Schmerz erfüllt dabei oft eine zweifache Regelungsfunktion: Zum einen signalisiert er körperliche Verletzungen, zum anderen wird er zunehmend zu einem seelischen Warnzeichen, das auf ein Ungleichgewicht im Verhältnis zu den eigenen Gefühlen und zur Umwelt hinweist. Chronischer Schmerz kann so die Funktion eines eigenen Ausdrucksmittels übernehmen. Ein erster Therapieerfolg besteht darin, dass Betroffene verstehen, dass es nicht nur „Körperschmerz“, sondern auch „Seelenschmerz“ gibt, die zunächst körperlich wahrgenommen werden.