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Das Leben leben

Mit Verhaltenstherapie Schmerzstörungen bekämpfen

Behandlung von Schmerzstörungen in der Klinik für Psychosomatik in Bad Pyrmont

Schmerz ist ein Symptom, das individuell sehr unterschiedlich erlebt und verarbeitet wird. Dabei ist zu beachten, dass Schmerz sowohl eine körperliche als auch eine stark ausgeprägte psychische Komponente hat, etwa bei somatoformen Schmerzstörungen. Menschen, die über viele Jahre hinweg an Schmerzen leiden, sind dabei oft in besonderer Weise auf die organische Seite des Schmerzes bezogen.

Auf dieser Seite:

Was wir behandeln:

Die folgenden Schmerzstörungen können im MEDIAN Zentrum für Verhaltensmedizin Bad Pyrmont - Klinik für Psychosomatik mittels verhaltensmedizinischer Behandlungskonzepte grundsätzlich behandelt werden:

  • Chronische oder chronisch-rezidivierende Schmerzen

    infolge degenerativer Veränderungen der Wirbelsäule oder Gelenke

  • Kopf- und Gesichtsschmerz

    u. a. Migräne, Spannungskopfschmerz, Cluster-Kopfschmerz, Trigeminusneuralgien, atypischer Gesichtsschmerz

  • Chronische Schmerzen

    nach multiplen Operationen oder Adhäsiolysen, z. B. abdominell und gynäkologisch

  • Somatoforme Schmerzstörungen

Was wir in der Behandlung erreichen können

Chronische Schmerzstörungen führen häufig dazu, dass Betroffene stark auf organische Behandlungsmaßnahmen fixiert sind, obwohl diese bislang nicht hinreichend geholfen haben. Dies kann eine resignierte Grundhaltung dem Schmerz gegenüber, depressive Verstimmungen, Rückzug von Freunden und Hobbys sowie eine zunehmende Empfindlichkeit in der Körperwahrnehmung zur Folge haben.

Schmerz erfüllt dabei oft eine zweifache Regelungsfunktion: Zum einen signalisiert er körperliche Verletzungen, zum anderen wird er zunehmend zu einem seelischen Warnzeichen, das auf ein Ungleichgewicht im Verhältnis zu den eigenen Gefühlen und zur Umwelt hinweist. Chronischer Schmerz kann so die Funktion eines eigenen Ausdrucksmittels übernehmen. Ein erster Therapieerfolg besteht darin, dass Betroffene verstehen, dass es nicht nur „Körperschmerz“, sondern auch „Seelenschmerz“ gibt, die zunächst körperlich wahrgenommen werden.

Unsere Therapeutische Ziele in Bad Pyrmont

Ein zentraler Bestandteil unserer Therapie in Bad Pyrmont ist die umfassende Analyse der Schmerzentstehung, des individuellen Schmerzerlebens sowie des eigenen Verhaltens und der zugrunde liegenden Grundüberzeugungen. Wenn das Verständnis für den bislang als sinnlos erlebten Symptomschmerz wächst, steigt bei den Patient:innen auch die Bereitschaft, nach neuen Ursachen zu suchen und alternative Bewältigungsstrategien zu entwickeln. In der stationären Verhaltenstherapie bei Schmerzstörungen verfolgen wir dabei folgende konkrete Ziele:

  • Vermittlung von Informationen über Schmerzen und Schmerzleitung
  • Entwicklung eines mehrdimensionalen psycho-physiologischen Schmerzmodells
  • Erkennen von schmerzauslösenden und schmerzlindernden Faktoren
  • Verbesserung der Entspannungsfähigkeit
  • Aufbau alternativer Bewältigungsstrategien
  • Förderung positiv erlebter Aktivitäten und sozialer Kontakte
  • Gezielter Einsatz von Entspannungsverfahren bei Schmerzen
  • Reflexion von Grundüberzeugungen und Grundhaltungen, die Schmerz aufrechterhalten können
  • Klärung positiver und negativer Konsequenzen von Schmerz
  • Stärkung der Stressbewältigung

Was Sie erwartet

Unser Behandlungskonzept

Viele herkömmliche Therapien wenden sich auch gerade dem körperlichen Ansatzpunkt der Schmerzbekämpfung zu. Dabei wird übersehen, dass es auch erfolgversprechende Techniken gibt, mit psychologischen Ansätzen das Schmerzerleben und die Schmerzverarbeitung deutlich zu beeinflussen. Aufgrund negativer Erfahrungen und der Angst, in eine bestimmte Schublade eingeordnet zu werden (der Eindruck, der Schmerz wird nicht geglaubt oder Aussagen "man habe nichts"), reagieren viele Schmerzpatienten zunächst besonders empfindlich auf das Angebot psychotherapeutischer Hilfe zur Bewältigung ihrer Schmerzstörung. Sie erleben dies zunächst so, als würde man sie als Simulanten oder eingebildete Kranke darstellen. Aufgrund ihrer Behandlungserfahrungen und der Überzeugung, Schmerz könne allein nur im Organischen begründet sein, fühlen sie sich oft nicht ernst genommen. Dass der Schmerz auch eine psychische Mitverursachung oder zumindest Mitbeeinflussung haben kann, wird erst einmal abgelehnt, da "ich mir meine Schmerzen doch nicht einbilde".

Therapiebausteine

Die psychotherapeutische Behandlung von Schmerzstörungen zielt ganz darauf ab, den betroffenen Menschen auf diesem Weg zu begleiten und ihn ernst zu nehmen in seinem Wunsch, eigenständig Bewältigungsmöglichenkeiten zur Behandlung auf sämtlichen Ebenen für sich zu finden.

Verhaltenstherapeutische Einzelpsychotherapie

Medikamentöse Behandlung

Entspannungsverfahren

Ergo-, kreativ- und musiktherapeutische Gruppen

Sport- und Bewegungstherapie

Training sozialer Fertigkeiten

Problemlöse- und Indikationsgruppe

MEDIAN Bad Pyrmont – Klinik für Psychosomatik – Persönlich betreut. Kompetent behandelt. Verlässlich für Sie da.