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Reha nach Amputation in den MEDIAN Kliniken

Der Verlust eines Armes oder Beines durch Unfall, Durchblutungsstörung, Diabetes mellitus, chronische Entzündung oder Tumor stellt für jeden Menschen eine einschneidende Situation dar. Für die bestmögliche Versorgung mit einer Arm- oder Beinprothese sowie die psychische und physischen Stärkung der Betroffenen ist eine Rehabilitation nach einer Amputation in einer spezialisierten Klinik notwendig und hilfreich. Dies fordert auch die geltende Leitlinie für die Rehabilitation nach Major-Amputation.

Rehabilitation ist immer eine Teamleistung - vor allem nach einer Amputation. Dies zeigt sich insbesondere bei der speziellen Versorgung, z.B. nach der Amputation eines Armes oder Beines. In unseren MEDIAN Rehakliniken verfügen wir über entsprechend ausgebildete Krankenschwestern und Pfleger, die sich im Wundmanagement auch größerer Wunden auskennen. Nach Amputation im Bereich des Unterschenkels oder auf Höhe des Knies (Knie-Exartikulation) kann im Rahmen der Reha direkt ein Gehtraining mit einer wiederverwendbaren, pneumatischen Übungsprothese begonnen werden. Bei Amputationen im Bereich des Oberschenkels erfolgt zunächst eine Vorbereitung des Stumpfes (Stumpfkonditionierung) und dann sehr zeitnah die Anfertigung einer ersten individuellen Prothese, welche als Interimsprothese gefertigt ist.

Ein speziell geschultes Team aus Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Krankenschwestern und Pflegern sowie Psychologen und Sportwissenschaftlern sorgt in usneren MEDIAN Rehakliniken für eine optimale Mobilisation des Patienten.

Ablauf der Reha nach Amputation

Nach Anfertigung einer ersten individuellen Prothese als Interimsprothese erfolgen bei der Reha nach einer Amputation ein Gehtraining und eine umfangreiche Prothesengebrauchsschulung, also das Erlernen des Umgangs mit der Prothese.

Im weiteren Verlauf ändern sich die Stumpfumfänge deutlich (der Stumpf wird schlanker), sodass engmaschige Nachpassungen der Prothese durch den jeweiligen Orthopädietechniker erfolgen.

Technische Orthopädie

Die technische Orthopädie hat in den vergangenen Jahren durch den Einzug der elektronischen Steuerungen einen deutlichen Fortschritt erlebt. Gerade die Verwendung von elektronisch gesteuerten Kniegelenkssystemen (z.B. C-Leg) stellt für Patienten, welche oberhalb des Knies amputiert wurden, einen deutlichen Fortschritt bezüglich der Gang- und Standsicherheit dar.

Während des stationären Aufenthaltes in einer der MEDIAN Rehakliniken kann bei geeigneten Patienten eine Erprobung dieser elektronischen Gelenksysteme erfolgen.

Therapie von Phantomschmerzen im Rahmen der Reha nach einer Amputation

Nach der Amputation eines Armes oder Beines können Phantomschmerzen auftreten, d.h. die nicht mehr vorhandene Hand oder der verlorene Fuß wird als schmerzhaft wahrgenommen. Neben entsprechend geeigneten Medikamenten (z.B. Lyrica® Pregabalin) kommen bei der Rehabilitation nach einer Amputation insbesondere die Spiegeltherapie, Triggerpunkt-Therapie und kontralaterale TENS-Therapie zum Einsatz, welche von Beginn des stationären Aufenthaltes an mit dem Patienten geübt werden.

Psychologische und sozialmedizinische Betreuung nach einer Amputation in den MEDIAN Kliniken

Da der Verlust eines Armes oder Beines einen einschneidenden Eingriff in die Integrität des Menschen darstellt, werden die Patienten während des gesamten stationären Aufenthaltes in einer unserer MEDIAN Rehakliniken durch erfahrene Psychologen begleitet. Darüber hinaus, erfolgt eine umfangreiche sozialmedizinische Beratung bezüglich des Arbeitsplatzes und des häuslichen Umfeldes.

Ziel der Rehabilitation nach Arm- und Beinamputation

Das Ziel nach einer Amputation stellt somit eine ganzheitliche Rehabilitation dar. Der Betroffene soll nicht nur nach dem neuesten Stand der Technik und entsprechend seines Mobilitätsgrades mit einer für ihn geeigneten Prothese versorgt werden, sondern auch sicher mit derselben umgehen können. Die Wiedererlangung der selbstständigen Fortbewegung (mit und ohne Unterarmgehstützen; in Abhängigkeit von der Schwere der Erkrankung) steht im Fokus der Rehabilitation bei MEDIAN. Darüber hinaus ist das Ziel der Reha nach einer Amputation eine möglichst weitgehende Beschwerdefreiheit sowie die Rückkehr in ein vorbereitetes häusliches und berufliches Umfeld.

FAQs bei Amputationen

Bei einer Amputation muss ein Körperteil chirurgisch entfernt werden, weil das Gewebe abgestorben oder auch von Krebszellen befallen ist. Der Chirurg versucht immer, so viel Gewebe wie möglich zu erhalten. Allerdings muss totes Gewebe entfernt werden, weil sonst eine hohe Infektionsgefahr besteht. 

Häufig kommt es aufrund von Durchblutungsstörungen zur Unterversorgung im Gewebe, das in der Folge abstirbt. Beispielsweise entstehen aufgrund der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) Verkalkungen in den Arterien der Beine, die im Verlauf zu einer Amputation führen können. 

Auch durch bösartige Krebszellen kann es zu Amputationen kommen, da die Streuung in weitere Körperteile vermieden werden soll.

Nicht zuletzt kommt es durch Unfälle im Verkehr oder mit Arbeitsmaschinen häufig zu Verletzungen, die Extrimitäten so stark betreffen, dass eine Amputation notwenidg wird.

In der Reha erhalten Sie oftmals eine Prothese als Ersatz für den amputierten Körperteil und lernen den Umgang damit. Die Prothese wird im weiteren Rehaverlauf immer weiter angepasst. Zudem wird in der Reha der Verlust des Körperteils therapeutisch aufgearbeitet und Akzeptanz der Prothese erlernt, um im neuen Alltag anzukommen. 

Nach der Amputation eines Körperteils können Phantomschmerzen auftreten, d.h. die nicht mehr vorhandene Hand oder der verlorene Fuß wird als schmerzhaft wahrgenommen. Diese Schmerzen können zum einen medikamentös behandelt werden. In der Reha kommen zudem spezielle Therapien wie Spiegeltherapie, Triggerpunkt-Therapie und kontralaterale TENS-Therapie zum Einsatz.

Die Dauer einer Anschlussheilbehandlung (AHB) oder einer Berufsgenossenschaftlichen Stationären Weiterbehandlung (BGSW) liegt bei ca. 3 Wochen. Danach erfolgt die weitere Betreuung durch den Haus- oder Facharzt. 

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