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Therapieangebote der AHG Klinik Waren

Aktivität, Eigeninitiative, Selbstvertrauen - drei wichtige Therapieziele>

Bei all denjenigen Beschwerden, die wir psychosomatisch im weitesten Sinne nennen, helfen die herkömmlichen medizinischen Behandlungen wie Operationen und Medikamente nicht weiter. Hier muss an Körper und Seele angesetzt werden.
Dabei ist ganz wichtig: Psychosomatische Beschwerden können nur bewältigt werden, wenn Sie als Patient selbst aktiv werden. Da Ihre Beschwerden etwas damit zu tun haben, wie Sie leben, können auch nur Sie selbst etwas daran ändern. Wir wollen Ihnen helfen, zum Experten Ihrer Krankheit zu werden, wieder Vertrauen in Ihre eigenen Fähigkeiten zu entwickeln mit dem Ziel, Ihr Leben eigenverantwortlich zu gestalten.

Gruppenpsychotherapie 

In den Einzeltherapien wird mit den Patienten gemeinsam die Indikation für verschiedene Gruppentherapien erarbeitet. Mit fast allen Patienten wird eine Standardgruppentherapie unter Anwendung eines verhaltenstherapeutischen Problemlöseschemas durchgeführt.

Weitere Themen im Rahmen der Gruppenpsychotherapie können zum Beispiel sein:

  • Angstbewältigung
  • Depressionsbewältigung
  • Entspannung
  • Modifizierung gestörten Essverhaltens
  • Schmerzbewältigung
  • Soziales Kompetenztraining
  • Umgang mit heftigen Gefühlen
  • Trauerbewältigung

Progressive Muskelrelaxation (PMR)

Der Ansatzpunkt dieses Entspannungsverfahrens beruht auf der Wechselwirkung zwischen muskulärer und psychischer Spannung. Um es mit anderen Worten zu sagen: Die Lockerung der Muskulatur, die im Entspannungstraining hervorgerufen wird, führt im seelischen Erleben zu einem Ruhegefühl. Dieses vertiefte Ruhegefühl bewirkt seinerseits eine zunehmende Muskelentspannung. So entsteht im günstigen Fall ein positiver Kreislauf.

Wer längere Zeit regelmäßig PMR übt, entwickelt zunehmend Ruhe, Gelassenheit und gewinnt an Konzentration. In der Forschung hat sich gezeigt, dass die progressive Relaxation:

  • Bei „nervösen“ Magen- und Darmbeschwerden sowie Spannungskopfschmerz hilft
  • Hilft, einen erhöhten Blutdruck zu senken
  • Eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System hat
  • Einen günstigen Einfluss auf das Immunsystem hat
  • Sich günstig auf den Schlaf bei Ein- und Durchschlafstörungen auswirkt
  • Eine bessere Bewältigung von Problem- und Stresssituationen ermöglicht

Solche Erfolge sind allerdings nicht sofort bzw. nach relativ kurzer Zeit erreichbar, u.a. da die progressive Relaxation nicht direkt auf diese Störungen einwirkt.

Entscheidend für den Erfolg bei der Progressiven Relaxation ist das langfristige, tägliche Üben, nicht die einzelne Übung! Dies ist wichtig, da oftmals der Fehler gemacht wird, eine Einzelentspannung überzubewerten. Ist der Erfolg nicht sofort spürbar, geben manche auf. Aber auch hier gilt: Steter Tropfen höhlt den Stein.

Sich zu entspannen ist eine Fähigkeit, die man genauso lernen kann wie Radfahren oder Schwimmen.

Tanztherapie

Tanztherapie begünstigt die Körper- und Selbstwahrnehmung und fördert die Erweiterung des Bewegungsrepertoires und somit von Handlungsmöglichkeiten. Es erfolgt auch eine Handlungsaktivierung, der Erlebnisraum kann vergrößert und das Selbstwertgefühl gesteigert werden.

Tanztherapie begünstigt den authentischen Ausdruck von Gefühlen / Bedürfnissen / Impulsen und ist somit auch ein Mittel nonverbaler Kommunikation und Interaktion mit anderen. Patienten können dabei spielerisch eigene Wege entdecken oder neue Umgangsformen ausprobieren. Der Musik kommt dabei eine emotional unterstützende Wirkung zu.

Physiotherapie

Physiotherapeutische Maßnahmen sind unterstützende Bestandteile des Therapieprogramms vieler Patienten.

Zur Verfügung stehen unter anderem:

  • Krankengymnastik einzeln und in der Gruppe, z.B. Rückenschule, Wirbelsäulengymnastik, Atemgymnastik und Wassergymnastik
  • Ultraschalltherapie
  • Elektrotherapie
  • Fangopackungen
  • Bäder (auch mit der ortstypischen Warener Sole)
  • Kryotherapie

Soziotherapie

Die Soziotherapie bietet u. a. Hilfe bei Klärung und Bewältigung von beruflichen, rechtlichen und finanziellen Schwierigkeiten sowie Wohnungsproblemen. Dies erfolgt nach dem Prinzip: „Hilfe zur Selbsthilfe”.

Schwerpunkte der Soziotherapie:

  • Vorbereitung, Monitorierung und Auswertung von hausinternen und externen Belastungserprobungen
  • Vorbereitung von berufsfördernden Maßnahmen
  • Unterstützung bei der Arbeitssuche
  • Unterstützung bei Arbeitsplatzproblemen / Mobbing
  • Finanzplanung (Übergangsgeld, Krankengeld, Sozialhilfe, Rentenzahlungen, Beihilfe)
  • Vermittlung von Kontakten zu ambulanten Einrichtungen, niedergelassenen Ärzten und Psychologen