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In der neurologischen Fachabteilung der MEDIAN Klinik Berlin-Kladow stehen wir mit hoher Expertise, Kompetenz und Erfahrung für die Betreuung und Behandlung von Patienten mit neurologischen Erkrankungen und Folgen eines neurologischen Akutvorfalls zur Verfügung. Sie finden uns im Süden des Berliner Bezirks Spandau.
Was wir behandeln
Was Sie erwartet
Das Ziel der neurologischen Rehabilitation in unserer Klinik in Kladow ist die Wiedererlangung einer größtmöglichen Alltagskompetenz unserer Patienten. Dazu wird im interdisziplinären Team ein individueller Behandlungsplan für jeden Patienten festgelegt, der während der Rehabilitationszeit immer wieder angepasst wird. Zu den therapeutischen Angeboten unserer neurologischen Klinik gehören Krankengymnastik, Ergotherapie, Logopädie, Neuropsychologie, physikalische Therapie, sozialdienstliche Beratung in enger Abstimmung mit dem ärztlichen und pflegerischen Team.
Das Laufband-Training ist sowohl bei halbseitig gelähmten Schlaganfall-Patienten erfolgreich als auch bei Trägern von Hüftendoprothesen, die das operierte Bein noch nicht voll belasten dürfen. Der Patient steht in einem Fallschirmgurt hängend auf dem Laufband. Durch die Befestigung an einem Flaschenzug kann das Körpergewicht partiell entlastet werden. Jeweils zunächst zwei Therapeuten helfen, das betroffene Bein zu setzen und das Gangmuster zu korrigieren. Endoprothesenträger profitieren bei diesem Verfahren vor allem von der Möglichkeit der kontrollierten Gewichtsentlastung. Der elektromechanische Gangtrainer ist eine Weiterentwicklung dieses Prinzips: Der Patient steht auf zwei Fußplatten, deren Bewegung die Stand- und Schwungbeinphase des Gehens simuliert. Ein Motor unterstützt den Patienten gemäß seiner Mithilfe und zusätzlich werden die für das Gehen wesentlichen Körperschwerpunktbewegungen zyklusphasengerecht gesteuert. So kann im Rahmen der neurologischen Reha in unserer Klinik in Berlin-Kladow ein »normales« Schrittmuster eingeübt werden.
Die MEDIAN Klinik Berlin-Kladow verfügt innerhalb der Neuropsychologischen Abteilung traditionell über Behandlungskompetenzen auf dem Gebiet der zerebralen Sehstörungen (Gesichtsfeldstörungen, krankheitsbedingte Einschränkungen der visuellen Exploration sowie assoziierte Störungen, vor allem eine eingeschränkte Lesefähigkeit). Eine Erweiterung des Angebots speziell zur Behandlung von Doppelbildern und des Verschwommensehens wurde durch einen Optometristen geschaffen. In einer ausführlichen optometrischen Untersuchung in unserer neurologischen Klinik in Berlin werden die Sehschärfe und die Zusammenarbeit der Augen ermittelt. Anhand der Untersuchungsergebnisse wird zusammen mit dem Patienten ein individuelles Therapiekonzept erarbeitet. Die Therapie sollte dem Patienten dabei bestmögliches Sehen im Alltag bieten.
Prismenfolien können als erste provisorische Hilfe bei Abweichungen der Sehachsen dienen. Sie ermöglichen das Einfachsehen in der Hauptblickrichtung, regen die Fusion an und stabilisieren diese. Sollte bei ausgeprägten Doppelbildern zu Beginn keine Prismenkorrektur erfolgen können, ist eine vorübergehende gezielte Abdeckung eines Auges (Okklusion) das zweitbeste Mittel der Wahl. Neben Augenklappen können dezente halbtransparente Folien auf der Brille des Patienten oder einer Planglasbrille angebracht werden und als Okklusion dienen. Des Weiteren können spezielle Augenbewegungsübungen die Fusionsleistung unterstützen und die Rückbildung der Sehstörung fördern.
Auf einem Tisch wird im rechten Winkel ein Spiegel angebracht. Wenn der Patient von rechts in den Spiegel schaut, sieht er dort das Spiegelbild seines gesunden rechten Armes, als wäre es der betroffene, durch den Schlaganfall gelähmte linke Arm. So erhält er das Gefühl, sein kranker Arm bewege sich. Das beeinflusst seine Beweglichkeit, da bei der Beobachtung von Bewegungen ähnliche neuronale Netze im Gehirn aktiviert werden wie bei der der Bewegung selbst.
Störungen der Sprache, Aussprache, der Stimmgebung, der Atmung und des Schluckaktes erfordern ein sensibles, hochspezialisiertes therapeutisches Training. Darauf sind wir in der Neurologie in Berlin-Spandau vorbereitet. Das Therapeutenteam verfügt über das erforderliche Spezialwissen, einen großen Erfahrungsschatz und eine moderne medizintechnische Ausstattung, z. B. für die Schluckdiagnostik: im Rahmen der ärztlich durchgeführten fiberendoskopischen Schluckdiagnostik können das Schlucken beurteilt und Therapieempfehlungen abgeleitet werden.
Bei Parkinson-Betroffenen sind häufig das Ausmaß von Bewegungen (Amplitude) sowie auch die Sprechlautstärke und Artikulation eingeschränkt. Hierauf zielt das LSVT-BIG-Konzept, mit dem durch Physiotherapeuten Bewegungseinschränkungen gezielt therapiert werden können. Dabei verfolgen wir in unserer Rehaklinik für Neurologie das Ziel, den Patienten den Alltag langfristig zu erleichtern.
Schlaganfall, Hirnverletzungen oder Entzündungen führen oft zu neurologischen Defiziten wie Gedächtnisschwäche, Konzentrationseinbußen oder Verhaltensauffälligkeiten. Für Patienten mit solchen Beeinträchtigungen bietet unsere Abteilung für Neurologie hervorragende Bedingungen, um sowohl einzeln als auch in der Gruppe Hirnleistung, Kommunikationsfähigkeit und Sozialverhalten zu trainieren.
Eine häufige Folge des Schlaganfalls ist die Hemiparese, eine halbseitige Lähmung. In der MEDIAN Klinik Berlin-Kladow werden insbesondere bei starker Spastik gute Erfolge mit der sonographisch gesteuerten Injektion von Botulinum-Toxin-A erzielt. Butolinum-Toxin schwächt die für die spastische Fehlstellung verantwortlichen Muskeln. Das Toxin bleibt lokal gebunden und ist dadurch praktisch nebenwirkungsfrei.
Im Rahmen der Rehabilitationsphase B während der neurologischen Reha können wir auch Patienten mit Trachealkanülen betreuen. Mit dem Ziel einer Entwöhnung von diesem künstlichen Luftröhrenzugang haben wir ein spezialisiertes Behandlungsteam aus der Logopädie, der Pflege und dem ärztlichen Bereich etabliert.
Aus zahlreichen internationalen Publikationen ist der ausgesprochen positive Effekt der sogenannten „Intensive Language-Action Therapy“ bekannt. Hierbei können Patienten mit Sprach- und Sprechstörungen ihre Sprachproduktion verbessern. Mit Hilfe einer Art Kartenspiel in einer Kleingruppe werden alltagsnahe sprachliche Äußerungen gebahnt und die Kommunikation mit anderen Menschen verbessert.
Am Anfang jeder Rehabilitation steht eine gründliche ärztliche Untersuchung mit Anamnese, Befunderhebung und Sichtung vorhandener Vorbefunde. Ergänzend nutzen wir funktions- und bewegungsbezogene Tests, um Einschränkungen, Belastbarkeit und Fortschritte während der Reha beurteilen zu können. So schaffen wir die Grundlage für einen individuellen, zielgerichteten Therapieplan.
Frühreha Phase B
Montag bis Freitag
06:30 bis 21:00 Uhr
Wochenende und an Feiertagen
09:30 bis 17:30 Uhr
MEDIAN Klinik Berlin-Kladow
Kladower Damm 223
14089 Berlin-Kladow