Versorgung von Patient:innen der Außerklinischen Intensivpflege in ärztlich geleiteten Einrichtungen – eine Querschnitterhebung der Deutschen Interdisziplinären Gesellschaft für Außerklinische Beatmung (DIGAB)
Erscheinung: / Fortschritte der Neurologie - Psychiatrie
Diese deutschlandweite Querschnittserhebung beschreibt erstmals die Struktur, Ausstattung und Arbeitsweise ärztlich geleiteter Einrichtungen, die das Beatmungsentwöhnungs- und Dekanülierungspotenzial von Patient:innen in der außerklinischen Intensivpflege (AKI) erheben und umsetzen. Unter der Schirmherrschaft der Deutschen Interdisziplinären Gesellschaft für Außerklinische Beatmung (DIGAB) und mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft Neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation (ANNR) beteiligten sich 18 spezialisierte Einrichtungen. Mehr als 60 % der Zentren waren zertifiziert (DGAI, DGP, DGNR, DGMP). Häufigster leitender Facharzt war Neurologie, gefolgt von Innerer Medizin, Pneumologie, Anästhesiologie und Pädiatrie. Über die Hälfte der Einrichtungen berichtete über regionale Engpässe bei stationären Aufnahmemöglichkeiten für Patient:innen mit Dekanülierungs- oder Weaningbedarf. Ein Drittel bot Televisiten an. Die Ergebnisse verdeutlichen den hohen Bedarf an interdisziplinären, intersektoral organisierten Versorgungsstrukturen und die Notwendigkeit der Entwicklung verbindlicher Qualitätskriterien für Zentren, die das Weaning- und Dekanülierungspotenzial erheben und umsetzen.