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Zwei Personen liegen auf der Liege und lesen Zeitung

Das Leben leben

Wenn Medien zur Belastung werden: Wir helfen weiter

Rehabilitation bei Mediensucht

Die negativen Auswirkungen der sogenannten Computersucht oder Internetsucht reichen zum Teil so weit, dass Familie, Partner, Freunde, der Beruf und die Gesundheit des Betroffenen durch die exzessive Nutzung von Computer oder Smartphone stark in Mitleidenschaft gezogen werden können. Dies beinhaltet neben der exzessiven Nutzung des Internets auch Spielsucht am Computer in Form von Videospielen. Die Internetsucht ist als eine eigenständige Erkrankung  anerkannt, weswegen die Kosten für Therapiemaßnahmen auf Antrag von den Rentenversicherungsträgern oder Krankenkassen übernommen werden.

Auf dieser Seite 

Was Sie in der Reha erwartet

Unser Behandlungsansatz in der Reha bei Mediensucht

Die Therapie einer Mediensucht, etwa bei Computer-, Internet- oder Computerspielsucht, erfolgt in der Regel mithilfe verhaltenstherapeutischer Ansätze. Ziel ist es, einen gesunden und kontrollierten Umgang mit digitalen Medien zu erlernen. Dazu gehört unter anderem, die Nutzungszeiten zu reduzieren und Inhalte mit hohem Suchtpotenzial bewusst zu meiden.

Im Gegensatz zu vielen anderen Abhängigkeitserkrankungen ist bei einer Computer- oder Internetsucht eine vollständige Abstinenz kaum realistisch, da Internet, Computer und Smartphone fest in den privaten und beruflichen Alltag integriert sind. Umso wichtiger ist es, einen bewussten und ausgewogenen Umgang mit digitalen Medien zu entwickeln.

Ein zentraler Bestandteil der Therapie ist die Förderung alternativer Aktivitäten und sozialer Kontakte. Das Wiederentdecken von Hobbys, persönliche Begegnungen sowie regelmäßige Bewegung und Aufenthalte an der frischen Luft unterstützen eine nachhaltige Veränderung des Medienkonsums. Gleichzeitig werden die individuellen Ursachen der Abhängigkeit aufgearbeitet. Wenn Betroffene verstehen, welche persönlichen Belastungen oder Bedürfnisse hinter der exzessiven Nutzung stehen, können neue Bewältigungsstrategien leichter erlernt und langfristig in den Alltag integriert werden.

Unsere Rehabilitationskonzepte

Unsere spezialisierten Rehabilitationskonzepte bieten Ihnen einen ganzheitlichen und individuellen Ansatz zur Bewältigung von Suchterkrankungen. Dabei berücksichtigen wir die vielfältigen Herausforderungen und psychischen sowie körperlichen Begleiterkrankungen, die mit Abhängigkeitserkrankungen einhergehen, und passen unsere Programme gezielt an unterschiedliche Lebenssituationen und Begleiterkrankungen an. Zu unseren Schwerpunkten zählen:

Personen die sich zu Sucht und Trauma was anhören und sitzen

Therapiekonzept

Sucht und Trauma

Viele Betroffene von Abhängigkeitserkrankungen haben traumatische Erfahrungen gemacht, die ihre Genesung beeinflussen. Unser spezialisiertes Programm integriert moderne Traumatherapie-Ansätze, um Sie bei der Verarbeitung dieser Erfahrungen zu unterstützen und neue Wege in ein suchtfreies Leben zu eröffnen.

Mann sitzt nachdenklich am Fenster

Therapiekonzept

Sucht und Depression

Abhängigkeitserkrankungen und Depressionen treten häufig gemeinsam auf und verstärken sich gegenseitig. Unser Konzept verbindet suchttherapeutische Ansätze mit bewährten Methoden der Depressionsbehandlung, um beiden Herausforderungen wirksam zu begegnen.

Zwei Frauen während einer Vertrauensübung.

Therapiekonzept

Sucht und ADHS

Bei Menschen mit ADHS erfordert die Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen ein tiefes Verständnis für die zugrunde liegende Störung. Unser spezialisiertes Konzept berücksichtigt die besonderen Bedürfnisse von ADHS-Betroffenen und bietet strukturierte Programme, die sowohl die Suchterkrankung als auch die ADHS-Problematik angehen.

Eine Frau mit rotem Pullover nimmt am Therapieprogramm Sucht im Alter teil

Therapiekonzept

Sucht im Alter

Abhängigkeitserkrankungen im Alter erfordern eine besondere Herangehensweise. Wir bieten individuelle Programme, die speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt sind mit einem Fokus auf körperliches Wohlbefinden, soziale Integration und Lebensqualität.

Personen die gemeinsam Entspannungstraining betreiben im Rahmen Sucht und Psychose

Therapiekonzept

Sucht und Psychose

Häufig sind Psychosen Begleiterkrankungen der Abhängigkeitserkrankungen oder bedingen einander. Diese Menschen benötigen besondere auf sie abgestimmte Konzepte. Wir berücksichtigen bei der Behandlung einerseits gegebenenfalls noch vorhandene Restsymptome der Psychose und widmen uns neben der eingehenden Therapie auch einer allenfalls notwendigen medikamentösen Unterstützung.

Ein Mann und eine Frau unterhalten sich im Rahmen der Sucht und Persönlichkeitsstörungen

Therapiekonzept

Sucht und Persönlichkeitsstörungen

Persönlichkeitsstörungen sind komplexe Erkrankungen, die zu einem hohen Anteil mit Suchterkrankungen einhergehen. Unsere modernen Konzepte verbinden Therapieansätze zur Behandlung von Persönlichkeitsstörungen und Suchttherapie und optimieren damit den Weg zu Ihrer Genesung.

Psychotherapeutische Behandlung bei Abhängigkeitserkrankungen

In Einzel- und Gruppensitzungen setzen wir unter anderem auf bewährte tiefenpsychologische, verhaltenstherapeutische und systemische Methoden, um individuelle Hintergründe der Abhängigkeitserkrankung zu verstehen und neue Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Dabei wird auch das soziale Umfeld berücksichtigt, das für die langfristige Stabilität eine wichtige Rolle spielen kann.

  • Verhaltenstherapie

    Mit verhaltenstherapeutischen Methoden erarbeiten Sie alternative Bewältigungsstrategien und trainieren neue Verhaltensweisen, um langfristig ein suchtmittelfreies Leben zu führen.

  • Tiefenpsychologie

    Durch die Reflexion Ihrer Lebensgeschichte lernen Sie, prägende Erlebnisse neu zu bewerten und deren Einfluss auf die Entwicklung der Abhängigkeit zu verstehen.

  • Systemische Therapie

    Die Systemische Therapie betrachtet die erkrankte Person als Teil eines sozialen Systems, das zur Entstehung und Aufrechterhaltung einer Erkrankung beitragen kann. Durch den Einbezug des sozialen Umfelds, beispielsweise über Angehörigenarbeit oder Gespräche mit Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, kann die Rückkehr in ein abstinentes Leben unterstützt werden.

  • Angehörigenorientierte Interventionen

    Wichtige Bezugspersonen können in die Rehabilitation einbezogen werden. Angehörigengespräche sowie Paar- und Familientherapie unterstützen dabei, Belastungen gemeinsam zu bearbeiten, die Kommunikation zu verbessern und Strategien für ein suchtmittelfreies Leben im Alltag zu entwickeln. Psychotherapeutisch begleitete Angehörigenseminare können zusätzlich das Verständnis für die Abhängigkeitserkrankung fördern und den Rückhalt im sozialen Umfeld stärken.

Therapiebausteine bei Suchterkrankungen

Unsere vielfältigen ergänzenden therapeutischen Maßnahmen helfen Ihnen, körperlich, geistig und sozial wieder Fuß zu fassen. Dabei setzen wir unter anderem auf diese gezielten Therapieansätze:

Personen die malen und basteln im Rahmen von der Ergotherapie

Ergotherapie

Durch alltagsorientiertes Training fördern wir Selbstständigkeit und motorische Fähigkeiten. Wahrnehmungs-, Hirnleistungs- und Arbeitsplatztraining unterstützen die Rückkehr in den Alltag.

Die Frau arbeitet mit einem Computer aufgrund von der Berufsorientierten Rehabilitation

Berufsorientierte Rehabilitation (BORA)

Strukturierte Tätigkeiten wie handwerkliche Arbeiten oder Büroaufgaben helfen, Durchhalte­vermögen, Belastbarkeit und soziale Kompetenzen zu stärken. Die Arbeitstherapie bereitet auf den Wiedereinstieg ins Berufsleben vor, während Bewerbungstrainings bei der Arbeitsplatzsuche unterstützen.

Drei Personen sind draußen und hören jemandem zu

Freizeittraining & Beschäftigungstherapie

Freizeitaktivitäten wie Sport, kreative Angebote oder Ausflüge helfen, neue Interessen zu entdecken. Für ältere Menschen liegt der Fokus auf sinnvoller Tagesstrukturierung und ehrenamtlicher Tätigkeit.

Eine Frau macht eine Gestaltungstherapie und töpfert

Gestaltungstherapie

Durch Malerei, Tonarbeiten oder andere kreative Techniken werden schöpferische Fähigkeiten wiederentdeckt und das Selbstvertrauen gestärkt. Gemeinsame Projekte fördern den Gruppenzusammenhalt.

Drei Personen spielen draußen zusammen Basketball

Sport- und Bewegungstherapie

Individuell abgestimmte Sportangebote stärken körperliche Fitness und Koordination. Gemeinsame Spiele können soziale Kompetenzen fördern, während gezieltes Training helfen kann, Spannungen abzubauen und das seelische Wohlbefinden zu unterstützen.

Eine Gruppe sitzt im Stuhlkreis im Rahmen einer Indikationsgruppe.

Indikationsgruppen

Individuelle Therapieeinheiten ergänzen das Behandlungskonzept. Dazu können beispielsweise Angebote zum Umgang mit Depressionen, Gruppen zur Angstbewältigung oder Psychoeduktion bei Psychosen gehören.

Zwei Frauen führen im Rahmen eines Sozialkompetenztrainings ein simuliertes konfliktorientiertes Gespräch.

Soziales Kompetenztraining

Das Training unterstützt dabei, Schwierigkeiten beispielsweise in der Konfliktbewältigung oder im Umgang mit anderen Menschen zu bearbeiten. In Gruppensitzungen erhalten Rehabilitandinnen und Rehabilitanden konstruktives Feedback und entwickeln neue Verhaltensstrategien.

Zwei Frauen haben eine Therapiesitzung und sprechen über eine Rückfallprävention

Rückfallprävention

Rehabilitanden, die bereits Rückfälle erlebt haben, lernen in dieser Gruppe, das Rückfallgeschehen besser zu verstehen und realistische Strategien zur Vermeidung zu entwickeln. Dabei wird der Austausch mit anderen Betroffenen gefördert, um die Abstinenz zu stabilisieren.

Innovative Therapiekonzepte

Ein Mann trägt eine VR Brille und nimmt an einer therapeutischen Simulation teil.

VR-Therapie

In unserer VR-Therapie erleben Patientinnen und Patienten in virtuellen Szenarien typische Auslöser ihrer Abhängigkeits­erkrankung (z. B. Bars oder Partys) und lernen, mit dem Drang zum Suchtmittelgebrauch besser umzugehen. Diese innovative Methode hilft, neue Verhaltensweisen in einer sicheren Umgebung zu erproben.

Personen die ein Tier streicheln

Tiergestützte Therapie

Durch die Interaktion mit Tieren werden angst- schmerz- und depressionsreduzierende Substanzen im Gehirn freigesetzt und fördern. Die Anwesenheit von Tieren fördert die Konzentration und das Stresslevel sinkt und damit auch einer der Auslöser für Rückfälle. Tiere wirken als sozialer Katalysator, fördern Bewegung und die Tagesstruktur und unterstützen damit den Genesungsprozess.

Ihre individuellen Reha-Möglichkeiten

Ihre Reha bei MEDIAN

Rehabilitationsformen bei Abhängigkeitserkrankungen

Welche Form der Rehabilitation geeignet ist, hängt von Ihrer persönlichen Situation, der Art und Schwere der Abhängigkeitserkrankung sowie Ihrem Unterstützungsbedarf ab. Je nach Angebot der jeweiligen Einrichtung kann die Rehabilitation stationär, ganztägig ambulant oder ambulant erfolgen.

Stationäre Reha

Bei einer stationären Rehabilitation leben Sie für die Dauer der Behandlung in der Rehaklinik. Sie erhalten eine intensive medizinische, psychotherapeutische und therapeutische Betreuung und können sich in einem geschützten und strukturierten Umfeld vollständig auf Ihre Rehabilitation konzentrieren.

 

Je nach persönlichem Behandlungsbedarf kommen unterschiedliche Behandlungsformen infrage, beispielsweise Kurzzeit- oder Langzeitbehandlungen sowie Kombinationsbehandlungen mit stationären und ambulanten Phasen.

  • Stationäre Reha

    Bei einer stationären Rehabilitation leben Sie für die Dauer der Behandlung in der Rehaklinik. Sie erhalten eine intensive medizinische, psychotherapeutische und therapeutische Betreuung und können sich in einem geschützten und strukturierten Umfeld vollständig auf Ihre Rehabilitation konzentrieren.

     

    Je nach persönlichem Behandlungsbedarf kommen unterschiedliche Behandlungsformen infrage, beispielsweise Kurzzeit- oder Langzeitbehandlungen sowie Kombinationsbehandlungen mit stationären und ambulanten Phasen.

Gut zu wissen: Informationen zu Reha-Anspruch, Kosten und Kostenträgern sowie Ihrem Wunsch- und Wahlrecht finden Sie hier auf einen Blick.

Ablauf der Rehabilitation bei MEDIAN

Der genaue Ablauf richtet sich nach Ihrer persönlichen Situation, der Suchterkrankung und der gewählten Rehabilitationsform. Zu Beginn werden die individuellen Voraussetzungen und Ziele geklärt. Darauf aufbauend wird die Behandlung geplant und im Verlauf regelmäßig überprüft.

Zwei Frauen unterhalten sich über eine ärztliche und psychotherapeutische Aufnahme

Ärztliche und psychotherapeutische Aufnahme

Zu Beginn erfolgen eine ärztliche Untersuchung und eine psychotherapeutische beziehungsweise psychologische Diagnostik. Dabei werden unter anderem Ihre gesundheitliche Situation, die Abhängigkeitserkrankung, mögliche Begleiterkrankungen und Ihre persönliche Lebenssituation berücksichtigt. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für Ihren individuellen Therapieplan.

Zwei Männer sitzen an einem Tisch und unterhalten sich über eine individuelle Zielsetzung.

Individuelle Zielsetzung

Gemeinsam mit Ihnen werden konkrete Ziele für die Rehabilitation vereinbart. Dazu können beispielsweise eine stabile Abstinenz, der Umgang mit Rückfallrisiken, die Verbesserung der körperlichen und psychischen Gesundheit sowie die soziale und berufliche Teilhabe gehören.

 

Personen machen Übungen auf einer Yogamatte im Rahmen einer Therapiephase

Therapiephase

Während der Rehabilitation greifen medizinische Betreuung, Psychotherapie und weitere therapeutische sowie soziale Unterstützungsangebote ineinander. Sie setzen sich mit Ihrer Abhängigkeitserkrankung auseinander, entwickeln neue Bewältigungsstrategien und bereiten sich darauf vor, diese im Alltag anzuwenden. Welche Therapieangebote Bestandteil Ihrer Rehabilitation sind, richtet sich nach Ihrem individuellen Bedarf und dem Behandlungskonzept der jeweiligen Einrichtung.

Menschen ziehen im Rahmen der Rückfallprävention an einem Seil.

Rückfallprävention

Ein wichtiger Bestandteil der Rehabilitation ist die Vorbereitung auf mögliche Risikosituationen nach der Behandlung. Gemeinsam werden persönliche Auslöser und Rückfallrisiken betrachtet und Strategien entwickelt, mit denen Sie schwierige Situationen frühzeitig erkennen und bewältigen können.

Ärztin berät ihre Patientin

Abschlussbefundung und weitere Planung

Zum Ende der Rehabilitation werden der Behandlungsverlauf und die erreichten Ziele gemeinsam ausgewertet. Außerdem wird besprochen, welche weiteren Schritte für Ihre gesundheitliche, soziale und berufliche Stabilisierung sinnvoll sind.

Wie geht es nach der Reha weiter?

Eine Person schaut sich auf dem Handy die Nachsorge App an, diese nachhaltige Unterstützung beinhaltet

Nachsorge und nachhaltige Unterstützung

Die Rückkehr in den Alltag wird bereits während der Rehabilitation vorbereitet. Je nach persönlichem Bedarf können ambulante Nachsorge, Beratungsangebote, Selbsthilfegruppen oder weitere Unterstützungsangebote anschließen. Ziel ist es, die in der Rehabilitation erreichten Veränderungen langfristig zu stabilisieren.

Die Frau sitzt im Beet und macht Gartenarbeit

Berufliche Wiedereingliederung

Auch die berufliche Perspektive kann Teil der Rehabilitation sein. Gemeinsam wird geprüft, welche Unterstützung für die Rückkehr in das Arbeitsleben sinnvoll ist. Je nach persönlicher Situation kann beispielsweise eine stufenweise Wiedereingliederung vorbereitet werden.

Eine Frau die den beiden Männer etwas zeigt

Adaption

Je nach Behandlungsbedarf kann sich an die Entwöhnungsbehandlung eine Adaption anschließen. Sie unterstützt dabei, die erreichte Stabilität unter alltagsnahen Bedingungen weiter auszubauen und den Übergang in ein selbstständiges Leben vorzubereiten. Auch Leistungen der Eingliederungshilfe können je nach persönlicher Situation infrage kommen.

Medienabhängigkeit verstehen, erkennen, behandeln

Ursachen, Symptome und Folgen von Medienabhängigkeit

Der pathologische PC-/Internetgebrauch (Computersucht oder Internetsucht) ist in Deutschland mittlerweile als ein eigenständigesKrankheitsbild anerkannt worden. Deswegen können die Kosten für eine stationäre Behandlung/Rehabilitation für die Dauer von circa zehn Wochen sowie die anschließende Nachsorge in einer Suchtberatungsstelle von den Rentenversicherungsträgern und Krankenkassen übernommen werden. Voraussetzung für eine Reha ist eine ärztliche Diagnose für pathologischen PC-/Internetgebrauch.

Wie entsteht Computersucht bzw. Internetabhängigkeit?

Alle Formen der oft als Computer- oder Internetsucht bezeichneten Störung erfüllen die Merkmale des kindlichen Spielens: Wie hier geht es auch beim Gamen, Chatten oder Surfen darum, real nicht erfüllbare Wünsche in einer Fantasiewelt bzw. virtuellen Welt scheinbar zu verwirklichen. Leidet der Betroffene unter einem Gefühl von Unterlegenheit oder Minderwertigkeit, ist das Risiko für eine pathologische Flucht in die virtuelle Welt erhöht.

  • Alle Formen der oft als Computer- oder Internetsucht bezeichneten Störung erfüllen die Merkmale des kindlichen Spielens: Wie hier geht es auch beim Gamen, Chatten oder Surfen darum, real nicht erfüllbare Wünsche in einer Fantasiewelt bzw. virtuellen Welt scheinbar zu verwirklichen. Leidet der Betroffene unter einem Gefühl von Unterlegenheit oder Minderwertigkeit, ist das Risiko für eine pathologische Flucht in die virtuelle Welt erhöht.

Symptome einer Computer- und Internetsucht

Expertinnen und Experten erkennen eine Computer- oder Internetsucht unter anderem daran, wie häufig und intensiv sich Betroffene mit digitalen Medien beschäftigen, wie sich ihr Erleben dadurch verändert und welche negativen Auswirkungen dies auf Alltag, Beziehungen und Lebensqualität hat. Als krankhaft gilt der Medienkonsum insbesondere dann, wenn mehrere der folgenden Anzeichen über längere Zeit deutlich ausgeprägt sind:

  • Exzessiver Medienkonsum

    Wenn der Alltag fast vollständig durch Gaming, Chatten, Streaming oder Surfen bestimmt wird und andere angenehme Aktivitäten, soziale Kontakte sowie berufliche oder schulische Verpflichtungen zunehmend in den Hintergrund treten.

  • Versunkenheit in die virtuelle Welt

    Ein typisches Merkmal der Computer- oder Internetsucht ist die starke gedankliche und emotionale Fokussierung auf virtuelle Inhalte. Die Wahrnehmung der realen Umgebung tritt dabei immer weiter zurück. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von einem sogenannten „Immersionserleben“ oder einer „Versunkenheit“ in die digitale Welt.

  • Vernachlässigung des Alltags

    Die intensive Beschäftigung mit Computer, Smartphone oder Internet kann dazu führen, dass Beziehungen, Haushalt, körperliche Bedürfnisse sowie schulische oder berufliche Anforderungen vernachlässigt werden. Betroffene ziehen sich zunehmend aus dem realen Leben zurück und sind für ihr Umfeld oft nur noch eingeschränkt erreichbar.

  • Eingeschränkte Selbstkontrolle

    Bei einer Computer- oder Internetsucht fällt es Betroffenen zunehmend schwer, ihr Verhalten bewusst zu steuern. Die Nutzung digitaler Medien erfolgt oft impulsiv und wird stark durch äußere Reize ausgelöst. Dadurch entsteht ein Teufelskreis: Reale Aktivitäten wie Sport, Unternehmungen oder Treffen mit Freunden verlieren an Bedeutung, während Computer und Internet als einzige attraktive Beschäftigung wahrgenommen werden.

Folgen von Mediensucht

Der exzessive PC-/Internetgebrauch kann die Verfassung eines Menschen und seines Umfeldes stark beeinträchtigen. Dabei können sowohl physische als auch psychische Beschwerden auftreten. Aufgrund des hohen Zeitaufwandes und sozialen Rückzuges, um dem starken Verlangen nach Tätigkeiten am Computer oder im Internet nachzukommen, können auch soziale Vereinsamung und der Verlust des Ausbildungs- oder Arbeitsplatzes Folgen des hohen Medienkonsums sein. Durch die Flucht in die digitale Welt können zudem Schwierigkeiten auftreten, das reale Leben zu meistern, indem eine Entfremdung von der Wirklichkeit erfolgt. Betroffene müssen in diesem Falle behutsam zurück in die Realität geholt werden, um sich wieder eigenständig in dieser zurecht zu finden.

Ein Mann unterhält sich mit einer Frau

Mögliche körperliche Folgen

  • Rückenbeschwerden
  • Sehstörungen
  • Störungen des Schlaf-wach-Rhythmus
  • Essstörungen mit Übergewicht
  • Begleitender Tabak-, Alkohol- und Cannabismissbrauch
Eine Frau macht ihre Hände vor ihr Gesicht und die anderen Personen flüstern

Soziale, berufliche und psychische Folgen

  • Depressive Verstimmungen und soziale Ängstlichkeit
  • Sozialer Rückzug bis hin zur Vereinsamung
  • Konflikte in der Familie
  • Vernachlässigung oder Abbruch von Schule und Ausbildung
  • Verlust des Arbeitsplatzes

Qualität in der Sucht-Reha bei MEDIAN

Im Jahr 2024 wurden bei MEDIAN knapp 7.500 Menschen in der Rehabilitation bei Abhängigkeitserkrankungen behandelt. Qualitätsmessungen und Befragungen geben zusätzliche Hinweise auf die Versorgung aus Sicht der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden.

98 von 100 Qualitätspunkten

MEDIAN erreicht bei der Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen 98 von 100 Qualitätspunkten.

Quelle

85 % Zufriedenheit

85 % der Befragten sind mit der Rehabilitation bei MEDIAN zufrieden.

Quelle

85% Weiterempfehlung

85% der Befragten würden die Rehabilitation bei MEDIAN weiterempfehlen.

Quelle

Unsere Kliniken bei Abhängigkeitserkrankungen