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Das Leben leben

Mit Reha zurück zu mehr Lebensqualität

Behandlung von Zwangsstörungen in der Klinik Am Rosenberg

Unter einer Zwangsstörung versteht man ein psychisches Krankheitsbild, bei dem Betroffene bestimmte Gedanken oder Handlungen immer wieder ausführen müssen – obwohl sie genau wissen, dass diese übertrieben oder unbegründet sind. Sie versuchen, sich gegen den inneren Drang zu wehren, können ihm jedoch letztlich nicht standhalten.

Auf dieser Seite

Was Sie erwartet

Unser Behandlungskonzept

Unsere psychosomatische Rehabilitation setzt sich aus einem Basisangebot und einem störungsspezifischen Angebot zusammen. Beide Bereiche werden individuell kombiniert, um die Behandlung optimal an die persönlichen Bedürfnisse anzupassen.

Basistherapie

Wir bieten individuell angepasste Therapieformen, die auf die unterschiedlichen Lebenssituationen unserer Patientinnen und Patienten abgestimmt sind. Dabei legen wir besonderen Wert auf eine ganzheitliche Begleitung, die sowohl psychische als auch soziale Aspekte berücksichtigt.

Psychotherapeutische Einzelbehandlung (Verhaltenstherapie)

Verhaltenstherapeutische Problemlösegruppen

Ergo- und Gestalttherapie

Sport- und Bewegungstherapie

Beratung

Sozialberatung und Maßnahmen zur beruflichen Wiedereingliederung

Entspannungsverfahren

Psychoedukation

Psychoedukation (z. B. Gesundheitsvorträge, Bibliotherapie, Filmangebote)

Psychosomatisch-pflegerische Begleitung

Störungsspezifische Therapie

Erweiterte medizinische Diagnostik

Erweiterte medizinische Diagnostik und fachärztliche Konsile (z. B. in Kooperation mit dem Krankenhaus Maria Hilf in Daun)

Vertiefende psychotherapeutische Verfahren

Vertiefende psychotherapeutische Verfahren (z. B. Expositionstraining, EMDR, Imaginationsübungen)

Indikationsspezifische Gruppenpsychotherapie

Familien- und Partnergespräche

Einzeltherapien

Einzeltherapien in den Bereichen Gestaltung, Bewegung und Sport

Entspannungstraining

Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson

Ernährungsberatung und Lehrküche

Sozialberatung

Maßnahmen zur sozialen und beruflichen Reintegration

Medizinische Versorgung

Einzelpsychotherapie

Gruppentherapie

Musiktherapie

Behandlungsmodule in der Psychosomatik

Ergänzend zu den Basis- und Störungstherapien bieten wir spezielle Behandlungsmodule an. Diese Module vertiefen die Therapie und richten sich an Patientinnen und Patienten mit besonderen Belastungsschwerpunkten:

  • Störungen im beruflichen und sozialen Kontext

    Das Modul „Störungen im beruflichen und sozialen Kontext“ unterstützt Menschen, deren psychische Beschwerden in engem Zusammenhang mit dem Arbeitsleben oder sozialen Konflikten stehen – etwa bei Burnout, Überforderung oder Mobbing.

  • Komorbidität

    Das Modul „Komorbidität“ richtet sich an Patientinnen und Patienten, die zusätzlich zu einer psychosomatischen Erkrankung unter einer Abhängigkeitserkrankung oder einem problematischen Suchtmittelkonsum leiden.

Modul: Störungen im beruflichen und sozialen Kontext

Patientinnen und Patienten mit psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen, die im Zusammenhang mit Belastungen am Arbeitsplatz oder im sozialen Umfeld stehen. Dies betrifft häufig Menschen mit Burnout, beruflicher Überforderung oder wiederkehrenden Konflikten.

Therapieziele

  • Erkennen und Einordnen arbeitsbezogener oder sozialer Belastungen
  • Entwicklung realistischer beruflicher und persönlicher Perspektiven
  • Aufbau von Bewältigungsstrategien und sozialer Kompetenz (z. B. Stress-, Konflikt- und Kommunikationstraining)
  • Erhalt oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit
  • Frühzeitige Einleitung beruflicher Rehabilitationsmaßnahmen
  • Zusammenarbeit mit Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, Leistungsträgern und externen Fachstellen

Therapeutische Inhalte

  • Detaillierte Berufs- und Sozialanamnese
  • Psychologische Diagnostik (z. B. SCL-90-R, AVEM, UFB, BDI)
  • Einzel- und Gruppentherapien zu berufsbezogenen Themen
  • Angehörigengespräche bei Bedarf
  • Ärztliche Diagnostik körperlicher Begleiterkrankungen
  • Beratung und Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit oder Reha-Fachberatungen
  • Sozialmedizinische Begutachtung und Reha-Planung

Modul: Komorbidität

Patientinnen und Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen, die zusätzlich unter einer Abhängigkeitserkrankung oder einem problematischen Suchtmittelkonsum leiden.

Therapieziele

  • Verständnis für die Wechselwirkungen zwischen psychischer Erkrankung und Suchtmittelkonsum
  • Förderung der Motivation zu Abstinenz und Eigenverantwortung
  • Erlernen von Bewältigungsstrategien und Rückfallprävention
  • Planung einer stabilen Nachsorge und weiterführender Unterstützungsangebote

Zwangsgedanken und Zwangshandlungen

Eine Zwangsstörung kann sich in Zwangsgedanken und/oder Zwangshandlungen äußern. Solche Verhaltensweisen oder Gedanken sind in milder Form Teil menschlicher Gewohnheiten. Krankheitswert erlangen sie jedoch dann, wenn sie das Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen, weil sie beispielsweise berufliche, schulische oder soziale Aktivitäten einschränken.

  • Zwangsgedanken

    sind aufdrängende, immer wiederkehrende Gedanken oder Befürchtungen, etwa: „Habe ich den Herd ausgeschaltet?“

  • Zwangshandlungen

    sind ritualisierte Verhaltensweisen, wie das wiederholte Kontrollieren, Händewaschen oder das exakte Ausrichten von Gegenständen.

Innere Anspannung und Kontrollverlust bei Zwangsstörungen

Innere Anspannung und Zwangsrituale

Zwangshandlungen dienen meist dazu, innere Anspannung, Angst, Ekel oder andere belastende Gefühle kurzfristig zu reduzieren. Diese Anspannung entsteht durch die Zwangsgedanken und lässt sich nur vorübergehend durch das Ausführen der Zwangsrituale abbauen. Das führt zu einem Teufelskreis, aus dem die Betroffenen ohne therapeutische Unterstützung kaum entkommen können.

Verlust von Kontrolle und Identität

Viele Patientinnen und Patienten mit einer Zwangsstörung haben das Gefühl, die Kontrolle über ihr Leben verloren zu haben. Sie beschreiben, dass ihnen ihr eigenes Erleben fremd geworden ist, sie ihren Erinnerungen nicht mehr trauen oder sich ihrer eigenen Bedürfnisse und Wünsche nicht mehr sicher sind. Häufig tritt auch ein sogenanntes „Unvollständigkeitsgefühl“ auf – das Empfinden, „nicht ganz da“ oder „abwesend“ zu sein, selbst während der Zwangshandlungen.

Späte Diagnosestellung und Begleiterkrankungen

In vielen Fällen wird eine Zwangsstörung erst dann erkannt, wenn die Symptome das Leben der Betroffenen massiv einschränken und alltägliche Aufgaben kaum mehr zu bewältigen sind.

Oft liegt zu diesem Zeitpunkt bereits ein jahrelanger Leidensweg hinter ihnen. Wiederholte, erfolglose Bewältigungsversuche führen häufig zu einer Chronifizierung und begleitenden depressiven Symptomen.

Auch die Bezugspersonen sind meist stark belastet: Viele entwickeln im Laufe der Zeit eine resignative Haltung, die die Situation zusätzlich erschwert und den Erkrankten weniger korrigierende Erfahrungen ermöglicht.

Ursachen und Folgen von Angstzuständen

Angst ist eine natürliche Schutzreaktion des Körpers. In Stresssituationen versetzt die Ausschüttung von Adrenalin den Organismus in Alarmbereitschaft und bereitet ihn auf Flucht oder Kampf vor. Bei einer Angststörung oder Panikattacke wird diese eigentlich sinnvolle Reaktion jedoch auf harmlose Reize übertragen – es entstehen Angstgefühle ohne reale Bedrohung. Während einer Panikattacke gelingt es Betroffenen oft nicht, die Angst zu kontrollieren; stattdessen vermeiden sie angstauslösende Situationen, was die Symptome langfristig verstärkt und den Handlungsspielraum weiter einschränkt.

Menschen mit einer Angststörung erleben häufig eine deutliche Einschränkung ihrer Lebensqualität – nicht nur durch akute Panikattacken, sondern auch durch den Versuch, Situationen zu vermeiden, die Angst auslösen könnten. Diese Vermeidungsstrategien führen oft zu weiteren emotionalen und sozialen Belastungen, wie etwa:

  • Erwartungsangst – die ständige Sorge vor dem erneuten Auftreten einer Panikattacke
  • Gefühle der Isolation und Einengung, die bis hin zu depressiven Verstimmungen reichen könnenVerlust des Selbstvertrauens durch die dauerhafte Angst vor Kontrollverlust
  • Abhängigkeit von anderen Menschen, Medikamenten oder bestimmten Hilfsmitteln als vermeintlicher Schutz
  • Rückzug und Vermeidung ungewohnter Aktivitäten, was zu einer Einengung des Lebensraums führt
  • Beeinträchtigung sozialer Beziehungen – sowohl im familiären und partnerschaftlichen Umfeld als auch im Berufsleben

Wer Sie behandelt

Unser erfahrenes Team begleitet Sie während Ihrer gesamten Rehabilitation

Das interdisziplinäre Behandlungsteam besteht aus Ärztinnen und Ärzten, Psychologinnen und Psychologen, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Ergo-, Sport- und Physiotherapeutinnen und -therapeuten sowie Pflegefachkräften. Alle Berufsgruppen arbeiten eng zusammen, um eine umfassende bio-psycho-soziale Behandlung zu gewährleisten.

Dr. med. Michael Rolffs

Berufstitel: Ärztlicher Direktor und Chefarzt

Qualifikationen:

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Suchtmedizinische Grundversorgung & Verkehrsmedizin

Kontakt

MEDIAN Rehazentrum Daun – Am Rosenberg – Persönlich betreut. Kompetent behandelt. Verlässlich für Sie da.