Qualität der Betreuung Note 1,7
Unsere Patientinnen und Patienten bewerten unsere psychische Betreuung während der Reha bei Abhängigkeitserkrankungen mit der Note 1,7.
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Die MEDIAN Klinik Wigbertshöhe behandelt seit mehr als 20 Jahren pathologische Glücksspieler in einem Spezialkonzept. Jährlich werden mehr als 250 Menschen mit einer Glücksspielsucht in die Klinik aufgenommen. Wir haben Spezialangebote für Glücksspieler unterschiedlichen Alters, für die verschiedenen Formen des Glücksspiels (bsp. Automatenspieler, Sportwetter, Casinospieler) und für Menschen mit Begleiterkrankungen wie zusätzliche stoffgebundene Sucht (Alkohol-, Cannabis-, Medikamentenabhängigkeit, Substitution) und psychische Erkrankungen (Depressionen, Angsterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, eingestellten Psychosen).
Unsere Patientinnen und Patienten sind durch ihre Glücksspielsucht in schwere soziale und psychische Krisen geraten, die zu psychosomatischen Erkrankungen und häufig auch zu Dissozialität und Suizidalitäten geführt haben.
Die Berufstätigkeit ist dadurch bedroht oder eine Integration ins Arbeitsleben bereits verloren, Versuche zur Reintegration gescheitert. Das süchtige Spielverhalten steht im Vordergrund des Engagements und der Interessen.
Das Ziel der Behandlung ist wie bei den stoffgebundenen Abhängigkeiten abstinenzorientiert. Neben der Wiederherstellung von Abstinenzfähigkeit sind die Hintergründe für das Suchtverhalten und damit die Erarbeitung von dauerhafter Abstinenzfähigkeit und Reintegration in ein stabiles Beziehungssystem und eine Berufstätigkeit Therapiefocus. Bei der psychischen Stabilisierung spielen neben der Psychotherapie die Fachtherapien eine wichtige Rolle. Sozialarbeit, Schuldenregulierung und die Einübung des Umgangs mit Geld nimmt bei diesen Patientinnen und Patienten einen breiten Raum ein.
Qualität der Betreuung Note 1,7
Unsere Patientinnen und Patienten bewerten unsere psychische Betreuung während der Reha bei Abhängigkeitserkrankungen mit der Note 1,7.
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Spürbar besser leben 80 Punkte
von 100 möglichen Qualitätspunkten zeigen, dass unsere Patientinnen und Patienten sich am Ende der Reha bei Abhängigkeitserkrankungen spürbar besser fühlen.
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Gemeinsam das Problem angehen
Für die Behandlung von Glücksspielsucht ist ein ganzheitliches Therapiekonzept notwendig. Eine abstinente Atmosphäre sowie die Aufklärung über den Suchtcharakter der Erkrankung sind dabei entscheidend, um Motivation zur Abstinenz zu fördern. Ziel ist es, die Abstinenzfähigkeit zu entwickeln – durch die Auseinandersetzung mit den Ursachen des Suchtverhaltens, die Verbesserung von Selbstkontrolle, Beziehungs- und Konfliktfähigkeit, Selbstfürsorge sowie durch die soziale und berufliche Wiedereingliederung. Ein wichtiger Bestandteil ist das Erlernen eines verantwortungsvollen Umgangs mit Geld, da dieses häufig ein Schlüsselreiz der Sucht ist.
Wir bieten individuell angepasste Therapieformen, die auf die unterschiedlichen Lebenssituationen unserer Patientinnen und Patienten abgestimmt sind. Dabei legen wir besonderen Wert auf eine ganzheitliche Begleitung, die sowohl psychische als auch soziale Aspekte berücksichtigt.
Erkennen, verstehen und behandeln
Es klingt verlockend: mit wenig Einsatz viel Gewinn, alle Sorgen sind vergessen. Eine Verlockung, die zur Spielsucht führen kann, wenn man trotz Verlusten weiter aufs Gewinnen hofft und immer mehr riskiert: Ein Teufelskreis, der im Pathologischen Glücksspielen mündet und mit einer Glücksspielsucht Therapie behandelt werden kann.
Hintergrund der behandlungsbedürftigen Abhängigkeit vom Gücksspiel ist bei den meisten PatientInnen, die wir in der MEDIAN Fachklinik Wigbertshöhe behandeln, eine Persönlichkeitsstörung vom narzisstischen Typ. PatientInnen, bei denen das Glücksspiel nicht den Charakter einer Suchterkrankung hat, sind psychosomatisch erkrankten Menschen gleichzusetzen und daher in einer psychosomatischen Klinik zu behandeln. Menschen, die im Verlauf einer manischen Phase einer Psychose zum Glücksspiel greifen, sollten in eine psychiatrische Klinik aufgenommen werden. Bei dem Glücksspiel handelt es sich um eine Suchterkrankung, wenn folgende für eine Sucht typische Kriterien gegeben sind:
Unsere Spieler empfinden einen imperativen Drang zum pathologischen Glücksspiel. Die Gedanken kreisen um das Glücksspiel, Interessen anderer Art gehen verloren. Wenn kein Geld mehr vorhanden ist, greifen Glücksspieler oft zu eigentlich persönlichkeitsfremden Maßnahmen, belügen und betrügen Angehörige und Freunde bis hin zu kriminellen Handlungen.
Unsere Spieler empfinden einen imperativen Drang zum pathologischen Glücksspiel. Die Gedanken kreisen um das Glücksspiel, Interessen anderer Art gehen verloren. Wenn kein Geld mehr vorhanden ist, greifen Glücksspieler oft zu eigentlich persönlichkeitsfremden Maßnahmen, belügen und betrügen Angehörige und Freunde bis hin zu kriminellen Handlungen.
Während am Beginn der Spielerkarriere das Glücksspiel der Erleichterung und der Entlastung dient, verändert sich im Laufe der Erkrankung mit entstehender Abhängigkeit dessen Wirkung und Bedeutung. Wie bei stoffgebundenen Suchterkrankungen entsteht ein „Suchtautomatismus” mit einem unwiderstehlichen Zwang zu spielen. Die Gedanken kreisen um das Glücksspiel, die Spielhäufigkeit und die Höhe des Einsatzes und die Verluste steigen.
Das Automaten- oder Casinospiel wird zum wichtigsten und schließlich einzigen Lebensinhalt. In einer submanischen Euphorie organisieren die PatientInnen Geld, um spielen zu können. Dabei gehen die Frustrations- und Spannungstoleranz, die Konflikt- und Beziehungsfähigkeit verloren, primitive Abwehrmechanismen wie Verleugnung, Projektion und Spaltung treten in den Vordergrund.
Spielsucht zeichnet sich aus durch ein andauerndes und wiederkehrendes fehlangepasstes Glücksspielverhalten, das mindestens fünf der folgenden zehn Kennzeichen für Spielsucht aufweist und eine Glücksspielsucht Therapie ratsam macht:
An Spielsucht erkranken Betroffene jeden Alters, aller Bevölkerungsschichten. Oft verbindet sie ein geringes Selbstwertgefühl oder auch eine sogenannte Broken-Home-Situation, die mit Missbrauchserfahrungen im Kindesalter einhergehen kann. Weitere Merkmale, die mit einer Glücksspielsucht Therapie aufgearbeitet werden, sind:
Bei wachsenden Alltagsproblemen steigert das Glücksspielen das Selbstwertgefühl und dient der Gefühlsregulation: Hier werden positive Empfindungen erlebt, negative können ersatzweise ausgelebt oder vermieden werden. Oft glauben Glücksspieler, das Spiel beeinflussen zu können. All dem lässt sich mit einer Glücksspielsucht Therapie begegnen.
Glücksspielsüchtige vernachlässigen häufig jede Form der Selbstfürsorge. Sie achten weder auf ausreichend Schlaf noch auf eine ausgewogene Ernährung, körperliche Erkrankungen werden nicht ernst genommen, sodass somatische Beschwerden entstehen und sich chronifizieren können. Durch eine abnehmende Konflikt- und Spannungstoleranz werden zwischenmenschliche Auseinandersetzungen schnell als unerträglich erlebt und führen zusätzlich zu psychosomatischen Störungen. Da Durchhaltevermögen und Konzentrationsfähigkeit nachlassen, entstehen Schwierigkeiten am Arbeitsplatz, die von Betroffenen oft als „Mobbing“ wahrgenommen werden. Selbst leichtere Befindlichkeitsstörungen überfordern schließlich die Kompensationsmöglichkeiten der Patientinnen und Patienten und führen häufig zu Arbeitsunfähigkeit.
Glücksspielsüchtige vernachlässigen häufig jede Form der Selbstfürsorge. Sie achten weder auf ausreichend Schlaf noch auf eine ausgewogene Ernährung, körperliche Erkrankungen werden nicht ernst genommen, sodass somatische Beschwerden entstehen und sich chronifizieren können. Durch eine abnehmende Konflikt- und Spannungstoleranz werden zwischenmenschliche Auseinandersetzungen schnell als unerträglich erlebt und führen zusätzlich zu psychosomatischen Störungen. Da Durchhaltevermögen und Konzentrationsfähigkeit nachlassen, entstehen Schwierigkeiten am Arbeitsplatz, die von Betroffenen oft als „Mobbing“ wahrgenommen werden. Selbst leichtere Befindlichkeitsstörungen überfordern schließlich die Kompensationsmöglichkeiten der Patientinnen und Patienten und führen häufig zu Arbeitsunfähigkeit.
Pathologische Glücksspielerinnen und Glücksspieler haben oft ein geringes Selbstwertgefühl, das tief in ihrer Biografie verwurzelt ist. Häufig findet sich die sogenannte „Broken-home-Situation“, bei der frühkindliche Schädigungen und Missbrauchserfahrungen zu einer krisenhaften Entwicklung in der Jugend führen. Besonders bedeutsam ist dabei oft eine gestörte Beziehung zum Vater, der aufgrund eigener Suchterkrankungen oder Abwesenheit entweder als autoritär oder als schwach erlebt wurde.
Montag bis Freitag
08:00 bis 16:00 Uhr
MEDIAN Klinik Wigbertshöhe
Am Hainberg 10-12
36251 Bad Hersfeld