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Das Leben leben

Neurologische Therapien 

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Physiotherapie

Die Physiotherapie spielt in der neurologischen Rehabilitationsbehandlung in unserer Klinik in Wilhelmshaven eine zentrale Rolle. Die physiotherapeutischen Ziele liegen in der größtmöglichen Wiederherstellung der Selbständigkeit des Patienten auf der Funktions-, Aktivitäts-, und Partizipationsebene (ICF). Das Therapiekonzept hängt entscheidend vom Aufnahmebefund und den interdisziplinär definierten Rehabilitationszielen ab. Dies kann im Rahmen der neurologischen Reha in unserer Klinik in Wilhelmshaven auch das Schulen von Ersatzfunktionen oder Erlernen von Kompensationsstrategien beinhalten. 

Unter Berücksichtigung der nachteiligen Auswirkungen längerer Therapiepausen auf das ZNS und Herz-Kreislaufsystem und der Wichtigkeit regelmäßiger und wiederholter zentraler Reizsetzung wird das physiotherapeutische Spektrum in der MEDIAN Klinik Wilhelmshaven auch an Samstagen sowie an Feiertagen angeboten. Große Bedeutung wird dabei auch dem überwachten selbständigen Üben und der Anleitung zum häuslichen Üben beigemessen. Entsprechende Weiterbehandlungskonzepte werden mit dem Patienten während der neurologischen Reha erarbeitet und dokumentiert. 

Einzelbehandlung 

Die physiotherapeutische Einzelbehandlung ist bei nahezu allen neurologischen Krankheitsbildern von hoher Effektivität und stellt einen wesentlichen Bestandteil der Therapieverordnung da. Lerntheoretische Aspekte des „Motorischen Lernens“ fließen bei der Auswahl der physiotherapeutische Behandlungskonzepte und Techniken mit ein. Besondere Qualifikationen und Zertifikate von Fort- und Weiterbildungen unserer Mitarbeiter in der Neurorehabilitation in unserer Klinik in Wilhelmshaven liegen wie folgt vor:

  • Physiotherapie auf neurophysiologischer Grundlage nach dem Bobath-Konzept incl. bedarfsabhängige Co-Therapie (interdisziplinäres Therapiemanagement zentraler Schädigungsmuster)
  • Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation (PNF- Konzept, Verbesserung der neuromuskulären Koordination und Leistungsfähigkeit durch Aktivierung komplexer Bewegungsmuster)
  • Affolter- Konzept (Förderung der Interaktionsfähigkeit des Patienten mit seiner Umwelt)
  • Fazio Orale Trakt Therapie (FOTT n.Coombes)
  • Lokomotionstherapie auf dem Laufband mit dynamischer Gewichtsentlastung
  • Manuelle Therapie
  • Neurophysiologische Bewegungstherapie im Wasser nach dem Halliwick- Konzept
  • Funktionelle Bewegungslehre (FBL nach Klein- Vogelbach)
  • Bahnungssystem nach Brunkow und TER nach Blum
  • McKenzie Rückenkonzept

Weitere physiotherapeutische Behandlungsansätze finden in der MEDIAN Klinik Wilhelmshaven im Rahmen der neurologischen Reha ihren Einsatz:

  • Neglect u. Gleichgewichtstraining mit dem „Balance- Trainer“ der Fa. Medica
  • Belastungstraining, ggf. mit Hilfsmittelbenutzung
  • Medizinische Trainingstherapie, Sequenztraining
  • Atemtherapie
  • Cranio-sacrale Therapie
  • Viscerale Therapie
  • (Wieder-)Erlernen von ADL (Activity of Daily Living)
  • “Orientierungstraining” im Rehazentrum und der näheren Umgebung (bei orientierungsgestörten Patienten)
  • Adjuvante Anwendung von thermischen Reizen
  • Prothesengebrauchsschulung
  • EMG-getriggerte Elektrostimulation (Stiwell med4., Automove 800)
  • Ergonomie des Sitzens im Rollstuhl (nach Bengt Engström)
  • Hilfsmittelversorgung, Beratung, und Verordnung
  • Beckenboden- und Inkontinenz-Therapie

Physiotherapeutische Gruppenbehandlung

Wir bieten in unserer Klinik in Wilhelmshaven im Rahmen der Physiotherapie in der Neurologie eine Vielzahl diagnose- und symptomabhängiger Gruppentherapieformen mit unterschiedlicher Zielsetzung an. Neben Aspekten der sozialen Interaktion und Integration stehen Ziele zur Bewegungsanbahnung, der Verbesserung von Koordination und Gleichgewicht und damit Abbau von Falltendenzen sowie Steigerung der Ausdauer und Belastbarkeit u.a. durch Ausnutzung der wasserspezifischen Eigenschaften im Vordergrund. 

Zu diesen Gruppen zählen die:

  • AOT Alltagsorientiertes Training
  • Neuro-Aktiv Gruppe
  • Neuro-Aqua Gruppe
  • Neuro-Koordinationsgruppe
  • Wirbelsäulen Stabilisationsgruppe
  • Wirbelsäulen Stabilisationsgruppe im Bewegungsbad
  • Präventives Rückentraining, Rückenschule

VR-Therapie

Seit Januar 2025 erprobt die MEDIAN Klinik Wilhelmshaven den Einsatz von Virtual Reality (VR)-Therapie im Rahmen eines intensiven Pilotprojektes.

Unsere Patientinnen und Patienten können an der VR-Therapie teilnehmen – einer Behandlung, die mithilfe einer speziellen Brille eine virtuelle Realität (VR) erschafft – und davon profitieren.

Die Studienlage zum Einsatz von VR Therapie in der Neurologie oder Neurorehabilitation ist umfangreich und zeigt vielversprechende Ergebnisse. Untersuchungen haben gezeigt, dass die VR-Therapie dazu beitragen kann, die motorischen und kognitiven Fähigkeiten von Patienten mit neurologischen Erkrankungen zu verbessern. Darüber hinaus kann die immersive Natur der VR-Therapie die Motivation und das Engagement der Patientinnen und Patienten steigern und führt damit zu besseren Rehabilitationsergebnissen.

Im Rahmen des Pilotprojektes findet die VR Anwendung in der Therapie von kognitiven und sensomotorischen Defiziten.

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Balneo-physikalische Therapie

Im Gegensatz zur Physiotherapie ist der Patient bei diesen Anwendungen weitgehend passiv. Diese Therapieformen wirken im wesentlichen muskeldetonisierend, analgesierend und roborierend, können Zirkulationsstörungen verbessern, die Reaktionsbereitschaft der Gelenke und der zugehörigen Muskulatur erhöhen.

Folgende Therapieformen werden in der Klinik Wilhelmshaven angeboten: 

  • Elemente der Kneipp– Therapie (therapeutisches Wassertreten, Güsse)
  • Kältetherapie (z.B. Crash- Eis, Eislolly, Pelloidpackungen, Tauchbäder)
  • Wärmetherapie,(z. B. Heiße Rolle, Warmpackungen, Infrarot)
  • Elektro-Therapie mit unterschiedlichsten Stromformen: Niederfrequenz, Mittelfrequenz (Interferenzstrom), Hochfrequenz, TENS -Iontophorese; Ultraschall, Hydroelektrische Bäder
  • klassische Massagen
  • Manuelle Lymphdrainage
  • Kompressionstherapie (auch maschinell)
  • Bindegewebs-Massage
  • Atemtherapie

Ergotherapie

Ziel der Ergotherapie ist es, für den Patienten bedeutungsvolle Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit zu erreichen. Dem Patienten soll es ermöglicht werden, eine größtmögliche Selbständigkeit und Unabhängigkeit von Hilfspersonen zu erhalten oder wiederherzustellen.
Dementsprechend nimmt die Ergotherapie eine strategisch wichtige Rolle in dem Verlauf der neurologischen Rehabilitation und der beruflichen/sozialen Wiedereingliederung ein.

Folgende ergotherapeutische Behandlungsangebote finden neben der Einzeltherapie z.B. in den ergotherapeutischen Behandlungsräumen, außer Haus, im Patientenzimmer oder in der Lehrküche statt:

  • Selbsthilfetraining (Therapieziel ist die größtmögliche Selbständigkeit in dem Bereich Selbstversorgung z.B. Waschen und Anziehen)
  • Frühstück und Mittagstraining (Nahrungszubereitung, Einnahme, Planung und Durchführung von Handlungsabläufen, Umgang mit Hilfsmitteln)
  • Haushaltstraining (Wiedererlangen von Handlungskompetenten im Haushalt z.B. Waschen, Putzen, Haushaltsplanung, Kochen)
  • Neuro-Handgruppe (Erhalt und Wiedererlangen der Handkraft, Koordination und Feinmotorik)
  • Graphomotorikgruppe (Wiederherstellung/Besserung der Auge-Handkoordination, des Schriftbildes, der Stifthaltung und der Schreibausdauer)
  • Arbeitsplatzberatung (Beratung am ergonomischen Modellarbeitsplatz für rückengerechtes Arbeiten)
  • Hilfsmittelberatung (Anpassung, Beratung und Versorgung von Hilfsmitteln)
  • Alltagsorientierte Therapie (Orientierung und Fortbewegung außer Haus, Einkaufstraining)


Innerhalb der Einzeltherapie werden folgende Behandlungskonzepte und Therapieverfahren angeboten:

  • Bobath (Ergotherapie auf neurophysiologischer Basis)
  • FOTT (Fazio Orale Trakt Therapie nach Coombes)
  • Kognitiv-therapeutische Therapie nach PERFETTI
  • PNF (Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation)
  • Techniken der manuellen Therapie

Neuropsychologie

Die Neuropsychologie ist ein Fachgebiet, das sich mit der Diagnostik und Rehabilitation von Störungen der Hirnleistungen nach erworbener Hirnschädigung befasst.

Im Zusammenhang mit einer Schädigung des Zentralnervensystems, unabhängig von der Ursache, kann es zu Störungen der Wahrnehmung (z.B. Gesichtsfeldausfälle), des Gedächtnisses, der Aufmerksamkeit, im Prinzip jeglicher Teilbereiche geistiger Leistungsfähigkeit kommen. Es können aber auch Veränderungen des Erlebens und Verhaltens Folge einer solchen Erkrankung sein. 

Bei der Diagnostik solcher Funktionsausfälle handelt es sich um ein komplexes Geschehen. So können beispielsweise augenscheinlichen Gedächtnisstörungen tatsächlich Aufmerksamkeitsstörungen zugrunde liegen. Genauso können sich zunächst als solche erscheinende Aufmerksamkeitsstörungen aus Beeinträchtigung der Wahrnehmung erklären lassen und so fort.

Anschließend an die Diagnostik erfolgt eine individuell zugeschnittene neuropsychologische Funktionstherapie. Dabei handelt es sich um wissenschaftlich begründete Therapieverfahren, deren gemeinsames Ziel in der Verringerung der Auswirkungen der Ausfälle für den beruflichen oder familiären Alltag liegt, entweder durch eine Wiederherstellung der Funktionen oder, falls dies nicht möglich ist, durch eine Kompensation bzw. den Ausgleich durch erhaltene Fertigkeiten.

 

Hierbei kommen computergestützte Verfahren, Gruppen- und Einzeltrainings sowie Methoden zum Einsatz, durch die der Patient Strategien und Hilfsmittel zur Bewältigung der Ausfälle erlernt.

Dabei ist es am günstigsten, möglichst zeitnah zum schädigenden Ereignis mit der Therapie zu beginnen; aber es können auch zu späteren Zeitpunkten noch Erfolge erzielt werden.

Die Therapieschwerpunkte werden jeweils auf die Störungen und Schädigungen gesetzt, welche für den Patienten zu maximalen Beeinträchtigungen im Lebensalltag führen. Zusätzlich hat das Training in der Neuropsychologie auch noch positive Nebeneffekte: Der Schlaganfallkranke erlebt, welche Ressourcen und Potentiale er hat, und er kann seine Fähigkeiten z. B. am Computer selbst überprüfen.

Bestehen psychische Probleme bereits vor der Hirn schädigenden Krankheit, können diese den Verlauf der Heilung beeinflussen. Häufig kann eine neue Erkrankung, aber auch psychische wie soziale und familiäre Probleme, Belastungen auslösen.

Im Rahmen psychologischer Beratungsgespräche (psychologische Ausrichtung: kognitive Verhaltenstherapie) besteht ferner die Möglichkeit individuelle Hilfen zur Krankheitsverarbeitung oder zu möglicherweise gleichzeitig bestehenden Störungen (z.B. Depression, Angst, Schlafstörungen) zu entwickeln.

In psychoedukativen Vorträgen können sich interessierte Patienten über die psychologischen Aspekte chronischer Schmerzen oder der Adipositas informieren.

Diagnostik

Die Diagnostik besteht aus dem psychologischen Gespräch und der Untersuchung mit Hilfe wissenschaftlich fundierter, neuropsychologischer Leistungstests. Das Gespräch erlaubt erste wichtige Eindrücke zur Wachheit, dem Antrieb, der Kommunikationsfähigkeit und dem Leidensdruck. Einige Patienten sind in ihrer Stimmung gedrückt, andere eher ängstlich, andere euphorisch und positiv gestimmt. Aus dem diagnostischen Gespräch können erste Hinweise bezüglich des geistigen Leistungsvermögens entnommen werden. Diese ergeben sich aus den Angaben des Patienten und dem beobachteten Verhalten.

An dieses Erstgespräch schließt sich dann die neuropsychologische Testdiagnostik an, welche die oben beschriebenen Funktionen erfasst. Häufig geht es auch um die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit oder der Fahreignung. Je nach Belastbarkeit werden entweder standardisierte Testverfahren mit Papier und Bleistift bzw. am Computer oder nicht standardisierte Verhaltensbeobachtungen und Funktionsproben durchgeführt.

Grunddiagnostik zur Einschätzung möglicher neuropsychologischer Folgen der Erkrankung.

Auf Wunsch: Überprüfung neuropsychologischer Funktionen, die insbesondere für das Führen von Kraftfahrzeugen relevant sind

Als Gruppentherapie:

  • Gedächtnisgruppen – eingeteilt nach Schwere der Gedächtnisbeeinträchtigung (funktionelles Gedächtnistraining mit dem Ziel der Wiederherstellung, Verbesserung der Funktionsweise des Gedächtnisses)
  • Visuo-konstruktive Gruppen (Training komplexerer Sehstörungen) Therapie von Gesichtsfeldausfällen: Kompensation durch Einübung von vermehrten Blickbewegungen zu der betroffenen Seite räumlich-visueller Störungen, z.B. das Wahrnehmen geometrischer Formen oder das Einschätzen von Entfernungen, Raum- und Größenverhältnissen - Therapie des visuellen Neglects: Kompensations- und Awareness-Therapie)
  • Planungsgruppe (Training der sog. Exekutivfunktionen: u.a. Arbeitsgedächtnis, Planen und Problemlösen)
  • Hirnleistungstraining für ältere Menschen

Als Einzeltherapie

  • alle Gruppenangebote auch in Einzeltrainings, z.B. mit individueller Anpassung (evtl. das funktionellem Gedächtnistraining z.B. ein Kompensationstraining zur Vermittlung gezielter Enkodierungsstrategien, externen Gedächtnishilfen etc.)
  • Training exekutiver Funktionen (computergestützt Training der Planungskompetenzen, des Arbeitsgedächtnis)
  • Aufmerksamkeitstraining (z. B. Computergestützt) u.a. Reaktionsschnelligkeit, selektive Aufmerksamkeit, geteilte Aufmerksamkeit, Daueraufmerksamkeit/Vigilanz, oder räumliche Aufmerksamkeit (visueller Neglect)
  • Explorations- und Sakkaden-Training; Training der Okulomotorik
  • Gesichtsfeldtraining
  • Orientierungstraining

Weitere therapeutische Angebote

  • Entspannungsverfahren (Progressive Muskelentspannung)
  • Psychoedukative Angebote im Hinblick auf Adipositas und Schmerz: (Adipositas: Aufdecken von Verhaltensmustern, welche das Abnehmen erschweren und Erörtern von Handlungsweisen, welche eine Änderung des Essverhaltens begünstigen., chronischem Schmerz: Zusammenhänge zwischen psychischen Belastungen und Schmerz, psychologische Schmerzverarbeitung, Erkennen günstiger und ungünstiger Verhaltensmuster) und Raucherentwöhnung (in Planung);
  • beratende Gespräche, vor allem zur Krankheitsverarbeitung

Logopädie

In der Logopädie werden Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen, welche durch neurologische Erkrankungen bzw. durch Unfälle verursacht worden sind, in intra- und interdisziplinärer Zusammenarbeit diagnostiziert und behandelt.

Unsere Therapieschwerpunkte

Erläuterung: Bei einer Dysphagie (Schluckstörung) kommt es zu Beschwerden/Schwierigkeiten beim Schlucken von Getränken, Essen und Speichel. Am häufigsten bestehen Schluckstörungen bei neurologischen Erkrankungen, z.B. nach Schlaganfall, bei Parkinson-Syndrom, Lähmungen, multipler Sklerose, ALS bzw. Tumoren oder Verletzungen im Mund-, Rachen-, Kehlkopfbereich. Es besteht ein großes Risiko zur Mangelernährung bzw. zur Aspiration (Essen oder Trinken kann in die Atemwege gelangen und hierbei zu Entzündungen der Luftwege führen).

Vor der gezielten Therapie schwerer Schluckstörungen, steht aber die gezielte diagnostische Untersuchung des Schluckvorgangs, wie sie im Rehazentrum Wilhelmshaven gemeinsam von Ärzten und Logopäden mit Hilfe der Video-Schluckendoskopie durchgeführt werden kann.

 

Therapieinhalt: In der Therapie wird u.a. nach F.O.T.T., FDT, PNF gearbeitet. Dies beinhaltet u.a. die Arbeit an der Haltung, der Atmung, der Wahrnehmung, der Sensibilisierung des Gesichts- und des Mundraumes sowie die Verbesserung der Muskelkraft-, und -koordination, die Erarbeitung von Schlucktechniken und die Einleitung von diätetischen Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den Diätassistenten. Zusätzlich zu den stattfindenden Einzeltherapien wird den Patienten ein Esstraining im geschützten Rahmen eines eigens hierfür eingerichteten kleinen Speisesaals angeboten. Das Esstraining erfolgt in interdisziplinärer Zusammenarbeit der Logopädie mit den Ergotherapeuten und den Diätassistenten.

  • Erläuterung: Bei einer Dysphagie (Schluckstörung) kommt es zu Beschwerden/Schwierigkeiten beim Schlucken von Getränken, Essen und Speichel. Am häufigsten bestehen Schluckstörungen bei neurologischen Erkrankungen, z.B. nach Schlaganfall, bei Parkinson-Syndrom, Lähmungen, multipler Sklerose, ALS bzw. Tumoren oder Verletzungen im Mund-, Rachen-, Kehlkopfbereich. Es besteht ein großes Risiko zur Mangelernährung bzw. zur Aspiration (Essen oder Trinken kann in die Atemwege gelangen und hierbei zu Entzündungen der Luftwege führen).

    Vor der gezielten Therapie schwerer Schluckstörungen, steht aber die gezielte diagnostische Untersuchung des Schluckvorgangs, wie sie im Rehazentrum Wilhelmshaven gemeinsam von Ärzten und Logopäden mit Hilfe der Video-Schluckendoskopie durchgeführt werden kann.

     

    Therapieinhalt: In der Therapie wird u.a. nach F.O.T.T., FDT, PNF gearbeitet. Dies beinhaltet u.a. die Arbeit an der Haltung, der Atmung, der Wahrnehmung, der Sensibilisierung des Gesichts- und des Mundraumes sowie die Verbesserung der Muskelkraft-, und -koordination, die Erarbeitung von Schlucktechniken und die Einleitung von diätetischen Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den Diätassistenten. Zusätzlich zu den stattfindenden Einzeltherapien wird den Patienten ein Esstraining im geschützten Rahmen eines eigens hierfür eingerichteten kleinen Speisesaals angeboten. Das Esstraining erfolgt in interdisziplinärer Zusammenarbeit der Logopädie mit den Ergotherapeuten und den Diätassistenten.

MEDIAN Klinik Wilhelmshaven – Persönlich betreut. Kompetent behandelt. Verlässlich für Sie da.