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Letzte Bewohnerin verlässt MEDIAN Haus St. Georg Nordrach

Die letzte Bewohnerin des Fachpflegeheims MEDIAN Haus St. Georg Nordrach, das Ende August geschlossen wird, hat heute die ehemalige Pflegeeinrichtung für psychisch- und abhängigkeitskranke Menschen verlassen. Alle 97 Bewohner sind damit erfolgreich auf neue Plätze in andere Pflegeeinrichtungen vermittelt worden. „Wir sind stolz darauf, dass wir in einer gemeinsamen Anstrengung, diese schwere letzte Hürde erfolgreich geschafft haben“, so Anja Cappeller, Abteilungsleiterin Soziotherapie bei MEDIAN. „Mein Dank geht insbesondere an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich bis zuletzt gemeinsam mit dem Unternehmen MEDIAN der Verantwortung für die uns anvertrauten Menschen gestellt haben.“ Besonders schwer war die Aufgabe deshalb geworden, weil sowohl der Landkreis als auch die Heimaufsicht des Landkreises Ortenau das Team der Einrichtung so gut wie nicht unterstützt hatten.

Schwierige Aufgabe mit wenig Unterstützung

„Es war wirklich keine leichte Aufgabe, für alle Bewohner adäquate neue Plätze zu finden“, erklärt Hans-Jürgen Sobotta, Kaufmännischer Leiter der Einrichtung. „Bei uns haben Menschen gewohnt, die psychisch krank sind und eine qualitativ hochwertige Langzeitbetreuung brauchen. Da eignet sich nicht jede Pflegeeinrichtung. Trotzdem haben wir von befreundeten Einrichtungen schnell positive Signale bekommen, wenn Plätze zur Verfügung standen.“ Aufgrund der schwierigen Vermittlungslage habe man bei der Suche allerdings den Radius um die Einrichtung immer weiter vergrößern müssen – vom bevorzugten Landkreis Ortenau bis zuletzt nach Bad Krozingen, Karlsruhe, Stuttgart und sogar ins Saarland hinein. Dabei mussten zahlreiche Interessen von Betroffenen, Betreuern und auch Kostenträgern berücksichtigt werden. „Wir hätten uns in dieser Phase wirklich sehr über etwas mehr Unterstützung durch den Landkreis gefreut“, so Sobotta. „Doch letztendlich ist alles an den verbleibenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hängen geblieben.“ MEDIAN hatte sich nach der im Mai angekündigten Schließung der Einrichtung mit Nachdruck für die Bewohner des Hauses stark gemacht und auch die Kosten für den Umzug in andere Einrichtungen übernommen.

Beschäftigte sind fast alle versorgt

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachpflegeheims MEDIAN Haus St. Georg Nordrach haben fast durchweg neue Beschäftigungen gefunden, ergänzt Hans-Jürgen Sobotta. Zwar bedauere er, dass aufgrund größerer Entfernungen keiner der Beschäftigten die Angebote an Arbeitsplätzen in anderen MEDIAN Kliniken angenommen hätte, aber keiner der 35 Beschäftigten werde nach derzeitigem Stand ohne Perspektive zurückgelassen. Darüber hinaus bestünden zum Teil lange Kündigungsfristen, so dass nicht jeder tatsächlich am 31. August seinen letzten Arbeitstag habe. Bis zum 29. Februar, so die derzeitig Planung, arbeitet ein kleiner Stab an Mitarbeitern noch in der Immobilie, um letzte Verwaltungsarbeiten zu erledigen.

Rechtliche Vorgaben führen zur Schließung

MEDIAN hatte Mitte Mai die Schließung des MEDIAN Haus St. Georg Nordrach für Ende August angekündigt, weil die baden-württembergische Landesheimbauverordnung rechtlich vorschreibt, dass ab 1. September 2019 nur noch Einzelzimmer belegt werden dürfen. Das wäre in der denkmalgeschützten Immobilie nicht oder nur mit erheblichen Investitionen umzusetzen gewesen, die zu einer deutlichen wirtschaftlichen Schieflage der Einrichtung geführt hätten. MEDIAN hatte vier Jahre lang versucht, eine Sondergenehmigung bei den zuständigen Behörden des Landkreises Ortenau zu bekommen, um die therapeutische Arbeit in der bestehenden Konstellation fortsetzen zu können. Bis in den April hinein hatte MEDIAN alternativ einen Käufer für das Haus St. Georg gesucht, der es hätte weiterbetreiben können. Aber auch dieser Versuch blieb erfolglos.

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