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Die Ärztin unterhält sich mit ihrer Patientin

Das Leben leben

Psychosomatische Reha für nachhaltige Gewichtsregulation

Rehabilitation bei Adipositas

Die MEDIAN Kliniken verfügen als führender Reha-Anbieter in Deutschland über langjährige Erfahrung in der Behandlung von Adipositas und krankhaftem Übergewicht. Auch adipositasassoziierte Essstörungen wie die Binge-Eating-Störung oder die Night-Eating-Störung werden im Rahmen unserer spezialisierten Rehabilitation umfassend behandelt.

Die Behandlung erfolgt in unseren psychosomatischen Fachabteilungen innerhalb des speziell entwickelten Programms „Adipositas“. Im Mittelpunkt der Reha bei Adipositas stehen die intensive Auseinandersetzung mit der Erkrankung, die Vermittlung fundierten Wissens über Ursachen und Folgen von Adipositas sowie ein gezieltes Ess- und Bewegungsmanagement.

Auf dieser Seite

Ziel der Reha

Was Sie in der psychosomatischen Rehabilitation bei Adipositas erreichen können

Zwei Personen die eine Radtour machen

Das Ziel  der Adipositas Reha bei ist es, Ihnen zu helfen, wieder aktiv und selbstbestimmt am Leben teilzunehmen und

  • Ihr Gewicht langfristig zu reduzieren
  • Ihre körperliche Fitness zu verbessern
  • Bluthochdruck und andere Begleiterkrankungen zu kontrollieren
  • Alltagsaktivitäten leichter zu bewältigen, z.B. Treppensteigen oder längere Spaziergänge
  • Ein gesundes Selbstwertgefühl aufzubauen

Durch die Kombination aus medizinischer Betreuung, Bewegung und psychologischer Unterstützung fördern wir nachhaltige Veränderungen, die Ihnen den Alltag erleichtern.

Was Sie in der Reha erwartet

Unser Behandlungsansatz bei Adipositas

Wenn Sie unter Adipositas leiden, bieten wir Ihnen bei MEDIAN zwei unterschiedliche Behandlungswege an.

Im Bereich der Psychosomatik haben wir ein spezialisiertes Programm „Adipositas“ entwickelt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Auseinandersetzung mit der Erkrankung, die Vermittlung von Wissen über Adipositas sowie ein gezieltes Ess- und Bewegungsmanagement als zentrale Bestandteile der Behandlung.

Darüber hinaus besteht im Rahmen einer Rehabilitation bei Stoffwechselerkrankungen die Möglichkeit, Adipositas im Kontext einer ganzheitlichen internistischen Behandlung therapieren zu lassen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf einer nachhaltigen Lebensstilveränderung zur Gewichtsreduktion. Berücksichtigt werden dabei auch Begleit- und Folgeerkrankungen, die infolge der Adipositas entstanden sind, sowie bereits erfolgte oder noch notwendige Behandlungen dieser Erkrankungen.

Psychosomatisches Spezialprogramm „Adipositas“

Im Mittelpunkt des Programms stehen die Psychoedukation, Essmanagement und Bewegung. Die Kombination dieser drei Säulen hat sich in der Therapie der Adipositas bewährt und verspricht die nachhaltigsten Effekte. Je nach Indikation werden auch Suchtmechanismen der Adipositas individuell oder in krankheitsübergreifenden Suchtgruppen behandelt.

In der Psychoedukation erhalten Betroffene Einblicke in die Mechanismen, die Adipositas aufrechterhalten, und lernen, wie sie sich aus diesen Teufelskreisen lösen können. Vielen ist dabei zunächst nicht bewusst, dass Essen als „Seelentröster“ genutzt wird, eine wichtige Erkenntnis für eine nachhaltige Gewichtsreduktion. In therapeutischen Einzel- und Gruppengesprächen lernen die Patientinnen und Patienten, ihr Verhalten zu verstehen und gezielt zu steuern. Die Erarbeitung eines persönlichen Therapieziels stärkt zusätzlich die Motivation. Psychoedukation vermittelt, dass nachhaltige Veränderungen Eigenverantwortung und tiefgreifende Anpassungen des Lebensstils erfordern. Eng damit verknüpft ist die Psychotherapie, in der seelische Ursachen der Adipositas, etwa Ängste oder Depressionen, bearbeitet werden. Da starkes Übergewicht häufig mit psychischen Belastungen einhergeht, kommt der Psychotherapie in der Adipositas-Behandlung eine zentrale Bedeutung zu.

  • In der Psychoedukation erhalten Betroffene Einblicke in die Mechanismen, die Adipositas aufrechterhalten, und lernen, wie sie sich aus diesen Teufelskreisen lösen können. Vielen ist dabei zunächst nicht bewusst, dass Essen als „Seelentröster“ genutzt wird, eine wichtige Erkenntnis für eine nachhaltige Gewichtsreduktion. In therapeutischen Einzel- und Gruppengesprächen lernen die Patientinnen und Patienten, ihr Verhalten zu verstehen und gezielt zu steuern. Die Erarbeitung eines persönlichen Therapieziels stärkt zusätzlich die Motivation. Psychoedukation vermittelt, dass nachhaltige Veränderungen Eigenverantwortung und tiefgreifende Anpassungen des Lebensstils erfordern. Eng damit verknüpft ist die Psychotherapie, in der seelische Ursachen der Adipositas, etwa Ängste oder Depressionen, bearbeitet werden. Da starkes Übergewicht häufig mit psychischen Belastungen einhergeht, kommt der Psychotherapie in der Adipositas-Behandlung eine zentrale Bedeutung zu.

Therapiebausteine bei Adipositas

Eine Frau und ein Mann die sich miteinander unterhalten

Psychotherapie

  • Fokus auf kognitiver Verhaltenstherapie (CBT) zur Veränderung negativer Denkmuster
  • Zusätzliche Ansätze wie Tiefenpsychologie und systemische Therapie
  • Schematherapie
  • Acceptance-Commitment-Therapie
Ein Mann der eine Übung macht mithilfe einer anderen Person

Sport- und Bewegungstherapie

  • Bewegung fördert die physische Gesundheit und unterstützt die psychische Stabilität
  • Physiotherapie hilft bei der Entspannung und dem Stressabbau
Die Person heben alle ihre beiden Hände

Entspannungs- und Stressbewältigungstechniken

  • Achtsamkeit, Meditation oder progressive Muskelentspannung helfen, Stress zu reduzieren und innere Ruhe zu finden.
Die Patientin sitzt auf dem Stuhl mit einem lila Ball und neben ihr die Pflegerin

Kunst- und Ergotherapie

  • Förderung der Handlungsfähigkeit im Alltag durch praktische Übungen
  • Kreatives Gestalten zur Steigerung von Selbstvertrauen und Lebensqualität
Die Schwester hat eine weiße Arbeitskleidung an

Medikamentöse Begleitung

  • In einigen Fällen werden Antidepressiva zur Stabilisierung des chemischen Ungleichgewichts im Gehirn eingesetzt.
Der Mann kocht in der Küche

Ernährungsberatung

  • Unterstützung bei gesunden Ernährungsgewohnheiten und Lebensstil
Der Pfleger hilft der Patientin bei der Übung

Berufliche Wiedereingliederung (MBOR)

  • Unterstützung bei beruflichen Veränderungen und Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber
Zwei Personen die ein Gespräch führen

Sozialberatung

  • Unterstützung bei sozialen und beruflichen Herausforderungen
  • Hilfestellung bei persönlichen und familiären Problemen zur Stärkung der sozialen Integration
Eine Gruppe die auf Matten Sport machen

Nachsorge

  • Ambulante Nachsorge zur langfristigen Sicherung der Therapieerfolge

Ihr Reha-Alltag

Behandlung, Wohnen und erste Erfolge bei Adipositas

Eine Frau die den beiden Männer etwas zeigt

Wohnen in Bezugsgruppen

Unsere adipösen Patienten wohnen während ihres Reha-Aufenthalts in komfortablen, entsprechend ausgestatteten Einzelzimmern. Gleichzeitig sind sie Teil einer Wohn- bzw. Bezugsgruppe. Diese Gruppe besteht aus insgesamt zwölf Personen mit unterschiedlichen psychosomatischen Krankheitsbildern. Viele Therapien und Aktivitäten finden gemeinsam statt, zum Beispiel Gruppengespräche oder gemeinsame Mahlzeiten. Die anderen Therapiebausteine wie Einzelpsychotherapie, Essmanagement und das Sportprogramm sind dagegen ausschließlich auf die Behandlung unserer adipösen Patienten ausgerichtet. Hinzukommt gegebenenfalls die Behandlung in einer Suchtgruppe.

Die Personen bekommen etwas erklärt von dem Mann

Dauer und Erfolg

Die Behandlung dauert in der Regel fünf bis sechs Wochen und kann bei Bedarf verlängert werden. In dieser Zeit erhalten die Patientinnen und Patienten einen realistischen Weg aus dem Übergewicht und gehen bereits erste Schritte: Sie verlieren Gewicht, entdecken neue Bewegungsmöglichkeiten und fühlen sich spürbar erleichtert und gesünder. Die stationäre Behandlung ist jedoch nur der Anfang. Damit der eingeschlagene Weg im Alltag fortgesetzt werden kann, empfehlen wir dringend eine Reha-Nachsorge sowie eine ambulante Psychotherapie, idealerweise bei spezialisierten Fachkräften für Essstörungen. Auch der Besuch von Selbsthilfegruppen in Wohnortnähe kann unterstützen. Wichtig zu wissen: Eine stationäre Behandlung kann bei Rückfällen oder belastenden Lebensereignissen erneut in Anspruch genommen werden.

Ablauf der psychosomatische Rehabilitation bei MEDIAN

Der Ablauf Ihrer psychosomatischen Rehabilitation bei MEDIAN ist strukturiert und individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.

Zwei Frauen die sich über eine Aufnahme und Erstuntersuchung unterhalten

Aufnahme und Erstuntersuchung

Zu Beginn der psychosomatischen Rehabilitation erfolgt eine gründliche ärztliche bzw. psychotherapeutische Aufnahmeuntersuchung, bei der Ihre persönliche Anamnese sowie Ihre Erwartungen und Ziele für die Reha besprochen werden. Gemeinsam definieren wir realistische Ziele, die in Ihrem individuellen Behandlungsplan festgehalten werden. Dieser Plan bildet die Grundlage für Ihre Therapie und wird regelmäßig an Ihre Fortschritte angepasst.

Die Frau führt eine Übung durch mit einem Zugband aufgrund ihres Therapieablaufs und Klinikalltag

Therapieablauf und Klinikalltag

Die Therapieeinheiten beinhalten eine Vielzahl von Behandlungsansätzen, darunter psychotherapeutische und medizinische Therapien sowie psychosomatische Verfahren. Mindestens einmal pro Woche erfolgt ein psychotherapeutisches Gespräch, um den Fortschritt zu überwachen und den Behandlungsplan gegebenenfalls anzupassen. Bei Bedarf können ärztliche Sprechstunden vereinbart werden.

Die zwei Personen unterhalten sich im Rahmen einer Sozialberatung für die Nachsorge und den Abschluss

Abschluss und Nachsorge

Zum Ende Ihrer Reha besprechen wir mit Ihnen geeignete Nachsorgeangebote, die Ihnen helfen, Ihre Fortschritte zu sichern und die erlernten Selbsthilfestrategien in den Alltag zu integrieren. Hierzu gehören gegebenenfalls ambulante Nachsorge oder der Zugang zu Selbsthilfegruppen. Ziel ist es, dass Sie Ihre Reha-Erfolge auch nach dem Aufenthalt bei MEDIAN weiter ausbauen und langfristig stabilisieren können.

Verstehen, erkennen, behandeln

Adipositas verstehen: Ursachen und Folgen

Adipositas oder umgangssprachlich auch Fettleibigkeit entsteht durch eine übermäßige Nahrungszufuhr. Gelingt es trotz zumeist wachsender gesundheitlicher und zwischenmenschlicher Probleme nicht, das Essverhalten zu mäßigen, spricht der Volksmund von Fettsucht.

Einteilung  der Adipositasgrade

Bei Adipositas handelt es sich um eine besonders ausgeprägte Form von Übergewicht. Ärzte sprechen von Adipositas, wenn der Body-Mass-Index (BMI) 30 kg/m² oder höher ist.

  • Grad 1: BMI von 30 – 35 kg/m²

  • Grad 2: BMI von 35 – 40 kg/m²

  • Grad 3: BMI über 40 kg/m²

Ursachen von Adipositas

Die Ursachen von Adipositas sind vielfältig und meist multifaktoriell. Häufig entsteht starkes Übergewicht durch ein langfristiges Ungleichgewicht zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch. Dabei können Ernährungsgewohnheiten, Bewegungsmangel und individuelle Lebensstilfaktoren eine wichtige Rolle spielen. In einigen Fällen tragen auch körperliche Ursachen wie hormonelle oder stoffwechselbedingte Erkrankungen, beispielsweise eine Schilddrüsenunterfunktion, zur Entstehung von Adipositas bei. Insgesamt sind somatische Erkrankungen jedoch vergleichsweise selten alleinige Auslöser. Deutlich häufiger wirken psychische und psychosoziale Faktoren an der Entwicklung von Adipositas mit. Insbesondere bei höhergradiger Adipositas spielen sie oftmals eine zentrale Rolle. Dazu gehören beispielsweise:

Eine Gruppe die Nordic Walking betreibt

In solchen Situationen wird Essen häufig zur emotionalen Bewältigungsstrategie. Nahrung dient dann nicht allein der Sättigung, sondern wird genutzt, um belastende Gefühle kurzfristig zu regulieren oder zu kompensieren.

Bereits in der frühen Kindheit wird Nahrungsaufnahme oft mit positiven Empfindungen wie Geborgenheit, Trost und Zuwendung verknüpft und begünstigt die Entstehtung von Adipositas bei Kindern. Diese emotionalen Lernerfahrungen können dazu beitragen, dass Essen auch im späteren Leben als Mittel zur Selbstberuhigung eingesetzt wird.

Mit zunehmendem Körpergewicht können zudem hormonelle und stoffwechselbedingte Prozesse das Hungergefühl verstärken und die Regulation des Essverhaltens zusätzlich erschweren. Gleichzeitig erleben viele Betroffene eine wachsende Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper, wodurch emotionales Essen weiter begünstigt werden kann. so entsteht ein Kreislauf, der die Gewichtszunahme verstärkt.

Auch gesellschaftliche Rahmenbedingungen beeinflussen die Entstehung von Adipositas: Das ständige Überangebot an hochkalorischen Lebensmitteln, ihre permanente Verfügbarkeit sowie alltägliche Reizüberflutung können eine gesunde Ernährung zusätzlich erschweren.

Folgen von Adipositas

Unser Bewegungsapparat und unser Herz-Kreislaufsystem sind für ein Körpergewicht geschaffen, das wir als Normalgewicht bezeichnen (BMI zwischen 18,5 und 24,9 kg/m²). Sogar bestimmte Krebserkrankungen wie etwa Brustkrebs oder Darmkrebs können durch Adipositas bedingt sein. Mit steigenden Pfunden wird der Organismus zunehmend belastet. Die Folgen sind

  • diverse Herz-Kreislauf-Leiden

  • erhöhtes Infarktrisiko

  • Gefäßschäden

  • Bluthochdruck

  • Diabetes mit all seinen Folgeerkrankungen

Heute ist bekannt, dass Fettzellen bei Adipositas eine verminderte Empfindlichkeit gegenüber dem Hormon Insulin aufweisen. Dadurch zählt Adipositas zu den wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung eines Typ-2-Diabetes.

Darüber hinaus ist Fettgewebe, insbesondere das viszerale Bauchfett, hormonell und stoffwechselaktiv. Es beeinflusst Entzündungsprozesse im Körper und kann mit einer erhöhten systemischen Entzündungsaktivität sowie einem veränderten Schmerzempfinden einhergehen.

Ein erhöhtes Körpergewicht belastet zudem den Bewegungsapparat erheblich. Knochen, Gelenke und Bänder werden dauerhaft stärker beansprucht, wodurch es häufiger zu Gelenkbeschwerden kommt. Diese Beschwerden sowie die eingeschränkte körperliche Beweglichkeit können die Aktivität im Alltag zunehmend reduzieren. Körperliche Belastung wird anstrengender, und selbst alltägliche Bewegungen wie Gehen können erschwert sein.

Die daraus resultierende Abnahme körperlicher Aktivität führt wiederum zu einem geringeren Energieverbrauch, was eine weitere Gewichtszunahme begünstigen kann. So entsteht ein sich selbst verstärkender Kreislauf zwischen eingeschränkter Mobilität und Gewichtsentwicklung.

Insgesamt ist daher nachvollziehbar, dass mit zunehmender Ausprägung der Adipositas auch gesundheitliche Risiken steigen und die Lebenserwartung im Durchschnitt sinken kann.

Transparent und nachvollziehbar

Qualität bei MEDIAN in Zahlen

Im Jahr 2024 haben wir bei MEDIAN über 34.000 Patientinnen und Patienten in der psychosomatischen Reha erfolgreich behandelt. Unsere Therapieansätze erzielen messbar nachhaltige Verbesserungen, wie die Ergebnisse unsere digitalen Zufriedenheitsbefragung verdeutlichen.

96 von 100 Qualitätspunkten

2024 erfüllten unsere psychosomatischen Fachabteilungen die Reha-Vorgaben in hervorragender Weise.

Quelle

83 % Zufriedenheit

83% unserer Patientinnen und Patienten sind mit der Therapie in der psychosomatischen Rehabilitation bei MEDIAN zufrieden.

Quelle

75 % Spürbare Wirkung

75% unserer Patientinnen und Patienten berichteten über ein gesteigertes Wohlbefinden nach der Reha.

 

Quelle

Unsere Kliniken für eine psychosmatische Reha bei Adipositas