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Psychosomatik und Psychotherapie in der MEDIAN Klinik Schlangenbad

Behandlungsspektrum

Grundsätzlich können Patienten mit sämtlichen psychosomatischen und psychiatrischen Krankheitsbildern aufgenommen werden, sofern für diese eine Indikation zur offenen psychotherapeutischen Behandlung besteht. Dazu gehören unter anderem

  • Depressive Syndrome
  • Angsterkrankungen
  • Psychische Erschöpfungssyndrome
  • Psychische Reaktion auf berufliche Probleme, u.a. Burnout, Mobbing
  • Psychische Belastungen bei internistischen Krankheiten
  • Psychische Reaktionen bei gynäkologischen Erkrankungen
  • Somatoforme Störungen
  • Chronische Schmerzsyndrome, einschl. Fibromylagie und Endometriose
  • Emotionale Labilität

Kontraindikationen stellen akute Psychosen und akute Suizidalität dar, ausgeprägte dissoziative Zustände, ausgeprägtes selbstverletzendes Verhalten, primäre Suchterkrankungen, hirnorganisch bestimmte Störungsbilder sowie ausgeprägtes Unter-  (BMI<18) oder Übergewicht (KG>150 kg) dar.

Unser Behandlungskonzept

Das therapeutische Konzept ist schulenübergreifend angelegt mit verhaltenstherapeutischen und tiefenpsychologischen Elementen. Es besteht aus einem intensiven psychotherapeutischen Programm (zum Großteil in Form halboffener Gruppen) mit ineinandergreifender Gesprächs-, Körperpsycho- und Gestaltungs- bzw. Ergotherapie, ergänzt von Vorträgen, indikativen Gruppen, Sport-, Physiotherapie und physikalischen Maßnahmen.

Jeder Patient erhält einen Bezugstherapeuten und / oder therapeutisch aus-/fortgebildeten Bezugsarzt an seine Seite gestellt, der die psychotherapeutischen und medizinischen Therapien koordiniert. Anhand der erhobenen Daten wird gemeinsam mit dem Patienten ein Modell zur Krankheitsentstehung entwickeln, das sich an psychodynamischen, verhaltenstherapeutischen und medizinischen Kriterien orientiert und persönliche sowie geschlechtsspezifische Aspekte würdigt. Dieses stellt die Grundlage für unseren Behandlungsplan dar.

Eine verlässliche therapeutische Beziehung liegt uns am Herzen, mit einer vertrauensvollen therapeutischen Atmosphäre.

Psychotherapeutische Kerntherapie

Die psychotherapeutische Kerntherapie besteht aus einer Kombination aus Gesprächs-, Körperpsycho- und Gestaltungs- bzw. Ergotherapie, jeweils (1-) 2x/Woche. Die psychotherapeutische Behandlung findet zum Großteil in Form halboffener Gruppen statt, d.h. die Therapieinhalte können mit verschiedenen Techniken und Medien in der gleichen Gruppenkonstellation fortgesetzt bearbeitet werden.

Ergänzt wird dieses Programm von Einzelgesprächen und einer Selbsthilfeeinheit (in der Regel jeweils 1x/Woche) sowie fachärztlichen Visiten (mind. 14tägig).

Gruppentherapie

Die therapeutischen Gruppen haben eine Größe von acht bis zwölf Patienten. Die Gruppenzusammensetzung bleibt in den Therapieeinheiten weitgehend stabil (halboffene Gruppen), d.h. lediglich abreisende Pat. werden durch anreisende Pat. ersetzt.

In der Gruppentherapie erhält der Pat. nicht nur Impulse durch die Arbeit mit einem Therapeuten, sondern auch durch die Interaktion mit Mitpatienten.

Dies bringt folgende Vorteile:

  • Austausch von Erfahrungen und Anregungen
  • Gemeinsamkeitsgefühl: Es gibt noch andere mit ähnlichen Problemen nicht allein zu sein.
  • Gegenseitige emotionale Unterstützung und Aufmunterung
  • Empfang sozialer Unterstützung durch andere
  • Konfrontation mit Problemen, die mit anderen Menschen auftreten (Beziehungsproblemen)
  • Ehrlichen Rückmeldungen über eigene Wirkung auf andere
  • Mehr Sichtweisen und andere Perspektiven auf eigene Probleme
  • Gegenseitiges voneinander Lernen: Unterschiedliche Bewertung von Problemen, andere Wege finden
  • Erlernen neuer Kommunikations- und Konfliktlösestrategien
  • Kooperatives Zusammenwirken und Arbeiten an gemeinsamen Zielen
  • Üben von Abgrenzung (bspw. sich von Problemen anderer nicht überfluten zu lassen)
  • Lernen „Ja“ zu sich zu sagen (bspw. sich Raum für eigene Belange nehmen)
  • Lernen in Gegenwart anderen über eigene Gefühle und Sichtweisen zu sprechen
  • Möglichkeit der Entwicklung unterstützender, vertrauensvoller und gesunder Beziehungen zu anderen Menschen im geschützten Rahmen
  • Lernen Hemmungen, Unsicherheiten oder andere Schwierigkeiten im Umgang mit anderen abzubauen

Indikative Gruppen

Ergänzt wird unsere "psychotherapeutische Kerntherapie" durch flankierende indikative Gruppenangebote, in denen verschiedene Aspekte wie u.a. Stressbewältigung, psychische Stabilisierung, körperlich-seelische Aktivierung, Achtsamkeit aufgegriffen werden, wobei gelegentlich auch auf Übungen aus dem asiatischen Kulturkreis oder meditative Techniken zurückgegrifen wird.
In Einzelfällen können auch tiergestützte Verfahren in die Therapie integriert werden, wobei unser Therapiehund "Mauro" unter Anleitung einer Psychotherapeutin eingesetzt wird.

Folgende indikative Gruppen werden angeboten:

  • Achtsamkeit
  • Adipositas-Gruppe
  • Achtsames Yoga
  • Autogenes Training
  • Bewegungschor
  • Endometriose-Seminare
  • Fibromylagie – Seminar
  • Gruppe bei besonderen beruflichen Problemlagen
  • Gruppe für berufliche Orientierung und berufliche Teilhabe
  • Kognitives Training
  • Kraftmeditation
  • Lehrküche
  • Progressive Muskelentspannung
  • Qigong
  • Stabilisierungsgruppe
  • Stressbewältigung
  • Schmerzbewältigung
  • Tiergestützte Therapie

Die Zuteilung zu den einzelnen indikativen Angeboten nimmt der Bezugstherapeut entsprechend den individuellen Problemfeldern gemeinsam mit den Patienten vor (auch unter Berücksichtigung terminlicher und organisatorischer Aspekte).

Multimodales Schmerzkonzept

Wir verfolgen ein multimodales Schmerzkonzept aus Psychotherapie (sh. psychotherapeutische Kerntherapie), Schmerzbewältigungstraining (sh. auch indikative Gruppen), Physio-, Sporttherapie, medizinischer Trainingstherapie, physikalischen Maßnahmen, Entspannungstherapie und Sozialberatung. Darüber hinaus kann Monitoring der Schmerzpegel über ein entsprechendes Protokoll (Schmerzmanagement) unter Anleitung entsprechend fachlich weitergebildeter Pflegekräfte erfolgen. Neben Schmerzpegel werden hier schmerzverstärkende und schmerzlindernde Faktoren identifiziert und besprochen. Entlastende Maßnahmen werden aktiv gesucht, ausprobiert, geübt und wenn möglich in den Tagesablauf integriert.

Petra Marx
Chefärztin der Psychosomatik und Psychotherapie

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie

Kontakt über das Sekretariat Frau Tiemann

+49 (0) 6129 / 41-555