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PC-/Internetgebrauch (Computersucht, Onlinesucht, Internetsucht)

Computersucht oder Internetsucht: Die als „pathologischer PC-/Internetgebrauch“ bezeichnete Störung ist inzwischen in Deutschland als eigenständiges Krankheitsbild anerkannt und die Kosten für eine stationäre Behandlung (mit Nachsorge an spezialisierten Beratungsstellen) werden von den Renten- bzw. Krankenversicherungen übernommen.

Die negativen Auswirkungen der sog. Computersucht oder Internetsucht reichen zum Teil so weit, dass Familie, Partner, Freunde, der Beruf und die Gesundheit des Betroffenen durch die exzessive Nutzung von Computer oder Smartphone stark in Mitleidenschaft gezogen werden können.

Wie erkenne ich PC-/Internetgebrauch?

PC-/Internetaktivität

Experten erkennen eine Computersucht oder Internetsucht unter anderem daran, wie oft und lange sich jemand mit dem Computer beschäftigt, wie sich sein Erleben dadurch verändert und welche negativen Folgen es für ihn als Person und für seine Lebenssituation hat. Als „pathologisch“, sprich krankhaft, gilt es, wenn die angeführten Kriterien mehrheitlich zutreffen:

„Exzessives Verhalten“

Wenn 70 oder mehr Stunden pro Woche schul- oder berufsfremd oder mehr als 30 Stunden ohne Pause mit Gamen, Chatten oder Surfen/Streamen verbracht werden.

„Versunkenheit“

Ein Merkmal des pathologischen PC-/Internetgebrauchs (sog. Computer- bzw. Internetsucht) ist die intensive Fokussierung auf das virtuelle Geschehen. Die Wahrnehmung der Realität tritt zurück. Experten nennen diesen Zustand „Immersionserleben“ oder „Versunkenheit“. Exzessive PC-/Internetnutzer versinken oft komplett in die virtuelle Erlebniswelt.

„Verlorenheit“

Diese „Versunkenheit“ kann bis zur völligen Vernachlässigung des Alltags führen: Beziehungen, Hausarbeit, körperliche Bedürfnisse, schulische oder berufliche Anforderungen. Die „Versunkenheit“ wird zur „Verlorenheit“. Der unter Computer- oder Internetsucht Leidende wendet sich vollständig ab von der Realität, ist kaum erreich- oder ansprechbar.

Reduzierte Fähigkeit zur Handlungskontrolle

Handlungen werden weniger bewusst, sondern spontan durch die vom Computer gegebenen Reize ausgelöst. Ein Teufelskreis entsteht: Durch die Internet- oder Computersucht werden reale Erlebnismöglichkeiten ignoriert. Freunde, Stadtbummel oder Sport werden kaum wahrgenommen. Die Betroffenen empfinden den Computer als einzig attraktive Beschäftigung.

Welche Auswirkungen hat die sog. Computer- oder Internetsucht?

Der exzessive PC-/Internetgebrauch kann die Verfassung eines Menschen und seines Umfeldes beeinträchtigen. Die Störung verursacht oder verstärkt u.a.:

  • Rückenbeschwerden
  • Störungen des Schlaf-wach-Rhythmus
  • Essstörungen mit Übergewicht
  • Begleitender Tabak-, Alkohol- und Cannabismissbrauch

Auf psychischer und sozialer Ebene führt die Computer- oder Onlinesucht etwa zu:

  • Depressiven Verstimmungen und sozialer Ängstlichkeit
  • Konflikten in der Familie
  • Vernachlässigung oder zum Abbruch von Schule und Ausbildung
  • Zum Verlust des Jobs

Wie entsteht PC-/Internetsucht?

Alle Formen der oft als Computer- oder Internetsucht bezeichneten Störung erfüllen die Merkmale des kindlichen Spielens: Wie hier geht es auch beim Gamen, Chatten oder Surfen darum, real so nicht erfüllbare Wünsche in einer Fantasiewelt bzw. virtuellen Welt scheinbar zu verwirklichen. Geschieht dies mit einem Gefühl von Unterlegenheit oder Minderwertigkeit, ist das Risiko für die Erkrankung erhöht. Fehlende berufliche Perspektiven, soziale Enttäuschungen und Probleme bei der Alltagsbewältigung machen das Medium PC/Internet zum universellen „Lieblingsspielzeug“. Deshalb erkranken oft Personen, die sich durch Herkunft, Bildungsstand, gesellschaftliche oder familiäre Situation benachteiligt fühlen.

Wo finden Menschen Hilfe?

Der pathologische PC-/Internetgebrauch (Computersucht oder Internetsucht) ist ein eigenständiges Krankheitsbild. Die Kosten für eine stationäre Behandlung für die Dauer von circa zehn Wochen sowie die anschließende Nachsorge an einer Suchtberatungsstelle werden von den Rentenversicherungsträgern und Krankenkassen übernommen.

Sind Sie selbst oder jemand aus Ihrem Umfeld von einer sogenannten Computer- oder Internetsucht betroffen? MEDIAN verfügt über eine mehrjährige Erfahrung in der Therapie von Computer- bzw. Online- oder Internetsucht.