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Personen die malen

Das Leben leben

Körper und Seele im Einklang

Gezielte Hilfe bei psychosomatischen Erkrankungen

Hilfe für Seele und Körper

Psychosomatische Reha in der MEDIAN Salze Klinik

Viele unserer Patientinnen und Patienten kommen aufgrund von körperlicher und emotionaler Erschöpfung („Burnout“) zu uns. Häufig bestehen chronische Belastungen in mehreren Lebensbereichen – durch berufliche Über-, Fehl- oder Unterforderung, Pflege von Angehörigen, familiäre Probleme oder schwere körperliche Erkrankungen.

Chronischer Stress schwächt die Regenerationsfähigkeit des Körpers und führt zu verringerter Leistungsfähigkeit. Menschen, die dauerhaft erschöpft sind, müssen sich oft noch mehr anstrengen, um Alltagsaufgaben zu bewältigen. Dies kann zu Frustration, Ärger, Hilflosigkeit und sozialem Rückzug führen.

Ein „Weiterfunktionieren“ in diesem Teufelskreis kann die seelische Balance stark beeinträchtigen und sowohl körperliche als auch psychische Beschwerden hervorrufen – wie Schmerzen, depressive Verstimmungen, Ängste oder Ess- und Verhaltensstörungen. Der Akku ist leer! Zeit, Kraft zu tanken und Teufelskreise aktiv zu durchbrechen.

Auf dieser Seite

Was wir behandeln

Unser Behandlungsspektrum

Entstehung und Aufrechterhaltung psychosomatischer Erkrankungen

Unser psychosomatisches Modell erklärt, wie körperliche und seelische Prozesse miteinander verbunden sind.

Funktionsmodell in den MEDIAN Farben

Gefühle wirken auf den Körper: Jede Emotion löst messbare körperliche Reaktionen aus. Freude oder Begeisterung lassen Herzfrequenz und Atmung beschwingter werden, die Muskulatur entspannt sich, der Körper fühlt sich leichter und energiegeladener an. Negative Gefühle wie Trauer, Angst, Ärger oder Schuld hingegen aktivieren Stressmechanismen: Herzschlag und Atmung werden schneller, Muskeln verspannen sich, und Hormone wie Cortisol oder Adrenalin steigen an. Bleiben diese Stressreaktionen über längere Zeit bestehen, kann dies zu körperlichen Beschwerden wie Schmerzen, Verdauungsproblemen, Schlafstörungen oder Herz-Kreislauf-Belastungen führen.

Funktionsmodell in den MEDIAN Farben

Bewusst erlebte und unbewusste Gefühle: Manche Emotionen nehmen wir klar wahr – beispielsweise Ärger über eine Situation oder Trauer über einen Verlust. Andere Gefühle stauen sich unbemerkt über Wochen oder Monate an. Der Körper „merkt“ diese Emotionen dennoch und reagiert darauf: Verspannungen, Kopfschmerzen oder andere Symptome können auftreten, selbst wenn wir das Gefühl selbst gar nicht bewusst wahrnehmen. Oft reicht schon ein kleiner Auslöser – ein „Tropfen“, der den vollen „Eimer“ zum Überlaufen bringt –, um eine deutliche körperliche Reaktion auszulösen.

Funktionsmodell in den MEDIAN Farben

Individuelle Prägung durch Erfahrungen und Bewertungen: Wie intensiv und in welcher Form Gefühle auf den Körper wirken, hängt stark von persönlichen Erfahrungen, Denkmustern und Bewertungen ab. Zum Beispiel können frühere belastende Situationen, erlernte Glaubenssätze oder innere Ansprüche dafür sorgen, dass bestimmte Reize besonders stark Stress auslösen. Zwei Menschen können denselben äußeren Reiz erleben – etwa Kritik am Arbeitsplatz – und sehr unterschiedliche körperliche oder seelische Reaktionen zeigen.

Funktionsmodell in den MEDIAN Farben

Teufelskreis von Stress und Symptomen: Dauerhafte Belastung ohne ausreichende Erholungsphasen kann zu einem selbstverstärkenden Kreislauf führen: Stress führt zu körperlichen Beschwerden, die wiederum Ängste, Sorgen oder depressive Stimmungen verstärken. Dadurch entsteht ein Teufelskreis, der die Regenerationsfähigkeit des Körpers und die seelische Stabilität weiter reduziert und psychosomatische Erkrankungen aufrechterhält.

Was Sie erwartet

Unser Behandlungskonzept

Ziel der psychosomatischen Therapie ist es, den Teufelskreis von Stress, Erschöpfung und körperlichen Beschwerden zu durchbrechen. Dies geschieht in mehreren Schritten:

  1. Selbstwahrnehmung: Sie lernen, Ihre Gefühle und körperlichen Reaktionen wahrzunehmen und zu benennen.
  2. Verstehen und Regulieren: Sie üben, wie Sie Ihre Symptome und Gefühle positiv beeinflussen können.
  3. Integration in den Alltag: Sie lernen Strategien, um schwierige Gefühle aktiv zu bewältigen und Stress langfristig zu reduzieren

Wichtige Fragen, die wir dabei betrachten:

  • Welche Gefühle lösen bestimmte Situationen in mir aus?
  • Wie streng bewerte ich mich selbst oder andere?
  • Welche alten Erfahrungen oder unterdrückten Gefühle wirken noch nach?
  • Welche Fähigkeiten habe ich im Umgang mit Belastungen – und wie kann ich sie verbessern?
  • Welche Unterstützung steht mir zur Verfügung?

Therapiebausteine

Ein Mann der eine Zeitung ließt und vor ihm sitzt ein anderer Mann

Psychotherapeutische Begleitung

  • Einzeltherapie zur Bearbeitung belastender Gefühle
  • Gruppentherapie zum Austausch und gemeinsamen Lernen
  • Vermittlung von Strategien zur Selbstregulation und Stressbewältigung
Eine Frau die sich in einem Wasserbecken befindet

Körperorientierte Therapien

  • Krankengymnastik und Bewegungstherapie
  • Entspannungstechniken (z. B. Progressive Muskelentspannung, Atemübungen, Achtsamkeit)
  • Kneipp'sche Anwendungen
Eine Gruppe die draußen mit Krücken läuft

Training im Umgang mit Gefühlen und Symptomen

  • Wahrnehmung von Körperreaktionen auf Emotionen
  • Übungen zur positiven Beeinflussung von Symptomen und Gefühlen
  • Entwicklung von Strategien, um chronischen Stress zu reduzieren
Personen die gemeinsam Kniebeuge machen

Alltags- und Lebensbewältigung

  • Unterstützung beim Umgang mit Belastungen im Beruf, Familie und Alltag
  • Planung von realistischen Veränderungen zur langfristigen Stressreduktion
  • Förderung der Selbstfürsorge und aktiven Lebensgestaltung
Die beiden Frauen sprechen miteinander

Psychoedukation

  • Erklärung der Zusammenhänge zwischen Körper, Psyche und Stress
  • Erkennen individueller Belastungsmuster
  • Aufzeigen von Teufelskreisen und Möglichkeiten zur Unterbrechung
Viele unterschiedliche Pinsel die in einem Becher sind

Training im Umgang mit Gefühlen und Symptomen

  • Wahrnehmung von Körperreaktionen auf Emotionen
  • Übungen zur positiven Beeinflussung von Symptomen und Gefühlen
  • Entwicklung von Strategien, um chronischen Stress zu reduzieren

Chronischen Stress langfristig reduzieren

Gegen Ende Ihres Reha-Aufenthalts erarbeiten wir gemeinsam, welche Veränderungen in Ihrem Alltag und besonders in Ihrer Arbeitssituation möglich sind. Ziel ist es, die körperlichen und emotionalen Reaktionen zu beruhigen und Ihre Selbstfürsorge zu stärken. Sie lernen, Ihre Beschwerden als Signalsystem zu verstehen, das Ihnen hilft, besser mit Ihren Gefühlen in Kontakt zu kommen. So können Sie Aktivität und Erholung ausbalancieren, chronischen Stress reduzieren und direkt Einfluss auf Ihre Symptome nehmen.

Wer Sie behandelt

Unser erfahrenes Team begleitet Sie während Ihrer gesamten Rehabilitation

MEDIAN Salze Klinik Bad Salzdetfurth – Persönlich betreut. Kompetent behandelt. Verlässlich für Sie da.

Gründe für eine psychosomatische Rehabilitation

 

Behandlungskompetenzen

 

Die meisten unserer Patienten entscheiden sich aufgrund körperlicher und emotionaler Erschöpfungszustände („Burnout“) für eine Behandlung in unserer psychosomatischen Abteilung. Nicht selten gibt es schwerwiegende Belastungen und damit chronischen Stress in mehreren Lebensbereichen, z.B. durch berufliche Über-, Fehl-, oder Unterforderung, Pflege von Angehörigen, Probleme in der Familie, schwere körperliche Erkrankungen, etc…

 

Während akuter Stress unseren Organismus in positive Energie versetzt, führt chronischer Stress zu einem Nachlassen der Regenerationsfähigkeit und damit zu verminderter Leistungsfähigkeit. Startet man erschöpft und unausgeruht in den Tag, so muss man sich (noch) mehr anstrengen, um die Alltagsaufgaben zu erledigen. Abends, nach getaner Arbeit, kann die Erschöpfung dazu führen, dass nicht mehr genug Kraft da ist, um sich angenehmen Tätigkeiten zu widmen. Frustration, Ärger, Enttäuschung, Hilflosigkeit und vielleicht sogar Ohnmacht können zu den bestimmenden Gefühlen werden. Es kann zum Rückzug kommen: Man will Freunde und Familie nicht mit schlechter Laune belasten. Die Stimmung wird hierdurch aber nicht besser - im Gegenteil!

 

„Der Akku ist leer!“

„Kraft tanken, Teufelskreise aktiv durchbrechen!“

Wir lernen immer wieder Menschen kennen, die über Monate, manchmal über Jahre „ausgehalten haben“ bzw. „aushalten mussten“. Leider kann ein „Weiterfunktionieren“ in diesem Teufelskreis die seelische Balance derart schwächen, dass der Kontakt zu inneren Bedürfnissen und Gefühlen so stark geschwächt wird, dass sich körperliche und psychische Störungen entwickeln. Diese werden zu einer weiteren Belastung des Alltags und entwickeln nicht selten eine Eigendynamik, aus der weitere Teufelskreise folgen. Klinisch kann sich dies als Körperbeschwerden, depressive Stimmungsstörung, anhaltende Sorgen, Ängste, Schmerzen oder auch als Ess- und Verhaltensstörung ausdrücken.

Wenn die Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress und Belastungen erschöpft ist und für die aktive Selbstfürsorge die Kraft fehlt, ist ein Teufelskreis entstanden, der im Alltag nur noch schwer zu durchbrechen ist.

 

Entstehung und Aufrechterhaltung psychosomatischer Erkrankungen

 

Was ist eine „psychosomatische Therapie“?

Zu Beginn werden wir Ihnen unser psychosomatisches Modell der Entstehung und Aufrechterhaltung psychosomatischer Erkrankungen vorstellen. 

Auch der gesunde Körper eines Menschen reagiert auf intensive Gefühle oder Gefühlsveränderungen: Freude zum Beispiel lässt das Herz schneller schlagen, der Körper fühlt sich entspannter, leichter und vielleicht sogar beschwingt an, die Atmung kann freier und tiefer sein. Das körperliche Reaktionsmuster bei Freude ist bei jedem Menschen individuell, wird meist aber als angenehm erlebt. Gefühle wie Enttäuschung, Trauer, Ärger, Angst, Ekel, Scham, .... gehen auch mit Körperreaktionen einher, die von der Intensität sehr störend, leidvoll oder ängstigend erlebt werden können.

 

Wenn Gefühle plötzlich sehr stark sind und bewusst erlebt werden, sind die dazugehörigen Körperreaktionen verständlich. Es ist auch möglich, dass Gefühle sich über einen längeren Zeitraum „anstauen“, jedoch nicht so stark sind, dass sie bewusst erlebt werden. Dies passiert vielleicht, weil unsere Aufmerksamkeit durch Aktivitäten („Weiterfunktionieren“) voll in Beschlag genommen wurde. Trotzdem reagiert der Körper. Manchmal fängt der Körper in einer Situation an zu reagieren, die nicht als intensiv erlebt wurde, aber den „Eimer zum Überlaufen“ gebracht hat. Dazu reicht bisweilen auch ein „kleiner Tropfen“.

 

Welche Gefühle in einer Situation auftreten, hängt immer auch von den persönlichen Gedanken, von ausgelösten Erinnerungen oder Ansprüchen, Bewertungen und Einstellungen ab, die durch Lebenserfahrungen erworben wurden.

 

Was ist zu tun?

 

Zu Beginn der Behandlung, während des Reha-Aufenthaltes, ist vor allem wichtig:

Andauernde unangenehme Gefühle versetzen den Körper in einen Zustand von chronischem Stress.
Was ist zu tun? Innehalten!

Kontakt mit den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen herstellen, die Reaktionen des Körpers in Ruhe erforschen!

 

Raus aus dem chronischen Stress!

 

Vereinfacht kann man sagen: Als Erstes ist es wichtig, die eigene Innenwelt – auch wenn sie sich nicht gut anfühlt – anzunehmen und zu untersuchen: Welche Gefühle belasten mich am meisten? Bei welchen Gefühlen reagieren mein Körper und die Symptomatik am ehesten? Sie lernen von der ersten Woche an Übungen kennen, mit denen Sie sich selbst positiv regulieren und Ihre Symptome und Gefühle beeinflussen lernen.

Wenn Sie für sich verstanden haben, bei welchem Gefühl oder welchen Gefühlen Ihr Körper besonders reagiert, ist es im weiteren Verlauf sinnvoll zu untersuchen, wie Sie diese in Ihrem Alltagsleben aktiv „managen“ können. Jeder Mensch ist durch seine Erlebnisse und Erfahrungen in seinen Gefühlsreaktionen geprägt, reagiert also auf Einiges empfindsam, ist bei Anderem unempfindlich. Sich selbst (auch im Austausch mit anderen) gut zu kennen, schafft Freiräume für Veränderung.

 

Nur in seltenen Fällen lassen sich die Bedingungen, unter denen eine andauernde emotionale Überlastung entsteht, derart günstig beeinflussen, dass der Stress sofort aufhört. In den meisten Fällen wird es erforderlich sein, einen günstigeren Umgang mit schwierigen Gefühlen und damit chronischem Stress zu erlernen. Folgende Fragen können dabei hilfreich sein:

  • Welche Gefühle lösen bestimmte (Arbeits-) Situationen in mir aus?
  • Wie bewerte ich? Wie streng bin ich mit mir und anderen?
  • Was sind meine Vorerfahrungen? Welche „alten“ Gefühle kommen hoch?
  • Wie schätze ich meine eigenen Fähigkeiten im Umgang mit schwierigen Lebensbereichen ein?
  • Kann ich meine Fähigkeiten verbessern oder anpassen?
  • Welche Unterstützung erhalte ich?
  • Kann ich zusätzliche Hilfe und Unterstützung erhalten?

 

Chronischen Stress langfristig reduzieren

Alltag

Gegen Ende der Behandlung werden wir mit Ihnen überlegen, ob konkrete Veränderungen in Ihrem Alltagsleben, besonders in Ihrer Arbeitssituation, langfristig erreichbar sind, damit die körperlichen und gefühlsmäßigen (Über-)Reaktionen sich beruhigen. Wir wollen Sie anregen, Fähigkeiten der Selbstfürsorge (weiter) zu entwickeln, damit Sie Ihren Anforderungen aktiv entgegentreten können und diese mit weniger Stress und reduzierter (oder sogar ohne) Symptomatik bewältigen können.

Im Verlauf der Behandlung werden Sie erleben, dass Sie Ihren Beschwerden und Körperreaktionen nicht passiv ausgeliefert sind, sondern dass Sie diese wie ein Signalsystem nutzen können, um mit den eigenen Gefühlen in einen guten Kontakt zu kommen.
Sie werden Ideen entwickeln, wie Sie chronischen Stress langfristig reduzieren und Ihr Leben im Wechsel von Aktivität und Erholung aktiv und verändernd gestalten und damit direkten Einfluss auf Ihre Symptomatik nehmen können.