Direkt zum Hauptinhalt
Eine Frau die am Strand ist und ihre Hand auf ihre Brust legt

Das Leben leben

Wieder frei atmen

Rehabilitation bei COPD

Die chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (COPD) ist eine weit verbreitete, fortschreitende Lungenerkrankung, die durch eine dauerhafte Verengung der Atemwege gekennzeichnet ist. Typische Symptome sind Atemnot, chronischer Husten und vermehrte Schleimbildung. Hauptursache ist das Rauchen, aber auch Luftverschmutzung, berufliche Schadstoffbelastung und genetische Faktoren wie ein Alpha-1-Antitrypsinmangel können zur Entstehung beitragen. Laut einer Prognose der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird COPD bis 2028 weltweit die dritthäufigste Todesursache sein. Besonders kritisch: Viele Betroffene bemerken die Erkrankung erst spät, da sie sich schleichend entwickelt.

Was Sie auf dieser Seite finden
Eine Frau die einen grünen Reifen in der Hand hält

Was wir in der Rehabilitation bei COPD erreichen können

Im Rahmen der Reha arbeiten wir gezielt daran, die Symptome zu lindern, die körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern und das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten.

Unser Ziel ist es, die Atemfunktion zu stabilisieren, Krankenhausaufenthalte zu verringern und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben möglichst lange zu erhalten.

Was Sie in der Reha erwartet

Unser Behandlungsansatz bei COPD

Therapiebausteine

Die pneumologische Rehabilitation ist ein wissenschaftlich belegter Bestandteil der COPD-Behandlung. Sie umfasst verschiedene Therapiebausteine, die individuell auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten abgestimmt werden. Dadruch können unsere Patientinnen und Patienten bestmöglich von der Maßnahme profitieren. 

Eine Gruppe die Nordic Walking betreibt

Körperliches Training

Zur Steigerung und zum Aufbau von Kraft und Ausdauer werden unterschiedliche Sport- und Bewegungstherapien in den Behandlungsplan inkludiert. 

Eine Frau die mit den Finger die Luft anhält

Atemphysiotherapie

Erlernen spezieller Techniken zur Sekretlösung und Atemerleichterung

Die Frau eine Zigarette in der Hand

Raucherentwöhnung

Unterstützung beim Aufhören. Ein Rauchstopp und Tipps zum schutz vor belastender Luft (z.B. Rauch, Dämpfe, Pollen) ist essentiell für die Verbessung der Lungenfunktion.

Eine Frau die einen Gegenstand in der Hand hält

Ergotherapie

Zur Förderung der Alltagsbewältigung

Eine Ernährungspyramide

Ernährungsberatung

Verbesserung des Ernährungszustands und praktische Tipps für eine entzündungshemmende Kost.

Eine Frau die einer Person etwas erklärt

Patientenschulungen

Vermittlung von Wissen über die Erkrankung und Strategien zur Selbsthilfe.

Zwei Personen die ein Gespräch führen

Psychosoziale Betreuung

Zur förderung der Krankheitsbewältigung und für die psychische Stabilität.

Weitere mögliche Maßnahmen je nach Bedarf

  • Sauerstofflangzeittherapie

    Für Patientinnen und Patienten mit chronischem Sauerstoffmangel wird Sauerstoff übere eine Brille oder Maske zugeführt. 

  • Nichtinvasive Beatmung

    Nichtinvasive Beatmung (NIV) ist eine maschinelle Unterstützung der Atmung, bei der Patientinnen und Patienten über eine Maske mit Überdruck beatmet werden – ohne einen invasiven Zugang wie Tubus oder Trachealkanüle

Ablauf der pneumologischen Rehabilitation

Ihre Rehabilitation in unseren pneumologischen Kliniken variiert je nach individueller Situation zwischen zwei und vier Wochen. Der Ablauf gliedert sich grob in folgende Schritte.

Zwei Frauen die sich unterhalten

Aufnahme & Diagnostik

Den Beginn der Rehabilitation bilden umfassende fachärztliche, Eingangsuntersuchungen. Dazu gehören z. B.:

  • Erhebung der medizinischen Vorgeschichte und Durchführung der erforderlichen Diagnostik.
     
Personen die ihr Gleichgewicht versuchen zuhalten

Therapiephase

Die aktive Therapiezeit findet in der Regel werktags zwischen 8:00 und 17:00 Uhr statt. Regelmäßige Visiten ermöglichen einen fachärztlichen Austausch und bieten Gelegenheit zu flexiblen Anpassungen des Therapieplanes an den gesundheitlichen Fortschritt. Der Stationsarzt ist unmittelbarer Ansprechpartner für alltägliche medizinische Belange. Erstellung eines individuellen Therapieplans basierend auf den diagnostischen Ergebnissen und den persönlichen Zielen der Patientin oder des Patienten. 

Eine Frau die einen weißen Kittel und ein gelbes T-Shirt an hat

Abschlussuntersuchung

Bewertung des Rehabilitationserfolgs und Beratung zu weiteren Maßnahmen nach der Entlassung.

Eine Frau die auf Ihr Handy schaut und eine App offen hat

Nachsorge & Weiterversorgung

Bereits während des Aufenthalts liegt ein Focus darauf, sich Gedanken über eine Verbesserung der Situation nach der Reha zu machen. Wir überlegen dabei gemeinsam mögliche Verbesserungsoptionen, wie z. B.: 

  • Ambulante Weiterbehandlung durch die entsprechenden Fachärzte nach der Reha
  • Empfehlungen zu Selbsthilfegruppen oder Beratungsstellen
  • Digitale Nachsorgeprogramme (z. B. MyMEDIAN@Home)

Verstehen, erkennen, behandeln

COPD verstehen: Ursachen, Symptome und Folgen

Ursachen und Risikofaktoren von COPD

In etwa 80 bis 90 % der Fälle ist Rauchen der entscheidende Risikofaktor für die Entstehung einer COPD. Die Erkrankung entwickelt sich meist schleichend über viele Jahre hinweg. Auch Passivrauchen kann das Risiko erheblich erhöhen. Weitere bedeutende Ursachen und Risikofaktoren sind:

Ein Mann der die Hände auf die Brust legt am Wasser
  • Frühkindliche Lungenschäden

    Etwa durch Infekte, Frühgeburtlichkeit oder geringes Geburtsgewicht

  • Luftverschmutzung

    Feinstaub und Abgase, insbesondere in Ballungsräumen

  • Berufliche Schadstoffexposition

    Langjähriger Kontakt mit Stäuben, Dämpfen oder Chemikalien (z. B. im Bauwesen, Bergbau, in der Landwirtschaft)

  • Asthma bronchiale

    Schweres, schlecht eingestelltes Asthma kann langfristig zur Entwicklung einer COPD beitragen (Asthma-COPD-Overlap)

  • Genetische Veranlagung

    Insbesondere ein Alpha-1-Antitrypsinmangel

Symptome & Diagnose von COPD

Frühe Anzeichen einer COPD sind Atemnot bei Belastung, chronischer Husten und vermehrter Auswurf. Umgangssprachlich wird COPD daher oft auch als "Raucherlunge" bezeichnet. Im weiteren Verlauf kann es zu einem Lungenemphysem kommen: einer Überblähung der Lungenbläschen, die die Oberfläche für den Gasaustausch verringert und den Sauerstoffgehalt im Blut senkt.

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine Fachärztin oder einen Facharzt mithilfe einer Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie) und ergänzender Tests. Eine gesicherte Diagnose ist Voraussetzung für eine Teilnahme an spezialisierten Rehabilitationsprogrammen.

Folgen von COPD

Wird COPD nicht behandelt, kann sie zu  fortschreitenden Einschränkungen und schwerwiegenden Komplikationen führen.

  • Zunehmende Atemnot

    Zunächst bei Belastung, später auch in Ruhe.

  • Chronische Erschöpfung

    Hohe Atemarbeit und Sauerstoffmangel führen zu anhaltender Müdigkeit.

  • Einschränkung der Lebensqualität

    Alltag und soziale Aktivitäten werden zunehmend beeinträchtigt.

  • Häufige Infektionen

    Erhöhte Anfälligkeit für Bronchitis und Lungenentzündungen

  • Exazerbationen

    Plötzliche Krankheitsschübe mit akuter Verschlechterung.

  • Lungenemphysem

    Fortschreitende Schädigung der Lungenstruktur.

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

    Belastung des rechten Herzens (Cor pulmonale) und Risiko für Herzrhythmusstörungen.

  • Osteoporose und Muskelabbau

    Bewegungsmangel und Entzündung schwächen Knochen und Muskulatur.

  • Psychische Belastungen

    Häufig treten Angststörungen und Depressionen auf.

Reha bei COPD an der Ostsee

Eine Frau macht am Strand Übungen

MEDIAN bietet Ihnen eine umfassende pneumologische Rehabilitation für eine Vielzahl von Lungenerkrankungen an. Dazu zählen neben COPD, Asthma, chronische Bronchitis, Nasen- und Nasennebenhöhlenentzündungen sowie allergisch bedingte Erkrankungen wie Heuschnupfen oder Nahrungsmittelallergien. Die gesunde Meeresluft der Ostsee in der MEDIAN Klinik Graal-Müritz oder der MEDIAN Klinik Heiligendamm unterstützt den Heilungsprozess Ihres Atemtrakts auf natürliche Weise und trägt zusätzlich zur Verbesserung Ihres Wohlbefindens bei.

 

 

Unsere Kliniken für eine Reha bei COPD