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Das Leben leben

Tinnitus behandeln: Ohrengeräusche und Lärmempfindlichkeit reduzieren

Reha bei Tinnitus in der MEDIAN Klinik am Burggraben Bad Salzuflen

Ohrgeräusche (lateinisch „Tinnitus aurium“) sind Wahrnehmungen, die in der Regel nicht von externen Geräuschquellen stammen. Nach heutiger Auffassung entstehen sie durch eine Störung der Hörwahrnehmung oder der Hörverarbeitung im Gehirn (neurophysiologisches Tinnitus-Modell). Da es derzeit keine medikamentöse oder operative Therapie zur vollständigen Beseitigung von Tinnitus gibt, richtet sich die Behandlung 

in der Klinik am Burggraben Bad Salzuflen darauf, Strategien zu vermitteln, um die Ohrgeräusche aus der bewussten Wahrnehmung auszublenden und ihre Belastung zu reduzieren. Ziel ist es, eine Neubewertung der Ohrgeräusche zu erreichen, sodass sie ihren störenden oder bedrohlichen Charakter verlieren. Auf diese Weise lernen die Patienten, mit dem Tinnitus zu leben und ihn als neutraler wahrzunehmen.

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Was Sie erwartet

Unser Behandlungsansatz bei Tinnitus

Häufig liegt bei Ohrgeräuschen in den betroffenen Frequenzbereichen eine Hörminderung vor. Diese führt dazu, dass Umweltgeräusche nicht mehr richtig wahrgenommen werden und das Tinnitus-Geräusch die Überhand gewinnt. Eine HNO-ärztliche Untersuchung und der angefertigte Hörtest decken dies auf und ermöglichen in vielen Fällen die unverbindliche Erprobung eines modernen Hörgerätesystems während des Reha-Aufenthaltes. Oft können durch die Anpassung eines solchen Hörgerätesystems eine Verbesserung des Sprachverstehens und ergänzend eine gute Teilverdeckung des Tinnitus erreicht werden.

Viele Patienten mit chronischem Tinnitus leiden gleichzeitig unter einer vermehrten Geräuschempfindlichkeit (Hyperakusis). Schon normale Alltags- und Umweltgeräusche werden in diesen Fällen fälschlicherweise als zu laut und quälend unangenehm empfunden. In diesen Fällen versuchen wir, durch eine Gewöhnungsbehandlung die fehlerhafte Wahrnehmung wiederherzustellen. Begleitend bieten wir psychologische Unterstützung, um die mit einer Hyperakusis verbundenen Ängste und hindernden Verhaltensweisen abzubauen.

 

Therapiebausteine bei Hörstörungen

Audiotherapie & Kommunikationstraining

In der Audiotherapie erlernen Patientinnen und Patienten praktische Kommunikationsstrategien, die den Alltag erleichtern. Zusätzlich werden technische Hilfsmittel vorgestellt und erprobt, um schwierige Hörsituationen besser zu bewältigen. So wächst Schritt für Schritt die Sicherheit im Umgang mit Hörsystemen und in der Kommunikation.

Psychologische Begleitung & Bewältigungsstrategien

Hörstörungen betreffen nicht nur das Ohr, sondern auch das seelische Gleichgewicht. In psychotherapeutischen Einzel- und Gruppengesprächen schaffen wir Raum, die eigenen Hörprobleme besser zu verstehen, Krankheitsakzeptanz zu fördern und individuelle Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Das stärkt das Selbstvertrauen und erhöht die Lebenszufriedenheit.

Hörstress reduzieren & Energie gewinnen

Viele Hörgeschädigte leiden unter Erschöpfung durch ständiges konzentriertes Zuhören. Um diese Belastung zu verringern, bieten wir Entspannungsverfahren sowie physikalische Therapien an. Dadurch kann Hörstress abgebaut und neue Kraft für den Alltag gewonnen werden.

Gleichgewichtstraining

Optimale Versorgung mit Hörsystemen

Unser Hörgeräteakustiker überprüft vorhandene Hörsysteme und passt diese bei Bedarf an. Unter bestimmten Voraussetzungen können Patientinnen und Patienten zudem neue Hörgeräte ausprobieren und so herausfinden, welche Versorgung für sie am besten geeignet ist.

Folgende Therapieangebote ergänzen das Angebot

  • Schulungen zur Vermittlung medizinischen Wissens
  • Themenzentrierte, psychologische und audiotherapeutische Gesprächsgruppen
  • Physiotherapeutisch geleitetes Kraft- und Ausdauertraining
  • Psychologische Einzelgespräche
  • Progressive Muskelrelaxation
  • Musikentspannung
  • Hörtraining
  • Krankengymnastische Behandlung
  • Medizinische Trainingstherapie
  • Elektrotherapie
  • Ultraschalltherapie
  • Bewegungsbad
  • Wärmeanwendung (Fango, Infrarotbestrahlung)

Diagnostik

Für eine Tinnitus-Behandlung, aber auch für andere Hörstörungen, sowie Tinnitus, Schwindel und Cochlea-Implantate stehen nachfolgende Therapieangebote und diagnostische Verfahren zur Verfügung.

  • Ton- und Sprachaudiometrie
  • Freifeldmessung mit Hörgerätesystem
  • Elektroaudiometrie (= Überprüfung der Hörnerven)
  • Hirnstammaudiometrie
  • Otoakustische Emissionen (DP-OAE und TE-OAE)
  • Computer-Video-Nystagmografie (VNG) zur Gleichgewichtsprüfung
  • Video-Kopfimpulstest (KIT)
  • Tinnitus-Bestimmung mit Matching und Masking

Wer Sie behandelt

Unsere erfahrenes Team begleitet Sie während Ihrer gesamten Rehabilitation

Dr. med. Elmar Spyra

Berufstitel: Chefarzt der Abteilung HTS (Hörstörungen, Tinnitus, Schwindel und Cochlea-Implantate)

Qualifikationen:

Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Kontakt

MEDIAN Klinik am Burggraben Bad Salzuflen – Persönlich betreut. Kompetent behandelt. Verlässlich für Sie da.