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Zum KarriereportalIn der orthopädischen Reha werden sämtliche Erkrankungen des Bewegungsapparates und die damit verbundenen Funktionseinschränkungen behandelt. Wirbelsäulen- und Gelenkbeschwerden zählen zu den häufigsten Erkrankungen weltweit und in Deutschland und haben nicht nur gesamtgesellschaftlich einen hohen Stellenwert – sie können auch das Leben eines jeden Einzelnen von uns stark beeinträchtigen.
Was Sie erwartet
In der MEDIAN Klinik am Burggraben Bad Salzuflen nahe Bielefeld profitieren Patientinnen und Patienten von einem integrativen Rehabilitationsprogramm, das die medikamentöse Behandlung optimiert, die Ernährung gezielt unterstützt, Kraft und Stabilität durch Training fördert und mit gezielter Sturzprophylaxe das Frakturrisiko reduziert.
Die Therapieziele in der orthopädischen Rehabilitation sind vielfältig und auf die individuellen Bedürfnisse und die Erkrankungen der Patientinnen und Patienten abgestimmt. Im Mittelpunkt steht die Wiederherstellung und Verbesserung der Mobilität sowie der Alltagsfähigkeit, um ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Ebenso wichtig ist die Reduktion von Schmerzen und die Förderung der körperlichen Belastbarkeit.
Wer sich weiter über die gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen muskuloskelletaler Erkrankungen informieren möchte, ist herzlich eingeladen, den nachfolgenden Artikel aus dem Deutschen Ärzteblatt zur „Bone and Joint Decade“ zu lesen.
Bone and Joint Decade 2000–2010: Prävention und Management effizienter gestalten.
Mit der steigenden Lebenserwartung nehmen Erkrankungen der Haltungs- und Bewegungsorgane weltweit an Bedeutung zu. Die WHO hat eine Initiative zur Verbesserung der Forschungs- und Versorgungssituation gestartet.
Am 13. Januar 2000 wurde am Hauptsitz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf das erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends als „Bone and Joint Decade“ ausgerufen. Gro Harlem Brundtland, Generaldirektorin der WHO, stellte bei der Eröffnungsveranstaltung fest, dass bereits heute weltweit Knochen- und Gelenkerkrankungen die Hauptursache für lang anhaltende Schmerzen und körperliche Beeinträchtigung sind. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird sich die Zahl der Erkrankten über 50 Jahren in den kommenden 20 Jahren verdoppeln. Dadurch ist sowohl in Industrie- als auch Entwicklungsländern mit einem erheblichen Anstieg der Kosten im Gesundheitswesen zu rechnen. Trotz dieser bedrohlichen Entwicklung ist eine Konzentration auf diesen Problembereich bisher ausgeblieben.
Ziel der interdisziplinären „Bone and Joint Decade 2000–2010“ ist es, weltweit die Relevanz der Erkrankungen und Verletzungen der Haltungs- und Bewegungsorgane für den Einzelnen sowie die Gesundheits- und Sozialsysteme zu verdeutlichen. Gleichzeitig soll das Bewusstsein dafür geschärft werden, dass die Ressourcen für die Prävention und das Management dieser Erkrankungen effizienter genutzt werden müssen. Verstärkte Forschungsbemühungen sind nötig, um die Versorgungssituation deutlich zu verbessern.
Nach dem World Health Report der WHO hat der medizinische Fortschritt weltweit bereits heute zu einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 65 Jahren geführt; für 2025 sind 73 Jahre vorhergesagt. Der Bericht weist gleichzeitig darauf hin, dass die gestiegene Lebenserwartung vielen Menschen zusätzliche Probleme bringt. Nichtletale körperliche Beeinträchtigungen führen bei Hunderten von Millionen Betroffenen zu einer deutlichen Einschränkung ihrer Lebensqualität: „Thus longer life can be a penalty as well as a prize.“
Stimuliert durch den Erfolg der soeben beendeten „Decade of Brain 1990–2000“, organisierte die WHO im April 1998 in Zusammenarbeit mit der Universität Lund/Schweden eine internationale Konsenskonferenz mit Vertretern von 50 wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Patientenorganisationen und wissenschaftlichen Zeitschriften. In einem Abschlussdokument (8) wurden die bisherigen Kenntnisse über Ausmaß und Bedeutung dieser Krankheiten festgehalten.
Mehr als die Hälfte aller chronischen Erkrankungen bei Patienten über 60 Jahre sind heute bereits Gelenkerkrankungen (insbesondere Osteoarthrosen). Jeder vierte Mensch in diesem Alter leidet dadurch unter starken Schmerzen und ist in seiner Beweglichkeit erheblich eingeschränkt. Betrachtet man den Zeitraum der letzten Monate, so hatten allein in Deutschland schätzungsweise 15 Millionen Menschen zumindest zeitweise Beschwerden. Der Rückgang der auffälligen Erkrankungsbilder in der Öffentlichkeit ist wesentlich auf die Entwicklung der modernen Gelenkersatzoperationen zurückzuführen. Die Zahl der jährlich implantierten Hüftendoprothesen in Deutschland liegt bei mehr als 100 000. Die stetige Zunahme der Älteren in der Gesellschaft macht eine weitere deutliche Steigerung der Operationszahlen wahrscheinlich.
Osteoporosebedingte Frakturen haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Untersuchungen zeigen, dass zehn Prozent aller Männer und Frauen eine oder mehrere osteoporosebedingte Wirbelkörperveränderungen haben (1). Jährlich tritt bei etwa fünf Prozent aller 50- bis 79-jährigen Frauen eine neue Wirbelkörperdeformität auf. Das Risiko einer 50-jährigen Frau, im Laufe der weiteren Jahre eine osteoporotische Fraktur zu erleiden, liegt bei 40 Prozent (2). Die Inzidenz der Schenkelhalsfrakturen wird für Deutschland auf über 100 000 pro Jahr geschätzt. Das Risiko, einen solchen Bruch zu erleiden, nimmt mit dem Alter exponentiell zu; es verdoppelt sich mit jedem Lebensjahrzehnt über 65 Jahre. Das Risiko, an den Komplikationen einer Schenkelhalsfraktur zu sterben, entspricht bei Frauen dem Risiko, an Brustkrebs zu sterben. In den westlichen Ländern kommen mehr Menschen an den Folgen einer Schenkelhalsfraktur zu Tode als an Magen- oder Pankreaskarzinomen.
Rückenschmerzen sind eine der häufigsten Gesundheitsstörungen.
Mehr als drei Viertel aller Menschen haben unter diesen Beschwerden zu leiden; die Prävalenz liegt im Erwachsenenalter zwischen 20 und 30 Prozent. Im Rahmen der ambulanten Betreuung hat diese Erkrankung eine wesentliche Rolle: Rückenschmerzen sind die dritthäufigste Diagnose in der Allgemeinarztpraxis, etwa jede vierte Konsultation eines niedergelassenen Arztes durch über 60-jährige Patienten erfolgt wegen Rückenschmerzen. Rückenschmerzen sind die zweithäufigste Ursache (nach Sinusitis) für Arbeitsausfalltage in Deutschland (75 Millionen AU-Tage bei 3,7 Millionen AU-Fällen). Fast 20 Prozent aller Frühberentungen werden aufgrund dieser Beschwerden eingeleitet (5).
Die Erkrankungen und Verletzungen der Haltungs- und Bewegungsorgane stehen aber nicht nur bei Patienten im fortgeschrittenen Alter im Vordergrund. Mehr als 40 Prozent der jungen Erwachsenen haben ihren ersten Arztkontakt aufgrund dieser Krankheiten. Drei Viertel der Patienten haben sich (Sport-)Verletzungen zugezogen, viele leiden aber bereits an chronischen Erkrankungen. So bedeuten Wirbelsäulendeformitäten bereits für Jugendliche eine langjährige Korsettversorgung oder umfangreiche operative Eingriffe. Inadäquat erkannte und behandelte Hüftreifungsstörungen führen zu präarthrotischen Veränderungen oder frühzeitigen Behinderungen. Die juvenile rheumatoide Arthritis ist die häufigste Autoimmunerkrankung bei Kindern und Jugendlichen (20/100 000 Kinder), eine Erkrankung mit einem großen Leidenspotenzial über viele Jahre.
In Deutschland entfielen 1994 auf Krankheiten des Skeletts, der Muskeln und des Bindegewebes 12,4 Prozent aller direkten Gesundheitsausgaben (das sind 43,5 von 344 Milliarden DM); dies ist der zweitgrößte Ausgabenbereich. Für Verletzungen kommen jährlich deutlich mehr als 20 Milliarden DM hinzu.
Ziel der interdisziplinären „Bone and Joint Decade 2000–2010“ ist es, weltweit die Relevanz der Erkrankungen und Verletzungen der Haltungs- und Bewegungsorgane für den Einzelnen sowie die Gesundheits- und Sozialsysteme zu verdeutlichen. Gleichzeitig soll das Bewusstsein dafür geschärft werden, dass die Ressourcen für die Prävention und das Management dieser Erkrankungen effizienter genutzt werden müssen. Verstärkte Forschungsbemühungen sind nötig, um die Versorgungssituation deutlich zu verbessern.
Nach dem World Health Report der WHO hat der medizinische Fortschritt weltweit bereits heute zu einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 65 Jahren geführt; für 2025 sind 73 Jahre vorhergesagt. Der Bericht weist gleichzeitig darauf hin, dass die gestiegene Lebenserwartung vielen Menschen zusätzliche Probleme bringt. Nichtletale körperliche Beeinträchtigungen führen bei Hunderten von Millionen Betroffenen zu einer deutlichen Einschränkung ihrer Lebensqualität: „Thus longer life can be a penalty as well as a prize.“
Stimuliert durch den Erfolg der soeben beendeten „Decade of Brain 1990–2000“, organisierte die WHO im April 1998 in Zusammenarbeit mit der Universität Lund/Schweden eine internationale Konsenskonferenz mit Vertretern von 50 wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Patientenorganisationen und wissenschaftlichen Zeitschriften. In einem Abschlussdokument (8) wurden die bisherigen Kenntnisse über Ausmaß und Bedeutung dieser Krankheiten festgehalten.
Mehr als die Hälfte aller chronischen Erkrankungen bei Patienten über 60 Jahre sind heute bereits Gelenkerkrankungen (insbesondere Osteoarthrosen). Jeder vierte Mensch in diesem Alter leidet dadurch unter starken Schmerzen und ist in seiner Beweglichkeit erheblich eingeschränkt. Betrachtet man den Zeitraum der letzten Monate, so hatten allein in Deutschland schätzungsweise 15 Millionen Menschen zumindest zeitweise Beschwerden. Der Rückgang der auffälligen Erkrankungsbilder in der Öffentlichkeit ist wesentlich auf die Entwicklung der modernen Gelenkersatzoperationen zurückzuführen. Die Zahl der jährlich implantierten Hüftendoprothesen in Deutschland liegt bei mehr als 100 000. Die stetige Zunahme der Älteren in der Gesellschaft macht eine weitere deutliche Steigerung der Operationszahlen wahrscheinlich.
Osteoporosebedingte Frakturen haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Untersuchungen zeigen, dass zehn Prozent aller Männer und Frauen eine oder mehrere osteoporosebedingte Wirbelkörperveränderungen haben (1). Jährlich tritt bei etwa fünf Prozent aller 50- bis 79-jährigen Frauen eine neue Wirbelkörperdeformität auf. Das Risiko einer 50-jährigen Frau, im Laufe der weiteren Jahre eine osteoporotische Fraktur zu erleiden, liegt bei 40 Prozent (2). Die Inzidenz der Schenkelhalsfrakturen wird für Deutschland auf über 100 000 pro Jahr geschätzt. Das Risiko, einen solchen Bruch zu erleiden, nimmt mit dem Alter exponentiell zu; es verdoppelt sich mit jedem Lebensjahrzehnt über 65 Jahre. Das Risiko, an den Komplikationen einer Schenkelhalsfraktur zu sterben, entspricht bei Frauen dem Risiko, an Brustkrebs zu sterben. In den westlichen Ländern kommen mehr Menschen an den Folgen einer Schenkelhalsfraktur zu Tode als an Magen- oder Pankreaskarzinomen.
Rückenschmerzen sind eine der häufigsten Gesundheitsstörungen.
Mehr als drei Viertel aller Menschen haben unter diesen Beschwerden zu leiden; die Prävalenz liegt im Erwachsenenalter zwischen 20 und 30 Prozent. Im Rahmen der ambulanten Betreuung hat diese Erkrankung eine wesentliche Rolle: Rückenschmerzen sind die dritthäufigste Diagnose in der Allgemeinarztpraxis, etwa jede vierte Konsultation eines niedergelassenen Arztes durch über 60-jährige Patienten erfolgt wegen Rückenschmerzen. Rückenschmerzen sind die zweithäufigste Ursache (nach Sinusitis) für Arbeitsausfalltage in Deutschland (75 Millionen AU-Tage bei 3,7 Millionen AU-Fällen). Fast 20 Prozent aller Frühberentungen werden aufgrund dieser Beschwerden eingeleitet (5).
Die Erkrankungen und Verletzungen der Haltungs- und Bewegungsorgane stehen aber nicht nur bei Patienten im fortgeschrittenen Alter im Vordergrund. Mehr als 40 Prozent der jungen Erwachsenen haben ihren ersten Arztkontakt aufgrund dieser Krankheiten. Drei Viertel der Patienten haben sich (Sport-)Verletzungen zugezogen, viele leiden aber bereits an chronischen Erkrankungen. So bedeuten Wirbelsäulendeformitäten bereits für Jugendliche eine langjährige Korsettversorgung oder umfangreiche operative Eingriffe. Inadäquat erkannte und behandelte Hüftreifungsstörungen führen zu präarthrotischen Veränderungen oder frühzeitigen Behinderungen. Die juvenile rheumatoide Arthritis ist die häufigste Autoimmunerkrankung bei Kindern und Jugendlichen (20/100 000 Kinder), eine Erkrankung mit einem großen Leidenspotenzial über viele Jahre.
In Deutschland entfielen 1994 auf Krankheiten des Skeletts, der Muskeln und des Bindegewebes 12,4 Prozent aller direkten Gesundheitsausgaben (das sind 43,5 von 344 Milliarden DM); dies ist der zweitgrößte Ausgabenbereich. Für Verletzungen kommen jährlich deutlich mehr als 20 Milliarden DM hinzu.
Mo. bis Do. 07:30 bis 17:00 Uhr
Fr. 07:30 bis 15:00 Uhr
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Alte Vlothoer Straße 47-49
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