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Riskanter und schädlicher Gebrauch von Alkohol, Medikamenten, Drogen

Glücksspielsucht, pathologischer Internet-/PC-/Mediengebrauch

Etwa 21 % der Männer und 5 % der Frauen geraten im Laufe ihres Lebens in ernsthaften Konflikt mit Alkohol und nutzen diesen nicht mehr nur als Genussmittel, sondern um beispielsweise Probleme oder negative Gefühle zu verdrängen. Der Schmerz-, Beruhigungsmittel- und Schlafmittelverbrauch in Deutschland lässt schlussfolgern, dass etwa 1,5 Millionen Menschen Psychopharmaka, die aufgrund ihres Suchtpotenzials nicht für den dauerhaften Gebrauch vorgesehen sind, täglich einnehmen. Und auch der risikoreiche Konsum von illegalen Drogen in Deutschland beläuft sich Schätzungen der Bundesregierung zufolge auf etwa 200.000 Personen, wobei bei dieser Zahl die Anzahl der Cannabis-Konsumenten nicht einmal inbegriffen ist.

Über die Gruppe der Alkohol-, Medikamenten und Drogenabhängigen hinaus gibt es somit eine viel größere Anzahl an Menschen, die nicht abhängig sind, jedoch Alkohol, Medikamente oder illegale Drogen gesundheitsschädlich einnehmen. Man spricht von schädlichem oder riskantem Konsum. 

Die wichtigsten gefährdenden Substanzen sind:

  • Alkohol
  • Schmerzmittel
  • Schlafmittel
  • Beruhigungsmittel
  • Illegale Drogen

Schädlicher oder riskanter Konsum kann insbesondere dann auftreten und zur Abhängigkeit führen, wenn die Wirkung von Alkohol, Medikamenten und Drogen zunächst als hilfreiche Strategie für die Bewältigung von körperlichen und/oder psychischen Problemen und Beschwerden entlastend wahrgenommen wird und keine alternativen Lösungsstrategien bestehen. Mittel- und langfristig treten jedoch die entlastenden Aspekte des Konsums in den Hintergrund, und zusätzliche Beschwerden treten auf. Diese sind zum Teil körperlicher Art. Der schädliche oder riskante Konsum hat nach einer gewissen Zeit somit zunehmend negative Auswirkungen auf die Situation in der Familie und auf die Arbeit, was psychosoziale Probleme weiter verstärkt. Ein Teufelskreis entsteht.    

 

Therapie

In unserer psychosomatischen Klinik sind wir weder auf den Entzug bei Abhängigkeitserkrankungen noch auf die sogenannte Entwöhnungstherapie nach der Entgiftungsphase spezialisiert. Dafür existieren Spezialkliniken für Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen.

Wir können jedoch allen Betroffenen helfen, die bemerken, dass ihr Substanzkonsum „aus dem Ruder zu laufen droht“ bzw. bereits schädlich oder riskant ist. Wir möchten Ihnen zur Seite stehen, um rechtzeitig einen schädlichen oder riskanten Gebrauch zu erkennen. Vor dem Hintergrund einer ausführlichen Erhebung Ihres Konsumverhaltens, einer Aufklärung über Wirkung und Gefahren von Suchtmitteln und durch entsprechende therapeutische Gespräche und Interventionen erarbeiten wir mit Ihnen neue Normen und Strategien im Umgang mit legalen Suchtmitteln oder entwickeln gemeinsam eine Strategie, wie Sie Ihr Leben zukünftig ohne legale wie illegale Suchtmittel bestreiten können.  

Dabei muss es sich nicht nur um den riskanten und schädlichen Konsum von Alkohol, Medikamenten und Drogen handeln. In letzter Zeit gibt es Hinweise darauf, dass die Mechanismen der Suchtentwicklung auch auf ganz andere Bereiche wie das pathologische Glücksspielen oder den schädlichen Gebrauch von Internet, PC und Medien zutreffen. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen schätzt die Zahl der pathologischen Glücksspieler auf rund 200.000 Personen in Deutschland und geht von annähernd 300.000 Personen mit einem problematischen Spielverhalten aus. 

Selbstverständlich unterstützen wir auch Menschen, die bereits eine Abhängigkeit entwickelt haben und erfolgreich abstinent leben, dies weiter zu bleiben. Nicht selten bestehen bei solchen sogenannten „Ex-Usern“ andere Probleme und Beschwerden, die eine psychosomatische Behandlung erforderlich machen können.