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Eine Frau während der rTMS-Therapie mit Ihrer Therapeutin.

Das Leben leben

rTMS-Therapie

Innovative Therapie für Ihre psychische Gesundheit

Moderne Unterstützung bei psychischen Erkrankungen

Repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) bei MEDIAN

Wenn psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder Zwangsstörungen sowie andere psychosomatische Beschwerden das Leben dauerhaft beeinträchtigen und bisherige Therapien nicht ausreichend wirken, kann die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) eine ergänzende Behandlungsoption darstellen.

Die moderne, nicht-invasive Therapie ergänzt bestehende psychiatrische und rehabilitative Behandlungen und wird bei MEDIAN in ein multimodales Therapiekonzept eingebunden.

Was ist rTMS?

Die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) ist ein modernes Verfahren aus der Psychiatrie und Neurologie. Mithilfe kurzer magnetischer Impulse werden gezielt bestimmte Hirnregionen stimuliert, die an der Regulation von Stimmung, Antrieb und emotionalem Erleben beteiligt sind. Die Therapie erfolgt ambulant oder im Rahmen eines stationären Aufenthalts und wird berührungsarm, ohne operativen Eingriff sowie in der Regel ohne Narkose durchgeführt.

Ziel der Therapie ist es, die Aktivität bestimmter Hirnregionen gezielt zu beeinflussen und die natürliche Anpassungs- und Regenerationsfähigkeit des Gehirns (Neuroplastizität) zu fördern. Dadurch können Symptome psychischer Erkrankungen wie Depressionen, Angst- oder Zwangsstörungen reduziert und die Wirkung weiterer therapeutischer Maßnahmen unterstützt werden.

Eine Frau schaut während einer depressiven Phase nachdenklich aus dem Fenster

Wann kann eine rTMS-Therapie sinnvoll sein?

Insbesondere bei Menschen mit schweren oder länger andauernden psychosomatischen Erkrankungen kann die rTMS eine geeignete Behandlungsoption darstellen – vor allem dann, wenn:

  • Medikamente nicht ausreichend wirken
  • Medikamente nicht gut vertragen werden
  • Patientinnen und Patienten eine medikamentöse Behandlung ablehnen
  • psychosomatische Symptome trotz Psychotherapie bestehen bleiben

Die Therapie wird bei MEDIAN immer individuell geprüft und in ein ganzheitliches Behandlungskonzept eingebunden.

Ein Patient währed einer rtms-Therapie

Vorteile der rTMS-Therapie

Die rTMS-Therapie bietet verschiedene mögliche Vorteile:

  • ambulante Behandlung ohne Krankenhausaufenthalt
  • keine Operation und keine Narkose notwendig
  • in der Regel sehr gut verträglich
  • kaum Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
  • Beruf, Alltag und Mobilität können meist ohne Einschränkungen beibehalten werden
  • auch in der Schwangerschaft einsetzbar
  • besonders geeignet für ältere Menschen und Patientinnen und Patienten mit mehreren Begleiterkrankungen (Multimorbidität)

So läuft die rTMS-Behandlung ab

Vor Beginn der Therapie erfolgt eine sorgfältige ärztliche Prüfung möglicher Indikationen und Kontraindikationen.

  1. Ärztliche Beratung und Untersuchung

    Zu Beginn erfolgt ein ausführliches ärztliches Gespräch. Dabei werden Ihre Beschwerden, bisherige Behandlungen sowie mögliche Anwendungsgebiete und Kontraindikationen besprochen. Gemeinsam werden die Therapieziele festgelegt und offene Fragen geklärt.

  2. Individuelle Einstellung der Behandlung

    Vor dem Start der Therapie werden die Stimulationsparameter individuell auf Sie abgestimmt. Die Bestimmung der persönlichen Stimulationsstärke erfolgt durch geschultes Fachpersonal, um eine möglichst wirksame und gut verträgliche Behandlung zu gewährleisten.

  3. Durchführung der rTMS-Therapie

    Die Behandlung erfolgt ambulant und dauert in der Regel weniger als 30 Minuten pro Sitzung. Währenddessen sitzen Sie entspannt und bleiben jederzeit ansprechbar. Die Therapie findet meist an vier bis fünf Tagen pro Woche über einen Zeitraum von etwa drei bis sechs Wochen statt und wird während des gesamten Verlaufs fachkundig begleitet.

Wissenschaftlich fundierte Behandlung

Die rTMS-Behandlung ist wissenschaftlich gut untersucht und wird in der deutschen S3-Leitlinie zur Behandlung unipolarer Depression als empfohlenes Verfahren aufgeführt (Nationale VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression, Version 3.2, 2023).

Die beiden Frauen sprechen miteinander

Eine Meta-Analyse von Rakesh et al. 2024 untersuchte insgesamt 10 hochwertige Studien mit 654 Patient*innen mit Depression. Dabei zeigte sich, dass Menschen, die zusätzlich zu ihren Antidepressiva eine echte rTMS-Behandlung erhielten, deutlich stärker von der Behandlung profitierten als Patient*innen mit einer Scheinbehandlung. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass rTMS eine wirksame Ergänzung in der Depressionsbehandlung sein kann.


Neben der Behandlung von Depressionen gibt es zudem wissenschaftliche Hinweise auf mögliche positive Effekte der rTMS-Therapie in der neurologischen Rehabilitation, insbesondere nach Schlaganfällen. Systematische Übersichtsarbeiten und Metaanalysen beschreiben unter anderem potenzielle Verbesserungen der Arm- und Handfunktion sowie motorischer Abläufe (Chen et al., 2022; Safdar et al., 2023).