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Das Leben leben

Speziell für Jugendliche zwischen 16 und 21 Jahren

Jugendpsychosomatik in der MEDIAN Klinik Odenwald - Rehabilitation

Mit der Abteilung Jugendpsychosomatik wird eine Versorgungslücke zwischen ambulanten und stationären Behandlungen geschlossen. Ein Team von vier Therapeutinnen und Therapeuten und einem Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie bietet in dieser wichtigen Übergangszeit kompetente Hilfen zur Bewältigung unterschiedlicher Lebens- und Entwicklungskrisen.

Aus dieser Seite

Was wir behandeln

Unser Behandlungsspektrum

Wir unterstützen Sie bei der Bearbeitung und Heilung folgender Störungsbilder:

  • Angststörungen

    Panikstörungen, Phobien, generalisierte Angst, etc.

  • Depressive Störungen

    emotionale und Verhaltensstörungen

  • Posttraumatische Störungen

    Stabilisierung, keine Traumaaufarbeitung

  • Persönlichkeitsstörungen

  • Schmerzstörungen

    somatoforme Störungen, körperliche Beschwerden ohne hinreichende organische Diagnose

  • Ablösungsproblematiken

  • Pathologische Mediennutzung

  • Körperliche Erkrankungen

    mit relevantem psychischen Einfluss, psychosomatische Erkrankungen im engeren Sinne (z.B. Migräne, Bluthochdruck, Tinnitus, Allergien, Asthma, chronisch entzündliche Darmerkrankungen)

  • Anpassungsstörungen

    Trauerreaktionen nach Verlusten, Umgang mit schwerwiegenden Erkrankungen, Schwierigkeiten im Schul- und Ausbildungskontext durch „Mobbing“, Umbruchsituationen des Lebens

Unser Behandlungskonzept

Die Zeit des Erwachsenwerdens ist herausfordernd für die Heranwachsenden selbst, aber auch für ihr Umfeld. Durch rasche Entwicklungen und Veränderungen ergeben sich „Sollbruchstellen“. Im Spannungsfeld zwischen eigenen Entwicklungstendenzen und Bedürfnissen, den Anforderungen der Peergroup und familiären Loyalitäten können dabei psychische oder körperliche Symptome entstehen, wenn kein guter Ausgleich gelingt.

Wir unterstützen Heranwachsende, innerhalb ihrer Familie und ihrer Peergroup ihren eigenen Weg zu finden, der Wachstum und Entwicklung ermöglicht. Handlungsleitend ist für uns dabei die Idee der „bezogenen Individuation“ des wegweisenden Familientherapeuten Helm Stierlin: Mehr Klarheit über die eigenen Bedürfnisse, Sichtweisen und Werte ermöglicht einen gelingenderen Dialog mit dem Bezugssystem, also etwa Familie und Peergroup.

Grundlagen und Methoden

Symptome sind nach unserem Verständnis „Lösungsversuche mit hohen Folgekosten“. Die dahinter liegenden Bedürfnisse dagegen sind gesund, anerkennenswert und berechtigt. Wir nutzen in unserer Arbeit hypno-systemische Ansätze: Symptome sind nur in ihrem speziellen Kontext verstehbar. Alle Menschen verfügen bereits über die für die gewünschte Lösung notwendigen Potenziale und Ressourcen. Diese Kompetenzen sind nur selten bewusst und sollen während der Therapie wieder aktiviert und zugänglich gemacht werden. Dabei nutzen wir unbewusste und bewusste Prozesse.

  • Symptome sind nach unserem Verständnis „Lösungsversuche mit hohen Folgekosten“. Die dahinter liegenden Bedürfnisse dagegen sind gesund, anerkennenswert und berechtigt. Wir nutzen in unserer Arbeit hypno-systemische Ansätze: Symptome sind nur in ihrem speziellen Kontext verstehbar. Alle Menschen verfügen bereits über die für die gewünschte Lösung notwendigen Potenziale und Ressourcen. Diese Kompetenzen sind nur selten bewusst und sollen während der Therapie wieder aktiviert und zugänglich gemacht werden. Dabei nutzen wir unbewusste und bewusste Prozesse.

Therapiephasen

Orientierung und Integration in die altersgemischte Bezugsgruppe sowie Jugendlichengruppe stehen am Beginn der Behandlung. Dazu gehört, dass jeder Patient bereits bei der Aufnahme von seiner Bezugsgruppe in Empfang genommen wird. So wird das hohe Maß an Selbstorganisation zwischen den Patienten von Beginn an deutlich. Das therapeutische Arbeitsbündnis wird in dieser Phase durch das therapeutische Erstgespräch, die Aufnahme durch das Pflegepersonal und die ärztliche Aufnahmeuntersuchung gefestigt.

Eine besondere Bedeutung hat die Auftrags- und Zielklärung. Die hier erarbeiteten Kriterien sind der „rote Faden“ für einen erfolgreichen Therapieprozess. Bei der Entwicklung von Therapiezielen orientieren wir uns primär an den Zielen der Heranwachsenden, die wir gemeinsam hinsichtlich Erreichbarkeit, Überprüfbarkeit und Eigengestaltung untersuchen.

Zu Beginn

formulieren Patienten Ziele, die den Fokus auf das problematische Erleben richten. So sagt ein Patient etwa: „Die Angst soll weggehen.“ Wir rekonstruieren gemeinsam mit dem Patienten in einem ersten Schritt, für welche bislang unbewussten und anerkennenswerten Bedürfnisse die Symptome als „Lösungsversuche“ angesehen werden können. Wir suchen außerdem gemeinsam mit dem Heranwachsenden nach einer Zielformulierung, die positiv in dem Sinne sein sollte, dass sie nicht nur die Abwesenheit von Symptomen beschreibt („Was ist dann da anstelle der Angst?“) und möglichst konkret ist, z.B.: „Ich möchte in der Freizeit mit Freunden weggehen, mich zu einem Salsa-Kurs anmelden, morgens in die Schule gehen und zu meinem Lieblingsthema in Deutsch ein Referat halten.“

Im zentralen Behandlungsabschnitt

wird der individuelle Entwicklungsprozess auf dieses beschriebene Ziel hin (das sich während des Aufenthalts auch ändern darf) unterstützt. Die intensiven Gruppentherapien in der transgenerationalen sowie in der Jugendgruppe nutzen verbale und nonverbale Verfahren (neben Richtlinienverfahren auch Musik-, Ergo-, Körpertherapie, ergänzt durch Sport und Bewegung). Die Therapieangebote unterstützen und aktivieren bewusste und unbewusste Selbstheilungskräfte, Ressourcen und Kompetenzen.

In der Abschlussphase

wird das Erreichte stabilisiert und der Transfer in den Alltag unterstützt. Die nachstationären Wohn- und Schul-/Berufs- oder Ausbildungsperspektiven werden nach Möglichkeit geklärt. In einem Familiengespräch werden Auswirkungen auf die Familie thematisiert und Möglichkeiten gesucht, wie es für die gesamte Familie „gut weitergehen“ kann.

Anmeldung in der Jugendpsychosomatik

Vorgespräch

Vorgespräche finden jeden Dienstagvormittag nach vorheriger telefonischer Vereinbarung statt und sind kostenlos. Nach der Vorstellung unseres Konzepts in der Runde aller Interessenten und der Möglichkeit, sich mit aktuellen Patienten der Jugendpsychosomatik auszutauschen, ohne dass Therapeuten oder Begleitpersonen dabei sind, erfolgt ein Einzelgespräch mit einem Jugendtherapeuten, bei dem noch persönliche Fragen geklärt werden können. So können Heranwachsende für sich Klarheit darüber gewinnen, ob sie sich für eine stationäre Behandlung in der MEDIAN Klinik Odenwald entscheiden wollen. Eine ausreichende Eigenmotivation ist für uns eine wichtige Voraussetzung für eine Aufnahme.

Bericht zur momentanen Lebenssituation

Für den Bericht bitten wir alle Heranwachsenden vor dem Vorgespräch, vier offene Fragen zu sich und ihrer Situation schriftlich zu beantworten (dieser Bericht ist Voraussetzung für die Aufnahme von Interessenten auf die Warteliste).

Kosten

Die Kosten für eine stationäre Behandlung in der Abteilung „Psychosomatik für Jugendliche und junge Erwachsene“ übernimmt in der Regel die zuständige Krankenkasse oder der Rentenversicherungsträger (eventuell eines Elternteils, wenn noch keine eigenen Beiträge geleistet wurden). Hierzu muss ein Reha-Antrag gestellt werden. Bei Fragen können Sie uns gerne ansprechen.

Wer Sie behandelt

Unsere Experten für Ihre Gesundheit

Dr. med. U. Sperling

Berufstitel: Oberärztin Jugendpsychosomatik

Qualifikationen:

Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

Kontakt

MEDIAN Klinik Odenwald – Rehabilitation – Persönlich betreut. Kompetent behandelt. Verlässlich für Sie da.