Körperliche Beschwerden, die sich nicht oder nicht hinreichend auf eine organische Erkrankung zurückführen lassen, werden als somatoforme Störungen bezeichnet. Das Krankheitsbild kann sich in unterschiedlichster Weise an verschiedenen Organsystemen äußern. Besonders verbreitet sind Schmerzen, Herz- und Kreislaufstörungen sowie Magen-Darm-Beschwerden, aber auch Müdigkeit und Erschöpfungssyndrome können Ausdruck einer somatoformen Störung sein.
Die Ursachen dieser vielschichtigen Erkrankung sind äußerst komplex. Es wird ein Wechselspiel zwischen verschiedenen biologischen, psychischen und sozialen Faktoren angenommen, die letztendlich zu einer Fehlverarbeitung bzw. verstärkten Reaktion im vegetativen Nervensystem führen. Menschen mit dieser Symptomatik fühlen sich oft missverstanden und tun sich schwer darüber zu sprechen.
Auf der Suche nach Linderung wechseln Menschen mit somatoformen Erkrankungen häufig den Arzt. Doch zumeist reicht die ambulante Behandlung nicht aus, da eine ursachengerechte Therapie in diesem System kaum möglich ist. Da sich somatoforme Störungen nicht auf eine organische Ursache zurückführen lassen, muss das komplexe Geflecht aus physischen und psychischen Faktoren genau analysiert und die Zusammenhänge näher erläutert werden. Ein multiprofessionelles Team kann dabei unterstützen und eine Rehabilitationsmaßnahme bietet eine Chance auf einen Therapieerfolg.