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Integrative Sucht- und Traumatherapie

Umfassende Hilfe: Entwöhnung plus Traumatherapie

Der Zusammenhang zwischen Suchtkrankheit und Traumatisierung ist durch zahlreiche wissenschaftliche Studien hinreichend belegt. Auch wenn sich eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) nicht eindeutig diagnostizieren lässt, sind in der Biographie vieler abhängiger Patienten häufig traumatische Ereignisse präsent.

Auf der Grundlage der modernen Verhaltenstherapie, modifiziert nach dem Konzept der Neuropsychotherapie nach Grawe bietet die AHG Klinik Dormagen in einem gesonderten Team eine Integrative Sucht- und Traumatherapie für alkohol- und medikamentenabhängige Patienten mit posttraumatischen Störungsbildern. Behandelt werden insbesondere Opfer von sexueller und körperlicher Gewalt, schweren Unfällen, Naturkatastrophen, Geiselnahme, Kriegsopfer, etc.

Die Mitarbeiter des Traumateams verfügen sowohl über Erfahrungen in der Behandlung von Suchtpatienten als auch über eine qualifizierte traumaspezifische Ausbildung.

Die Indikationsstellung und die Zuordnung in eine der vier Bezugsgruppen erfolgt vor Aufnahme. Jeder Patient erhält einen festen Ansprechpartner, durch den eine engmaschige und individuelle Behandlung in Einzel- und Gruppengesprächen über den gesamten Zeitraum der Behandlung gewährleistet ist. Die Unterbringung erfolgt in komfortablen Einzelzimmern.

Traumaspezifische Stabilisierungsübungen stellen neben Psychoedukation zu Sucht und Trauma sowie Rückfallprophylaxe die Behandlungsschwerpunkte innerhalb der Gruppentherapien dar. Eine reine Frauengruppe bietet einerseits einen besonderen Schutzraum und durch den Kontext der gemischtgeschlechtlichen Einrichtung einen hohen Realitätsbezug.

Das Konzept der Integrativen Sucht- und Traumatherapie in der AHG Klinik Dormagen entspricht der „Empfehlung von Qualitätsstandards für stationäre Traumatherapie“ der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT).

Klare Struktur: Vier Phasen der Behandlung

  1. Aufnahme- und Vorbereitungsphase:
    Ausführliche Diagnostik, Psychoedukation (Sucht und Trauma), Erstellung eines individuellen Therapieplans.
  2. Stabilisierungsphase:
    Vermittlung von traumaspezifischen Stabilisierungstechniken, Ressourcenarbeit, Suchtspezifische Skills, Entspannungsverfahren.
  3. Behutsame Traumabearbeitung:
    bei ausreichender Stabilisierung z. B. durch EMDR oder Bildschirmtechnik.
  4. Integrationsphase:
    Weitere Stabilisierung und Ressourcenarbeit, Aufbau von Zukunftsperspektiven, soziotherapeutische Maßnahmen, Rückfallprophylaxe.

Neben der Einzel- und Gruppenpsychotherapie werden auch indikative Gruppen, arbeitstherapeutische Maßnahmen, Ergotherapie, Sport- und Bewegungstherapie sowie spezielle Maßnahmen zur sozialen und beruflichen Reintegration angeboten.