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Ein Mädchen mit gelben Pullover sitzt draußen

Das Leben leben

Reha bei Depressionen

Gemeinsam die Depressionen bekämpfen und Perspektiven entwickeln

Depressionen können sich auf nahezu alle Lebensbereiche auswirken: auf das eigene Wohlbefinden, Beziehungen, den Alltag und die berufliche Leistungsfähigkeit. Wenn depressive Beschwerden länger anhalten oder die Rückkehr in ein selbstständiges und aktives Leben erschweren, kann eine psychosomatische Rehabilitation sinnvoll sein.

Eine medizinische Rehabilitation kommt insbesondere bei leichten bis mittelgradigen Depressionen oder nach einer zuvor erfolgten Akutbehandlung in einer Klinik in Betracht. Ziel ist es, die psychische Stabilität zu stärken, Rückfälle zu vermeiden und die Rückkehr in Alltag und Beruf nachhaltig zu unterstützen.

Bei schweren depressiven Episoden mit akuter Krise ist hingegen zunächst eine stationäre Akutbehandlung bei schweren Depressionen erforderlich. Nach entsprechender Stabilisierung kann eine Rehabilitation den weiteren Genesungsprozess unterstützen.

Auf dieser Seite 

Was Sie mit uns erreichen können

Ziele der Rehabilitation bei Depressionen

Die Ziele einer Reha bei Depressionen richten sich nach Ihrer persönlichen Situation. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir einen individuellen Behandlungsplan.

Zwei Personen die eine Radtour machen

Mögliche Ziele sind:

  • depressive Beschwerden zu lindern und die psychische Stabilität zu fördern,
  • den eigenen Umgang mit Belastungen und Stress zu verbessern,
  • ungünstige Denk- und Verhaltensmuster zu erkennen und zu verändern,
  • persönliche Ressourcen und Selbstwirksamkeit zu stärken,
  • Strategien zur Rückfallprophylaxe zu entwickeln,
  • körperliche Aktivität und gesundheitsfördernde Routinen aufzubauen,
  • die soziale und berufliche Teilhabe zu verbessern,
  • die Rückkehr in Alltag und Beruf vorzubereiten.

Was Sie in der Reha erwartet

Behandlung von Depressionen in der Reha

Eine Depression betrifft nicht nur das psychische Wohlbefinden. Häufig beeinflusst sie auch körperliche Aktivität, Schlaf, soziale Beziehungen und die berufliche Leistungsfähigkeit. Bei MEDIAN verbinden wir Psychotherapie, Sport- und Physiotherapie sowie Sozialberatung zu einem umfassenden, ganzheitlichen Behandlungskonzept in der psychosomatischen Reha bei Depressionen. Unsere vielfältigen Therapieansätze fördern die psychische und körperliche Gesundheit, steigern die Lebensqualität und helfen, Rückfälle zu vermeiden. Sie tragen nachweislich dazu bei, das Risiko einer erneuten depressiven Episode zu verringern. In einigen Fällen wird die Rückfallprophylaxe durch medikamentöse Maßnahmen ergänzt.

Therapiebausteine der psychosomatischen Reha

Eine Frau und ein Mann die sich miteinander unterhalten

Psychotherapie

  • Fokus auf kognitiver Verhaltenstherapie (CBT) zur Veränderung negativer Denkmuster
  • Zusätzliche Ansätze wie Tiefenpsychologie und systemische Therapie
  • Schematherapie
  • Acceptance-Commitment-Therapie
Ein Mann der eine Übung macht mithilfe einer anderen Person

Sport- und Bewegungstherapie

Regelmäßige Bewegung kann das körperliche und psychische Wohlbefinden unterstützen. In der Reha werden körperliche Aktivität und Belastbarkeit deshalb gezielt und schrittweise gefördert.

Die Person heben alle ihre beiden Hände

Entspannungs- und Stressbewältigungstechniken

Achtsamkeit, Entspannungsverfahren und Methoden zur Stressbewältigung können helfen, Anspannung bewusster wahrzunehmen und individuelle Strategien für belastende Situationen zu entwickeln.

Die Frau zeichnet und die Lehrerin schaut zu

Kunst- und Ergotherapie

Kreative und handlungsorientierte Therapieangebote können den Zugang zu eigenen Ressourcen unterstützen und dabei helfen, Selbstvertrauen, Alltagskompetenz und Handlungsfähigkeit zu stärken.

Die Schwester hat eine weiße Arbeitskleidung an

Medikamentöse Begleitung

Wenn eine medikamentöse Behandlung erforderlich ist, kann diese ärztlich begleitet und in das individuelle Behandlungskonzept einbezogen werden. Antidepressiva gehören neben der Psychotherapie zu den etablierten Behandlungsmöglichkeiten bei Depressionen; welche Behandlung geeignet ist, hängt unter anderem von Schweregrad, Verlauf und individuellen Voraussetzungen ab.

Der Mann kocht in der Küche

Ernährungsberatung

Eine ausgewogene Ernährung und gesundheitsfördernde Alltagsgewohnheiten können Bestandteil des ganzheitlichen Reha-Konzepts sein.

Der Pfleger hilft der Patientin bei der Übung

Berufliche Wiedereingliederung (MBOR)

Wenn die Depression Ihre berufliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigt, können arbeitsbezogene Fragestellungen gezielt in die Rehabilitation einbezogen werden. Dabei geht es beispielsweise um Belastbarkeit, berufliche Anforderungen und die Vorbereitung auf die Rückkehr ins Arbeitsleben.

Zwei Personen die ein Gespräch führen

Sozialberatung

Unsere Sozialberatung unterstützt Sie bei sozialrechtlichen, persönlichen und beruflichen Fragestellungen und hilft Ihnen dabei, die nächsten Schritte nach der Reha vorzubereiten.

Eine Gruppe die auf Matten Sport machen

Nachsorge

Damit die in der Reha erreichten Fortschritte auch im Alltag Bestand haben, wird die weitere Versorgung frühzeitig mitgedacht. Je nach individuellem Bedarf kommen beispielsweise ambulante Nachsorgeangebote, psychotherapeutische Weiterbehandlung oder Selbsthilfeangebote infrage.

Ablauf der psychosomatische Rehabilitation bei MEDIAN

Der Ablauf Ihrer psychosomatischen Rehabilitation bei MEDIAN ist strukturiert und individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.

Zwei Frauen die sich über eine Aufnahme und Erstuntersuchung unterhalten

Aufnahme und Erstuntersuchung

Zu Beginn der psychosomatischen Rehabilitation erfolgt eine gründliche ärztliche bzw. psychotherapeutische Aufnahmeuntersuchung, bei der Ihre persönliche Anamnese sowie Ihre Erwartungen und Ziele für die Reha besprochen werden. Gemeinsam definieren wir realistische Ziele, die in Ihrem individuellen Behandlungsplan festgehalten werden. Dieser Plan bildet die Grundlage für Ihre Therapie und wird regelmäßig an Ihre Fortschritte angepasst.

Die Frau führt eine Übung durch mit einem Zugband aufgrund ihres Therapieablaufs und Klinikalltag

Therapieablauf und Klinikalltag

Die Therapieeinheiten beinhalten eine Vielzahl von Behandlungsansätzen, darunter psychotherapeutische und medizinische Therapien sowie psychosomatische Verfahren. Mindestens einmal pro Woche erfolgt ein psychotherapeutisches Gespräch, um den Fortschritt zu überwachen und den Behandlungsplan gegebenenfalls anzupassen. Bei Bedarf können ärztliche Sprechstunden vereinbart werden.

Die zwei Personen unterhalten sich im Rahmen einer Sozialberatung für die Nachsorge und den Abschluss

Abschluss und Nachsorge

Zum Ende Ihrer Reha besprechen wir mit Ihnen geeignete Nachsorgeangebote, die Ihnen helfen, Ihre Fortschritte zu sichern und die erlernten Selbsthilfestrategien in den Alltag zu integrieren. Hierzu gehören gegebenenfalls ambulante Nachsorge oder der Zugang zu Selbsthilfegruppen. Ziel ist es, dass Sie Ihre Reha-Erfolge auch nach dem Aufenthalt bei MEDIAN weiter ausbauen und langfristig stabilisieren können.

Wie komme ich in eine Reha bei Depressionen?

Eine Person mit gelben T-Shirt, unterschreibt ein Dokument

Reha beantragen

Eine medizinische Rehabilitation muss in der Regel beantragt und vom zuständigen Kostenträger bewilligt werden. Welcher Kostenträger zuständig ist, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Bei erwerbstätigen Personen ist dies häufig die Deutsche Rentenversicherung, in anderen Fällen kann beispielsweise die gesetzliche Krankenversicherung zuständig sein.

Ihr erster Ansprechpartner kann Ihre behandelnde Ärztin, Ihr behandelnder Arzt oder Ihre psychotherapeutische Praxis sein.

Zwei Frauen unterhalten sich

Kann ich mir eine Rehaklinik selbst aussuchen?

Bei der Auswahl Ihrer Rehaklinik können Sie im Rahmen des Wunsch- und Wahlrechts einen Klinikvorschlag in Ihren Antrag aufnehmen. Entscheidend ist unter anderem, dass die Einrichtung für Ihre Erkrankung geeignet ist und die Voraussetzungen des jeweiligen Kostenträgers erfüllt.

Verstehen, erkennen, behandeln

Depression verstehen: Ursachen, Risiken, Symptome und Folgen

Eine Depression ist eine weit verbreitete psychische Erkrankung, die durch anhaltende Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und ein Gefühl der inneren Leere gekennzeichnet ist. Sie beeinflusst das Denken, Fühlen und Verhalten einer Person und kann sowohl psychische als auch körperliche Symptome hervorrufen. Zu den häufigen Symptomen zählen eine verminderte Lebensfreude, Schlafstörungen, Appetitveränderungen, Erschöpfung und körperliche Schmerzen. Sie kann in unterschiedlichen Schweregraden auftreten, von leichteren Formen bis hin zu schweren, reszidivierenden Depressionen. Ohne Behandlung kann eine Depression das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen und zu weiteren gesundheitlichen Problemen führen. Eine rechtzeitige Diagnose und Therapie sind entscheidend, um die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.

Ursachen und Risikofaktoren von Depressionen

Eine Frauen die draußen an einer Blume riecht

Ursachen

Die Ursachen von Depressionen sind vielschichtig und können durch eine Kombination aus genetischen, biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren bedingt sein. Genetische Veranlagung spielt eine wichtige Rolle, da Depressionen in Familien gehäuft auftreten können. Ein Ungleichgewicht in bestimmten Neurotransmittern, wie Serotonin und Noradrenalin, wird ebenfalls als biologischer Risikofaktor angesehen, da diese Botenstoffe das Wohlbefinden und die Stimmung regulieren.

Zwei Frauen die sich draußen unterhalten

Mögliche Auslöser

Psychologische Faktoren wie frühkindliche Traumata, belastende Lebensereignisse oder chronischer Stress, können die Entstehung einer Depression begünstigen. Besonders Menschen mit einem negativen Denkmuster oder einer Tendenz zu übermäßigem Grübeln sind anfälliger für depressive Störungen. Soziale Isolation, beziehungsbedingte Konflikte oder der Verlust eines nahestehenden Menschen können als auslösende Faktoren wirken.

Eine Person legt drei Holzsteine mit verschiedenen Gesichtern nebeneinander hin

Risikofaktoren

Darüber hinaus gibt es spezifische Risikofaktoren, die das Risiko einer Depression erhöhen, wie zum Beispiel chronische Erkrankungen, hormonelle Veränderungen (z.B. während der Schwangerschaft oder Wechseljahre), Suchtprobleme oder die Einnahme bestimmter Medikamente. Auch eine familiäre Häufung von psychischen Erkrankungen oder bereits vorangegangene depressive Episoden erhöhen die Wahrscheinlichkeit, an einer Depression zu erkranken. Die Wechselwirkung dieser Faktoren kann den Verlauf und die Schwere der Erkrankung erheblich beeinflussen.

Symptome einer Depression

Depressionen können sich psychisch und körperlich bemerkbar machen. Die Beschwerden unterscheiden sich von Person zu Person.

Eine Frau schaut während einer depressiven Phase nachdenklich aus dem Fenster

Psychische Symptome

  • Anhaltende Niedergeschlagenheit, Gefühl der Leere und Trauer
  • Verlust von Interessen und Antriebslosigkeit
  • Schwierigkeiten, Freude an früheren Aktivitäten zu empfinden
  • Negatives Selbstbild, Schuldgefühle, Pessimismus und Grübelzwang
  • Gedanken an Selbstverletzung 
Eine Frau und ein Mann sitzen auf der Couch und schauen sich nicht an

Körperliche Symptome

  • Schlafstörungen (Ein- und Durchschlafprobleme)
  • Appetitveränderungen (Gewichtsverlust oder -zunahme, Heißhunger)
  • Häufige körperliche Schmerzen (Kopf-, Rücken- oder Brustschmerzen)
  • Erschöpfung und Müdigkeit trotz ausreichendem Schlaf
  • Verminderte sexuelle Lust und innerliche Unruhe

Wie wird eine Depression diagnostiziert?

Die beiden Frauen sprechen miteinander

Die Diagnose wird von Ärztinnen, Ärzte oder Psychotherapeuten gestellt. Dabei werden die Art, Dauer und Stärke der Beschwerden erfasst und mögliche andere Ursachen berücksichtigt.

Neben einem ausführlichen Gespräch können standardisierte Fragebögen sowie gegebenenfalls körperliche Untersuchungen eingesetzt werden. Für die weitere Behandlung ist außerdem relevant, wie stark die Erkrankung Alltag, soziale Beziehungen und berufliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigt.

Welche Formen und Verläufe von Depressionen gibt es?

Depressionen sind vielseitige psychische Erkrankungen, die in verschiedenen Verlaufsformen und Schweregraden auftreten können:

Depressive Episode

Diese tritt einmalig oder in abwechselnden Phasen mit gesunden Intervallen auf. Eine depressive Episode ist durch anhaltende Symptome wie gedrückte Stimmung, Antriebslosigkeit und Freudlosigkeit charakterisiert. Sie kann leicht, mittelgradig oder schwer sein und dauert mindestens zwei Wochen. Abhängig von der Schwere der Symptome werden auch psychotische Symptome wie Wahnvorstellungen oder Halluzinationen beobachtet.

  • Depressive Episode

    Diese tritt einmalig oder in abwechselnden Phasen mit gesunden Intervallen auf. Eine depressive Episode ist durch anhaltende Symptome wie gedrückte Stimmung, Antriebslosigkeit und Freudlosigkeit charakterisiert. Sie kann leicht, mittelgradig oder schwer sein und dauert mindestens zwei Wochen. Abhängig von der Schwere der Symptome werden auch psychotische Symptome wie Wahnvorstellungen oder Halluzinationen beobachtet.

Welche Folgen kann eine Depression haben?

Unbehandelte Depressionen können schwerwiegende Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen und ihr soziales Umfeld haben. Besonders problematisch ist, dass depressive Episoden sich wiederholen können und ohne rechtzeitige Behandlung das Risiko einer rezidivierende Depression steigt, was den Heilungsprozess erschwert. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind daher entscheidend, um langfristige Folgen zu verhindern oder abzumildern.

Eine Person die auf einer Bank sitzt vor einem Teich

Auswirkungen auf Alltag und soziale Beziehungen

Antriebslosigkeit, Erschöpfung oder sozialer Rückzug können dazu führen, dass alltägliche Aufgaben zunehmend schwerfallen und Kontakte zu Familie, Freund*innen oder Kolleg*innen belastet werden.

Ein Mann liegt im Bett mit einem fröhlichen Gesicht

Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit

Schlafprobleme, Erschöpfung oder körperliche Beschwerden können die Lebensqualität zusätzlich beeinträchtigen. Depressionen treten außerdem häufig gemeinsam mit anderen psychischen oder körperlichen Erkrankungen auf.

Wenn neben depressiven Beschwerden auch ausgeprägte Ängste oder eine Angststörung bestehen, finden Sie weiterführende Informationen auf unserer Seite zur Reha bei Angststörungen.

Eine Person die sich das Buch an den Kopf hält

Auswirkungen auf das Berufsleben

Konzentrationsprobleme, verminderte Belastbarkeit und Antriebslosigkeit können die berufliche Leistungsfähigkeit erheblich einschränken. Genau hier setzt die medizinische Rehabilitation an: Neben der gesundheitlichen Stabilisierung ist die Wiederherstellung oder Sicherung der Teilhabe an Alltag und Beruf ein wichtiges Ziel.

Transparent und nachvollziehbar

Depressive Störungen: ein Schwerpunkt unserer psychosomatischen Reha

Im Jahr 2024 behandelte MEDIAN über 34.000 Patientinnen und Patienten erfolgreich in der psychosomatischen Reha. Unsere Therapieansätze zeigen messbar nachhaltige Erfolge, belegt durch die Ergebnisse unserer digitalen Zufriedenheitsbefragung. Mit 39 % ist die rezidivierende depressive Störung die häufigste Hauptdiagnose in unseren psychosomatischen Einrichtungen.

96 von 100 Qualitätspunkten

2024 erfüllten unsere psychosomatischen Fachabteilungen die Reha-Vorgaben in hervorragender Weise.

Quelle

76 % Spürbare Wirkung

3 von 4 Patient*innen berichten von einer Verbesserung ihrer Depressionssymptome.

Quelle

98 von 100 Qualitätspunkten

2024 bestätigten die Reha-Therapiestandards erneut die Top-Qualität der Reha bei Depressiven Störungen.

Quelle

Unsere Kliniken für Reha bei Depressionen