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Das Leben leben

Kombinationsbehandlung 

Kombination von psychosomatischen Beeinträchtigungen und Substanzmissbrauch

Rehabilitationskonzept Psychosomatik und Sucht 

Die Abteilung "Psychosomatik und Sucht" behandelt Personen mit der Kombination von psychosomatischen bzw. psychischen Beeinträchtigungen und Substanzmissbrauch bzw. Abhängigkeit nach einem multimodalen tiefenpsychologisch-ressourcenorientierten Gruppentherapiekonzept. Wir arbeiten in wertschätzender unterstützender Weise auf humanistischer Basis.

Die gemischten Gruppen ermöglichen durch therapeutisch gestützten Austausch von Erfahrungen der Gruppenmitglieder untereinander das Erleben neuer Erfahrungen im Sinne eines Abbaus von Ängsten zugunsten von Selbstachtung und Lebensfreude.

Auf dieser Seite

Was wir behandeln

Unser Behandlungsspektrum

Wir unterstützen Sie bei der Bearbeitung und Heilung folgender Störungsbilder:

  • Alkohol- , Cannabis und Medikamentenabhängigkeit

    mit begleitender psychischer Erkrankung (Depressionen, Ängste, Panikstörungen Zwangserkrankungen, Anpassungsstörungen nach belastenden Lebensereignissen)

  • Ängste und Depression

    die nach erfolgter Suchtmittelentwöhnung auftreten

  • Somatoforme Störungen

    chronische Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Fibromyalgie - auch mit begleitender Medikamentenabhängigkeit

  • Nicht stoffgebundene Suchterkrankungen (Glücksspiel)

  • Pathologischer PC- / Internet-Gebrauch

  • Persönlichkeitsstörungen

  • Psychosomatische Erkrankungen

  • Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen

    durch erhöhten Stress (Mobbing, Burnout, schwere persönliche Konflikt - oder Verlustsituationen)

  • Begleitende Erkrankungen der Bewegungsorgane wie Arthrosen

  • Begleiterkrankungen

    Menschen mit psychischen Erkrankungen, Abhängigkeitsproblematik und körperlichen Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Asthma, Lebererkrankungen oder andere internistische Erkrankungen der Kreislauf- Verdauungs- und Atmungsorgane, Polyneuropathie und andere neurologische Begleiterkrankungen

  • Zwangserkrankungen

Behandlungskonzept Psychosomatik und Sucht

In der Abteilung Sucht und Psychosomatik arbeiten wir nach einem integrativen, multimodalen tiefenpsychologisch fundierten Gruppentherapiekonzept unter Einbeziehung verhaltenstherapeutischer und systemischer Elemente. 

Eine wertschätzende ressourcenorientierte und unterstützende Grundhaltung zeichnet unsere Arbeitsweise aus. Wir arbeiten mit Ihnen an Ihren individuellen Zielen, die wir gemeinsam auf Alltagstauglichkeit überprüfen. Gesundheitsförderliche Verhaltensweisen werden  gemeinsam entwickelt und in den beruflichen und privaten Alltag integriert.

Bezugsgruppe

Die Klienten werden am Aufnahmetag in Bezugsgruppen mit 12 Patienten aufgenommen. Die Bezugsgruppe arbeitet im Bezugsgruppenkontext in wöchentlich vier Gruppentherapiesitzungen mit der Bezugstherapeutin/dem Bezugstherapeuten und einmal wöchentlich in Eigenarbeit. Die Möglichkeit zu wöchentlichen Einzeltherapiegesprächen mit der Bezugstherapeutin / dem Bezugstherapeut ist eine wichtige Ergänzung der gruppentherapeutischen Arbeit.

Einzelpsychotherapie

In der Einzeltherapie können angst- und schambesetzte Themen angesprochen werden, die für das Einbringen in die Gruppentherapie einer besonderen Vorbereitung bedürfen und dienen der Bearbeitung als auch der Vorbereitung für das Einbringen in die Gruppenpsychotherapie. Insbesondere Befürchtungen und skeptische Seiten können hier ausgesprochen und gewürdigt werden. Dadurch wird die Einzeltherapie zu einer Art Supervision für den gesamten Therapieprozess – neben „gruppentherapeutischen Supervisionsangeboten“ in der Gesprächsgruppe bzw. strukturiert im Rahmen der „Reflecting Teams“. Die Einzelkontakte werden vom jeweiligen Gruppentherapeuten geführt. Die Frequenz richtet sich nach den individuellen Notwendigkeiten und findet in der Regel einmal in der Woche statt. In Krisensituationen stellt der Einzelkontakt einen besonderen Schutzraum dar. Der Leitende Psychologe bzw. Oberarzt/Chefarzt kann in Krisensituationen für zusätzliche Gespräche auch im Sinne einer „Zweitsicht“ vom Gruppen-/Einzeltherapeut angefordert werden („umgekehrtes Delegationsverfahren“). Dadurch ergibt sich nicht nur zwischen Rehabilitand und Therapeut das Prinzip der „Augenhöhe“, sondern auch zwischen der ärztlichen-therapeutischen Leitungsebene und den Gruppentherapeuten. In unserem Verständnis trägt dieses Vorgehen zur gleichrangigen Perspektivenvielfalt statt - und wird ergänzt durch die Sichtweisen der non-verbalen Therapeuten.

Themenzentrierte Gruppen

Ergänzend zur therapeutischen Arbeit in der Bezugsgruppe werden spezifische Problemstellungen bestimmter Komorbiditäten oder auch besonderer beruflicher Problemstellungen in themenzentrierten Gruppen gesondert und strukturiert behandelt. Organisatorisch wird dies durch im monatlichen Wechsel geschlossene themenzentrierte Gruppen mit je vier 90-minütigen Sitzungen gelöst. Der Gruppenverband wird hierfür aufgelöst und aus dem Pool aller Rehabilitanden der Abteilung werden für diesen Zeitraum vier bis fünf themenzentrierte Untergruppen gebildet. Die Rehabilitanden haben eine „Wahlpflicht“ zwischen den angebotenen Themen, die sie mit einer Einschätzung der persönlichen Relevanz der angebotenen Themen im Vorfeld schriftlich auf einer vierstufigen Skala treffen. Je zwei Themen beziehen sich jeweils auf die psychische Komorbidität (z.B. Depression, Rückfallprävention, Umgang mit Ärger und Aggression oder Bewältigung von Trauer) oder die berufliche Problematik (z.B. Bewerbungstraining, Konflikte am Arbeitsplatz, berufliche Interessen oder Stressbewältigung am Arbeitsplatz). Damit sind die themenzentrierten Therapieangebote eine weitere Ergänzung zu den Indikativen Therapieangeboten. Da die einzelnen Themenschwerpunkte in manualisierter Form vorbereitet sind und ein hohes Maß an Eigenaktivität fordern (z.B. Hausaufgaben) werden diese Gruppen sowohl von Gruppentherapeuten als auch von Kotherapeuten unter Supervision geleitet.

Indikationsgruppen

Die Behandlung der Komorbidität von psychischen bzw. psychosomatischen Störungen und Substanzstörungen beschränkt sich nicht auf einzelne indikative Gruppen (IG), sondern alle Bestandteile des Behandlungsprogramms sind auf die Verbesserung der Symptomatik und Kompensation von resultierenden funktionellen Einschränkungen bezogen. Die indikativen Therapiebausteine bieten ergänzend zur gesprächsbezogenen gruppen- und einzeltherapeutischen Arbeit und zu den nonverbalen Fachtherapien die Möglichkeit, spezifische Störungs- oder Konfliktbereiche themenzentriert, fokussiert und strukturiert zu bearbeiten. Sie können sowohl auf freiwilliger Basis besucht als auch vom Therapeuten „empfohlen“ und damit verpflichtend werden. Zu folgenden Themenbereichen werden Indikationsgruppen angeboten:

Bei der indikativen Gruppe für Patienten mit Ängsten oder sozialen Hemmungen bei Abhängigkeit stehen in einem geschützten Raum Angststörungen sowie soziale Hemmungen (Sprechängste) und deren Bearbeitung im Vordergrund. Angststörungen zählen zu den häufigsten psychischen Problemen von Menschen mit Abhängigkeitserkrankung, entweder als mögliche Ursache (sich Mut antrinken), oder als Folge der Suchterkrankung. Deshalb ist es wichtig Ängste und soziale Hemmungen zu bearbeiten um eine Abstinenz ermöglichen.

Ergänzt wird dieses Angebot durch die themenzentrierte Gruppe Angstbewältigung: Diese befasst sich mit der körperlichen Seite von Ängsten, allen Angststörungen, die sich zur Panik steigern können, vermittelt ein neuropsychophysiologisches Modell der Angst, befasst sich mit Vermeidungs- und Bewältigungsverhalten, mit den langfristigen Folgen von Ängsten und gibt Beispiele für Bewältigungstechniken.

  • Bei der indikativen Gruppe für Patienten mit Ängsten oder sozialen Hemmungen bei Abhängigkeit stehen in einem geschützten Raum Angststörungen sowie soziale Hemmungen (Sprechängste) und deren Bearbeitung im Vordergrund. Angststörungen zählen zu den häufigsten psychischen Problemen von Menschen mit Abhängigkeitserkrankung, entweder als mögliche Ursache (sich Mut antrinken), oder als Folge der Suchterkrankung. Deshalb ist es wichtig Ängste und soziale Hemmungen zu bearbeiten um eine Abstinenz ermöglichen.

    Ergänzt wird dieses Angebot durch die themenzentrierte Gruppe Angstbewältigung: Diese befasst sich mit der körperlichen Seite von Ängsten, allen Angststörungen, die sich zur Panik steigern können, vermittelt ein neuropsychophysiologisches Modell der Angst, befasst sich mit Vermeidungs- und Bewältigungsverhalten, mit den langfristigen Folgen von Ängsten und gibt Beispiele für Bewältigungstechniken.

Therapiebausteine

Orientierungsgruppe

Die Orientierungsgruppe ist ein Angebot für neu angereiste Patienten, die noch keiner der oben genannten themenzentrierten Gruppen zugeordnet werden konnten. Sie dient zum einen der Reflektion der Motivation für die Behandlung als auch der Information über Abläufe in der Klinik und zur Entängstigung. Zum anderen werden die möglichen Ursachen für die Entstehung der Erkrankungen besprochen, die zur Beantragung der Behandlung geführt haben, und darüber hinaus die Krankheitsfolgen. Auf diesem Hintergrund werden mögliche Behandlungsziele besprochen. Daneben können natürlich auch Fragen zum Therapieprogramm und zur Hausordnung gestellt werden.

Ergotherapie

Insbesondere für Patienten nach längerer Erkrankung oder Arbeitslosigkeit, mit Problemen am Arbeitsplatz oder bei der Gestaltung und Strukturierung ihrer Freizeit dient die kompetenzzentrierte Ergotherapie der Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung von Fähigkeiten und Fertigkeiten im lebenspraktischen, beruflichen und sozialen Bereich. Basisfähigkeiten wie Pünktlichkeit, Sorgfalt, Fachkompetenzen, Handlungsplanung und –durchführung wie auch soziale und emotionale Fähigkeiten werden erprobt und trainiert. Weiterhin kann durch die adäquate Selbst- und Fremdeinschätzung der aktuellen Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit im Hinblick auf bisherige und zukünftige Anforderungen eine möglichst realistische Zukunftsperspektive entwickelt werden. 

"Reflecting Team"

Regelmäßig können Patienten als Zuhörer an unseren Teamsitzungen des Behandlungsteams teilnehmen. Das Team tauscht sich auf Wunsch der teilnehmenden Patienten über Fragen zum Fortschritt bei der Erreichung der Behandlungsziele sowie zu wahrgenommenen Ressourcen und Fähigkeiten transparent aus und hat nach unserer Erfahrung eine katalysatorische Wirkung für den Behandlungsprozess. Wichtig ist dabei, dass multiprofessionell und respektvoll kooperiert wird. Die möglicherweise völlig unterschiedliche Einschätzung unterschiedlicher Therapeuten zeigt auf, dass es nicht „Die einzig gültige Sicht“ gibt. Das "Reflecting Team" ist eine bei Patienten zunehmend geschätzte Form der Transparenz und Rückmeldung.

Sport- und Bewegungstherapie

Durch regelmäßige und ausgeglichene körperliche Bewegung können verschiedene psychosomatische Beschwerden gebessert sowie die allgemeine Leistungsfähigkeit gestärkt und das körperliche und seelische Wohlbefinden wiederhergestellt werden. Außerdem gibt es Belege dafür, dass die Psychotherapiefähigkeit durch Bewegungstraining verbessert wird. Sport- und Bewegungstherapie tragen ebenso dazu bei wie Entspannungstechniken, die Körperwahrnehmung zu verbessern sowie die körperliche Belastbarkeit und physische Funktionen zu fördern und zu trainieren. Unser Angebot umfasst: .

Nordic Walking, Joggen, Gehtraining, Spinning, Muskel und Ausdauertraining, Wassergymnastik, Schwimmkurs, Volleyball, Badminton, Tischtennis, Gymnastik, uvm.

Entspannungstherapie

In der Entspannungstherapie werden geeignete Verfahren für Selbstübungen vermittelt: Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training. Zusätzlich werden Meditation oder Ohr-Akupunktur angeboten.

Stressbewältigung

In der Gruppe „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ wird mit verschiedenen Schwerpunktsetzungen trainiert, wesentliche Sensationen wie Gedanken, Gefühle, Impulse, das eigene Interaktionsverhalten oder körperliche Regungen bewusster wahrzunehmen. Zwei zentrale Module beschäftigten sich mit psychoedukativen Elementen zum Thema „Stress“, der Identifikation von persönlichen Stressverstärkern sowie der Sensibilisierung für sich entwickelnde Stressreaktionen, mit denen ein achtsamer Umgang angestrebt wird.

Rückfallmanagement

Unabhängig davon, ob es sich diagnostisch bei der substanzbezogenen Störung im Einzelfall um einen funktionalen Substanzmissbrauch oder die Kriterien eine Substanzabhängigkeit erfüllt sind, ist Therapiefähigkeit nur bei Einhalten der Abstinenz vorhanden. Dennoch gehören Rückfälle bzw. eine Rückfallgefährdung zum Wesen der Grundproblematik von Abhängigkeitserkrankungen. Dies gilt in besonderem Maße beim Vorliegen von komorbiden psychischen bzw. psychosomatischen Störungen, da dies die Wahrscheinlichkeit von Krisensituationen erhöht.

Einbeziehung der Angehörigen

Die Integration in ein intaktes soziales Umfeld ist gleichzeitig ein wesentlicher Prognosefaktor für ein abstinentes Leben. Unter Angehörigen werden alle wichtigen Bezugspersonen, insbesondere der Ehe- und Lebenspartner, verstanden.Erscheint es aus Therapeuten- und Patientensicht nützlich bzw. notwendig, werden die Partner bzw. die Familie oder sonstige relevante Bezugspersonen im Rahmen eines Gespräches während des Therapieverlaufes einbezogen. Um eine hohe Effektivität zu ermöglichen, bereiten wir diese Gespräche ausführlich vor, indem die gewünschten Ziele und Befürchtungen eines negativen Ausgangs des Gespräches erarbeitet werden. Wir führen alle Paar- und Familiengespräche mit dem Bezugs- und einem weiteren Co-Therapeuten durch. Dadurch ermöglichen wir Perspektivenvielfalt.

In den Gesprächen können aktuell bestehende Kränkungen, mögliche Entwicklungsaufgaben für die Beziehung sowie die wechselseitigen Erwartungen an die nachstationäre Phase sichtbar gemacht werden. Letzteres im Sinne eines guten Transfers der Therapieziele in den Alltag. Die relevanten Bezugspersonen können wichtige Hilfen darstellen, um die in der Therapie entfalteten Lösungskompetenzen und neu erprobten Verhaltensweisen zu unterstützen und im Alltag stabil zu integrieren.In den gemeinsamen Gesprächen wird überprüft, welche der bisher verwandten Interaktionsmuster sich konstruktiv und gesundheitsförderlich erwiesen haben und welche eher nicht. Dabei werden wichtige Informationen darüber gewonnen, was in der gemeinsamen Arbeit ausgebaut werden sollte, während der restlichen Therapiezeit und dann auch im Heimatkontext.

Möglichkeit zu Arbeitgebergesprächen, sozialmedizinische Beratung

Medizinisch-berufliche Angebote

Arbeitsbezogene Interventionen minimieren das „krankheitsbedingte Rückfallrisiko“ und dienen der beruflichen Orientierung und Re-Integration, die bei Abhängigkeitskranken nachweislich einen stabilisierenden Faktor für eine dauerhafte Abstinenz darstellen (Bachmeier et al. 2016). Weitere mögliche Ziele sind die Förderung der Grundarbeitsfähigkeit, sozialer Fähigkeiten und des Selbstbilds. Je nach Zielgruppe und beruflicher Problemlage (z.B. Konflikte am Arbeitsplatz, Arbeitslosigkeit) sind unterschiedliche Schwerpunktsetzungen möglich.

Am Anfang steht die berufsbezogene Diagnostik mit Hilfe des Screening-Instruments zur Erkennung eines MBO-Rehabilitationsbedarfs bei chronischen Erkrankungen (SIMBO-C; Streibelt et al. 2007), die Exploration der Aktivitäts- und Partizipationsbeeinträchtigungen bei psychischen bzw. psychosomatischen Erkrankungen (Mini-ICF APP; Linden et al. 2015), die gründliche Exploration der Berufsanamnese unter Berücksichtigung von Ressourcen, Motivation und manifesten Teilhabeeinschränkungen und ggf. die psychometrische Erhebung mit Hilfe des Selbstbeurteilungsbogens „Arbeitsbezogenes Verhaltens- und Erlebensmuster (AVEM; Schaarschmidt & Fischer 2008).

Mit dem Rehabilitanden werden gemeinsam berufliche Rehabilitationszeile formuliert und erste Zwischenschritte und Behandlungsaufgaben festgelegt. Die generierten Daten und Erkenntnisse werden im Aufnahmebefund dokumentiert und die weitere Rehabilitationsplanung zur konkreten und einzelfallbezogenen Förderung beruflicher Wiedereingliederung im Behandlungsteam vorgenommen.In direkter Anlehnungen an den Empfehlungen zur Stärkung des Erwerbsbezugs in der medizinischen Rehabilitation Abhängigkeitskranker (DRV 2014) bieten wir im Rahmen der verschiedenen professionellen Bereiche spezifische therapeutische Leistungen zur Förderung beruflicher Teilhabechancen an:

  • Psychotherapeutische Einzelgespräche zur Klärung von Konfliktlagen und Perspektiven, Ressourcenaktivierung, Förderung von Selbstwirksamkeit.
  • Eintägige arbeitstherapeutische Belastungserprobung bei Indikation zur Überprüfung von Durchhaltefähigkeit und Leistungsmenge über einen simulierten Arbeitstag hinweg.
  • Leistungsdiagnostik (Konzentration, Gedächtnis, Intelligenz, Demenz) zur Diagnostik von kognitiven Einschränkungen
  • Sozialrechtliche Information „Rehabilitation und Arbeitsleben“
  • Beratung und rechtzeitige Vermittlung durch den Sozialdienst in spezifische Maßnahmen wie z.B. Adaption.
  • Bewerbungstraining und PC-Schulungskurse werden bei Bedarf im Rahmen der Ergotherapie angeboten
  • Ergotherapeutische Diagnostik und Förderung insbesondere von psychischen und kooperativen leistungsrelevanten Funktionen und Aktivitäten. Hierzu werden kompetenzzentrierte Methoden und gestalterische Prozesse als gezielte therapeutische Maßnahmen eingesetzt. Eigenschaften wie Selbstvertrauen, Übernahme von Verantwortung, Belastbarkeit und Konzentration, Anpassungs- und Ausdauerfähigkeiten, Einhaltung von Zeitstrukturen, Teamarbeit und das Erfassen von Arbeitsanleitungen werden gefördert und gefestigt. Anforderungsprofile über berufliche Leistungen werden erstellt und dem Leistungsprofil des Rehabilitanden gegenübergestellt.
  • Bei der Beratung durch das Rehabilitationsteam hinsichtlich der Bewältigung konkreter beruflicher Anforderungsprofile werden gemeinsam mit dem Rehabilitanden unter Berücksichtigung seiner beruflichen Anamnese und des beruflichen Hintergrundes weitere Schritte entwickelt. Bei manchen Rehabilitanden müssen aufgrund ihrer Funktionsausfälle neue berufliche Orientierungen gesucht oder es muss entschieden werden, welche Arbeitsmöglichkeiten überhaupt vorhanden sind.
  • Im Rahmen von Betriebsseminaren mit betrieblichen Sozialdiensten als Kooperationspartnern größerer Arbeitgeber können die Rehabilitanden im direkten Erfahrungsaustausch Erkenntnisse über arbeitsrechtliche Grundlagen, Betriebsvereinbarungen zur Gesundheitsförderung und Enttabuisierung von Sucht- und psychischen Problemen am Arbeitsplatz gewinnen. Die Erfahrung mit der eigenen Erkrankung wandelt sich hierbei erfahrungsgemäß vom Makel zur Kompetenz.
  • Arbeitgebergespräche mit sozialmedizinischer Beratung zur Wiedereingliederung auf dem bisherigen Arbeitsplatz oder ggf. zur Eingliederung auf einem anderen oder angepassten Tätigkeit werden mit zunehmender Akzeptanz seit der gesetzlichen Verankerung des Betrieblichem Wiedereingliederungsmanagements (BEM) wahrgenommen und tragen ggf. auch zur Vorbereitung auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bei. Hierzu wird bei Bedarf auch der Integrationsfachdienst eingeschaltet und weitere Maßnahmen eingeleitet.
  • Besonders hilfreich kann bei bestehendem Arbeitsverhältnis die Einleitung stufenweiser Wiedereingliederung bei weiter bestehender Arbeitsunfähigkeit zur Erleichterung der Rückkehr an den Arbeitsplatz bei der Planung berufsintegrierender Maßnahmen nach Entlassung sein.
  • Das „Gruppentraining sozialer Kompetenzen“ (in Anlehnung an Pfingsten & Hinsch 2002) dient der Förderung der Problembewältigung am Arbeitsplatz, in dem Verhaltensstrategien zur Sicherung des Arbeitsplatzes erprobt und Kompetenzen zum Umgang mit Autoritäten, Kritik, Über- und Unterforderung und in der Kommunikation erlernt und erprobt werden.
  • Themenzentrierte psychotherapeutische Gruppeninterventionen zu Arbeitsbezogenen Themen (Wahlpflicht: Bewerbungstraining, Konflikte am Arbeitsplatz, Berufliche Interessen oder Stressbewältigung am Arbeitsplatz, Orientierungsgruppe)

Wer Sie behandelt

Unsere Experten für Ihre Gesundheit

C. Hennch

Berufstitel: Leitender Psychologe, Teamleitung Psychosomatik und Sucht

Qualifikationen:

Psychologischer Psychotherapeut 
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
Ansprechpartner für Praktikanten und Postgraduierte

Kontakt

MEDIAN Klinik Odenwald – Rehabilitation – Persönlich betreut. Kompetent behandelt. Verlässlich für Sie da.