Kontakt

Wir freuen uns auf Ihren Anruf unter:

+49 (0)35341 / 902138

Einzelpsychotherapie

Am Beginn der Einzelpsychotherapie ist der Aufbau einer vertrauensvollen und tragfähigen Beziehung wichtig. Die Einzeltherapie orientiert sich daher am Behandlungsauftrag des Rehabilitanden. Die Ziele der Therapie werden besprochen, konkretisiert und es wird ein gemeinsames Vorgehen zum Erreichen der Ziele festgelegt.

Die Entwicklung der Abhängigkeitserkrankung wird vor dem biografischen Hintergrund des Rehabilitanden nachvollzogen, um ein individuelles Krankheitsmodell zu erstellen. Der Konsum wird im Zusammenhang mit einem individuellen Bedingungsmodell verstehbar; die bisherige Funktion des Suchtmittels wird deutlich. Auf der Basis dieser Erkenntnisse kann der Rehabilitand zu einer tieferen und vollständigeren Krankheitseinsicht gelangen und den entsprechenden Veränderungsbedarf ableiten. Im Vordergrund werden dabei die Einsicht in die Notwendigkeit künftiger Abstinenz und die Motivation zu weitergehenden Veränderungen im Lebensstil stehen. Häufige Schwerpunkte dabei sind Aufbau neuer sozialer Kompetenzen, Verbesserung der Kommunikations- und Durchsetzungsfähigkeit, Steigerung der Affekt- und Frustrationstoleranz sowie die Verbesserung der Wahrnehmung und die sozial adäquate Realisierung eigener Bedürfnisse. Der Rehabilitand wird angehalten, die gemeinsam erarbeiteten Inhalte im Kontakt mit dem Therapeuten und in der therapeutischen Gemeinschaft der Mitrehabilitanden zu erproben und in der Einzeltherapie auszuwerten.

Die von der Rentenversicherung vorgesehenen „Familienheimfahrten“ (i.d.R. ab der 9. Woche) ermöglichen es dem Rehabilitanden, seine Fortschritte unter realistischen Bedingungen zu erproben und noch vorhandene Defizite zu erkennen.

In der Einzeltherapie werden in den letzten Therapiewochen konkrete Strategien zur Verhinderung von Rückfällen erarbeitet. Der Rehabilitand wird auf der Grundlage seines individuellen Bedingungsmodells in die Lage versetzt, Frühzeichen eines sich abzeichnenden Rückfalls zu identifizieren. Er lernt, rückfallbezogene Gedanken zu stoppen, in festgelegte Verhaltensalternativen auszuweichen, sich an Ansprechpartner zu wenden usw. Letzten Endes soll der Rehabilitand dadurch zum Experten seiner Erkrankung werden und Möglichkeiten zu Eigenverantwortung und Eigensteuerung erkennen.

Das Therapieprogramm wird ergänzt durch indikative Gruppen, die als Bausteine einer individualisierten Therapieplanung zu sehen sind. Durch die bedarfsgerechte und gezielte Bearbeitung von Problemfeldern, die typischerweise eng mit dem Suchtmittelkonsum in Zusammenhang stehen, wird dem Rehabilitanden eine umfassende Behandlung all seiner Schwierigkeiten angeboten. Der Rehabilitand wird in seiner Fähigkeit gestärkt, sein Leben selbstbestimmt und unter Beachtung seiner Interessen und Bedürfnisse zu gestalten, bzw. mögliche Hindernisse werden im Rahmen indikativer Gruppen gezielt bearbeitet.