Rivermead Assessment of Somatosensory Performance
Erscheinung: / Der Nervenarzt
Hintergrund und Zielsetzung. Sensible Defizite nach einem Schlaganfall sind häufig, sie beeinflussen in negativer Weise die Regeneration motorischer Funktionen, die Unabhängigkeit in den Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL), die Länge des stationären Aufenthaltes und letztlich die Lebensqualität. Im deutschen Sprachraum existiert bisher kein reliables, standardisiertes Untersuchungsinstrument. Ziel der Arbeit war die standardisierte Übersetzung und Validierung des Sensibilitätsassessments „Rivermead Assessment of Somatosensory Performance“ (RASP).
Methode. Die Übersetzung der englischsprachigen Originalversion des RASP erfolgte standardisiert nach dem Protokoll des „Medical Outcomes Trust“. Die Testung der deutschen Version erfolgte an 60 Patienten nach erstmaligem Schlaganfall. Als Maß für die Inter-Rater-Reliabilität der Subtests wurden AC1-Koeffizienten berechnet.
Ergebnisse. Der mittlere AC1-Koeffizient lag bei 0,75 mit einer Spannbreite von 0,583 bis 0,813. Die Übereinstimmung der beiden Rater in allen Subtests war somit gut bis hervorragend.
Schlussfolgerung. Die deutsche Version des RASP (RASP-DT) stellt ein hervorragendes Messinstrument für sensible Defizite nach einem Schlaganfall dar.