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Das Leben leben

Psychosomatische Reha für nachhaltige Gewichtsregulation

Rehabilitation bei Adipositas mit MEDIAN

Wenn Sie unter Adipositas leiden, bieten wir bei MEDIAN zwei unterschiedliche Wege bzw. Formen der Behandlung an. Im Bereich der Psychosomatik haben wir ein Spezialprogramm "Adipositas" entwickelt, bei dem die Auseinandersetzung mit der Adipositas, das Lernen über die Erkrankung sowie Essmanagement und Bewegung die Hauptsäulen der Behandlung. 

Im Rahmen einer Rehabilitation im Bereich der Inneren Medizin haben Sie ebenfalls die Möglichkeit, Ihre Adipositas behandeln zu lassen. Hier liegen die Schwerpunkte verstärkt auf der Lebensstilveränderung hinsichtlich einer Gewichtsreduktion - unter Einbezug aller Erkrankungen, die aus der Adiposität entstanden sind und der evtl. folgenden oder bereits erfolgter Behandlung dieser. 

Was Sie auf dieser Seite finden

Was Sie in der psychosomatischen Rehabilitation bei Adipositas erreichen können

Das Ziel unserer Reha ist es, Ihnen zu helfen, wieder aktiv und selbstbestimmt am Leben teilzunehmen. Wir möchten Sie dabei unterstützen:

  • Ihr Gewicht langfristig zu reduzieren
  • Ihre körperliche Fitness zu verbessern
  • Bluthochdruck und andere Begleiterkrankungen zu kontrollieren
  • Alltagsaktivitäten leichter zu bewältigen, z.B. Treppensteigen oder längere Spaziergänge
  • Ein gesundes Selbstwertgefühl aufzubauen

Durch die Kombination aus medizinischer Betreuung, Bewegung und psychologischer Unterstützung fördern wir nachhaltige Veränderungen, die Ihnen den Alltag erleichtern.

Transparent und nachvollziehbar

Qualität in Zahlen

Im Jahr 2023 haben wir bei MEDIAN über 34.000 Patientinnen und Patienten erfolgreich behandelt. Unsere Therapieansätze erzielen messbar nachhaltige Verbesserungen, wie die Ergebnisse unsere digitalen Zufriedenheitsbefragung verdeutlichen.

83 %

unserer Patientinnen und Patienten sind mit der Therapie in der psychosomatischen Rehabilitation bei MEDIAN zufrieden.

Quelle

61 %

unserer Patientinnen und Patienten bewerten ihren Behandlungserfolg als gut oder sehr gut.

Quelle

Was Sie in der Reha erwartet

Unser Behandlungsansatz in der psychomatischen Reha bei Adipositas

Als führenden Reha-Anbieter in Deutschland haben die MEDIAN Kliniken langjährige Erfahrung in der Behandlung von krankhaftem Übergewicht und seinen Unterformen Binge-Eating-Störungen und Night Eating Disorder. Die Behandlung findet in unseren psychosomatischen Abteilungen im Rahmen eines Spezialprogramms „Adipositas“ statt. 

Psychosomatisches Spezialprogramms „Adipositas“

Im Mittelpunkt des Programms stehen die Psychoedukation, Essmanagement und Bewegung. Die Kombination dieser drei Säulen hat sich in der Therapie der Adipositas bewährt und verspricht die nachhaltigsten Effekte. Je nach Indikation werden auch Suchtmechanismen der Adipositas individuell oder in krankheitsübergreifenden Suchtgruppen behandelt.

In der Psychoedukation erhalten Betroffene Einblicke in die Mechanismen, die Adipositas aufrechterhalten, und lernen, wie sie sich aus diesen Teufelskreisen lösen können. Vielen ist dabei zunächst nicht bewusst, dass Essen als „Seelentröster“ genutzt wird – eine wichtige Erkenntnis für eine nachhaltige Gewichtsreduktion. In therapeutischen Einzel- und Gruppengesprächen lernen die Patientinnen und Patienten, ihr Verhalten zu verstehen und gezielt zu steuern. Die Erarbeitung eines persönlichen Therapieziels stärkt zusätzlich die Motivation. Psychoedukation vermittelt, dass nachhaltige Veränderungen Eigenverantwortung und tiefgreifende Anpassungen des Lebensstils erfordern. Eng damit verknüpft ist die Psychotherapie, in der seelische Ursachen der Adipositas, etwa Ängste oder Depressionen, bearbeitet werden. Da starkes Übergewicht häufig mit psychischen Belastungen einhergeht, kommt der Psychotherapie in der Adipositas-Behandlung eine zentrale Bedeutung zu.

  • In der Psychoedukation erhalten Betroffene Einblicke in die Mechanismen, die Adipositas aufrechterhalten, und lernen, wie sie sich aus diesen Teufelskreisen lösen können. Vielen ist dabei zunächst nicht bewusst, dass Essen als „Seelentröster“ genutzt wird – eine wichtige Erkenntnis für eine nachhaltige Gewichtsreduktion. In therapeutischen Einzel- und Gruppengesprächen lernen die Patientinnen und Patienten, ihr Verhalten zu verstehen und gezielt zu steuern. Die Erarbeitung eines persönlichen Therapieziels stärkt zusätzlich die Motivation. Psychoedukation vermittelt, dass nachhaltige Veränderungen Eigenverantwortung und tiefgreifende Anpassungen des Lebensstils erfordern. Eng damit verknüpft ist die Psychotherapie, in der seelische Ursachen der Adipositas, etwa Ängste oder Depressionen, bearbeitet werden. Da starkes Übergewicht häufig mit psychischen Belastungen einhergeht, kommt der Psychotherapie in der Adipositas-Behandlung eine zentrale Bedeutung zu.

Therapiebausteine der psychosomatischen Reha

Psychotherapie

  • Fokus auf kognitiver Verhaltenstherapie (CBT) zur Veränderung negativer Denkmuster
  • Zusätzliche Ansätze wie Tiefenpsychologie und systemische Therapie
  • Schematherapie
  • Acceptance-Commitment-Therapie

Sport- und Bewegungstherapie

  • Bewegung fördert die physische Gesundheit und unterstützt die psychische Stabilität
  • Physiotherapie hilft bei der Entspannung und dem Stressabbau

Entspannungs- und Stressbewältigungstechniken

  • Achtsamkeit, Meditation oder progressive Muskelentspannung helfen, Stress zu reduzieren und innere Ruhe zu finden.

Kunst- und Ergotherapie

  • Förderung der Handlungsfähigkeit im Alltag durch praktische Übungen
  • Kreatives Gestalten zur Steigerung von Selbstvertrauen und Lebensqualität

Medikamentöse Begleitung

  • In einigen Fällen werden Antidepressiva zur Stabilisierung des chemischen Ungleichgewichts im Gehirn eingesetzt.

Ernährungsberatung

  • Unterstützung bei gesunden Ernährungsgewohnheiten und Lebensstil

Berufliche Wiedereingliederung (MBOR)

  • Unterstützung bei beruflichen Veränderungen und Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber

Sozialberatung

  • Unterstützung bei sozialen und beruflichen Herausforderungen
  • Hilfestellung bei persönlichen und familiären Problemen zur Stärkung der sozialen Integration

Nachsorge

  • Ambulante Nachsorge zur langfristigen Sicherung der Therapieerfolge

Ihr Reha-Alltag

Behandlung, Wohnen und erste Erfolge

Wohnen in Bezugsgruppen

Unsere adipösen Patienten wohnen während ihres Reha-Aufenthalts in komfortablen, entsprechend ausgestatteten Einzelzimmern. Gleichzeitig sind sie Teil einer Wohn- bzw. Bezugsgruppe. Diese Gruppe besteht aus insgesamt zwölf Personen mit unterschiedlichen psychosomatischen Krankheitsbildern. Viele Therapien und Aktivitäten finden gemeinsam statt, zum Beispiel Gruppengespräche oder gemeinsame Mahlzeiten. Die anderen Therapiebausteine wie Einzelpsychotherapie, Essmanagement und das Sportprogramm sind dagegen ausschließlich auf die Behandlung unserer adipösen Patienten ausgerichtet. Hinzukommt gegebenenfalls die Behandlung in einer Suchtgruppe.

Dauer und Erfolg

Die Behandlung dauert in der Regel fünf bis sechs Wochen und kann bei Bedarf verlängert werden. In dieser Zeit erhalten die Patientinnen und Patienten einen realistischen Weg aus dem Übergewicht und gehen bereits erste Schritte: Sie verlieren Gewicht, entdecken neue Bewegungsmöglichkeiten und fühlen sich spürbar erleichtert und gesünder. Die stationäre Behandlung ist jedoch nur der Anfang. Damit der eingeschlagene Weg im Alltag fortgesetzt werden kann, empfehlen wir dringend eine Reha-Nachsorge sowie eine ambulante Psychotherapie, idealerweise bei spezialisierten Fachkräften für Essstörungen. Auch der Besuch von Selbsthilfegruppen in Wohnortnähe kann unterstützen. Wichtig zu wissen: Eine stationäre Behandlung kann bei Rückfällen oder belastenden Lebensereignissen erneut in Anspruch genommen werden.

Ablauf der psychosomatische Rehabilitation bei MEDIAN

Der Ablauf Ihrer psychosomatischen Rehabilitation bei MEDIAN ist strukturiert und individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.

Aufnahme und Erstuntersuchung

Zu Beginn der psychosomatischen Rehabilitation erfolgt eine gründliche ärztliche bzw. psychotherapeutische Aufnahmeuntersuchung, bei der Ihre persönliche Anamnese sowie Ihre Erwartungen und Ziele für die Reha besprochen werden. Gemeinsam definieren wir realistische Ziele, die in Ihrem individuellen Behandlungsplan festgehalten werden. Dieser Plan bildet die Grundlage für Ihre Therapie und wird regelmäßig an Ihre Fortschritte angepasst.

Therapieablauf und Klinikalltag

Die Therapieeinheiten beinhalten eine Vielzahl von Behandlungsansätzen, darunter psychotherapeutische und medizinische Therapien sowie psychosomatische Verfahren. Mindestens einmal pro Woche erfolgt ein psychotherapeutisches Gespräch, um den Fortschritt zu überwachen und den Behandlungsplan gegebenenfalls anzupassen. Bei Bedarf können ärztliche Sprechstunden vereinbart werden.

Abschluss und Nachsorge

Zum Ende Ihrer Reha besprechen wir mit Ihnen geeignete Nachsorgeangebote, die Ihnen helfen, Ihre Fortschritte zu sichern und die erlernten Selbsthilfestrategien in den Alltag zu integrieren. Hierzu gehören gegebenenfalls ambulante Nachsorge oder der Zugang zu Selbsthilfegruppen. Ziel ist es, dass Sie Ihre Reha-Erfolge auch nach dem Aufenthalt bei MEDIAN weiter ausbauen und langfristig stabilisieren können.

Verstehen, erkennen, behandeln

Adipositas verstehen: Ursachen und Folgen

Adipositas oder umgangssprachlich auch Fettleibigkeit entsteht durch eine übermäßige Nahrungszufuhr. Gelingt es trotz zumeist wachsender gesundheitlicher und zwischenmenschlicher Probleme nicht, das Essverhalten zu mäßigen, spricht der Volksmund von Fettsucht.

Einteilung  der Adipositasgrade

Bei Adipositas handelt es sich um eine besonders ausgeprägte Form von Übergewicht. Ärzte sprechen von Adipositas, wenn der Body-Mass-Index (BMI) 30 kg/m² oder höher ist.

  • Grad 1: BMI von 30 – 35 kg/m²

  • Grad 2: BMI von 35 – 40 kg/m²

  • Grad 3: BMI über 40 kg/m²

Ursachen

Die Ursachen, warum Menschen zu dick werden, sind vielfältig. Da gibt es zum einen die Genießer, die einfach gerne essen und darum mehr Kilos auf die Waage bringen als es ihrer Gesundheit gut tut. Daneben gibt es auch körperliche Ursachen wie etwa eine Schilddrüsenunterfunktion. Insgesamt spielen somatische Erkrankungen aber nur selten eine Rolle bei der Entstehung von Adipositas. In den allermeisten Fällen – und ab Adipositas Grad 2 immer - sind es psychische Faktoren, die zu einer starken Gewichtszunahme führen etwa:

  • Depressionen

  • Ängste

  • Einsamkeit

  • Stress

  • Leistungsdruck

  • Frust

Das Essen wird dann als „Gegenmittel“ für die unangenehmen Gefühle eingesetzt. Schon als Säuglinge haben wir gelernt, dass süße Muttermilch nicht nur den körperlichen Hunger stillt, sondern auch mit Wärme, Zuwendung und Trost verbunden ist. Im späteren Lebensverlauf können uns Süßigkeiten nicht nur einen Gaumenkitzel vermitteln, sondern auch ein Gefühl des Trostes, basierend auf der unbewussten Erinnerung an unsere frühen Erfahrungen. Mit zunehmendem Körperfettanteil steigt das Bedürfnis zu essen, weil jetzt hormonelle Einflüsse wirksam werden, die nach immer mehr Nahrung verlangen. Dass viele Betroffene dabei immer unglücklicher werden und sich immer öfter „trösten“ oder „belohnen“ müssen, verstärkt diesen Teufelskreis immer weiter. Darum ist eine starke Gewichtszunahme immer auch ein Hilferuf der Seele. Einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die rasche Zunahme der Adipositas hat unsere Wohlstandsgesellschaft, in der Nahrungsmittel in einem nie dagewesenen Überfluss zur Verfügung stehen und uns ständig in Versuchung führen. 

Folgen

Unser Bewegungsapparat und unser Herz-Kreislaufsystem sind für ein Körpergewicht geschaffen, das wir als Normalgewicht bezeichnen (BMI zwischen 18,5 und 24,9 kg/m²). Sogar bestimmte Krebserkrankungen wie etwa Brustkrebs oder Darmkrebs können durch Adipositas bedingt sein. Mit steigenden Pfunden wird der Organismus zunehmend belastet. Die Folgen sind

  • diverse Herz-Kreislauf-Leiden

  • erhöhtes Infarktrisiko

  • Gefäßschäden

  • Bluthochdruck

  • Diabetes mit all seinen Folgeerkrankungen

Heute weiß man zum Beispiel, dass Körperfettzellen nicht nur weniger empfindlich gegenüber dem Hormon Insulin sind, weshalb Adipositas ein Risikofaktor für Typ 2 Diabetes ist. Fettzellen, insbesondere das Bauchfett, sind selbst hormonell aktiv, was unter anderem zu einer erhöhten Entzündungsaktivität und einem verstärkten Schmerzempfinden führt. Ein hohes Körpergewicht beansprucht außerdem Knochen, Gelenke und Bänder. Gelenkbeschwerden schränken zusammen mit der Körperfülle zunehmend die Bewegungsfähigkeit ein. Sport ist kaum mehr möglich. Selbst das Gehen wird anstrengend. Dies führt zu einem verminderten Kalorienverbrauch, was eine weitere Gewichtszunahme bedingt. Auch dies ist eine Teufelsspirale, die den Betroffenen immer weiter von der Gesundheit entfernt. Vor diesem Hintergrund ist es nachvollziehbar, warum die Lebenserwartung mit zunehmender Adipositas sinkt

Unsere Kliniken für eine psychosmatische Reha bei Adipositas