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Somatoforme Störungen - ein Behandlungsangebot der Klinik Berus

Erscheinungsbild

Wie äußern sich somatoforme Störungen?

Jeder von uns kennt aus dem Alltag Körperreaktionen, die vorübergehend auftreten, eine ganz natürliche Bedeutung haben und in Sprichwörtern ausgedrückt werden, wie z.B. „mir schlägt das Herz bis zum Halse“, „etwas raubt mir den Atem“, „es macht mir Kopfzerbrechen“ oder „etwas schlägt mir auf den Magen“. Wenn solche Körperreaktionen wie Herzklopfen, Druckgefühle in der Brust, Atembeschwerden, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden usw. häufiger auftreten, stärker werden oder länger andauern, können sie nicht nur lästig werden, sondern für die Betroffenen mitunter sehr quälend sein.

Man spricht dann von „somatoformen Störungen“ (oder „funktionellen Störungen“ bzw. „chronischen psychosomatischen Beschwerden“), wenn die körperlichen Funktionsabläufe in ihrem Gleichgewicht gestört sind, ohne dass eine entsprechende organische Ursache vorliegt. Dies ist z.B. bei länger anhaltendem Stress, dauerhafter Überforderung oder Erschöpfungszuständen häufig der Fall. 

In der Folge fühlen sich die Betroffenen in ihrem seelischen Wohlbefinden, ihrer Leistungsfähigkeit und Lebensqualität oft erheblich beeinträchtigt. Nicht selten reagiert die Umwelt auf jemanden, der unter psychosomatischen Beschwerden leidet, mit Unverständnis oder nimmt ihn mit seinen Problemen nicht ernst. Eine angemessene Behandlung wird dabei oft erst sehr spät in die Wege geleitet. Dies belastet zusätzlich. 

Ursachen

Welche Ursachen können somatoforme Störungen haben?

Somatoforme Störungen können vielfältige Ursachen haben, die sich z.T. gegenseitig bedingen und aufrechterhalten:

  • Eine dauerhaft erhöhte Grundanspannung bei länger anhaltendem Stress bzw. andauernden psychischen und körperlichen Belastungen
  • Eine ständige innere Anspannung bei nicht lösbar erscheinenden Problemen oder Konflikten im Alltag (z.B. am Arbeitsplatz oder in der Familie)
  • Übermäßiger Konsum von Genussmitteln wie Nikotin, Alkohol, Kaffee und schwarzer Tee
  • Muskelverspannungen (z.B. infolge einer schmerzbedingten Schonhaltung)
  • Nebenwirkungen medikamentöser Behandlung (z.B. bei Schlaf- und Beruhigungsmitteln)
  • Unregelmäßige Ernährung mit Schwankungen des Blutzuckerspiegels als Folge
  • Ständige Anspannung und Sorge um die eigene Gesundheit als Reaktion auf vorausgehende Beschwerden

Behandlung

Was sind die Behandlungsziele?

Wir möchten unseren Patientinnen und Patienten helfen, die zugrunde liegenden psychosomatischen Zusammenhänge zu verstehen und ihre Beschwerden dadurch besser bewältigen zu können. Dabei sollen das seelische Wohlbefinden und die Lebensqualität verbessert sowie die Leistungsfähigkeit wiederhergestellt werden. Gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten stellen wir einen ganz persönlichen Behandlungsplan mit individuellen Therapiezielen auf. 

Wie behandeln wir somatoforme Störungen in der MEDIAN Klinik Berus im Saarland?

  • Entspannungsverfahren wie progressive Muskelentspannung und meditatives Malen 
  • Informationen über Stress und Stressbewältigung sowie weitere psychosomatische Zusammenhänge in einer Gesundheitsgruppe
  • Körperorientierte Verfahren wie Atemtherapie, Körpererfahrungsgruppe, Yoga 
  • Einzelgespräche mit Beratung in Bezug auf eine ausgewogene, gesunde Lebensweise und bei Bedarf mit Bearbeitung persönlicher Probleme
  • Gesundheitsorientierte Sport- und Bewegungstherapie
  • Rückenschule und Rückengymnastik

Und je nach individuellem Bedarf z.B.: 

  • Selbstsicherheits- und Problemlösetraining 
  • Physiotherapeutische Einzelbehandlung 
  • Raucherentwöhnungstraining
  • Ergotherapie wie z.B. kreatives Gestalten
  • Genussgruppe

Ansprechpartnerin: 

Katharina Mosich
Leitende Ärztin (kommissarische Chefärztin)
Fachärztin für Innere Medizin, für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie