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Eine Frau die am Strand ist und ihre Hand auf ihre Brust legt

Wieder frei durchatmen

Reha bei COPD

Die chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (COPD) ist eine fortschreitende Lungenerkrankung, bei der die Atemwege dauerhaft verengt sind.

Hauptursache von COPD ist das Rauchen. Auch Luftverschmutzung, berufliche Schadstoffbelastung und genetische Faktoren wie ein Alpha-1-Antitrypsinmangel können zur Entstehung begünstigen.

Typische Beschwerden sind Atemnot, chronischer Husten und vermehrte Schleimbildung.

COPD entwickelt sich häufig schleichend. Eine medizinische Rehabilitation kann dabei unterstützen, Beschwerden zu lindern, die körperliche Belastbarkeit zu verbessern und einen möglichst selbstständigen Umgang mit der Erkrankung im Alltag zu fördern.

Auf dieser Seite 

Ziele der Reha bei COPD

In der COPD-Reha arbeiten wir gemeinsam mit Ihnen daran, Ihre Beschwerden zu reduzieren, Ihre körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern und den Umgang mit der Erkrankung im Alltag zu erleichtern. Die persönlichen Reha-Ziele werden an Ihre gesundheitliche Situation und Belastbarkeit angepasst.

Ein Mann der draußen einen grünen Reifen in der Hand hält

Was wir in der Reha bei COPD erreichen können

  • Atemnot und andere Beschwerden im Alltag besser bewältigen
  • Kraft, Ausdauer und körperliche Belastbarkeit verbessern
  • Atemtechniken erlernen, die das Atmen erleichtern und bei Atemnot helfen
  • Sicheren Umgang mit Medikamenten und Hilfsmitteln sowie bei Bedarf mit Sauerstoff- und Beatmungstherapie erlernen
  • Risikofaktoren reduzieren und den Rauchstopp unterstützen
  • Selbstständigkeit und Lebensqualität erhalten und die Teilhabe am Alltag fördern

Was Sie in der Reha erwartet

Unser Behandlungsansatz bei COPD

Die pneumologische Rehabilitation verbindet verschiedene Therapiebausteine, die individuell auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten abgestimmt werden. Welche Maßnahmen eingesetzt werden, richtet sich nach Beschwerden, Belastbarkeit, Begleiterkrankungen und den persönlichen Reha-Zielen.

Therapiebausteine

Eine Gruppe die Nordic Walking betreibt

Körperliches Training

Sport- und Bewegungstherapie unterstützen dabei, Kraft, Ausdauer und Belastbarkeit schrittweise aufzubauen.

Eine Frau die mit den Fingern ihre Nase zuhält um die Luft anzuhalten

Atemphysiotherapie

Sie erlernen Techniken zur Atemerleichterung und Sekretlösung und üben, diese im Alltag gezielt einzusetzen.

Eine Frau die eine Zigarette in der Hand zerbricht

Raucherentwöhnung

Ein Rauchstopp ist ein zentraler Baustein im Umgang mit COPD. In der Reha erhalten Sie Unterstützung dabei, das Rauchen zu beenden und belastende Einflüsse wie Rauch oder Dämpfe möglichst zu vermeiden.

Eine Frau die einen Gegenstand in der Hand hält

Ergotherapie

Ergotherapeutische Angebote können dabei helfen, Kräfte im Alltag besser einzuteilen und alltägliche Aktivitäten möglichst selbstständig zu bewältigen.

Eine Ernährungspyramide

Ernährungsberatung

Die Ernährungsberatung unterstützt dabei, den Ernährungszustand zu verbessern und eine passende Ernährung im Alltag umzusetzen.

Eine Frau die einer Person etwas erklärt

Schulungen

Sie erhalten verständliche Informationen zu COPD und lernen Strategien für einen möglichst sicheren und selbstständigen Umgang mit der Erkrankung.

Zwei Personen die ein Gespräch führen

Psychosoziale Betreuung

Psychologische und psychosoziale Angebote können die Krankheitsbewältigung und psychische Stabilität unterstützen.

Weitere mögliche Maßnahmen je nach Bedarf

  • Sauerstofflangzeittherapie

    Bei chronischem Sauerstoffmangel kann eine Sauerstofflangzeittherapie Teil der Behandlung sein. In der Reha kann der sichere Umgang mit der vorhandenen Versorgung unterstützt und in den Alltag übertragen werden.

  • Nichtinvasive Beatmung

    Wenn eine nichtinvasive Beatmung medizinisch erforderlich ist, kann der Umgang mit der Maskenbeatmung im Rahmen des individuellen Behandlungskonzepts berücksichtigt werden.

Ablauf der pneumologischen Rehabilitation

Die Dauer Ihrer Rehabilitation richtet sich nach Ihrer individuellen Situation und beträgt in der Regel zwei bis vier Wochen. Auch der Ablauf wird auf Ihren Gesundheitszustand, Ihre Bedürfnisse und Ihre persönlichen Reha-Ziele abgestimmt. Grundsätzlich gliedert sich Ihre Rehabilitation in folgende Schritte:

Zwei Frauen die sich über eine Aufnahme und Diagnostik unterhalten

Aufnahme & Diagnostik

Zu Beginn erfolgt eine fachärztliche Aufnahmeuntersuchung. Ihre medizinische Vorgeschichte, aktuelle Beschwerden, Belastbarkeit und vorhandene Befunde werden erfasst. Die erforderliche Diagnostik bildet die Grundlage für den individuellen Therapieplan.

Die Frau führt eine Abschlussuntersuchung durch

Individuelle Zielsetzung

Gemeinsam mit dem Behandlungsteam werden persönliche Ziele festgelegt, zum Beispiel mehr Belastbarkeit, ein sichererer Umgang mit Atemnot oder mehr Selbstständigkeit im Alltag.

Die Personen führen eine Übung durch im Rahmen der Therapiephase

Therapiephase

Die verschiedenen Therapiebausteine werden entsprechend Ihrer Belastbarkeit kombiniert und im Verlauf angepasst. Regelmäßige ärztliche Visiten begleiten die Behandlung.

Die Personen schaut sich die Nachsorge und Weiterversorgung App an

Nachsorge & Weiterversorgung

Zum Ende der Reha werden der Rehabilitationserfolg ausgewertet und Empfehlungen für die Zeit danach besprochen. Dazu können fachärztliche Weiterbehandlung, ambulante Therapien, Selbsthilfeangebote oder digitale Nachsorgeprogramme wie MyMEDIAN@Home gehören.

COPD-Reha für Rentnerinnen und Rentner: Anspruch und Antrag

Auch im Rentenalter kann eine medizinische Rehabilitation bei COPD sinnvoll sein. Wenn Sie unter Atemnot oder einer eingeschränkten körperlichen Belastbarkeit leiden, kann eine Reha Sie dabei unterstützen, Beschwerden besser zu bewältigen und Ihre Selbstständigkeit im Alltag zu erhalten.

 

Ob eine Rehabilitation im Rentenalter infrage kommt und welcher Kostenträger zuständig ist, hängt von Ihrem Gesundheitszustand und Ihrer persönlichen Situation ab.

Informationen zu Reha im Rentenalter

Gut zu wissen: Informationen zu Reha-Anspruch, Kosten und Kostenträgern sowie Ihrem Wunsch- und Wahlrecht finden Sie hier auf einen Blick.

Verstehen, erkennen, behandeln

COPD verstehen: Ursachen, Symptome und Folgen

Ursachen und Risikofaktoren von COPD

Rauchen ist der wichtigste Risikofaktor für die Entstehung einer COPD. Die Erkrankung entwickelt sich häufig schleichend über viele Jahre. Auch Passivrauchen und bestimmte Vorerkrankungen wie Asthma bronchiale können das Risiko erhöhen. Darüber hinaus können Umweltfaktoren, frühkindliche Einflüsse und eine genetische Veranlagung zur Entstehung einer COPD beitragen.

COPD-Patientin bei einer Lungenfunktionsmessung
  • Schadstoffe am Arbeitsplatz

    Langjähriger Kontakt mit Stäuben, Dämpfen oder Chemikalien, beispielsweise im Bauwesen, im Bergbau oder in der Landwirtschaft.

  • Luftverschmutzung

    Regelmäßige Belastung durch Feinstaub, Abgase und andere Luftschadstoffe.

  • Frühkindliche Einflüsse

    Frühgeburtlichkeit, geringes Geburtsgewicht oder schwere Atemwegsinfektionen in der Kindheit können die Lungenentwicklung beeinträchtigen und das spätere COPD-Risiko erhöhen.

  • Genetische Veranlagung

    Bestimmte erbliche Faktoren, insbesondere ein Alpha-1-Antitrypsinmangel, können die Entstehung einer COPD begünstigen.

Symptome & Diagnose von COPD

Typische Anzeichen einer COPD sind Atemnot bei körperlicher Belastung, anhaltender Husten und vermehrter Auswurf. Im weiteren Verlauf kann die Atemnot auch bei geringer Belastung oder in Ruhe auftreten. Bei manchen Betroffenen entwickelt sich zudem ein Lungenemphysem. Dabei werden die Lungenbläschen dauerhaft geschädigt, wodurch der Gasaustausch beeinträchtigt wird.

Die Diagnose wird in der Regel durch eine Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie) gestellt. Dabei wird untersucht, wie gut die Luft durch die Atemwege strömen kann. Ergänzende Untersuchungen helfen, den Schweregrad der Erkrankung einzuschätzen und die weitere Behandlung zu planen.

Folgen von COPD

COPD kann im Verlauf nicht nur die Atmung, sondern auch die körperliche Leistungsfähigkeit und Lebensqualität beeinträchtigen. Neben zunehmender Atemnot können Erschöpfung, akute Verschlechterungen und weitere gesundheitliche Beschwerden auftreten. Wie stark sich die Erkrankung auf den Alltag auswirkt, ist individuell unterschiedlich. Eine frühzeitige Behandlung und gezielte Rehabilitation können dabei helfen, Beschwerden zu lindern und die Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten.

  • Zunehmende Atemnot

    Die Atmung fällt zunächst bei körperlicher Belastung schwerer, bei fortgeschrittener COPD auch in Ruhe.

  • Erschöpfung und eingeschränkte Belastbarkeit

    Die erhöhte Atemarbeit und eine verminderte körperliche Leistungsfähigkeit können alltägliche Aktivitäten erschweren.

  • Akute Verschlechterungen (Exazerbationen)

    Plötzliche oder über mehrere Tage zunehmende Beschwerden können eine zusätzliche medizinische Behandlung erforderlich machen.

  • Muskelabbau und Osteoporose

    Bewegungsmangel, körperliche Inaktivität und weitere krankheitsbedingte Faktoren können Muskeln und Knochen schwächen.

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

    COPD kann mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergehen und bei fortgeschrittener Erkrankung das rechte Herz zusätzlich belasten.

  • Psychische Belastungen

    Atemnot und Einschränkungen im Alltag können Ängste, depressive Beschwerden und sozialen Rückzug begünstigen.

Qualität in Zahlen

Qualität in der pneumologischen Rehabilitation bei MEDIAN

Im Jahr 2025 wurden über 6.100 Patientinnen und Patienten in den pneumologischen Abteilungen von MEDIAN stationär behandelt. Ambulante Rehabilitationen sind in dieser Angabe nicht einbezogen.

Therapie auf hohem Niveau 98 Punkte

von 100 möglichen Qualitätspunkten bestätigen das ausgezeichnete Leistungsniveau in unseren Fachabteilungen der Pulmologie.

Quelle

Zufriedenheit 93 %

unserer Patientinnen und Patienten waren 2025 mit der pflegerischen Versorgung in der pneumologischen Rehabilitation zufrieden.

Quelle

Spürbar besser leben 73 %

unserer Patientinnen und Patienten empfinden den persönlichen Behandlungserfolg als gut oder sehr gut.

Quelle

Unsere Kliniken für eine Reha bei COPD

In unserer Standortkarte finden Sie alle MEDIAN Einrichtungen, die eine Rehabilitation bei COPD anbieten. Informieren Sie sich über die einzelnen Standorte und finden Sie die passende Klinik für Ihre Reha. Auch eine COPD-Reha an der Ostsee ist bei MEDIAN möglich. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite Reha am Meer.