Das Leben leben
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Ein Leistungsangebot der Eingliederungshilfe nach SGB IX, §113. Die besondere Wohnform beinhaltet ein individuelles Assistenzangebot für insgesamt 29 Leistungsberechtigte, die aufgrund ihrer langjährigen polytoxikomanen Suchterkrankung oder Doppeldiagnose erhebliche
Beeinträchtigungen in verschiedenen Lebensbereichen erfahren haben und vorübergehend oder dauerhaft nicht in der Lage sind, in einer eigenen Wohnung selbstständig zu leben.
Die Assistenzleistungen werden innerhalb eines suchtmittelfreien Raums erbracht, in dem die Leistungsberechtigten Sicherheit, stabilisierende Strukturen, Orientierung und individuell abgestimmte Assistenzangebote vorfinden. Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und eine herzliche Atmosphäre, die Geborgenheit, Akzeptanz und Wertschätzung vermittelt, stellen die inhaltliche Grundlage aller Assistenzangebote der besonderen Wohnform dar und schaffen den Rahmen für einen Neuanfang.
Die Behandlungsdauer ist nicht begrenzt, sondern abhängig von den individuellen Gegebenheiten und der Entwicklung des Klienten.
Die Zielgruppe des Therapiezentrums sind chronifizierte drogen- und politoxikoman abhängige Frauen und Männer, die aufgrund bestehender erheblicher Teilhabeeinschränkungen nicht mehr im persönlichen Wohnraum selbstständig leben können, und spezifische qualifizierte Assistenzangebote zur Sicherung des drogenfreien Lebensstils benötigen.
Unser Therapiezentrum verfügt als eines der wenigen in NRW über eine Anerkennung nach §35 BtMG. Bereits aus der Haftanstalt können sich Interessenten bei uns schriftlich bewerben.
Zudem halten wir in Kooperation mit den Fachärzten des Alexianer Krankenhaus Krefeld ein spezialisiertes Angebot der täglichen Substitutionsbehandlung vor. Die Fachärzte stehen Montag bis Samstag zur Verfügung. Eine Praxis zur Substitutionsbehandlung befindet sich in den Räumlichkeiten des Therapiezentrums.
Unsere Aufnahmekriterien sind:
Vor der Aufnahme steht ein erstes Informationsgespräch. Es geht um ein gegenseitiges Kennenlernen, um für beide Seiten entscheiden zu können, ob das Therapiezentrum Haus Willich ein bedarfsgerechtes Leistungsangebot für den Betroffenen vorhält, und der ausreichende Wunsch hinsichtlich eines drogenungebundenen Lebens vorhanden ist.
Zu Beginn der Therapie steht das Aufnahmegespräch mit den Bezugsbetreuern sowie den Fachkräften der anderen Fachbereiche, wie Alltagsbetreuern, medizinischen Fachkräften, an.
Die Eingewöhnung in die neue Umgebung, das Kennenlernen von Hausregeln, der Tagesstruktur und der Kontaktaufbau zu Mitarbeitern und Bewohnern kennzeichnen die Anfangsphase. Ergänzend dazu stellen Einzelgespräche zur Eruierung von Ressourcen und Lernfeldern, sowie zur medizinischen/ psychiatrischen Anamnese, Diagnostik Betreuungsinhalte dar.
Basierend darauf wird innerhalb der ersten 4 Wochen gemeinsam mit dem Leistungsberechtigten ein individueller Ziel- und Maßnahmenplan im Rahmen des Bedarfsermittlungsinstrumentes, der dann auch den Wochenplan des Klienten bestimmt, erarbeitet.
Die Klientinnen und Klienten werden angeleitet, aktiv zu werden und die vorhandenen Möglichkeiten und Assistenzangebote aktiv zu nutzen. Die Motivation wird geklärt und verstärkt, die psychische und physische Stabilität sowie Abstinenz gestützt und zunehmend gefestigt.
Es erfolgt eine Aufarbeitung der Suchtgeschichte, gleichzeitig wird auch ein tragfähiges Identitäts- und Lebenskonzept angestrebt.
Im Rahmen der täglichen bedarfsgerechten Assistenzleistungen soll der Klient zunehmend in seiner Selbstständigkeit hinsichtlich der Alltagsbewältigung befähigt werden; eine Ressourcenorientierung und Personenzentrierung stehen dabei stets im Fokus.
Wir bieten unseren Klienten ein breites Spektrum an personenzentrierten Leistungsangeboten zur Abstinenzsicherung, psychischen Stabilisierung, Tagesstruktur mit ganzheitlicher qualifizierter Begleitung in allen Lebensbereichen.
durchgehend
MEDIAN Therapiezentrum Haus Willich
Wilhelm-Hörmes-Straße 52
47877 Willich