Erste Erfahrungen mit Gruppensprechstunden in einer Hausarztpraxis
Erscheinung: / Zeitschrift für Allgemeinmedizin
Die Versorgung chronisch erkrankter Patienten erfolgt in Deutschland zumeist in Form der Einzelsprechstunde. Gruppensprechstunden gelten international als ein möglicher Ansatz für eine stärker an den Bedürfnissen chronisch Erkrankter ausgerichtete Versorgung. Aktuell wird die Umsetzbarkeit des Konzeptes „Gruppensprechstunden“ im deutschen Gesundheitssystem in einer Pilotstudie untersucht. Die Intervention sowie die im Rahmen der Studie verwendeten Materialien wurden in einer hausärztlichen Praxis pilotiert. Aufgrund des großen Zuspruchs vonseiten der Patienten sowie der Mitglieder der Praxis ist das Versorgungsmodell der Gruppensprechstunde in dieser Praxis inzwischen etabliert. In diesem Artikel wird das Modell der Gruppensprechstunden, wie es in der Pilotpraxis umgesetzt wurde, beschrieben. Der Fokus des Artikels liegt auf den ersten Erfahrungen bei der Durchführung von Gruppensprechstunden für Patienten mit arterieller Hypertonie bzw. Asthma bronchiale. Die Darstellung der Erfahrungen erfolgt aus Perspektive des Arztes sowie der Praxismitarbeiter der Pilotpraxis.