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MEDIAN Klinik Münchwies - Drogenabhängigkeit

Die in Deutschland am häufigsten konsumierte illegale Droge ist Cannabis. Häufig findet sich ein kombinierter Konsum mit Alkohol und/oder Amphetaminen.

Im Verlauf des letzten Jahrzehnts ist es zu einer deutlichen Zunahme der Cannabisabhängigkeit in unserem Hause gekommen. Insbesondere bei den unter 40-jährigen, ist der zumindest zeitweilige Konsum von Drogen keine Seltenheit mehr. Dabei steht Cannabis eindeutig an erster Stelle.

Nach wie vor stellt der Konsum harter Drogen (wie zum Beispiel die Heroin- oder Crackabhängigkeit) eine klare Kontraindikation für unser Haus dar, die Cannabisabhängigkeit kann jedoch als Hauptdiagnose oder auch als Komorbidität in unserer Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen behandelt werden. Gleiches gilt für einen polyvalenten Substanzgebrauch (zum Beispiel von Cannabis und Designerdrogen), ohne den Konsum harter Drogen.

Patienten, die mit diesen Abhängigkeitserkrankungen in unsere Behandlung kommen, nehmen an der zwei Stunden pro Woche stattfindenden Gruppe für Cannabisabhängige teil. In vielen Fällen besteht parallel eine Alkoholabhängigkeit, wobei nur für die letztere Suchterkrankung eine Krankheitseinsicht und der Wunsch zum Aufbau einer Abstinenzmotivation vorliegen. Dennoch bestehen in aller Regel keine Widerstände gegen den Besuch der spezifischen Gruppe, da hier ein Austausch mit in gleicher Weise Betroffenen möglich ist. Da viele Cannabisabhängigen zunächst nur wenig Veränderungsbereitschaft mitbringen, ist es die Aufgabe des Therapeuten, in der Gruppe zunächst die Behandlungsmotivation zu fördern. Wenn über den Austausch mit den Mitpatienten deutlich wird, dass durch den Cannabiskonsum erhebliche Folgestörungen und persönliche Nachteile verursacht werden, (Psychosen, Hirnleistungsbeeinträchtigungen, generelle Amotivation, soziale Folgeschäden), kann sich im weiteren Verlauf eine rational fundierte und emotional getragene Krankheitseinsicht entwickeln und darauf aufbauend eine Abstinenzmotivation entstehen. Dann sind wesentliche Gruppentherapieziele erreicht, die es den Betroffenen erleichtern, die Suchtbasistherapie im Bereich der Therapeutischen Wohngruppe für weitere Schritte zu nutzen.