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Orthopädie und Neurologie unter einem Dach

Die MEDIAN Klinik Wilhelmshaven ist eine Postakut- und Rehabilitationsklinik für die stationäre Behandlung von orthopädischen und neurologischen Erkrankungen. Die Kombination dieser Indikationsschwerpunkte bietet einen Vorteil bei der Behandlung vieler orthopädischer oder neurologischer Erkrankungen.

Als Beispiel seien hier nur Bandscheibenerkrankungen genannt, die zu den orthopädischen Erkrankungen zählen, die begleitenden Nervenreizungen oder -entzündungen reichen aber ins Fachgebiet der Neurologie. Umgekehrt werden Patienten mit chronischen Kopfschmerzerkrankungen von Neurologen behandelt. In einigen Fällen können aber Haltungsschäden oder Halswirbelerkrankungen Ursachen der Beschwerden sein.

Das Behandlungskonzept in Wilhelmshaven

Ein Kurzinterview

Dr. Jansen: Beide Fachbereiche haben ohnehin eine große Überschneidung. Am besten lässt sich dies anhand von chronischen Schmerzerkrankungen darstellen. Chronische Rückenschmerzen zählen zu den orthopädischen Erkrankungen. Oftmals spielen dabei aber Nervenreizungen oder -entzündungen eine Rolle – Erscheinungen, die ins Fachgebiet der Neurologie hineinreichen.

Priv.-Doz. Dr. Schlake: Umgekehrt gehören beispielsweise Patienten mit Kopfschmerzen zum neurologischen Fachgebiet. Haltungsschäden oder Halswirbelerkrankungen können aber eine der Ursachen für den chronischen Kopfschmerz sein.


Sie behandeln aber nicht nur Schmerzpatienten?

Dr. Jansen: Nein. Aber auch bei anderen Erkrankungen ergänzen sich beide Fachbereiche sehr gut. Unser Therapiekonzept verfolgt ohnehin einen ganzheitlichen Ansatz. Das heißt, wir behandeln nicht nur die Symptome, sondern auch die Ursachen – nicht nur den erkrankten Körperteil sondern den ganzen Menschen.


Ein ganzheitliches Therapiekonzept – was bedeutet das konkret?

Dr. Jansen: Meistens werden orthopädische Erkrankungen erst dann beachtet, wenn die Symptome so akut werden, dass eine ärztliche Therapie unumgänglich ist. Ein chirurgischer Eingriff und eine gezielte medikamentöse Therapie lindern zwar die akuten Beschwerden; es wird aber oft außer Acht gelassen, dass sich die Krankheit – abgesehen von Unfällen – über einen längeren Zeitraum hinweg entwickelt hat. Erbanlagen, Ernährung, Bewegungsgewohnheiten und psychische Verfassung haben bei der Entstehung der Krankheit eine Rolle gespielt.

Um Rückfälle oder eine Chronifizierung zu vermeiden, müssen alle Faktoren berücksichtigt werden, welche die Entstehung und Ausprägung der Beschwerden beeinflussen. Daher arbeiten bei uns nicht nur Orthopäden und Neurologen, sondern auch der Facharzt für Innere Medizin und Psychologen interdisziplinär zusammen.
 

Arbeiten die Ärzte der MEDIAN Klinik Wilhelmshaven auch bei neurologischen Erkrankungen interdisziplinär zusammen?

Priv.-Doz. Dr. Schlake:
 Natürlich. Nehmen wir beispielsweise einen Schlaganfallpatienten. In der akuten Phase muss schnell versucht werden, den Gefäßverschluss (80 Prozent aller Schlaganfälle) oder die Gefäßblutung zu beheben. In der Rehabilitation soll der Patient verloren gegangene Fähigkeiten zurückerlangen – psychische und körperliche. Zudem versuchen wir, eventuelle Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder einen hohen Cholesterinspiegel zu behandeln. Neurologen arbeiten daher Hand in Hand mit dem Internisten, Orthopäden, Psychologen, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden und Ernährungsberatern.

Warum ist die ganzheitliche Therapie so wichtig?

Dr. Jansen: Die Idee, dass bei jeder Krankheit Körper und Seele behandelt werden müssen, ist nicht neu. In dem Bemühen um einen schnellen Therapieerfolg und dem zeitweise hektischen Alltag im Gesundheitswesen tritt dieses Konzept jedoch häufig in den Hintergrund. Damit Patienten gesund bleiben, ist eine ganzheitliche und individuelle Behandlung zwingend notwendig.