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Psychosomatische Reha im Ambulanten Gesundheitszentrum Hannover

Indikationen zur psychosomatischen Behandlung

Es können bei uns nahezu alle psychosomatischen Erkrankungen rehabilitiert werden wie

  • Belastungs- und Anpassungsstörungen durch „burn-out“
  • Angststörungen
  • Depressionen
  • und insbesondere Körpersymptome durch emotionale Belastungen (somatoforme Störungen)
  • oder Bewältigungsproblemen bei chronischen Erkrankungen wie Schmerzen, Diabetes, Allergien, Bluthochdruck, Rheuma
  • oder nach Krebserkrankungen

Behandlungskonzept Psychosomatik

Was ist „psychosomatische rehabilitative Psychotherapie“?

Bei den oben genannten Erkrankungen erfahren Sie mit einem integrierten methodenübergreifenden Behandlungskonzept Hilfe zur Veränderung von ihren

  • belastenden Lebenssituationen
  • eigenen affektiven und körperlichen Reaktions- und Verhaltensmustern

Bevor man sich verändern kann, muss man verstehen, wie der Mensch an sich „reagiert und funktioniert“ und erlebt haben, wie man selbst als Mensch im Besonderen reagiert. Jeder Mensch wird durch die eigene Lebensgeschichte geprägt und hat somit spezielle affektive und körperliche Reaktions- und Verhaltensmuster entwickelt.

Zum Verändern durch Verstehen

In der psychosomatischen Rehabilitation lernen Sie den Zusammenhang zwischen Ihren Symptomen, den körperlichen Reaktionen und Gefühlen zu Ihrer Lebenssituation, zu verstehen, um dann Veränderungen in ihrem Leben vorzunehmen, die dieses Zusammenspiel so verbessern, dass weniger Symptome auftreten und Sie wieder leichter und genussvoller am Leben teilnehmen können. Hierzu gilt es als Erstes zu verstehen:

Wie „funktioniert“ der Mensch?

Das folgende Reaktionsmodell des Menschen soll Ihnen helfen, zu verstehen und sich klar zu machen, wie wir Menschen im Allgemeinen „funktionieren“, um in Folge erleben zu lernen, wie Sie selbst durch ihre lebensgeschichtliche Prägung besonders und individuell „funktionieren“.

Der Körper eines Menschen reagiert immer, wenn Gefühle intensiv sind oder sich ändern.

Jeder Mensch reagiert - Sie haben das selbst sicher schon erlebt –auf ein Gefühl (z.B. Freude) auch körperlich mit: manchen Menschen schlägt dann das Herz schneller (es „hüpft“ vor Freude), andere fühlen sich körperlich leichter und beschwingter, bei einigen ist die Atmung freier und tiefer, manche berichten, dass sie sich wärmer und entspannter fühlen, wieder andere nehmen eine kribbelige Unruhe im Bauch wahr. Das heißt: Das körperliche Reaktionsmuster bei Freude ist bei jedem Menschen individuell etwas anders und wird meist als angenehm erlebt.

Aber auch Gefühle wie Enttäuschung, Trauer, Ärger, Ekel, Scham, .... gehen mit Körperreaktionen einher, die von ihrer Intensität sehr intensiv, störend, leidvoll oder beängstigend erlebt werden können. Werden Gefühle plötzlich sehr stark empfunden und von Ihnen bewusst wahrgenommen, sind die dazugehörigen Körperreaktionen nachvollziehbar und verständlich. Es ist aber ebenso möglich, dass Gefühle nicht bewusst erlebt werden, weil sie weniger intensiv sind oder weil unsere Aufmerksamkeit durch Aktivitäten anderweitig in Beschlag genommen ist. Die dazugehörigen körperlichen Reaktionen laufen auch in diesen Fällen ab. Dann erleben wir eine körperliche Reaktion ohne das dazugehörige, vorangegangene Gefühl wahrgenommen zu haben und können den Zusammenhang zwischen Gefühl und körperlicher Reaktion nicht so leicht nachvollziehen. So reagiert der Körper manchmal plötzlich aufgrund eines kleinen Auslösers, der das “(Gefühls-)Fass zum Überlaufen“ gebracht hat.

Körperliche Reaktionen mit starken bis hin zu leidvollen Körpersymptomen treten immer dann auf, wenn Gefühle intensiv sind oder sich ändern. Grundsätzlich werden Gefühle in Situationen ausgelöst, die für Sie von Bedeutung sind. Welche Gefühle in einer Situation auftreten, hängt dabei von einer Vielzahl von Faktoren ab wie z.B. Ihren Gedanken, durch die Situation ausgelöste Erinnerungen oder auch Ihren Ansprüchen, Bewertungen und Einstellungen, die durch Ihre Lebenserfahrungen geprägt wurden und mit denen Sie diese Situation zu bewältigen versuchen.

Vom Verstehen zum Verändern

Im 1. Therapieschritt

gilt es herauszufinden, in welchen Lebens- und Therapiesituationen, bei welchem Gefühl Ihr Körper reagiert, Ihre Symptome auftreten. Dann können Sie nach und nach verstehen, warum es zu den Beschwerden gekommen ist. Das Führen eines Symptom- und Therapietagebuchs hilft Ihnen dabei, Reaktionsmuster zu entdecken und Zusammenhänge zu erkennen.

Bereits in der ersten Woche erlernen Sie spezielle Entspannungstechniken und positive Selbstregulationsübungen, mit denen Sie selbst aktiv werden und Ihre Symptome und Gefühle beeinflussen lernen.

Im 2. Therapieschritt

untersuchen wir gemeinsam mit Ihnen, warum ihre Symptome auftreten und wie Sie in den verschiedenen Situationen mit welchen Reaktions- und Verhaltensmustern reagieren. Diese Erkenntnis schafft Motivation und zeigt Möglichkeiten auf, welche Fähigkeiten Sie mit unserer Hilfe dazuzulernen können, um ihre Lebenssituation zu verändern und leichter zu bewältigen.

Im 3.  Therapieschritt

überlegen wir mit Ihnen, was Sie in Ihrem Alltagsleben - besonders an Ihrer Arbeitssituation - verändern müssen, damit die körperlichen und emotionalen Überreaktionen wieder weniger und vielleicht irgendwann nicht mehr auftreten werden. Wir wollen Sie anregen, Fähigkeiten und Strukturen für sich zu entwickeln, um die an Sie gestellten Anforderungen mit reduzierter oder sogar ohne Symptomatik bewältigen können.

Unsere Therapeutische Aufgabe ist es,

Ihnen dabei zu helfen, Ihre Symptome und das Körperreagieren nicht nur als Leid zu erleben (dem Sie sich unkundig und damit passiv ausgeliefert fühlen), sondern lernen diese gleichwohl als Signalsystem zu empfinden, auf das Sie selbst aktiv und verändernd einwirken können. Die Basis dafür bildet das in der Therapie erlernte Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Gefühl, körperlicher Reaktion und Symptomen.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen!