Direkt zum Hauptinhalt

Das Leben leben

Abstinent werden und bleiben

Rehabilitation von Abhängigkeitserkrankungen in der MEDIAN Klinik Richelsdorf

Wir bieten eine spezialisierte Behandlung für Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen. Unser interdisziplinäres Team verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der medizinische, psychotherapeutische und soziale Aspekte integriert. Wir behandeln unter anderem Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängigkeit sowie komorbide Erkrankungen.

Auf dieser Seite

Wen wir behandeln

Unser Behandlungsspektrum

Wir behandeln Männer und Frauen ab dem 16. Lebensjahr mit folgenden Erkrankungen: 

In unserem erweiterten Therapieangebot sind wir spezialisiert auf Behandlungen von:

Mit Patientinnen und Patienten, die auch illegale Drogen konsumieren, führen wir in der Regel ein Vorstellungsgespräch, um zu klären, ob die Selbststeuerungsfähigkeit soweit ausreicht, dass die äußeren Rahmenbedingungen unserer Klinik akzeptiert werden können.

Was Sie erwartet

Unser Behandlungskonzept

Grundlage unserer therapeutischen Arbeit und unseres Verständnisses der Erkrankung unserer Patientinnen und Patienten ist die Ich- und Objektbeziehungstheorie der Psychoanalyse. Wir begreifen den anfänglichen Suchtmittelmissbrauch als Anpassungsversuch an konflikthafte innere oder äußere Situationen. Der Sinn des Suchtmittelgebrauchs bleibt dabei meistens unbewusst.

Ziele der stationären Psychotherapie in unserem Hause sind zu einem Verständnis der Entwicklung und des Sinns der Abhängigkeit zu gelangen, Wege zu einem suchtmittelfrei­en und dabei ausreichend befriedigenden und möglichst selbstständigen Leben zu finden sowie Entwicklungschancen zu nutzen. Wir erarbeiten mit unseren Patientinnen und Patienten einerseits die Fähigkeit zu innerem Dialog, so dass sie in der Lage sind, sich selbst zu kontrollieren, mögliche Schwierigkeiten zu antizipieren, für Frustrationssituationen Entlastungs- und Erleichterungsmöglichkeiten außer­halb vom Suchtstoffkonsum zu finden. Andererseits helfen wir bei der Verbesserung des Dialogs mit anderen Menschen, damit unsere Patientinnen und Patienten statt der Abhängigkeit vom Suchtstoffkonsum, der eine scheinbare Unabhängigkeit von äußeren Objekten ermöglicht, reale und affektiv getragene Beziehungen zu anderen Menschen aufnehmen. Wichtig ist uns dabei das Erreichen von Gruppenfähigkeit, damit sie sich in Zukunft ein tragfähiges soziales Netz aufbauen können und in der Lage sind, sich in ihrem äußeren realen Rahmen Unterstützung zu holen.

Wir unterscheiden zwei Gruppen von Patientinnen und Patienten, für die eine jeweils unterschiedliche therapeutische Vorgehensweise indiziert ist:

Erleichterung und Abwehr

Patientinnen und Patienten, bei denen die Suchtmitteleinnahme der Erleichterung und Abwehr in neuro­tischen Konfliktsituationen dient.

Meist gelingt am Anfang der Suchtmittelaufnahme eine Lösung, im Laufe des weiteren Suchtstoffkonsums kommt es dann jedoch zu einer Verschärfung der Konflikte, die kompliziert und chronifiziert werden mit zunehmenden Beziehungsstörungen, Ich-Regression und damit Verlust von ansonsten angelegten Ich-Funktionen. Wir arbeiten mit diesen Patientinnen und Patienten einerseits an der Konsolidierung der Ich-Funktionen, der Aufhebung der Ich-Regression, damit sie ihre erwachsenen Fähigkeiten zur Konfliktlösung wieder zur Verfügung haben, andererseits an der Identifikation der zunächst unbewussten Konflikte. Dadurch gelingt es, die Funktion des Suchtmittels zu erkennen und andere Konfliktlösungswege zu suchen. Dabei wirkt vor allem die Arbeitstherapie mit ihren realitätsnahen Verhältnissen antiregressiv. Die Einzelgespräche ermöglichen eine relativ schnelle Identifikation der Konflikte, die Gruppentherapie dient der Verbesserung der Beziehungsfähigkeit und der Wiederherstellung einer realitätsgerechten Wahrnehmung vom Selbst und von anderen und damit der Konsolidierung der inneren und äußeren Objektbeziehungen. Sowohl in den Psychotherapiesitzungen als auch im Rahmen der kreativen Gestaltung ist eine kurzfristige therapeutische Regression möglich, die eine Einfühlung in die Affekte eines früheren Lebensabschnitts geben kann. Auch dies hilft zu einem besseren Verständnis der persönlichen Entwicklung und der Krankheitsgeschichte.

Sicheres Repertoire von Ich-Funktionen

Patientinnen und Patienten, die aufgrund belastender Lebensgeschichten keine ausreichend guten Erfahrungen verinnerlichen konnten, verfügen oft nur über ein eingeschränktes Repertoire an Ich-Funktionen. Besonders beeinträchtigt sind Realitätsprüfung (Unterscheidung von Innen- und Außenwelt, Ich und Du), die gleichzeitige Wahrnehmung eigener und fremder Stärken und Schwächen, Affektwahrnehmung und -differenzierung, Antizipationsvermögen, Frustrationstoleranz und Impulskontrolle. Alkohol und Medikamente dienen häufig der Spannungsreduktion, Unlustvermeidung, dem Schutz vor Reizüberflutung sowie der partiellen Stabilisierung von Ich-Funktionen und Ich-Grenzen.

Die Behandlung zielt darauf ab, das durch die Suchterkrankung zusätzlich labilisierte Ich-Niveau zu stabilisieren und zentrale Ich-Funktionen nachzureifen. Durch den intensiven Kontakt zu Bezugstherapeut und Team kann bei unzureichender Integration „guter und böser“ Objektanteile zunächst eine Spaltung auftreten, bis im Verlauf eine höhere Integration der Objektvorstellungen möglich wird.

Da die Gruppenfähigkeit meist gering ist, sind häufige kurze Einzelkontakte besonders wichtig. Der Psychotherapeut unterstützt hierbei die Stabilisierung der Ich-Grenzen sowie die Verbesserung von Urteilsfähigkeit und Realitätsprüfung; der äußere Rahmen sichert die Impulskontrolle. Eine milieutherapeutische Haltung mit Therapeuten in Hilfs-Ich-Funktion, die Anforderungen an Selbstverantwortung und Selbstregulation schrittweise erhöhen, ist zentral. Da viele Betroffene lange arbeitslos sind oder wechselnde Kurzzeitarbeitsverhältnisse hatten, kann ergänzend zur Entwöhnungsbehandlung eine zusätzliche Belastungsphase mit externem Berufspraktikum angeboten werden.

Unsere Therapieangebote

Wir bieten individuell angepasste Therapieformen, die auf die unterschiedlichen Lebenssituationen unserer Patientinnen und Patienten abgestimmt sind. Dabei legen wir besonderen Wert auf eine ganzheitliche Begleitung, die sowohl psychische als auch soziale Aspekte berücksichtigt.

Einzel- und Gruppentherapie

Sport- und Bewegungstherapie

Informationsveranstaltungen

Selbstverwaltung

Paar- und Familienarbeit

Freizeitangebote

Arbeitstherapie

Ernährungsberatung und Vollwertkochen

Tiergestützte Therapie

Physiotherapie

Konflikttraining

Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR)

Physikalischen Anwendungen und Massagen

Einige Therapien im Detail

Einzeltherapie unterstützt den gruppentherapeutischen Behandlungsansatz, insbesondere bei Patientinnen und Patienten, die aufgrund ihrer Persönlichkeitsstruktur oder -störung in der Gruppe den tragfähigen Kontakt zu ihrem Therapeuten verlieren und deshalb auf eine dyadische Beziehung (Zweierbeziehung) angewiesen sind. Als Zweierbeziehung wird eine intensive soziale Beziehung von zwei Personen bezeichnet. Dieser Begriff beinhaltet nicht nur die Paarbeziehung, sondern auch die Elternteil-Kind-Beziehung.). Dies bedeutet je nach Indikationsstellung sowohl hochfrequente Einzelkontakte, kontinuierliche wöchentliche Einzelgespräche als auch in großem Abstand nach Bedarf stattfindende (Krisen-) Einzelinterventionen. Auch in der Einzeltherapie findet der eher psychoanalytisch-interaktionell orientierte Behandlungsansatz Berücksichtigung.

 

Gruppentherapie - Den Kernbereich unserer psychotherapeutischen Behandlung bildet die psychoanalytisch-interaktionelle Gruppenpsychotherapie nach dem Göttinger Modell (Heigl-Evers, Heigl, Ott, Böhle u. Vatters). Alle Patienten nehmen 4-mal wöchentlich an einer 90-minütigen Gruppenpsychotherapiesitzung teil. Die Therapiegruppen werden als halboffene Gruppen mit einem zuständigen Gruppentherapeuten, der auch der Bezugstherapeut der Patienten ist, geführt. Die Patienten werden indikationsgerecht in die für ihre Erkrankung, ihr Alter und Geschlecht spezialisierte Gruppe eingeteilt. Auf eine ausgewogene am jeweiligen Schweregrad der Erkrankung und der Persönlichkeitsproblematik orientierte Gruppenbesetzung wird geachtet. Der Gruppentherapeut ist intern und extern fortgebildet für die Besonderheit seiner Patientengruppe.

  • Einzeltherapie unterstützt den gruppentherapeutischen Behandlungsansatz, insbesondere bei Patientinnen und Patienten, die aufgrund ihrer Persönlichkeitsstruktur oder -störung in der Gruppe den tragfähigen Kontakt zu ihrem Therapeuten verlieren und deshalb auf eine dyadische Beziehung (Zweierbeziehung) angewiesen sind. Als Zweierbeziehung wird eine intensive soziale Beziehung von zwei Personen bezeichnet. Dieser Begriff beinhaltet nicht nur die Paarbeziehung, sondern auch die Elternteil-Kind-Beziehung.). Dies bedeutet je nach Indikationsstellung sowohl hochfrequente Einzelkontakte, kontinuierliche wöchentliche Einzelgespräche als auch in großem Abstand nach Bedarf stattfindende (Krisen-) Einzelinterventionen. Auch in der Einzeltherapie findet der eher psychoanalytisch-interaktionell orientierte Behandlungsansatz Berücksichtigung.

     

    Gruppentherapie - Den Kernbereich unserer psychotherapeutischen Behandlung bildet die psychoanalytisch-interaktionelle Gruppenpsychotherapie nach dem Göttinger Modell (Heigl-Evers, Heigl, Ott, Böhle u. Vatters). Alle Patienten nehmen 4-mal wöchentlich an einer 90-minütigen Gruppenpsychotherapiesitzung teil. Die Therapiegruppen werden als halboffene Gruppen mit einem zuständigen Gruppentherapeuten, der auch der Bezugstherapeut der Patienten ist, geführt. Die Patienten werden indikationsgerecht in die für ihre Erkrankung, ihr Alter und Geschlecht spezialisierte Gruppe eingeteilt. Auf eine ausgewogene am jeweiligen Schweregrad der Erkrankung und der Persönlichkeitsproblematik orientierte Gruppenbesetzung wird geachtet. Der Gruppentherapeut ist intern und extern fortgebildet für die Besonderheit seiner Patientengruppe.

Schulungen & Beratungen

  • Beratung zur Fortführung der Behandlungen am Wohnort
  • Erziehungsberatung
  • Hygieneschulung
  • Schulung zu Bewegung, Sport und Herz-Kreislauf-Gesundheit
  • Schulung zu Ernährung und Gewicht
  • Schulung zu Schmerz- und Schmerzbewältigung
  • Schulung zu Stress und Stressabbau
  • Schulung zur beruflichen Belastungserprobung
  • Schulung zur Rückkehr an den Arbeitsplatz
  • Schulungen zu krankheitsbezogenen Themen
  • Sozialberatung zum Umgang mit Behörden und Ämtern
  • Sozialberatung für eine Wohnung
  • Sozialberatung zum Übergangsgeld & Umgang mit Schulden

Was wir behandeln

Medizinische Versorgung

In dem diagnostischen Prozess fokussieren wir auf:

  • das Suchtverhalten und die Funktion des Suchtmittels

  • die gegenwärtige psychosoziale Situation

    einschließlich der Beziehungs- und Arbeitsfähigkeit, die prognostisch günstigen und chronifizierenden Aspekte

  • die Art des Leidensdrucks

    und die daraus ableitbare Veränderungsmotivation

  • die Psychodynamik

    vor allem hinsichtlich des Reifegrades der Ich- und Objektbeziehungen, der dominierenden Form der Konfliktverarbeitung unter Beachtung auch anderer neurotischer und psycho- somatischer Störungen

  • Begleit- und Folgeerkrankungen

    die internistischen, psychiatrischen, neurologischen und orthopädischen Begleit- und Folgeerkrankungen

Nach drei- bis vierwöchigem Aufenthalt schließt sich eine erneute adaptive Indikationsstellung an. Es wird eine sozialmedizinische Begutachtung durch den behandelnden Arzt durchgeführt. In einer fachübergreifenden Zwischenberichtskonferenz wird das therapeutische Vorgehen im Rahmen der einzelnen Verfahren überprüft und evtl. modifiziert.

Zu Beginn des Aufenthalts

Nach ausführlicher allgemeinmedizinischer und psychiatrisch-neurologischer Diagnostik zu Beginn des stationären Aufenthaltes werden die Patientinnen weiterhin in Visiten und täglichen Sprechstunden ärztlich betreut. Neben der sozialmedizinischen Begutachtung steht eine hausärztliche Versorgung im Vordergrund. Falls notwendig, werden niedergelassene Fachärzte hinzugezogen.

Schwerpunkt

Schwerpunkt der ärztlichen Behandlung ist neben der Organmedizin die psychosomatische Betreuung. Diese gibt Anregungen für das Erkennen seelischer und sozialer Zusammenhänge mit körperlichen Beschwerden und Linderungsmöglichkeiten durch Einstellungs- und Haltungsänderungen und schonende Anwendungen aus dem physikalischen oder naturheilmedizinischen Bereich. Eine breite Aufklärung über Hintergrund und Ursachen sowie Verlauf körperlicher Erkrankungen ermöglicht es den Patientinnen, selbstverantwortlich und aktiv Heilungswege zu suchen oder sich mit ihrer Symptomatik auszusöhnen.

Wirbelsäulen- und Gelenkbeschwerden

Viele unserer Patientinnen leiden unter funktionellen Wirbelsäulen- und Gelenkbeschwerden. Verspannungen und muskuläre Fixierungen, vor allen Dingen im HWS- und LWS-Bereich, führen zu Beschwerden und Leistungseinschränkungen. Neben passiven Maßnahmen im Rahmen der Physiotherapie, der Elektrotherapie, Massagen, Bädern, Bestrahlungen bieten wir vor allem aktivie­rende Behandlungsmöglichkeiten an. Darunter fällt die krankengymnastische Einzelbehandlung, die Rückenschule, Wirbelsäulengymnastik und Entspannungsverfahren, die die Patientinnen später selbst anwenden können. Die Trainingsmöglichkeiten auf den Fitnessgeräten führen zu einer Verbesserung der muskulären und körperlichen Leistungsfähigkeit.

Wer Sie behandelt

Unser erfahrenes Team begleitet Sie während Ihrer gesamten Rehabilitation

Dipl. Psych. Dr. med. Heike Hinz

Berufstitel: Chefärztin

Qualifikationen:

Fachärztin für Psychosomatik und Psychotherapie, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Zusatztitel Sozialmedizin und Suchtmedizin, Diplom-Psychologin

Kontakt

MEDIAN Klinik Richelsdorf – Persönlich betreut. Kompetent behandelt. Verlässlich für Sie da.