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Das Leben leben

Bei und mit uns die Sucht überwinden

Rehabilitation für Abhängigkeitserkrankungen in der 
MEDIAN Klinik Dormagen

Wir behandeln in unserem Haus Menschen ab 18 Jahren mit Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit.  
Zudem werden die mit der Sucht in Zusammenhang stehenden Begleit- und Folgeerkrankungen mitbehandelt.
Dazu gehören insbesondere folgende Störungen: 

  • Depressionen
  • Angststörungen
  • Zwangsstörungen
  • Posttraumatische Belastungsstörungen
  • leichte kognitive Störungen
  • Tabakabhängigkeit
  • somatoforme Störungen
  • Schlafstörungen
  • sexuelle Störungen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Impulskontrollstörungen
  • sowie körperliche Folgeschäden wie z.B. Polyneuropathie, Leberschäden und Bluthochdruck

 

Kontraindikationen

Nicht behandelt werden können Patienten mit hochgradig kognitiven Störungen wie Demenzen oder Korsakoff-Syndrom, akuten Schizophrenien oder anderen psychotischen Störungen, akuter Suizidalität und körperlichen Erkrankungen, die eine Rehabilitationsfähigkeit maßgeblich beeinträchtigen. Patienten, die nicht abstinent von anderen Drogen sind, können ebenfalls nicht aufgenommen werden. Ausgeschlossen ist auch eine medikamentöse (Weiter-)Behandlung mit Methylphenidat (z.B. Ritalin, Medikinet) sowie mit Tetrahydrocannabinol (Dronabinol, THC, Cannabis) während unserer psychotherapeutischen Rehabilitationsbehandlung. Ferner ist die Aufnahme von Patientinnen und Patienten mit einem Body-Mass-Index unter 17,5 nicht möglich .

Was Sie in der Rehabilitation erwartet

Unser modernes und wirksames Behandlungskonzept

Die Behandlung der Alkoholabhängigkeit/Medikamentenabhängigkeit in Dormagen basiert auf den Erkenntnissen und Erfahrungen der modernen Verhaltensmedizin. Zugunsten einer individuellen Beziehungsgestaltung zwischen Patient und Therapeut wird in der modernen Suchtbehandlung auf pauschale Reglementierungen und damit auf vermeidbare Konfrontation verzichtet.

Den Patientinnen und Patienten wird in hohem Maße mit Empathie begegnet, um unter enger Zusammenarbeit mit seinem sozialen Umfeld einen auf ihn abgestimmten Weg aus der Abhängigkeit zu finden und so seine persönliche Freiheit und Leistungsfähigkeit zurückzuerlangen.

Im Vordergrund steht das Ziel einer dauerhaften Abstinenz. Damit einhergehend soll den Patientinnen und Patienten die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit und die Reintegration ins private und berufliche Leben ermöglicht werden.

Therapiebausteine

Alle unsere Patientinnen und Patienten werden von einem Bezugstherapeuten betreut, wobei dieser der primärer Ansprechpartner und psychotherapeutischer Behandler ist. Dabei ist eine vertrauensvolle, offene, wertschätzende und kooperative Beziehung zwischen Bezugstherapeut und Patient die elementare Voraussetzung für den angestrebten Therapieerfolg.

Nach einer angemessenen medizinischen Funktionsdiagnostik und der psychologischen Diagnostik erstellt der Bezugstherapeut unter Einbezug aller somatischen und psychologischen Daten eine Verhaltensanalyse und ein funktionales Bedingungsmodell der Gesamtsymptomatik. Beides ist Ausgangspunkt für den gemeinsam mit dem Patienten zu erstellenden Therapieplan. Die Therapieverlaufsdaten jedes Patienten werden aufeinander bezogen und in konkrete therapeutische Veränderungsstrategien umgesetzt.
Die Behandlungselemente der stationären Verhaltenstherapie in der MEDIAN Klinik Dormagen lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

Einzelpsychotherapie

Regelmäßige Einzelgespräche mit dem Bezugstherapeut mit dem Ziel, eine individuelle Behandlung des Krankheitsbildes auf Basis eines integrierten verhaltenstherapeutischen Konzeptes zu gewährleisten. Die Zuordnung von Patienten zu Bezugstherapeuten erfolgt auf der Basis der Einweisungs- und Anmeldungsunterlagen anhand der spezifischen Störungsbilder und Erfahrungen und Spezialisierungen der Therapeuten.

Gruppenpsychotherapie

In den Therapiegruppen können Veränderungen erprobt und getestet werden. Positive Erfahrungen in der Gruppentherapie erleichtern es, neu erworbene Fähigkeiten zu festigen und in das häusliche Umfeld zu übertragen. Mit allen Patienten wird eine Bezugsgruppentherapie durchgeführt. Hier werden viermal wöchentlich alle wichtigen, suchtrelevanten Themen erörtert und rückfallprophylaktische Fähigkeiten erarbeitet.

Sport- und Körpertherapie

Bewegung als Weg zu sich selbst, die Sport- und Körpertherapie verbindet körperliche Regeneration mit innerer Balance. Die sporttherapeutischen Angebote wie Nordic-Walking, Walking, Laufen, Schwimmen und Ergometertraining dienen der Wiederherstellung und Verbesserung der Belastbarkeit des Herz-Kreislauf-Systems. Durch gezielte Bewegung, Achtsamkeit und spezielle Angebote fördern wir Kraft, Körperbewusstsein und seelische Stabilität.

 

Ergotherapie

Die Ergotherapie setzt mit vier Segmenten an der Ressourcen- und Kompetenzerweiterung der Rehabilitanden an: 

  • Kreativtherapie
  • Arbeitstherapie
  • Kognitives Training
  • Interaktionelle Spielegruppe

Soziotherapie

Das Gelingen der Reintegration in den familiären, sozialen und beruflichen Kontext ist von erheblicher Bedeutung für den Therapieerfolg. Durch gezielte individuelle Maßnahmen und Beratung, die übergreifend durch den Sozialdienst sowie den Ergo- und Bezugstherapeuten geplant und durchgeführt werden, verbessern sich die Chancen auf einen gelungenen Übergang in die Phase nach der stationären Rehabilitation.

Ernährungstherapie

Der Diätassistent kümmert sich um die Umsetzung der ärztlich verordneten Diäten (z.B. bei Diabetes mellitus, Stoffwechselstörungen, Gicht, Leberzirrhose, chronische Pankreatitis) und berät die Patienten bei der Auswahl von Nahrungsmitteln und Zubereitungsarten. Spezifische Ernährungspläne können erarbeitet werden. Angeboten werden auch Übungen in der geräumigen Lehrküche unter Leitung des Diätassistenten. Hier werden von den Patienten beispielsweise Rezepte für fettreduzierte Kost ausprobiert.

Indikative Gruppen

Neben den Bezugsgruppen besteht in Indikativgruppen die Möglichkeit, spezifische Themen zu bearbeiten.

  • Angstbewältigung
  • Depressionsbewältigung
  • Soziales Kompetenztraining
  • Raucherentwöhnung
  • Entspannungstraining
  • Genusstraining
  • Rückenschule
  • Zeitungsredaktion
  • Sicherheitstraining für Frauen
  • Männergruppe
  • Autogenes Training
  • Stressbewältigung
  • Bewerbungstraining
  • EDV für Anfänger
  • EDV für Fortgeschrittene

Neuropsychotherapie

Die von dem Berner Psychotherapieforscher Professor Klaus Grawe entwickelte Neuropsychotherapie ist die Grundlage allen therapeutischen Handelns in unserem Hause. Seiner Theorie zufolge strebt jeder Mensch nach der Befriedigung der eigenen Grundbedürfnisse. Gelingt die Bedürfnisbefriedigung einer Person gut, geht man von einer gesunden und stabilen Psyche aus. Gelingt dies nicht so gut, ist ein Mensch anfälliger für die Entstehung psychischer Störungen. Zur Erreichung einer besseren Bedürfnisbefriedigung ist es wichtig, mit jedem Patienten individuell zugeschnittene Therapieschritte zu gestalten.

Während der stationären Behandlung in der MEDIAN Klinik Dormagen werden unsere Patienten dazu motiviert, Experten ihrer eigenen Abhängigkeitserkrankung zu werden und Selbstverantwortung zu übernehmen, um über selbstkontrollierte korrigierende Erfahrungen gewünschte Veränderungen herbeiführen zu können.

In unserer Klinik werden die Reha-Therapiestandarts Alkoholabhängigkeit der DRV befolgt, welche durch die MEDIAN-Therapiestandarts Sucht Alkohol und Medikamente erarbeitet sind. Grundsätzlich werden unsere Therapiestandarts von der Therapeutischen und Ärztlichen Leitung erarbeitet. In unseren Therapien, die teilweise auch am Wochenende stattfinden, wird nach dem Behandlungkonzept, Verhaltenskonzept und der Neuropsychotherapie nach Klaus Grawe gearbeitet.

Unsere speziellen Behandlungskonzepte

MEDIAN Klinik Dormagen – Persönlich betreut. Kompetent behandelt. Verlässlich für Sie da.