Kontakt

Wir freuen uns auf Ihren Anruf unter:

+49 (0)211 / 934320

MEDIAN AGZ Düsseldorf - Essstörungen

Essstörungen: Wenn die Seele verhungert oder nie satt wird

Hat ein Mensch Hunger, isst er etwas, ist er satt, verzichtet er. Eine Essstörung verändert diesen Rhythmus. Phasenweise kreisen das Denken und Fühlen von Menschen mit Essstörungen nur noch um die nächste Mahlzeit.

Zu den Essstörungen gehören unterschiedliche Erkrankungen:

  • Anorexie (Magersucht)
  • Bulimie (Ess-Brechsucht)
  • Binge-Eating-Störung
  • sonstiges Überessen bei Adipositas (Fettsucht)

Hier erfahren Sie mehr über Symptome, Ursachen und Behandlungsmaßnahmen bei Essstörungen.

Was ist eine Essstörung?

Essstörungen sind gesundheitsschädigende Störungen des Ernährungsverhaltens und -erlebens. Oft hängt die Entwicklung einer Essstörung mit sozialen und emotionalen Faktoren sowie mit einer problematischen Einstellung zum eigenen Körper zusammen. Essstörungen beginnen häufig im jüngeren Lebensalter, können aber als chronische Erkrankungen auch Menschen mittleren oder hohen Lebensalters betreffen.

Alle Essstörungen verbindet die übermäßige gedankliche Beschäftigung mit dem Thema „Essen“. Menschen mit Essstörungen ist es nicht mehr möglich, ihre Ernährung selbstständig in einem gesunden Maß zu halten. Die Essstörung führt entweder zu zwanghaft gezügelter oder übersteigerter Nahrungsaufnahme. Die Selbstkontrolle ist dementsprechend entweder krankhaft gesteigert oder vermindert. In unserem MEDIAN AGZ Düsseldorf helfen wir Patienten im Rahmen der ambulanten psychosomatischen Reha, eine gesunde Wahrnehmung ihres Körpers herzustellen und ein normales Verhältnis zum Essen zu entwickeln.

Welche Formen der Essstörung gibt es?

Sie finden im Folgenden eine Übersicht mit den wichtigsten Symptomen der am häufigsten vorkommenden Essstörungen. In den letzten Jahren gibt es zunehmend Bestrebungen, weitere Essstörungen zu kategorisieren. Wenn Sie weitere Informationen wünschen, können Sie unsere Ärzte und Therapeuten gerne in unserem ambulanten Gesundheitszentrum in Düsseldorf ansprechen. Wir entwickeln abhängig von der Art der Essstörung gemeinsam mit den Patienten einen Therapieplan, um Sie auf dem Weg, die Essstörung zu überwinden, bestmöglich zu unterstützen.

Fettsucht: Essen als Ventil für die Seele

Übermäßige Nahrungszufuhr führt zur Fettleibigkeit, der sogenannten Adipositas. Gelingt es trotz zumeist wachsender gesundheitlicher und zwischenmenschlicher Probleme nicht, das Essverhalten zu mäßigen, spricht der Volksmund von Fettsucht.

Ab einem BMI von 30 kg/m² spricht man von Adipositas. Viele körperliche und seelische Faktoren führen zur Fettleibigkeit, so etwa die Binge-Eating-Störung. Spielen bei der Fettsucht ernste psychische Probleme – etwa Depressionen, Einsamkeit oder Ängste – eine Rolle, werden Ernährungsratschläge allein die Adipositas nicht beseitigen. Von Fettleibigkeit Betroffene brauchen zusätzliche psychotherapeutische Hilfen, um zu lernen, Essen nicht mehr gegen seelische Missbefindlichkeiten oder zur Belohnung einzusetzen. An dieser Stelle setzen wir im MEDIAN AGZ Düsseldorf an und erarbeiten gemeinsam einen Ernährungs- und Therapieplan, um den Betroffenen zu helfen, ein gesundes Verhältnis zum Essen zu entwickeln.

Adipositas kann gravierende körperliche Folgen haben. Fettleibigkeit vermindert die Lebenserwartung und verursacht z.B.:

  • Bluthochdruck
  • Gelenkerkrankungen
  • Diabetes
  • Herzerkrankungen, erhöhtes Infarktrisiko und Kurzatmigkeit
  • Sonstige Atmungsprobleme

Fettsucht bzw. Fettleibigkeit führt oft auch zu seelischen Problemen wie:

  • Minderwertigkeits- und Schamgefühle
  • Depressionen
  • Sozialer Rückzug

Bulimie (Ess-Brech-Sucht): ein Kampf mit den Extremen

„Wird eine Mahlzeit nicht verdaut, kann sie auch nicht dick machen“ – ein Beispiel für Überlegungen, die dazu führen können, Erbrechen bewusst auszulösen. Entwickelt sich daraus eine Bulimie (Ess-Brech-Sucht), ist professionelle Hilfe erforderlich.

Diese Form der Essstörung beginnt oft mit dem Wunsch, Gewicht zu halten oder abzunehmen. Da dem Körper durch die Ess-Brech-Sucht Nahrung entzogen wird, reagiert er mit wachsender Essgier. Essanfälle und Erbrechen können zu einem Abbau seelischer Spannungszustände führen, was die Bulimie-Symptome weiter aufrechterhält.

Wie äußert sich eine Bulimie?

Bulimie-Symptome äußern sich durch die anfallsartige Aufnahme immenser Nahrungsmengen. Selbst herbeigeführtes Erbrechen soll eine Gewichtszunahme verhindern, ebenso wie Entwässerungs- bzw. Abführmittelkonsum, extremes Sporttreiben oder Fastenphasen. Bulimie-Symptome können zu ernsten Gesundheitsfolgen mit tödlichem Ausgang führen und erfordern therapeutische Hilfe. Diese bieten wir Betroffenen im Rahmen der ambulanten psychosomatischen Reha in unserem Gesundheitszentrum in Düsseldorf.

Viele psychische Merkmale dieser Störung ähneln denen der Anorexia nervosa, so die übertriebene Sorge um Körperform und Gewicht. Wiederholtes Erbrechen kann zu Elektrolytstörungen und körperlichen Komplikationen führen. Häufig lässt sich in der Biografie eine frühere Episode einer Anorexia nervosa mit einem Intervall von einigen Monaten bis zu mehreren Jahren finden. Bei uns in Düsseldorf werden Betroffene individuell beraten und ganzheitlich behandelt. Unsere Ärzte und Therapeuten, die auf die Behandlung von Patienten mit einer Essstörung spezialisiert sind, berücksichtigen sämtliche Faktoren, die zur Entstehung von Bulimie beitragen, und behandeln die Patienten entsprechend.

Anorexie: ein ständiger Kampf mit sich selbst

Wenn aus einer harmlosen Diät rigoroses Fasten wird, besteht die Gefahr einer Magersucht. Da die Anorexie eine ernste Erkrankung mit hoher Sterblichkeitsrate und einer hohen Tendenz zur Chronifizierung ist, sollten frühzeitig Experten hinzugezogen werden.

Unter dieser Form der Essstörung versteht man eine bewusst herbeigeführte Gewichtsabnahme mit starkem Untergewicht. Im Gegensatz zum Übergewicht gibt es für Untergewicht keine eindeutige medizinische Grenze. Gewichtsgrenzen zwischen Normal- und Unter-/ Übergewicht werden mit Hilfe des BMI (= Body-Mass-Index, gelegentlich auch Quetelets-Index genannt) berechnet: BMI = Gewicht dividiert durch Körpergröße zum Quadrat (BMI = kg/m²). Das Normalgewicht bewegt sich im Bereich eines BMI von 20–25, für eine Frau von 1,60 m Körpergröße bedeutet das einen Gewichtsbereich von ca. 51–64 kg.
Die Untergewichtsgrenze bei der Definition von Magersucht liegt bei einem BMI von 17,5, bei o.g. Frau also ca. 46 kg. Es zeigen sich aber auch häufig anorektische Verläufe, bei denen ein höheres Gewicht vorliegt. Trotz eines niedrigen Body-Mass-Index empfinden sich Betroffene als zu dick.

Häufig wird die Anorexie von Depressionen und Ängsten begleitet, die eine interdisziplinäre Versorgung erfordern. Das berücksichtigen wir entsprechend in der ambulanten psychosomatischen Reha bei uns in Düsseldorf, was sich gleichzeitig im individuell abgestimmten Therapieplan widerspiegelt.

Wie kann eine Essstörung im Rahmen der ambulanten Reha in Düsseldorf behandelt werden?

Menschen mit Essstörungen verheimlichen oft aus Scham ihre Erkrankung. Es wäre jedoch besser, die Symptome der Essstörung einem Arzt oder Therapeuten mitzuteilen, um mithilfe spezifischer Behandlungen in ein Leben ohne Essstörung zurückfinden. Ziele der Therapie von Essstörungen bei uns in der ambulanten psychosomatischen Reha in Düsseldorf sind ein langfristig gesundes Ernährungsverhalten und ein achtsamer, freundschaftlicher Umgang mit dem eigenen Körper.

In Gesprächen und Übungen, die im Zuge der Reha im MEDIAN AGZ Düsseldorf durchgeführt werden, gehen die Betroffenen den persönlichen Ursachen ihrer Essstörung nach und lernen, ihr Ernährungsverhalten zu normalisieren. Liegen neben der Essstörung weitere psychische Erkrankungen wie etwa Depressionen vor, empfehlen wir eine störungsspezifische Therapie sowohl der Essstörung als auch der zusätzlichen Erkrankung in der ambulanten psychosomatischen Reha durchzuführen.

In Düsseldorf bieten wir Ihnen als psychosomatische Rehaklinik die Behandlung von verschiedenen Formen der Essstörungen an. Dabei bildet für uns eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung die Basis der gemeinsamen Arbeit mit Ihnen. Bitte nehmen Sie gerne mit unserem Team in Düsseldorf Kontakt auf, wenn Sie weitere Fragen haben. Weitergehende Informationen zu unserem therapeutischen Angebot finden Sie hier.

+49 (0)211 / 934320Kontakt