schonen und unnötige Belastungen zu vermeiden. Unser Ziel ist es, Ihre Selbstständigkeit zu erhalten und einer weiteren Verschlechterung der Arthrose entgegenzuwirken.

Unser Behandlungskonzept

Was Sie in der Reha bei Arthrose erwartet

Arthrose kann den Alltag erheblich beeinträchtigen. Bei MEDIAN bieten wir eine individuell abgestimmte Therapie auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse. Unser Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu verbessern und Ihre Lebensqualität nachhaltig zu steigern.

Konservative Therapie bei Arthrose

Die konservative, d. h. nicht opereative Behandlung konzentriert sich darauf, Symptome zu lindern und die Gelenkfunktion zu erhalten. Eine gezielte Gewichtsreduktion kann zusätzlich helfen, die Gelenke zu entlasten – unsere Diätberatung unterstützt Sie dabei.

Medikamentöse Therapie

  • NSAR (Nicht-steroidale Antirheumatika)

    wie Ibuprofen oder Diclofenac lindern Schmerzen und Entzündungen, sowohl in Tablettenform als auch als Schmerzgel

  • Hyaluronsäure-Injektionen

    verbessern die Beweglichkeit, indem sie die Gelenkflüssigkeit ergänzen. Diese Behandlung erfolgt durch den Orthopäden unter sterilen Bedingungen in der Klinik. Meist sind 3–5 Injektionen im wöchentlichen Abstand erforderlich

  • Chondroitin & Glucosamin

    unterstützen den Knorpelaufbau

Therapieansätze

Physiotherapie & manuelle Therapie

kräftigen die Muskulatur und entlasten das Gelenk. Zudem werden Funktionsstörungen gezielt behandelt.

Ergotherapie

unterstützt die Alltagsbewältigung, die neuromuskuläre Koordination und das Training mit Hilfsmitteln.

Elektrotherapie & Massagen

lindern chronische Schmerzen, verbessern die Muskelqualität und stimulieren Nervenbahnen.

Wärmetherapie

fördert die Durchblutung und Muskelentspannung.

Kältetherapie

wird bei entzündlichen Reizungen und Schwellungen angewendet.

Lymphdrainage

reduziert Schwellungen und verbessert die Mobilität.

Hydro- & Balneotherapie

Wasser- und Bädertherapie erleichtern Bewegung und Muskelkräftigung.

Hilfsmittelverordnung

Zur Stabilisierung oder Entlastung können verschiedene Hilfsmittel eingesetzt werden, darunter:

  • Schuheinlagen

    mit Außen- oder Innenranderhöhung

  • Gelenkbandagen, Orthesen & Schienen

    zur Stabilisierung

  • Gehhilfen

    für mehr Mobilität. Diese werden vom Orthopäden verordnet und individuell angepasst.

Akupunktur

Akupunktur wird gezielt zur Schmerztherapie eingesetzt und kann insbesondere bei chronischen Schmerzen Linderung verschaffen.

Operative Therapie bei Arthrose

Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen, stehen verschiedene operative Eingriffe zur Verfügung:

  • Achsenkorrekturen

    z. B. Umstellungsoperation am Knie oder Hüftgelenk

  • Arthroskopische Eingriffe

    Knorpelglättung, Entfernung von Knochenwucherungen

  • Arthroplastik

    Abtragung defekter Knorpelbereiche, z. B. am Ellenbogen oder Daumensattelgelenk

  • Künstlicher Gelenkersatz

    Endoprothese für Hüfte, Knie, Schulter oder Sprunggelenk

  • Arthrodese

    Gelenkversteifung, z. B. an Fingerendgelenken, Sprunggelenk oder Handgelenk

Radiologische Therapie bei Arthrose

Bei aktivierter Arthrose mit schmerzhaften Bewegungseinschränkungen kann eine Radiosynoviorthese helfen. Dabei wird durch eine gezielte Bestrahlung überschüssige Gelenkflüssigkeit reduziert.

Ablauf der orthopädischen Rehabilitation bei MEDIAN

Die Dauer der orthopädischen Rehabilitation variiert je nach individuellem Bedarf. Beispielsweise beträgt die Reha nach einer Knieoperation in der Regel 17 bis 21 Tage. Bei Bedarf und in Abstimmung mit Ihrem Kostenträger kann die Rehabilitationsdauer verlängert werden. 

Ärztliche Aufnahme und individuelle Zielsetzung

Zu Beginn Ihrer orthopädischen Rehabilitation führen wir eine ausführliche ärztliche Aufnahmeuntersuchung durch. Dabei besprechen wir Ihre medizinische Vorgeschichte und klären Ihre Erwartungen an die Rehabilitation, um gemeinsam realistische Ziele festzulegen. Basierend auf diesen Informationen erstellen wir einen individuellen Therapieplan, der auf Ihre spezifischen Bedürfnisse Ihrer Erkrankung zugeschnitten ist. 

Therapieablauf und ärztliche Betreuung

Unsere Therapien finden in der Regel wochentags zwischen 8:00 und 17:00 Uhr statt. Ihr Tagesablauf umfasst zwei Therapieblöcke, einen am Vormittag und einen am Nachmittag, unterbrochen von den drei Hauptmahlzeiten. Mindestens einmal pro Woche führen unsere Fachärztinnen und Fachärzte Untersuchungen durch, um Ihren Fortschritt zu überwachen und gegebenenfalls Anpassungen Ihres Behandlungsplans vorzunehmen. Bei Bedarf können zusätzliche Arztsprechstunden vereinbart werden. 

Nachsorge und nachhaltige Unterstützung

Um Ihre Reha-Erfolge auch zu Hause weiter auszubauen und langfristig zu sichern, besprechen wir zum Ende Ihrer Rehabilitation geeignete Nachsorgeangebote mit Ihnen. Ein solches Angebot ist beispielsweise MyMEDIAN@Home die digitale Nachsorge, welche, das Sie bei der Fortführung Ihrer Therapie unterstützt. 

Die Reha sollte als erster Schritt zu einer nachhaltigen Lebensstiländerung gesehen werden, wobei erlernte Strategien und Übungen langfristig fortgeführt werden sollten. Unsere Nachsorgeangebote helfen Ihnen, Ihre Ergebnisse zu sichern und den Wiedereinstieg in den Alltag zu erleichtern.

Verstehen, erkennen, behandeln

Was ist Arthrose?

Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, bei der der Gelenkknorpel schrittweise verschleißt. Dieser Verschleiß entsteht durch Abnutzung, falsche Belastung oder Fehlstellungen der Gelenke. Wenn der Knorpel abgebaut wird, reiben die Knochen aufeinander, was zu schmerzhaften Bewegungen und einer zunehmenden Steifheit des Gelenks führt. Im Verlauf der Arthrose werden die Gelenke immer unbeweglicher, was die Lebensqualität stark einschränken kann. Schmerzen, die anfangs nur bei Belastung auftreten, können sich mit der Zeit auch im Ruhezustand bemerkbar machen.

Symptome: Wie bemerke ich eine Arthrose?

Die Symptome einer Arthrose entwickeln sich meist schleichend. Zunächst können leichte Beschwerden auftreten, die sich im Verlauf verschlimmern. Zu den typischen Symptomen gehören:

  • Belastungsschmerz:  Dieser tritt zunächst bei erhöhter oder ungewohnter Belastung auf, z.B. durch ungewohnte Sportaktivitäten. Im weiteren Verlauf führen auch Alltagsbewegungen zu Belastungsschmerzen.
  • Bewegungsschmerz:  Mit Fortschreiten der Arthrose treten die Gelenkschmerzen häufiger auf und Betroffene haben häufig gelernt bei welchen Bewegungen die Schmerzen eintreten. Typischerweise treten die Schmerzen auf, wenn Betroffene nach längerem Sitzen oder Liegen wieder aufstehen - dieses Symptom wird auch als Anlaufschmerz bezeichnet.
  • Ruheschmerzen:  In späteren Krankheitsstadien schmerzt das Gelenk auch im Ruhezustand und wird oft als Dauerschmerz wahrgenommen.
  • Bewegungseinschränkung:  Gelenksteifheit und eine reduzierte Beweglichkeit können ebenfalls zu den Symptomen gehören.
  • Bei aktivierter Arthrose sind die Symptome von Erguss–Bildung (vermehrte Gelenkflüssigkeit) und Krepitation (Knirschen) begleitet. Sie kann im weiteren Verlauf zur Instabilität des Gelenks und Fehlbelastung führen, bis hin zur Gelenkdeformierung

Stadien einer Arthrose

Eine Arthrose entwickelt sich meist schleichend über einen längeren Zeitraum. Dabei unterscheidet man folgende typische Entwicklungsstadien:

  • Stadium 1

    Der Gelenkknorpel weist kaum und wenn nur leichte Veränderungen auf. Er kann verdickt sein oder beginnen sich auszudünnen. Betroffene verspüren keine oder kaum Schmerzen.

  • Stadium 2

    Der Knorpel ist stellenweise uneben und angefasert und kann den Druck schlechter verteilen. Es treten erste Beschwerden auf.

  • Stadium 3

    Die Knorpelschädigung ist fortgeschritten und der Knorpel verdünnt, do dass der Gelenkspalt verschmälert ist und die Belastung für die Knochen steigt. Auch sind erste Veränderungen des Knochens erkennbar. Das Gelenkbeweglichkeit nimmt ab und auch entzündliche Reizungen sind möglich.

  • Stadium 4

    Der Knorpel hat sich stark zurückgebildet, und fehlt stellenweise komplett, so dass die Knochen direkt aufeinander reiben. Betroffene haben zum Teil sehr starke Schmerzen. Das Gelenk versteift.

Ursachen der Arthrose

Grundsätzlich spielen das Alter und die damit einhergehende Abnutzung des Gelenkknorpels eine Rolle bei der Entstehung von Arthrose. Häufig tritt eine Arthrose entsprechend in der zweiten Lebenshälfte auf. Neben einer genetischen Veranlagung beeinflussen bestimmte Risikofaktoren die Entwicklung einer Arthrose. Je nach Ursache wird unterschieden zwischen zwei Arten von Arthrose:

Primäre (idiopathische) Arthrose:

  • Übergewicht: Je mehr Gewicht auf den Gelenken lastet, desto höher das Risiko einer früheren Abnutzung
  • Überbelastung: z.B. durch Leistungssport oder intensive körperliche Arbeiten

  • angeborene Fehlstellung: z.B. X- oder O-Beine
  • angeborene Entwicklungsstörung des Gelenks

Sekundäre Arthrose:

  • Traumatisch: Nach einem Unfall mit Beteiligung der Gelenkflächen oder einer Achsenfehlstellung
  • Stoffwechselstörungen: Ursachen wie Gicht, Durchblutungsstörungen, Diabetes mellitus oder Alkoholismus
  • Entzündungen: Bakterielle Entzündungen oder rheumatische Erkrankungen

  • Medikamentös: Zum Beispiel durch den Einsatz von Antibiotika wie Gyrasehemmern
  • Drüsenfunktionsstörungen: Beeinträchtigungen der Hormonproduktion, wie bei Über- oder Unterfunktion der Drüsen

Formen der Arthrose: Welche Gelenke können betroffen sein?

Arthrose kann jedes Gelenk im Körper betreffen. Arthrose kann auch das Sprunggelenk, Ellenbogen oder die Wirbelsäule (Osteochondrosen) betreffen. Am häufigsten sind jedoch folgende Gelenke betroffen:

Arthrose im Hüftgelenk

Die Rehabilitation bei Coxarthrose hat das Ziel, Schmerzen zu lindern, die Gelenkfunktion zu erhalten und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Coxarthrose ist eine Form der Arthrose, die das Hüftgelenk betrifft. Sie entsteht durch den Abbau des Knorpels im Hüftgelenk, was zu Schmerzen, Steifheit und eingeschränkter Beweglichkeit führt. 

Arthrose im Kniegelenk

Kniearthrose, auch Gonarthrose genannt, ist eine degenerative Gelenkerkrankung, bei der der Knorpel im Kniegelenk zunehmend abgebaut wird. Dieser Knorpel dient als Stoßdämpfer zwischen Oberschenkelknochen, Schienbein und Kniescheibe. Durch Überlastung, Fehlbelastung oder altersbedingten Verschleiß nutzt er sich mit der Zeit ab, was zu Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen bis hin zur Gelenkversteifung führen kann.

Arthrose in der Schulter

Omarthrose, auch Schulterarthrose genannt, bezeichnet den Verschleiß des Schultergelenks. Dabei führt die aufkommende Arthrose zu Schmerzen und Einschränkungen bei alltäglichen Bewegungen. 

Fingergelenksarthrose

Besonders Frauen in und nach den Wechseljahren sind von Arthrose in den Fingergelenken betroffen. 

Diagnostik: Wie wird Arthrose diagnostiziert?

Die Diagnose-Stellung beginnt mit einem ausführlichen Gespräch mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt. Dabei werden Schmerzverlauf, mögliche Vorerkrankungen sowie frühere Verletzungen oder Operationen erfragt. Anschließend erfolgt die körperliche Untersuchung: Gangbild, Beweglichkeit und das betroffene Gelenk werden geprüft. Hierbei spielen Schmerzen, Schwellungen und Bewegungsinschränkungen eine wesentliche Rolle. So lässt sich das Fortschreiten der Arthrose beurteilen und die passende Behandlung planen. Je nach Bedarf können weitere diagnostische Verfahren zum Einsatz kommen, um die Gelenkveränderungen detaillierter zu untersuchen. Zu den wichtigsten Methoden gehören:

  • Röntgen

    Ein bildgebendes Verfahren, das Veränderungen im Gelenkspalt und die Bildung von Osteophyten (Knochenspornen), Sklerose und Gelenkspalverschmälerungen sichtbar machen kann. Allerdings zeigt das Röntgenbild keinen Knorpelschaden, weshalb frühe Arthrosestadien oft nicht erkennbar sind.

  • Ultraschall

    Diese Methode ermöglicht die Darstellung von Knochen, Kapseln und Muskeln. Sie kann Entzündungen an der Gelenkschleimhaut, Veränderungen wie Gelenkergüsse oder Zysten sichtbar machen.

  • MRT (Magnetresonanztomografie):

    Besonders im frühen Stadium der Arthrose bietet das MRT eine gute Möglichkeit, Weichteilgewebe wie Knorpel, Bänder, Sehnen und Gelenkkapseln zu beurteilen.

  • CT (Computertomografie):

    Diese Technik erlaubt eine detaillierte Darstellung der Gelenkstrukturen durch Schichtaufnahmen und ist hilfreich durch genauere Einblicke in die Gelenkveränderungen.

  • Labortests

    In bestimmten Fällen können auch Blut- und Urinuntersuchungen oder eine Gelenkpunktion erforderlich sein, um die Gelenkflüssigkeit zu analysieren und so weitere Informationen zur Diagnose zu erhalten.

Unsere Kliniken für Ihre orthopädische Reha bei Arthrose