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MEDIAN Klinik Bad Gottleuba

Rehabilitation und Erholung in einzigartiger Landschaft

Im romantischen Gottleubatal zwischen Osterzgebirge und Sächsischer Schweiz finden Sie in unserem wunderschönen Parkgelände ideale Bedingungen für Ihre Genesung. In unseren sechs Kliniken bieten wir Ihnen ein hohes Maß an fachlicher Kompetenz.

  • Klinik für Orthopädie/Traumatologie und Osteologie
  • Klinik für Psychosomatik
  • Klinik für Familien
  • Klinik für Kinder- und Jugendrehabilitation
  • Klinik für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Klinik für Gastroenterologie und Stoffwechselerkrankungen

Bad Gottleuba-Berggießhübel ist ein Doppelkurort, Bad Gottleuba ist Moorheilbad und Berggießhübel Kneippkurort.

Die Geschichte unserer Klinik reicht bis in das Jahr 1913 zurück. Damals wurde die Einrichtung als erste Arbeiterheilstätte Deutschlands eröffnet.

Eine Klinik mit einer mehr als 100-jährigen Tradition

1363 wurde Bad Gottleuba erstmals urkundlich erwähnt und 1463 erhielt der Ort das Stadtrecht. 1865 wurde her auf Grund der außerordentlich günstigen klimatischen Verhältnisse (350 - 400 m Höhenlage) das erste städtische Kurbad als Moor- und Stahlbad erbaut.

Nachdem die Landesversicherungsanstalt des Königreiches Sachsen das schöne Fleckchen Erde im oberen Teil des Gottleuba-Flusses entdeckt hatte, entstand in den Jahren 1909 - 1913 nun das erste Arbeitersanatorium Deutschlands.

Die Heilstätte wurde im Jugendstil und in Pavillionbauweise an einem Südhang errichtet, umgeben von einer 28 ha großen Waldparkanlage. Besonders erwähnenswert ist das attraktive, in schlossartiger Bauweise errichtete Kurmittelhaus, das der gesamten Heilstättenanlage ein besonderes Gepräge verleiht. Bis 1938 fanden hier ca. 100.000 Patienten Heilung und Genesung.

1937 erhielt Gottleuba die staatlich anerkannte Bezeichnung "Bad". Im 2. Weltkrieg diente der Komplex als Lazarett. Nach Kriegsende wurde 1952 der Sanatoriumsbetrieb wieder aufgenommen. Im Jahr 1954 wurde der Einrichtung die offizielle Bezeichnung "Kliniksanatorium" als Würdigung für die medizinischen Leistungen verliehen.

1978 wird Bad Gottleuba anerkannter staatlicher Kurort.

Im Jahr 1991 beauftragt die LVA Sachsen die TRIA Immobilienanlagen und Verwaltungs GmbH ihr Eigentum, die Klinik, zu betreiben. Damit begann ein neuer Entwicklungsabschnitt, der geprägt war durch eine Modernisierung der alten Bausubstanz, die vollständige technische Modernisierung der Anlage sowie Ergänzung durch notwendige Neubauten, wie die Herz-Kreislauf- und die Orthopädische Klinik. Nach erfolgter Rekonstruktion und Erweiterung konnten wieder bis zu 650 Patienten im Gesundheitspark Bad Gottleuba zu allen Jahreszeiten Genesung und Lebensfreude finden.

Heute sind auf dem Gelände als MEDIAN Klinik Bad Gottleuba sechs Fachkliniken vereint: Klinik für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Klinik für Orthopädie/ Traumatologie und Osteologie, Klinik für Gastroenterologie und Stoffwechselerkrankungen, Klinik für Psychosomatik, Klinik für Kinder und Jugendliche und die in Sachsen einmalige Familienklinik.

Der Gesundheitspark feierte am 19. Mai 2013 sein 100-jähriges Bestehen. Wer die Geschichte des Gesundheitsparks Bad Gottleuba hautnah erleben möchte, ist in die historischen Sammlungen direkt im Klinikgelände herzlich eingeladen.

Von der Arbeiterheilstätte zum Gesundheitspark

Am 19. Mai 1913 beginnt in der Geschichte der Rehabilitation ein neues Kapitel. Der Vorsitzende des Vorstandes der Landesversicherungsanstalt des Königreiches Sachsen übergibt in dem Bergstädtchen Gottleuba die erste Heilstätte für Arbeitnehmer. Diese medizinische Fürsorge ging zurück auf die vor der Jahrhundertwende unter dem Reichskanzler Otto von Bismarck erlassenen Sozialgesetze, die zur Einrichtung von Krankenkassen führten und die Durchführung von Heilverfahren ermöglichten.

Neun Männer - Bäcker, Angestellte, Schriftsetzer, Arbeiter, Dreher und Schlosser - waren die ersten Patienten. In einer Zeit, da es keinerlei Urlaubsregelungen für sie gab, erhielten sie als erste Kurpatienten die Möglichkeit für Rekonvaleszenz und Bewahrung von Invalidität. Die Behandlungen bezogen neueste Erkenntnisse der Rehabilitations- wissenschaft ein und stützten sich für die Diagnostik auf ein klinisch-chemisches Labor und eine Röntgenabteilung, auch bestand eine Anstaltsapotheke.

Die Betreuung und Versorgung der Patienten war eingebettet in ein Gesamtkonzept aus Architektur, Wirtschaft und Technik, das die Königlich-Sächsischen Architekten Schilling und Gräbner gemäß der Auffassung des Jugendstils als Gesamtkunstwerk erbaut hatten. Weder Provinzionalität noch Luxus, sondern kultureller Anspruch an einen Zweckbau kennzeichneten den ersten großen Rehabilitationskomplex für Arbeiter in Deutschland.

Auf einer Fläche von 28 Hektar wurden 35 Gebäude errichtet. Mittelpunkt dieses imposanten Ensembles mitten in einer Parkanlage ist das schlossartige Kurmittelhaus. Es ist von den Logierhäusern umgeben. Wirtschaftsgebäude - eine Küche und eine Wäscherei, sowie ein Kesselhaus und ein Maschinenhaus am Rande vervollständigen die Anlage. Ausgestattet mit einem Kulturhaus, geeignet für Konzerte und Theateraufführungen, war die Heilstätte Gottleuba traditionellen Kureinrichtungen mindestens gleichwertig.

Wirtschaftliche und politische Ereignisse, wie die Inflation in den zwanziger Jahren, die Weltwirtschaftskrise der dreißiger Jahre, der Erste und Zweite Weltkrieg, führten zu Unterbrechungen des Kurbetriebes.

Unter der Bezeichnung Sanatorium konnte ab 1949/ 50 der Kurbetrieb wieder vollständig aufgenommen werden. Am 1. Januar 1954 erfolgte die Anerkennung des Sanatoriums als erster Einrichtung im Kur- und Bäderwesen der DDR als Kliniksanatorium. Es bildeten sich vier Fachabteilungen heraus: Kardiologie und Angiologie, Rheumatologie, Gastroenterologie sowie Kinderkrankheiten.

1969 entstanden die Chefarztbereiche Kardiologie- Angiologie, Gastroenterologie, Rheumatologie und Kinderkuren. Die auf den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Betreuung von jährlich etwa 5300 Patienten und die Beiträge zur Entwicklung der Balneologie und Kurorttherapie fanden 1970 Ausdruck in der Würdigung als Leit- Kureinrichtung für den Bezirk Dresden.

Die Veränderung der politischen Verhältnisse, die schließlich zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten führte, brachte die Rückübertragung an die neu gegründete Landesversicherungsanstalt Sachsen. Diese übergab die Kureinrichtung 1991 in die private Trägerschaft der TRIA Immobilienverwaltungs GmbH. Heute sind unter der Bezeichnung Gesundheitspark sechs Fachkliniken vereint: Klinik für Herz- Kreislauf- Erkrankungen, Klinik für Orthopädie/ Traumatologie und Osteologie, Klinik für Gastroenterologie und Stoffwechselerkrankungen, Familienklinik, Klinik für Psychosomatik, Klinik für Kinder und Jugendliche.

Die Medizinhistorischen Sammlungen

In der MEDIAN Klinik Bad Gottleuba befindet sich die Medizinhistorische Ausstellung im ehemaligen Maschinenhaus der Heilstätte.

In der Ausstellung sind unter anderem zu sehen:

  • Eine Röntgenabteilung aus dem Jahr 1929
  • Die Originaleinrichtung eines Operationssaales von 1930
  • Möbel aus einem Patientenzimmer der Heilstätte Gottleuba von 1913
  • Ein historisches Laboratorium
  • Eine französische Massagedusche
  • Ein subaquales Darmbad
  • Historisches Instrumentarium zur Wasserbehandlung
  • Medizinische Instrumente und Geräte aus zwei Jahrhunderten
  • Das historische Leichenhaus von 1913

Die medizinhistorische Ausstellung ist wie folgt geöffnet:

Dienstag                          13.00 Uhr - 17.00 Uhr
Samstag                          13.00 Uhr - 17.00 Uhr
Sonntag                           10.00 Uhr - 17.00 Uhr

Sonderführungen sind nach vorheriger Absprache auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

Die Einrichtung ist behindertengerecht ausgestattet.

Jeden 2. und 4. Mittwoch laden wir um 15.00 Uhr zum „Historischen Klinikspaziergang" ein. Treffpunkt ist die Klinik Giesenstein. Dabei zeigen wir Ihnen die Parkanlage und vermitteln Interessantes und Wissenswertes aus der Geschichte des Gesundheitsparks.

Jeden 1. und 3. Dienstag führen wir um 15:00 Uhr durch die Medizinhistorische Dauerausstellung.

www.medizinhistorische-sammlungen-gottleuba.de