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Die Herzinsuffizienz ist eine Herzmuskelschwäche umgangssprachlich auch als Herzschwäche bezeichnet, die dazu führt, dass das Herz nicht mehr in der Lage ist, ausreichend Blut durch den Körper zu pumpen. Diese Erkrankung betrifft in Deutschland etwa eine Million, in Europa rund zehn Millionen Menschen.
Besonders häufig tritt Herzinsuffizienz in einem chronischen Verlauf auf, der sich über Jahre hinweg entwickelt. Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht Betroffenen gleichzeitig eine vorbeugende Behandlung, die insbesondere durch eine spezifische Rehabilitation maßgeblich unterstützt wird, um die persönliche Lebensqualität und Lebenserwartung zu verbessern.
21 Kardiologische Kliniken
18981 Patient*innen pro Jahr
Was Sie erwartet
Sowohl bei einem chronischen Krankheitsverlauf als auch nach einem akuten Vorfall im Anschluss an eine Krankenhausbehandlung, hilft Ihnen unsere spezielle Rehabilitation bei Herzinsuffizienz, Ihre Genesung zu fördern, weiteren Krankenhauseinweisungen vorzubeugen und Ihre Lebensqualität zu erhöhen. Unser Behandlungskonzept umfasst eine gezielte und angeleitete Bewegungstherapie,
die medikamentöse Therapie sowie die psychologische Unterstützung, um aus der Erkrankung resultierende Ängste aufzuarbeiten. Eine angepasste Ernährung und das Erlernen von Selbstmanagementstrategien runden das Behandlungsangebot ab mit dem Ziel, zu lernen besser mit der Erkrankung umzugehen.
Gemeinsam den Start in ein Leben mit Herzschwäche finden und die Eckpfeiler zum Umgang mit der Erkrankung setzen. Das schaffen wir bei MEDIAN, indem wir unter ärztlicher Kontrolle und mit der Expertise unserer Therapeutinnen und Therapeuten, Ihre persönliche Belastungsgrenze ausloten und Ihre Alltagskompetenz maßgeblich verbessern. Im Fokus unseres individuell auf Ihre Belastbarkeit angepassten Therapieprogramms stehen:
Wichtig ist uns, Ihnen eine Routine an die Hand zu geben, mit der Sie Ihren Behandlungserfolg selbst unterstützen können. Dazu gehören von Beginn an selbst durchzuführende Maßnahmen wie die tägliche Gewichtskontrolle, eine Trinkmengenreduktion unter 1,7 Liter pro Tag und moderate Bewegung. Psychologische Unterstützung hilft, die emotionalen Belastungen zu bewältigen, die mit der Erkrankung einhergehen können.
Weitere Wissensvermittlung erhalten Sie in unserem ergänzenden Schulungsprogramm, z. B. in den Bereichen Stressmanagement, Herz-Kreislauf-System und Bewegungsmanagement.
Die medikamentöse Therapie umfasst häufig eine Reihe von Wirkstoffen wie ACE-Hemmer, Betablocker, SGLT-2-Hemmer und Diuretika. Sie entlasten das Herz, lindern Beschwerden und verbessern die Herzfunktion. Neben der richtigen Einstellung ist vor allem die regelmäßige Einnahme entscheidend.
Wir beraten Sie umfassend zur Wirksamkeit der Medikamente und zur optimalen Abstimmung der unterschiedlichen Präparate.
Die kardiologische Reha dauert in der Regel etwa drei Wochen, kann jedoch bei Bedarf und in Abstimmung mit Ihrem Kostenträger verlängert werden. Die kardiologische Reha ist der Beginn einer nachhaltige Lebensstilveränderung, die Sie zuhause fortführen, um Ihre Herz-Gesundheit langfristig zu erhalten.
Verstehen, erkennen, behandeln
Die häufigsten Auslöser einer Herzmuskelschwäche sind
Darüber hinaus können auch andere Einflüsse wie Blutarmut, eine Schilddrüsenüberfunktion oder Schlafapnoe die Erkrankung begünstigen oder verschlimmern.
Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung dieser Risikofaktoren ist entscheidend, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.
Das Risiko, eine Herzmuskelschwäche zu entwickeln, steigt mit zunehmendem Alter, da sich mit fortschreitendem Lebensalter die Belastung des Herzens und die Wahrscheinlichkeit für Begleiterkrankungen erhöhen. Sowohl Männer als auch Frauen können von der Erkrankung betroffen sein. Allerdings werden die Symptome bei Frauen häufig später erkannt, was die Diagnose und Therapie verzögern kann.
Typische Anzeichen einer Herzmuskelschwäche sind
Auch eine Gewichtszunahme durch Flüssigkeitseinlagerungen oder gelegentlich Herzrasen können Hinweise auf eine Herzinsuffizienz sein. Diese Symptome sollten ernst genommen und ärztlich abgeklärt werden, da sie auf eine eingeschränkte Herzfunktion hinweisen können.
Für eine genaue Diagnose stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, mit denen Ursachen und Schweregrad der Erkrankung präzise bestimmt werden können. Dazu gehören die
Ergänzend können spezielle Bluttests, Röntgenuntersuchungen, Herzkatheteruntersuchungen und Herz-MRT durchgeführt werden, um ein umfassendes Bild der Herzgesundheit zu erhalten.
Neben der Links- und Rechtsherzinsuffizienz wird zwischen systolischer und diastolischer Herzschwäche unterschieden: Bei der systolischen Herzschwäche ist die Pumpkraft des Herzmuskels während der Kontraktion vermindert, während es bei der diastolischen Herzschwäche zu einer Störung der Herzmuskelentspannung kommt.
Unbehandelt kann eine Herzmuskelschwäche erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen, wiederholte Krankenhausaufenthalte nötig machen und bis zum Tode führen. Zu den häufigsten Folgen gehören eine eingeschränkte Lebensqualität und Alltagskompetenz, die sich durch verminderte körperliche Leistungsfähigkeit und häufige Krankenhausaufenthalte äußern.
In fortgeschrittenen Stadien können schwere Komplikationen wie Atemnot in Ruhe, Flüssigkeitsansammlungen in Lunge und Beinen, Herzrhythmusstörungen, Nierenfunktionsstörungen oder Leberprobleme auftreten. Auch eine sexuelle Dysfunktion ist beschrieben. Eine frühzeitige Behandlung und gezielte Maßnahmen wie Rehabilitation können helfen, diese Auswirkungen zu lindern und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.
Die New York Heart Association (NYHA) teilt Herzinsuffizienz in vier Stadien ein:
Keine Einschränkung der körperlichen Belastbarkeit.
Leichte Einschränkungen bei alltäglichen Aktivitäten.
Deutliche Einschränkungen, aber keine Symptome in Ruhe.
Beschwerden auch in Ruhe; normale Aktivitäten sind nicht möglich.
Transparent und nachvollziehbar
Im Jahr 2024 haben wir bei MEDIAN knapp 19.000 Patientinnen und Patienten in der kardiologischen Reha erfolgreich behandelt. Unsere Therapieansätze erzielen messbar nachhaltige Verbesserungen, wie die Ergebnisse unsere digitalen Zufriedenheitsbefragung verdeutlichen.
96 von 100
96 von 100 Qualitätspunkte bestätigen das ausgezeichnete Leistungsniveau der Kardiologie.
Quelle
93 %
93% unserer Patientinnen und Patienten sind mit der Pflege in der kardiologischen Reha zufrieden.
Quelle
84 %
84 % unserer Patientinnen und Patienten empfinden den persönlichen Behandlungserfolg als gut oder sehr gut.
Quelle
Achten Sie auf eine salzarme Ernährung. Bleiben Sie körperlich aktiv, ohne sich zu überlasten. Nehmen Sie Ihre Medikamente zuverlässig ein und wahrnehmen Sie regelmäßig Ihre Kontrolltermine.
Ja, die medizinische Betreuung in der Reha umfasst auch die Überprüfung und Optimierung Ihrer Medikation. Unserer Ärztinnen oder Ärzte passen die Dosierung an oder nehmen, falls notwendig, Änderungen vor. Diese erfolgen stets in enger Abstimmung mit Ihrem behandelnden Kardiologen. Ziel ist es, eine optimale medikamentöse Therapie sicherzustellen.
Die Belastbarkeit wird regelmäßig durch medizinische Tests kontrolliert, darunter:
Die Ergebnisse fließen direkt in die Anpassung Ihres Therapieplans ein, um eine sichere und effektive Rehabilitation zu gewährleisten.