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Das Leben leben

Intensive Therapie für Ihre Gesundheit

Gruppenpsychotherapie

Psychotherapeutisch orientierte Gruppen- und Einzelgespräche werden auf der Grundlage unseres Behandlungskonzepts durchgeführt und bilden damit zusammen mit der ärztlichen und medizinischen Versorgung den Kern unseres Rehabilitationsangebotes.

Drei bis vier jeweils 90-minütige Gruppenbezugstherapieeinheiten pro Woche (je nach Behandlungsschwerpunkt der Gruppe) sind für unsere Patienten vorgesehen und werden ergänzt durch indikative Gruppengespräche.
Sie basieren auf einer verhaltenstherapeutischen, tiefenpsychologischen, systemischen oder humanistisch ausgerichteten Interventionsstrategie. Verbindend ist das gemeinsame Störungsverständnis auf dem Hintergrund einer bio-psycho-sozialen Orientierung, der Auffassung der Abhängigkeitserkrankung als Entwicklungs- und Beziehungsstörung sowie der rehabilitative Auftrag.

Eine Bezugsgruppe besteht aus im Schnitt 10 Patienten, die im halboffenen Bezugsgruppensystem gemeinsam mit dem zuständigen Bezugsgruppentherapeuten eine Gruppeneinheit bilden. Das halboffene Bezugsgruppensystem meint die dem Aufnahme- und Entlassprozess geschuldete wechselnde Besetzung einer Bezugsgruppe.

Einzelgespräche

Ziele der gemeinsamen Arbeit im Einzelgespräch sind die Erarbeitung einer vertrauensvollen und tragfähigen Beziehung zwischen Therapeut und Patient, die das gemeinsame Erarbeiten und die Erreichung der Rehabilitations- und Individualziele ermöglicht. 

Eine zusätzliche, begleitende Einzeltherapie kann indiziert sein und wird im Bedarfsfall mit dem Bezugstherapeuten geplant. Die Einzeltherapie wird in der Regel durch einen anderen als den Bezugstherapeuten, aber in enger Abstimmung mit diesem, durchgeführt. Spezielle komorbide Störungen können ebenfalls eine einzeltherapeutische Begleitung erfordern, sofern nicht eine nachstationäre spezifische Behandlung angezeigt ist.

Indikative Gruppenangebote

Folgende Indikative Gesprächsgruppenangebote finden sich unter anderem in unserem Angebot:

  • Umgang mit Angst
  • Umgang mit Depression
  • Umgang mit Schmerz
  • Umgang mit Psychose
  • Soziales Kompetenztraining
  • Rauchentwöhnung

Angehörigenarbeit

Die Arbeit mit Bezugspersonen ist ein wesentliches Thema während der gesamten Therapie. In Angehörigenseminaren, in Paar- und Familiengesprächen oder anlässlich von Familienheimfahrten wird der Patient darin gefördert, Verständnis und soziale Unterstützung für sich zu bewirken, andererseits aber auch sich adäquat abzugrenzen und eigene Bedürfnisse durchzusetzen. Aufgabe des Patienten ist hierbei auch die Auseinandersetzung mit der eigenen sozialen Realität und die Entwicklung einer Kompromissfähigkeit sowie Veränderungsbereitschaft in den bestehenden Beziehungen. Bei vorliegendem Einverständnis des Patienten klärt der Bezugstherapeut im direkten Kontakt mit Bezugspersonen über Abhängigkeitserkrankungen und Beeinflussungs- und Behandlungsmöglichkeiten auf und berät über begleitende und nachsorgende Angebote sowie über Selbsthilfemöglichkeiten für Betroffene und Angehörige. Regelhaft finden etwa alle drei Wochen an den Standorten in Wied oder Steimel Angehörigenseminare statt. Diese werden von Seminartherapeuten durchgeführt, die sich aus dem Kreise der Bezugstherapeuten rekrutieren. Die Angehörigen erfahren darin Grundsätzliches über Erkrankung, Verlauf, Behandlung. Insbesondere kommen die teilnehmenden Patienten im angeleiteten Dialog mit ihren Angehörigen ins Gespräch und können so gezielt Themen der Rückkehr, des weiteren Umgangs miteinander und der gegenseitigen Unterstützung ansprechen.

MEDIAN Klinik Wied – Persönlich betreut. Kompetent behandelt. Verlässlich für Sie da.