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Jetzt beraten lassenIhre Gesundheit in besten Händen
Wir bieten eine spezialisierte Behandlung für Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen. Unser interdisziplinäres Team verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der medizinische, psychotherapeutische und soziale Aspekte integriert. Wir behandeln unter anderem Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängigkeit sowie komorbide Erkrankungen. Seit vielen Jahren beruht unser Konzept auf der psychoanalytisch orientierten Kurzzeittherapie mit flexiblen Behandlungszeiten von 8-12 Wochen (mit Verlängerung bis 16 Wochen), die individuell festgelegt werden. In besonderen Einzelfällen kann nach Absprache auch eine kürzere Behandlungszeit sinnvoll sein.
Ihre Gesundheit im Fokus
Grundlage unserer Behandlung sind intensive Beziehungen sowohl zu den Psychotherapeuten in Einzel- und Gruppenkontakten als auch zu den übrigen therapeutisch tätigen Mitarbeitern. Durch eine fachübergreifende Therapieplanung ist eine schnelle Diagnostik und eine hohe Intensität der Therapie möglich. Trotz der relativen Kürze der stationären Therapiezeit sind wir erfolgreich in unserer Arbeit auch bei Menschen, deren Kontakt- und Beziehungsfähigkeit verloren gegangen oder wenig entwickelt ist. Hier ergänzen Einzelgespräche die Gruppentherapie als das zentrale Element des therapeutischen Settings.
Für Patientinnen und Patienten die ein Spezialtraining mit langsam sich steigernder Belastung und Selbstverantwortung und auch Hilfe bei der (Wieder-)Eingliederung ins Erwerbsleben benötigen, bieten wir zusätzlich zu unserem üblichen Therapieprogramm eine anschließende Arbeitsintegrationsphase mit einem externen Betriebspraktikum an.
Unserer Sicht der Suchterkrankung innerhalb eines multifaktoriellen Zusammenhangs tragen wir durch praktische Hilfestellung bei der Lösung sozialer Probleme, durch familientherapeutisch orientierte Seminare und Beratungsgespräche und durch unser Bemühen um eine möglichst dichte Vernetzung mit der vor- und nachstationären Betreuung Rechnung.
Unsere Patientinnen und Patienten durchlaufen die Aufnahmephase bereits in ihrer Bezugsgruppe und mit ihrem Bezugstherapeuten, um so einen möglichst schnellen Einstieg in die Therapie zu erreichen.
Die Patientinnen und Patienten sind fest einer halboffenen Therapiegruppe zugeordnet. Viermal in der Woche finden therapeutische Gruppengespräche statt. Zusammen mit den anderen Gruppenmitgliedern ihrer Therapiegruppe nehmen sie an der Arbeitstherapie und der kreativen Gestaltung teil. Für die indikativen Angebote sowie die Sport- und Freizeitgestaltung bilden sich Gruppen aus der Gesamtpatientenschaft nach individuellen Bedürfnissen, individuellem Leistungsvermögen und Interessen.
Indikative Angebote sind z. B.:
Bereits in der Therapiephase wird die Nachbetreuung geklärt und geregelt. Wenn die Patientinnen und Patienten längerfristig arbeitslos waren oder bisher nur unstet gearbeitet haben, wird durch Übergang in unsere Arbeitsintegrationssphase mit einem internen und externen Berufspraktikum die Reintegration ins Arbeits- und soziale Leben vorbereitet, sofern es indiziert ist mit anschließender Aufnahme im betreuten Wohnen. Wir arbeiten eng mit Einrichtungen des betreuten Wohnens in verschiedenen Regionen zusammen, damit die Patienten, wenn es sinnvoll ist, an ihren Heimatort zurückkehren können.
Außerdem wird eine evtl. notwendige weitere ambulante Rehabilitation eingeleitet und der Kontakt zu der Beratungsstelle am Heimatort hergestellt. Nach Möglichkeit besuchen die Patientinnen und Patienten während der Heimfahrt eine örtliche Selbsthilfegruppe und den Arbeitgeber. Wenn unsere Patientinnen und Patienten berufstätig sind, laden wir, wo immer möglich, Vorgesetzte oder Arbeitskollegen zu einem Gespräch in die Klinik ein.
Die Länge der Therapiephase ist abhängig von der Beziehungsfähigkeit der Patientinnen und Patienten, vom Ausmaß der strukturellen Störung, von der sozialen Integration sowie davon, wie schnell Therapiefortschritte erreicht werden können, und von der Therapieerfahrung.
Vor allem Langzeitarbeitslose und Patientinnen und Patienten, die aufgrund des Suchtstoffkonsums bisher nur sporadisch oder unstet berufstätig waren, sind nach dem Erreichen der Abstinenzfähigkeit aufgrund sozialer und persönlicher Desintegration häufig ohne Hilfe nur schwer in der Lage, regelmäßig und selbständig am Erwerbsleben teilzunehmen. Wir bieten für sie eine Entwöhnungsbehandlung mit integrierter Arbeitstrainingsphase in unserer Fachklinik an.
Nach einer zwei- bis dreimonatigen Entwöhnungsbehandlung, in der die sozialen, geistigen und seelisch-körperlichen Ressourcen mobilisiert werden, die Patientinnen und Patienten Anregungen bekommen, Interessen gewinnen und ihre Kontaktfähigkeit entwickeln, folgt eine Belastungsphase, in der sie einer an ihre Fähigkeiten und Bedürfnisse angepassten Tätigkeit mit stufenweise ansteigender Belastung bis zu einem 4 mal wöchentlichen 8-Stundentag nachgehen. In enger Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben und den Arbeitsämtern wird die Wiedereingliederung ins Erwerbsleben geplant und eingeleitet.
Die Psychotherapie dieser Phase ist stärker milieutherapieorientiert und themenzentriert. Zur Internalisierung besserer Objektbeziehungen und damit Verstärkung der Beziehungsfähigkeit der PatientInnen wird die gewachsene Beziehung zum Bezugstherapeuten und zur Gruppe aufrecht erhalten. In Gruppensitzungen und Einzelgesprächen reflektieren die Patientinnen und Patienten ihre Erfahrungen im Arbeits- und Freizeitbereich. Sie besprechen, inwieweit es ihnen gelungen ist, ihre Wochenplanung umzusetzen, wo sie erfolgreich waren, woran sie aber auch gescheitert sind, welche weiteren Anregungen und Hilfen sie benötigen. Ziel ist die Konsolidierung der Ich-Funktionen, vor allen Dingen der Frustrationstoleranz und Antizipationsfähigkeit, um die Selbstkontrolle und Selbstregulationsfähigkeit weiter zu verbessern. Das Erleben der eigenen Leistungsfähigkeit an einem realen Arbeitsplatz stärkt das Selbstbewusstsein und damit auch den Mut, sich um einen Arbeitsplatz zu bemühen.
Zur Planung der zukünftigen Berufstätigkeit arbeiten wir eng mit dem Arbeitsamt zusammen. Eine Beraterin des Arbeitsamtes Bebra, das für unser Gebiet zuständig ist, besucht regelmäßig die Fachklinik. Sie stellt, wenn nicht anders möglich, auch den Kontakt zum heimatlichen Arbeitsamt her. In gleicher Weise wird der Kontakt zur nachbetreuenden Beratungsstelle und/oder Selbsthilfegruppe bereits während des Aufenthaltes aufgenommen.
Sollte nach dem stationären Aufenthalt der Übergang in eine Betreute Wohngemeinschaft notwendig werden, wird dies bereits während der 1. Therapiephase eingeleitet, so dass in der Belastungsphase der Kontakt zum neuen Umfeld aufgenommen und ausgebaut werden kann.
Die Arbeitstherapie findet zunächst in einer Werkstatt auf dem Klinikgelände als internes Arbeitspraktikum statt. Sie wird von einem Arbeitstherapeuten geleitet, der Erfahrung in der Arbeitswelt gemacht hat und realistische Bedingungen herstellen kann. Die Arbeit muss einerseits motivierend, andererseits der Erfolg überprüfbar und für die Patientinnen und Patienten selbst auch wahrnehmbar sein. Je nach ihrem Vermögen werden sie unter mehr oder weniger Leistungsdruck gesetzt oder auch vorübergehend entlastet.
Entsprechend den sich entwickelnden Fähigkeiten und therapeutischen Notwendigkeiten werden die Patientinnen und Patienten in Praktikumsplätze in regionalen mittelständischen Betrieben oder in Firmen in der Umgebung vermittelt, in denen sie lernen, sich in einem fremden, nicht behüteten Arbeitsumfeld zu behaupten.
Dadurch wird der nahtlose Übergang zu einem Arbeitsplatz, mit oder ohne Wiedereingliederungshilfen des Arbeitsamtes, in eine berufsfördernde Maßnahme, eine ABM oder ähnliches ermöglicht. Bereits in der 1.
Therapiephase haben sie an einem Bewerbungstraining teilgenommen, Bewerbungsunterlagen erstellt und im Rollenspiel das Vorstellungsgespräch mit einem Arbeitgeber geübt. Um den Praktikumsplatz bewerben sie sich (begleitet vom Arbeitstherapeuten) mit den Unterlagen bei dem jeweiligen Arbeitgeber und verlieren so die Scheu vor Bewerbungsgesprächen .
Das Erleben der eigenen, häufig unterschätzten Fähigkeiten stabilisiert und erleichtert das Bewerbungsverhalten bei zukünftigen Arbeitgebern.
Gut vernetzt
Die Vernetzung der stationären Entwöhnungsbehandlung mit der vor- und nachstationären Betreuung ist bei einer Kurzzeitbehandlung wichtig und hat in unserer Klinik einen besonderen Stellenwert.
An den Nahtstellen (Aufnahme, Entlassung) finden regelmäßig Telefonkontakte zwischen dem in unserer Klinik für den Patienten zuständigen Therapeuten und den vor- und nachbetreuenden Beratungs- oder Behandlungsstellen statt. Während der Therapie wird die individuell angemessene Nachbetreuung geklärt.
Wenn eine ambulante Fortsetzung der Rehabilitation indiziert ist, nimmt der Therapeut zur ambulanten Behandlungsstelle Kontakt auf und klärt das weitere Vorgehen. Der Patient vereinbart auf einer Heimfahrt oder, wenn das nicht möglich ist, telefonisch den ersten Termin und bespricht selbst das Behandlungssetting mit dem ambulanten Therapeuten (Einzel-, Gruppen-, Paargespräche).
Für eine stationäre Nachbetreuung haben wir Kontakt zu Einrichtungen in verschiedenen Bundesländern (Adaptionshäuser, Nachsorgeeinrichtungen, Betreute Wohngemeinschaften). Die Wahl der Einrichtung wird je nach Indikation getroffen. Indikationskriterien sind dabei z.B. Nähe oder Ferne zum Heimatort, ländlicher oder städtischer Raum, Betreuungsinhalte. Wir unterstützen den Patienten bei der Bewerbung für eine Einrichtung, die wir im gegebenen Fall für geeignet halten und planen gemeinsam mit ihm die Vorstellung.
Die Heimfahrten dienen neben dem Besuch der Beratungsstelle nach Möglichkeit auch dem Besuch einer Selbsthilfegruppe und des Arbeitgebers bzw. des lokalen Arbeitsamtes. Schwellenängste können so besprochen und gemindert werden. Durch die Selbsthilfegruppenkontakte in unserer Klinik und die Informationsveranstaltungen des Arbeitsamtes wird der Patient darauf vorbereitet.
Freitag: 18:00 bis 22:00 Uhr Samstag: 09:00 bis 22:00 Uhr Sonntag: 09:00 bis 22:00 Uhr Feiertage: 09:00 bis 22:00 Uhr
MEDIAN Klinik Richelsdorf
Kirchrain 2a
36208 Wildeck-Richelsdorf