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MEDIAN Klinik Wied - Veranstaltungen

RÜCKBLICK | Tag der offenen Tür zum Thema „Psycho-Hygiene“

WIEDerLeben – WIEDer erfolgreich!

Am 31.08.2019 führte die MEDIAN Klinik Wied an ihrem Standort in Wied ihren Tag der offenen Tür für die Region, die Ehemaligen und ihre Familien sowie die aktuellen Rehabilitanden durch.

Der bereits zur Eröffnung durch den leitenden Arztes Hr. Dr. Welf Schroeder gut gefüllte Plenumssaal am Vormittag des 31.08.2019 ließ vermuten, dass das Thema „Psycho-Hygiene: Vom guten Umgang mit sich selbst“ das breite Interesse Vieler getroffen hatte, die nach Wied gekommen waren, um Austausch, vielleicht auch Erinnerung zu pflegen, oder auch die Klinik kennenzulernen und Neues zu erfahren. Neben dem für den Tag der offenen Tür festgelegten Motto der Psycho-Hygiene fand auch der konzerneigene, jährlich stattfindende Hygienetag am 31.08.2019 große Beachtung. Der Verbandsgemeindebürgermeister der VG Hachenburg, Peter Klöckner war unter den anwesenden Gästen und trug mit seinen lebendigen und empathischen Grußworten zu Höhen und Tiefen im Leben und wie ein guter Umgang mit sich selbst oft erst erlernt werden muss, dazu bei, das Motto des Tages weiter zu etablieren und gleichzeitig die gutnachbarschaftliche Beziehung zwischen Klinik und Gemeinde zu vertiefen.

Im Rahmen des Eröffnungsvortrags einte Herr Dr. Schroeder die Themen Psycho-Hygiene und Hygiene und schaffte es, den Hörern im Plenum auf spannende Art und Weise zu verdeutlichen, wie eng die Zusammenhänge zwischen den beiden auf den ersten Blick unterschiedlichen Lebensbereichen doch sind. Er spannte den Bogen von der vorgeburtlichen und Kindes- und Jugendphase der menschlichen Entwicklung bis zu im späteren Leben auftretenden chronischen psychischen Erkrankungen, zu denen auch die Suchtmittelabhängigkeit zählt. Dabei spielen die Entstehung von erworbenen Sensibilitäten und die Belastungen durch Stress und Traumata eine große Rolle, wie uns auch epigenetische wissenschaftliche Ergebnisse der letzten zwei Jahrzehnte verdeutlichen. So wurde der Zusammenhang zwischen Soma/Körper und Seele/Psyche  sowie externen Einflüssen, Herausforderungen und Belastungen im menschlichen Leben deutlich im Sinne eines psychosomatischen Bedingungsgefüges. Ein guter Umgang mit sich selbst ist demzufolge immer gekennzeichnet durch einen angemessenen Umgang mit körperlichen und psychischen Bedürfnissen gleichermaßen.

Der Auftakt des Tages wurde weiterhin genutzt, um einem besonderen „Nachbarn“ der Klinik für die jahrelange und gewinnbringende Kooperation zu danken: Der TUS Wied wurde durch den Förderverein Respekt e. V. mit einer Spende in Höhe von 1000,00 EUR bedacht, die Fr. Prof. Dr. Funke feierlich mit einigen herzlichen und dankenden Worten an den Vorsitzenden Klaus Martin übergab. Mittlerweile in bewährter Tradition öffnet der TUS Wied seine sportlichen Angebote für Patienten und Patientinnen der MEDIAN Klinik Wied, die es zu schätzen wissen, vom breiten Angebot zu profitieren, sowie auch in der Dorfgemeinschaft integriert zu werden.

Auf der bunten Klinikwiese stand nach den Vorträgen ein vielfältiges Angebot an Ausstellern und Info-Ständen sowie interaktiven Mitgestaltungsmöglichkeiten bereit. Gekennzeichnet durch Flyer und Infobanner waren Vernetzte und Partner des Suchthilfesystems und der MEDIAN Klinik Wied zu finden, die einen wertvollen Beitrag zum Tag der offenen Tür leisteten. Vertreten war der Caritasverband Rhein Wied Sieg e.V., die Green Lounge als lokales Präventionsprojekt der Jugendarbeit sowie einige Selbsthilfegruppen und Verbände wie der Freundeskreis Westerwald, die Anonymen Alkoholiker Westerwald, der Kreuzbund Koblenz und die Vertreter der Gruppe Narcotics Anonymous. Mittels interaktiver Angebote stellten die Abteilungen Medizin / Pflege, Ernährungsberatung, Physiotherapie, Ergotherapie und Bewegungstherapie der MEDIAN Klinik Wied ihr professionelles und umfassendes Spektrum an Therapieangeboten vor. Hygiene als “roter Faden“ im Programm war auch am Stand der Medizin / Pflege zu finden. Mitarbeiter der Medizin verdeutlichten in interaktiver Weise die richtige Durchführung von Händewaschung und Händehygiene, deren Effektivität und Wichtigkeit sowohl vor sowie nach dem Vorgang auf schonend ehrliche Weise unter der Schwarzlichtlampe sichtbar gemacht werden konnte. Wer nach ausführlicher Hygienemaßnahme dann noch etwas im Sinne der Handpflege tun wollte, hatte die Möglichkeit ein Paraffinbad in Anspruch zu nehmen, welches neben butterweicher Haut während der Einwirkzeit auch Zeit für die intensive Beschäftigung mit dem Informationsmaterial zum Thema Händehygiene und Körperhygiene versprach. In drei Gesprächsgruppen fanden sich am Nachmittag Ehemalige, Angehörige und Interessierte am Thema Stressbewältigung zusammen. Eine vierte Gruppe nutze die Gelegenheit der Klinikführung um die MEDIAN Klinik Wied und deren Konzept näher zu kennenzulernen. Der gemeinnützige Förderverein der MEDIAN Klinik Wied – Respekt e.V. – war mit einem eigenen Stand vertreten und verteilte Ratgeber „Zum guten Umgang mit …“ verschiedenen Themen und gab Auskunft über Förderprojekte und Aktivitäten des Vereins.

Nicht zu kurz kommen durfte auch das leibliche Wohl: ein abwechslungsreiches Mittagsmenü wurde von den Mitarbeitern der Küche geboten, Eis, Kaffee und Kuchen gab es im patientengeführten „Café Klatsch“ und am Kuchenstand. Rückblickend erfüllte der Tag der offenen Tür sämtliche Erwartungen und sicherte somit schon jetzt das Weiterführen der Veranstaltungsreihe im kommenden Jahr.

Angehörigenseminare

Das Angehörigenseminar ist ein Seminar für Patienten und ihre Angehörigen. Angehörige sind wichtige Bezugspersonen, wie z. B. (Ehe-) Partner, Eltern, Kinder oder andere Vertrauenspersonen. Geleitet werden die Seminare je nach Teilnehmerzahl von einem oder zwei Therapeuten.

Themen sind unter anderem:

  • Was ist eine Abhängigkeitserkrankung genau?
  • Wie kann eine Familie / ein Paar mit der Abhängigkeitserkrankung umgehen?
  • Wie können die Beteiligten mit häufigen Gefühlen, wie Schuld, Scham, Ärger und Hilflosigkeit umgehen?
  • Was bedeutet Nachsorge?

Ziele der Seminare:

  • Verbessertes Verständnis der Angehörigen für die Erkrankung
  • Verbessertes Verständnis der Patienten für die Situation der Angehörigen
  • Kommunikationsprobleme erkennen und klären
  • Vereinbarungen für das zukünftige Zusammenleben treffen
  • Partnerschafts- und Familienkonflikte erkennen und Ansätze für eine Lösung entwickeln
  • Ziele gemeinsam erarbeiten und formulieren
  • Mögliche Gefährdungssituationen benennen und entschärfen
  • Rückfallvorbeugende Strategien gemeinsam erarbeiten

Alle Termine und weiteren Informationen entnehmen Sie bitte unserem Flyer.

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