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Eine Person die mit einer Prothese auf einen Gegenstand steht

Das Leben leben

Rehabilitation nach Amputationen

Der Verlust eines Arms oder Beins – sei es durch Unfall, Durchblutungsstörungen, Diabetes mellitus, chronische Entzündungen oder Tumorerkrankungen – bedeutet für Betroffene einen tiefgreifenden Einschnitt. Neben körperlichen Veränderungen können auch der Umgang mit der neuen Lebenssituation, die Rückkehr in den Alltag und die berufliche Teilhabe herausfordernd sein. Eine Rehabilitation nach einer Amputation unterstützt Sie dabei, größtmögliche Selbstständigkeit zurückzugewinnen und den sicheren Umgang mit Hilfsmitteln und – wenn medizinisch geeignet – einer Prothese zu erlernen. 

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Was wir in der Rehabilitation nach Amputation erreichen können

Eine frühzeitige und umfassende Rehabilitation ist essenziell, um Ihre Mobilität zu fördern, den Umgang mit einer individuell angepassten Prothese zu erlernen und Ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Die medizinische Leitlinie zur Rehabilitation nach Major-Amputation unterstreicht die Bedeutung eines ganzheitlichen Reha-Ansatzes, der sowohl die körperliche als auch die psychische Gesundheit gezielt stärkt. Ziel der Rehabilitation ist es, den Betroffenen ganzheitlich zu stärken und ihm größtmögliche Selbstständigkeit und Lebensqualität zurückzugeben.

Eine Person die eine Prothese trägt und mit dieser auf einen roten Ball steht

Ziele der Rehabilitation nach Amputation:

  • Versorgung mit einer modernen, individuell angepassten Prothese
  • Sicheres Handling der Prothese im Alltag
  • Wiedererlernen der selbstständigen Fortbewegung
  • Psychologische Unterstützung beim Umgang mit der veränderten Lebenssituation
  • Eine Therapie, die sich an den individuellen Bedürfnissen und Zielen der Patientinnen und Patienten orientiert
  • Rückkehr in ein möglichst beschwerdefreies, selbstbestimmtes Leben

Was Sie in der Reha erwartet

Unser Behandlungsansatz in der Reha nach einer Amputation

Rehabilitation nach Amputation ist Teamarbeit. Erfahrene Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten, Psychologinnen und Psychologen sowie Sportwissenschaftlerinnen und Sportwissenschaftler arbeiten eng zusammen, um Sie bestmöglich zu unterstützen. Der Therapieplan wird an Ihre individuelle Situation, die Amputationshöhe und Ihre persönlichen Ziele angepasst.

Je nach Heilungsverlauf kann die Mobilisation zunächst ohne Prothese oder mit einer wiederverwendbaren Übungs- beziehungsweise Interimsversorgung erfolgen. Wund- und Stumpfmanagement, Mobilitätstraining, Alltagstraining und die Vorbereitung auf die Versorgung nach der Reha werden dabei miteinander abgestimmt.

Unsere Therapieangebote in der Reha nach einer Amputation

Unsere erfahrenen Therapeuten und Ärzte arbeiten gemeinsam daran, Ihre Mobilität und Lebensqualität zu verbessern. Nachfolgend finden Sie eine kurze Beschreibung der angebotenen Behandlungsbausteine:

Zwei Personen die an einer Sprossenwand Übungen machen

Technische Orthopädie

Die moderne technische Orthopädie bietet vielfältige Möglichkeiten, die Mobilität und Lebensqualität nach einer Amputation zu verbessern.

Elektronisch gesteuerte Kniegelenkssysteme – wie das C-Leg – erhöhen die Gang- und Standsicherheit bei Oberschenkel­amputationen deutlich. Während des stationären Aufenthaltes kann bei geeigneten Patientinnen und Patienten eine Erprobung dieser Systeme erfolgen.

Mobilitäts-, Gang- und Alltagstraining

Physiotherapie und Ergotherapie unterstützen dabei, Beweglichkeit, Kraft, Koordination und Selbstständigkeit zu verbessern. Nach einer Beinamputation können beispielsweise Transfers, Gleichgewicht, Stehen, Gehen, Treppensteigen und der sichere Umgang mit der Prothese trainiert werden. 

Nach einer Arm- oder Handamputation liegt ein stärkerer Schwerpunkt auf alltagsbezogenen Handlungen, Ergonomie und funktionellen Kompensationsstrategien.

Eine Patientin und ihre therapeutin während der Spiegeltherapie

Behandlung von Phantomschmerzen

Viele Betroffene erleben nach einer Amputation sogenannte Phantomschmerzen.
Im Rahmen der Rehabilitation werden verschiedene Verfahren eingesetzt, um diese Beschwerden zu lindern, unter anderem:

  • Medikamentöse Behandlung (z. B. mit Pregabalin)
  • Spiegeltherapie
  • Triggerpunkt-Therapie
  • Kontralaterale TENS-Therapie

Diese Maßnahmen werden frühzeitig in den Rehabilitationsprozess integriert.

Eine Frau und ein Mann die sich miteinander unterhalten

Psychologische Unterstützung

Neben der körperlichen Rehabilitation ist auch die psychologische Begleitung ein wichtiger Bestandteil.

Unsere erfahrenen Psychologinnen und Psychologen unterstützen Sie dabei, den Verlust einer Gliedmaße zu verarbeiten, neue Perspektiven zu entwickeln und den Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu finden.

So läuft die Reha nach einer Amputation ab

Die Dauer der orthopädischen Rehabilitation variiert je nach individuellem Bedarf. Beispielsweise beträgt die Reha nach einer Knieoperation in der Regel 17 bis 21 Tage. Bei Bedarf und in Abstimmung mit Ihrem Kostenträger kann die Rehabilitationsdauer verlängert werden. 

Zwei Frauen die sich unterhalten

Ärztliche Aufnahme und individuelle Zielsetzung

Zu Beginn Ihrer orthopädischen Rehabilitation führen wir eine ausführliche ärztliche Aufnahmeuntersuchung durch. Dabei besprechen wir Ihre medizinische Vorgeschichte und klären Ihre Erwartungen an die Rehabilitation, um gemeinsam realistische Ziele festzulegen. Basierend auf diesen Informationen erstellen wir einen individuellen Therapieplan, der auf Ihre spezifischen Bedürfnisse Ihrer Erkrankung zugeschnitten ist. 

Personen die ihr Gleichgewicht versuchen zuhalten

Therapieablauf und ärztliche Betreuung

Die Reha gliedert sich in mehrere Phasen:

  1. Stabilisierung und Wundheilung
  2. Stumpf- und Prothesenmanagement
  3. Individuelle Mobilisation und Gangschulung
  4. Alltagstraining und psychosoziale Unterstützung
  5. Vorbereitung auf die Entlassung und Nachsorgeplanung

Jede Phase wird von einem interdisziplinären Team begleitet, um Sie Schritt für Schritt zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Eine Frau die auf Ihr Handy schaut und eine App offen hat

Abschluss und Nachsorge

Um Ihre Reha-Erfolge auch zu Hause weiter auszubauen und langfristig zu sichern, besprechen wir zum Ende Ihrer Rehabilitation geeignete Nachsorgeangebote mit Ihnen. Ein solches Angebot ist beispielsweise MyMEDIAN@Home die digitale Nachsorge, welches Sie bei der Fortführung Ihrer Therapie unterstützt. 

Die Reha sollte als erster Schritt zu einer nachhaltigen Lebensstiländerung gesehen werden, wobei erlernte Strategien und Übungen langfristig fortgeführt werden sollten. Unsere Nachsorgeangebote helfen Ihnen, Ihre Ergebnisse zu sichern und den Wiedereinstieg in den Alltag zu erleichtern.

Arten der Amputation und deren Versorgung

Unterschenkelamputation

Bei Patienten mit Unterschenkelamputation oder Amputation auf Höhe des Kniegelenks kann die Frühmobilisation mit einer wiederverwendbaren pneumatischen Übungsprothese erfolgen. Sie ermöglicht eine schnelle Ödemreduktion und frühzeitige Mobilisierung. Zudem kann häufig ein zusätzlicher Prothesenschaft eingespart werden, da die erste individuelle Prothese erst bei stabilen Stumpfumfängen angefertigt wird.

Je nach Bedarf stehen verschiedene Liner-Systeme mit Vakuum- oder Stiftverankerung sowie bei geringem Mobilitätsgrad kondylenumgreifende Kurzprothesenschäfte zur Verfügung. In der Interimsphase eignet sich ein Leihfuß mit Karbonfeder und hoher Standsicherheit. Die endgültige Auswahl des Prothesenfußes erfolgt nach Erreichen einer guten Gang- und Standsicherheit und der Einschätzung des individuellen Mobilitätsgrads.

  • Unterschenkelamputation

    Bei Patienten mit Unterschenkelamputation oder Amputation auf Höhe des Kniegelenks kann die Frühmobilisation mit einer wiederverwendbaren pneumatischen Übungsprothese erfolgen. Sie ermöglicht eine schnelle Ödemreduktion und frühzeitige Mobilisierung. Zudem kann häufig ein zusätzlicher Prothesenschaft eingespart werden, da die erste individuelle Prothese erst bei stabilen Stumpfumfängen angefertigt wird.

    Je nach Bedarf stehen verschiedene Liner-Systeme mit Vakuum- oder Stiftverankerung sowie bei geringem Mobilitätsgrad kondylenumgreifende Kurzprothesenschäfte zur Verfügung. In der Interimsphase eignet sich ein Leihfuß mit Karbonfeder und hoher Standsicherheit. Die endgültige Auswahl des Prothesenfußes erfolgt nach Erreichen einer guten Gang- und Standsicherheit und der Einschätzung des individuellen Mobilitätsgrads.

Reha mit Qualitätsanspruch

Im Jahr 2024 haben wir bei MEDIAN beeindruckende 74.267 Patientinnen und Patienten in der orthopädischen Reha erfolgreich behandelt. Unsere Therapieansätze erzielen messbar nachhaltige Verbesserungen, wie die Ergebnisse unsere digitalen Zufriedenheitsbefragung verdeutlichen.

96 von 100

96 von 100 Qualitätspunkten bestätigen das ausgezeichnete Leitungsniveau der Orthopädie!

Quelle

92 %

92 % unserer Patientinnen und Patienten sind mit der Pflege zufrieden.

Quelle

80 %

80 % unserer Patientinnen und Patienten empfinden den persönlichen Behandlungserfolg als gut oder sehr gut.

Quelle

Unsere Kliniken für Ihre Reha nach Amputation