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Behandlungsgebiete

Wie behandeln wir

Grundlage der Behandlung sind die Erkenntnisse und Erfahrungen der modernen Verhaltensmedizin. Zugunsten einer individuellen Beziehungsgestaltung zwischen Patient und Therapeut wird in der modernen Suchtbehandlung auf pauschale Reglementierungen und damit auf vermeidbare Konfrontation verzichtet.

Dem Patienten wird in hohem Maße mit Empathie begegnet, um unter enger Zusammenarbeit mit seinem sozialen Umfeld einen auf ihn abgestimmten Weg aus der Abhängigkeit zu finden und so seine persönliche Freiheit und Leistungsfähigkeit zurückzuerlangen.

Die Förderung der Selbstbestimmung der Patienten im Sinne des § 1 SGB IX, ist unser zentrales Anliegen in der Behandlung Abhängigkeitskranker. Wir machen Patienten zu „Experten ihrer eigenen Gesundung.“

In dieser Hinsicht stellt das Therapiekonzept der MEDIAN Klinik Dormagen einen patientenzentrierten rehabilitativen und psychotherapeutischen Behandlungsrahmen zur Verfügung. Wissenschaftlich fundierte Behandlungskonzepte und eine ständige Begleitforschung liefern genaue Ergebnisse über den Erfolg der MEDIAN-Therapien. Nachweislich erreicht jedes Jahr die Hälfte der in den MEDIAN Kliniken behandelten Abhängigkeitskranken eine dauerhafte Abstinenz .

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach der Vorgabe des Kostenträgers und nach dem individuellen Behandlungsbedarf und kann zwischen 8 und 16 Wochen, im Einzelfall auch höher liegen.

Behandlungskonzept

Im Vordergrund steht das Ziel einer dauerhaften Abstinenz . Damit einhergehend soll den Patienten die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit und die Reintegration ins private und berufliche Leben ermöglicht werden.

Die von dem Berner Psychotherapieforscher Professor Klaus Grawe entwickelte Neuropsychotherapie ist die Grundlage allen therapeutischen Handelns in unserem Hause. Seiner Theorie zufolge strebt jeder Mensch nach der Befriedigung der eigenen Grundbedürfnisse. Gelingt die Bedürfnisbefriedigung einer Person gut, geht man von einer gesunden und stabilen Psyche aus. Gelingt dies nicht so gut, ist ein Mensch anfälliger für die Entstehung psychischer Störungen. Zur Erreichung einer besseren Bedürfnisbefriedigung ist es wichtig, mit jedem Patienten individuell zugeschnittene Therapieschritte zu gestalten.

Während der stationären Behandlung werden unsere Patienten dazu motiviert, Experten ihrer eigenen Problematik zu werden und Selbstverantwortung zu übernehmen, um über selbstkontrollierte korrigierende Erfahrungen gewünschte Veränderungen herbeiführen zu können.

Therapieangebot

Jeder Patient der MEDIAN Klinik Dormagen wird von einem Bezugstherapeuten betreut, wobei dieser sein primärer Ansprechpartner und psychotherapeutischer Behandler ist. Dabei ist eine vertrauensvolle, offene, wertschätzende und kooperative Beziehung zwischen Bezugstherapeut und Patient die elementare Voraussetzung für den angestrebten Therapieerfolg.

Nach einer angemessenen medizinischen Funktionsdiagnostik und der psychologischen Diagnostik erstellt der Bezugstherapeut unter Einbezug aller somatischen und psychologischen Daten eine Verhaltensanalyse und ein funktionales Bedingungsmodell der Gesamtsymptomatik. Beides ist Ausgangspunkt für den gemeinsam mit dem Patienten zu erstellenden Therapieplan. Die Therapieverlaufsdaten jedes Patienten werden aufeinander bezogen und in konkrete therapeutische Veränderungsstrategien umgesetzt.
Die Behandlungselemente der stationären Verhaltenstherapie in der MEDIAN Klinik Dormagen lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

  • Einzelpsychotherapie
  • Gruppenpsychotherapie
  • Sport- und Körpertherapie
  • Ergotherapie
  • Soziotherapie
  • Ernährungsberatung

Einen Musterwochenplan finden Sie hier.

Einzelpsychotherapie

Jeder Patient hat einen Bezugstherapeuten, der regelmäßig mit ihm Einzelgespräche führt. Ziel ist die individuelle Behandlung des Krankheitsbildes des Patienten auf der Basis eines integrierten verhaltenstherapeutischen Konzeptes. Der Bezugstherapeut steuert auch die Anwendung weiterer Therapieverfahren. Die Zuordnung von Patienten zu Bezugstherapeuten erfolgt auf der Basis der Einweisungs- und Anmeldungsunterlagen. Entscheidungskriterien für eine Zuordnung sind spezifischen Störungsbilder und die besonderen Erfahrungen und Spezialisierungen der Therapeuten.

Gruppenpsychotherapie

Bezugsgruppen und Indikativgruppen

In den Therapiegruppen können Veränderungen erprobt und getestet werden. Da psychische Störungen immer in einem sozialen Kontext stehen, muss dieser berücksichtigt werden. Ansonsten können sich die in der Einzeltherapie erarbeiteten Veränderungen nach Rückkehr in das soziale Umfeld schnell zurückbilden. Positive Erfahrungen in der Gruppentherapie erleichtern es, neu erworbene Fähigkeiten zu festigen und in das häusliche Umfeld zu übertragen.

Mit allen Patienten wird eine Bezugsgruppentherapie unter Anwendung eines verhaltenstherapeutischen Problemlöseschemas durchgeführt. Hier werden viermal wöchentlich alle wichtigen, suchtrelevanten Themen erörtert und rückfallprophylaktische Fähigkeiten erarbeitet.

Neben den Bezugsgruppen besteht in Indikativgruppen die Möglichkeit, spezifische Themen (z. B. Depressionen) zu bearbeiten. Die Indikation für die verschiedenen Gruppentherapien wird mit den Patienten gemeinsam erarbeitet.

  • Angstbewältigung
  • Depressionsbewältigung
  • Soziales Kompetenztraining
  • Raucherentwöhnung
  • Entspannungstraining
  • Genusstraining
  • Rückenschule
  • Zeitungsredaktion
  • Sicherheitstraining für Frauen
  • Männergruppe
  • Autogenes Training
  • Stressbewältigung
  • Bewerbungstraining
  • EDV für Anfänger
  • EDV für Fortgeschrittene

Sport- und Körpertherapie

Ausgehend von einem ganzheitlichen Menschenbild gehört die Sport- und Körpertherapie zu einem wichtigen Therapiebaustein der MEDIAN Klinik Dormagen. Jeder Patient bringt seine individuellen Lebenserfahrungen und ihm eigenen Potentiale mit, auf denen die Sport- und Körpertherapie aufbaut.

Einerseits erhält der Patient die Möglichkeit zur körperlichen Regeneration und zum Aufbau seiner bekannten Leistungsfähigkeit, andererseits besteht in der Körpertherapie das Angebot, zurück zu seinem eigenen Körper und damit zu sich selbst zu finden.

Die sporttherapeutischen Angebote wie Nordic-Walking, Walking, Laufen, Schwimmen und Ergometertraining dienen der Wiederherstellung und Verbesserung der Belastbarkeit des Herz-Kreislauf-Systems.

Bewegung mit Musik, funktionelle Kraft- und Dehnungsgymnastik erhöhen gleichermaßen Kraft, Koordination und Beweglichkeit. Zahlreiche Spielformen fördern neben Geschicklichkeit die  Kreativität und auch soziale Kompetenzen wie Kooperations-, Kommunikations- und Kontaktfähigkeit oder  Übernahme von Verantwortung.

Spezifische Angebote sind die Rückenschule und das Bewegungsprogramm bei Polyneuropathie.

Die Körpertherapie bietet den Rahmen, um Achtsamkeit und Bewusstheit zu entwickeln, die Wahrnehmung des eigenen Körpers zu verfeinern sowie neue Möglichkeiten des Ausdrucks von Gefühlen zu erfahren. Hierzu gibt es Gruppenangebote zur Körperwahrnehmung, Atem- und Energiearbeit.

Ein spezielles Angebot mit Tai Chi und Qi Gong  richtet sich an Patienten mit traumatischen Erfahrungen.

Ergotherapie

Die Ergotherapie setzt mit vier Segmenten an der Ressourcen- und Kompetenzerweiterung der Rehabilitanden an.

Kompetenzorientierte Kreativtherapie
Ziel der Kreativtherapie ist es, im Umgang mit verschiedenen Materialien und Techniken, wie Malen, Zeichnen und plastischem Gestalten Motivation zu schaffen, Interessen  und kreative Ressourcen (wieder) zu entdecken, im kreativen Schaffensprozess entspannte Vertieftheit zu erfahren sowie nonverbale Ausdruckmöglichkeiten und Anregungen zur aktiven Freizeitgestaltung zu finden.

Arbeitstherapie
Im Zentrum der Arbeitstherapie steht die Wiederherstellung von speziellen Arbeitsfähigkeiten und  die Förderung von arbeitsplatzrelevanten Kompetenzen.
Der Bereich der Arbeitstherapie umfasst Arbeitsdiagnostik, Allgemeines Computertraining, EDV-gestützte Übungen, sowie Arbeits- und Projektgruppen, in denen teambezogenene Arbeitsfertigkeiten probehandelnd beübt werden können.

Kognitives Training
Zur Förderung und Erhalt von kognitiven Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Ausdauer, Reaktionsgeschwindigkeit, Handlungsplanung etc., in Hinblick auf die Bereiche  Arbeit und Alltag kommen u.a. kognitives Spielmaterial, Trainingsaufgaben auf Papier und EDV-gestützte Übungen zum Einsatz.

Interaktionelle Spielegruppe (ausgenommen Indikation pathologisches Spielen)
Verschiedene Spielearten  (Plan-, Reaktions-, Geschicklichkeits-, Rate- und Kooperationsspiele) kommen zum Einsatz. Neben der Möglichkeit, innerhalb der Gruppe Motivation, Ansporn, Spaß und Freude zu erleben, können hierbei diverse kognitive Fähigkeiten, wie auch sozio-emotionale Fertigkeiten wie  Umgang mit Triumph, Enttäuschung, Konkurrenz, das Einhalten von Regeln und Fairness, geübt werden.

Soziotherapie

Das Gelingen der Reintegration in den familiären, sozialen und beruflichen Kontext ist von erheblicher Bedeutung für den Therapieerfolg. Durch gezielte individuelle Maßnahmen und Beratung, die übergreifend durch den Sozialdienst sowie den Ergo- und Bezugstherapeuten geplant und durchgeführt werden, verbessern sich die Chancen auf einen gelungenen Übergang in die Phase nach der stationären Rehabilitation.

Soziotherapie beschäftigt sich mit folgenden Gebieten:

  • Vorbereitung, Monitorierung und Auswertung von hausinternen und externen Belastungserprobungen
  • Bewerbungscoaching
  • Vorbereitung von berufsfördernden Maßnahmen
  • Unterstützung bei der Arbeitssuche
  • Finanzplanung (Übergangsgeld, Krankengeld, Sozialhilfe, Rentenzahlungen, Beihilfe, Schuldenregulierung)
  • Beratung in behördlichen Angelegenheiten
  • Vermittlung von Kontakten zu ambulanten Einrichtungen

Ernährungsberatung

Der Diätassistent kümmert sich um die Umsetzung der ärztlich verordneten Diäten (z.B. bei Diabetes mellitus, Stoffwechselstörungen, Gicht, Leberzirrhose, chronische Pankreatitis) und berät die Patienten bei der Auswahl von Nahrungsmitteln und Zubereitungsarten. Spezifische Ernährungspläne können erarbeitet werden. Angeboten werden auch Übungen in der geräumigen Lehrküche unter Leitung des Diätassistenten. Hier werden von den Patienten beispielsweise Rezepte für fettreduzierte Kost ausprobiert.