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Das Leben leben

Gemeinsam stark: Rehabilitation für Eltern mit ihren Kindern

Familienorientierte Suchttherapie

Neue Perspektiven für Eltern und Kinder

Die MEDIAN Psychotherapeutische Klinik Bad Liebenwerda bietet speziell auf die komplexen Herausforderungen suchtkranker Familien abgestimmte therapeutische Unterstützung. Ziel ist es, betroffenen Eltern Wege aus der Sucht aufzuzeigen und langfristig gesündere Lebensperspektiven für die ganze Familie zu schaffen. Unser spezialisiertes Mutter-/Vater-Kind-Konzept richtet sich an Eltern mit Kindern im Alter von 0 bis 12 Jahren sowie an schwangere Frauen. Unsere Klinik bietet individuell gestaltete, familienfreundliche Zimmer sowie kindgerechte Spielecken, die eine angenehme Atmosphäre für Eltern und Kinder schaffen. Während die therapeutische Arbeit auf die Eltern fokussiert ist, sichern Kooperationen mit örtlichen Fachkräften wie Logopäden, Ergotherapeuten und einem Kinderarzt eine umfassende Betreuung der Kinder.

Auf dieser Seite

Indikationen für die Mitaufnahme von Kindern

Wenn Ihre Kinder bereits über das Jugendamt in einer Pflegefamilie untergebracht sind, besteht die Möglichkeit, sie nach einer Eingewöhnungsphase von mindestens vier Wochen in die Klinik nachzuholen. So können Eltern und Kinder gemeinsam ein abstinentes Zusammenleben unter geschützten Rahmenbedingungen erproben und langfristig festigen. Mögliche Gründe für die Mitaufnahme von Kindern:

  • Fehlende geeignete Betreuungsmöglichkeit für die Kinder am Heimatort

  • Förderung und Stärkung der Eltern-Kind-Beziehung

  • Psychische und emotionale Stabilisierung der Kinder

Was Sie erwartet

Unser ganzheitliches, familienorientiertes Behandlungskonzept

Das familienorientierte Programm ergänzt das allgemeine Behandlungsangebot und legt den Fokus darauf, individuelle Hintergründe und Auslöser der Sucht zu verstehen. Besonderer Wert wird auf eine realistische Zukunftsplanung für Eltern und Kinder sowie auf gezielte Unterstützung bei Erziehungsfragen gelegt.

Stärken fördern, Herausforderungen meistern

In der Therapie erkennen und stärken Eltern ihre eigenen Fähigkeiten. Familiäre Schwierigkeiten, die während der Suchterkrankung häufig unbemerkt blieben, können gezielt angegangen und überwunden werden. Beispiele hierfür sind das Einüben sinnvoller Einschlafrituale, gemeinsame Spielzeiten, die Begleitung der Eingewöhnung in Kindergarten und Schule sowie Unterstützung bei schulischen Aufgaben wie Hausaufgabenbetreuung.

Austausch und nachhaltige Strategien

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Austausch der Eltern untereinander. Gemeinsam entwickeln sie nachhaltige Lösungsstrategien, um auch nach dem Klinikaufenthalt eine positive, langfristige Entwicklung für die gesamte Familie sicherzustellen.

Schulische Betreuung und Kinderbetreuung 
während des Klinikaufenthalts

Unsere Klinik bietet familienfreundliche Zimmer und kindgerechte Spielecken, die eine angenehme und sichere Atmosphäre für Eltern und Kinder schaffen. Während die therapeutische Arbeit auf die Eltern ausgerichtet ist, sorgt die enge Zusammenarbeit mit örtlichen Fachkräften wie Logopäden, Ergotherapeuten und einem Kinderarzt für eine umfassende Betreuung der Kinder.

Nachmittags erhalten die Kinder bei Bedarf kompetente Unterstützung durch unsere Erzieherin. Sie hilft bei den Hausaufgaben und steht Eltern und Kindern als feste Ansprechpartnerin für Fragen oder Herausforderungen zur Verfügung. Schulpflichtige Kinder bis zum 12. Lebensjahr besuchen während des Klinikaufenthalts die regionale Grundschule, die über umfangreiche Erfahrung mit Gastschülerinnen und -schülern verfügt. Für eine reibungslose Integration sollten das letzte Schulzeugnis und der von uns zugesandte Fragebogen idealerweise spätestens einen Monat vor Aufnahme eingereicht werden. Im Anschluss an Schule und Betreuung bietet der idyllisch gelegene Kurpark vielfältige Möglichkeiten für Sport, Spiel und Erholung.

Auswirkungen & Folgen

Belastungen für Kinder und Eltern durch Sucht

In Deutschland werden jedes Jahr über 2.000 Kinder mit schweren körperlichen und geistigen Schädigungen geboren, die direkt auf den Alkoholkonsum ihrer Mütter während der Schwangerschaft zurückzuführen sind. Viele weitere Kinder entwickeln gravierende Verhaltensauffälligkeiten oder psychische Belastungen, verursacht durch die Suchterkrankung eines oder beider Elternteile. Diese Kinder haben zudem ein deutlich erhöhtes Risiko, später selbst eine Abhängigkeitserkrankung zu entwickeln.

Eltern, deren Kinder aufgrund ihres eigenen Suchtmittelmissbrauchs beeinträchtigt oder verhaltensauffällig sind, leiden häufig unter langfristigen psychischen Belastungen. Schuld- und Schamgefühle prägen ihren Alltag und stellen eine enorme emotionale Herausforderung dar. Diese belastenden Gefühle verstärken oft den bestehenden Suchtmittelkonsum, wodurch ein Teufelskreis entsteht, aus dem ohne professionelle Unterstützung nur schwer ein nachhaltiger Weg in ein abstinentes und gesundes Leben möglich ist.

Wer Sie behandelt

Wir sind für Sie da

MEDIAN Psychotherapeutische Klinik Bad Liebenwerda – Persönlich betreut. Kompetent behandelt. Verlässlich für Sie da.