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MEDIAN Kliniken halten Einschränkungen für Besuche in Kliniken aufrecht

In den Kliniken der MEDIAN Gruppe bleiben die Einschränkungen bei Besuchen für Patienten bestehen – trotz der neuen Verordnungen der Bundesländer, welche die Besuchsregelungen in Kliniken und Heimen bis zum 5. Juni lockern. „Besuche sind aus unserer Sicht in der derzeitigen Situation nicht möglich”, erklärt dazu CEO Dr. André M. Schmidt. „Sie führen unser speziell ausgearbeitetes Hygienekonzept ad absurdum. Ab nächster Woche testen wir jeden neuaufgenommenen Patienten. Jeder zusätzliche Kontakt nach außen erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Virus in unsere Kliniken und Einrichtungen gelangt. Darum setzen wir uns für einen weiteren Besucher-Stopp ein und sehen uns dabei Seite an Seite mit den Kostenträgern, die ebenfalls ein Besuchsverbot von uns einfordern.”

Nach Einschätzung von MEDIAN führen die neuen Besucherregelungen zu einem sehr starken Druck auf die Kliniken und Einrichtungen bei gleichzeitig unsicherer Situation bei den Neuinfektionen. Darum stellt sich das Gesundheitsunternehmen mit seinen rund 120 Häusern konsequent gegen Lockerungen – auch in den Bereichen der psychosomatischen und Sucht-Rehabilitation. „Gerade weil sich Deutschland jetzt weiter öffnet und die Gefahr besteht, dass sich Infektionsketten wieder unkontrolliert entwickeln, müssen wir als Reha-Betreiber umso vorsichtiger sein“, betont Dr. Schmidt.

Gefährdung potenziert sich

„Selbst wenn ein Patient nur eine feste Bezugsperson täglich eine Stunde unter Einhaltung der Hygienevorschriften empfängt, sind das bei großen Häusern bis zu 250 Besucher am Tag und 1.750 Besucher pro Woche, die hygienisch einwandfrei durch die Klinik geschleust werden müssen”, erklärt MEDIAN COO Dr. Florian Frensch die Situation. „Das birgt ein erheblich potenziertes Risiko für unsere Patienten und Beschäftigten. Dazu kommt erschwerend, dass unterschiedliche Regelungen seitens der Bundesländer, ja sogar bis hin zu einzelnen Landkreisen, bestehen, die berücksichtigt werden müssen. Wir warnen ausdrücklich davor, dass diese Situation eskalieren kann.”

„Wir haben großes Verständnis für den Wunsch, während des Klinikaufenthaltes Besuch zu empfangen oder Angehörige in der Reha zu besuchen“, sagt Dr. Schmidt. „Aber wir müssen jetzt abwägen zwischen einem starken gesundheitlichen Gefährdungspotenzial für unsere Patienten – von denen viele aufgrund von Vorerkrankungen zur Risikogruppe gehören – und der psychologischen Unterstützung durch Familie und Freunde.“ In der aktuellen Phase habe man sich zugunsten einer sicheren und erfolgreichen Reha für die Patienten entschieden, die ja in jedem Fall telefonisch Zuspruch von ihren Angehörigen erhalten könnten.

Ausnahme im Einzelfall gebe es natürlich. „Wir haben immer Besuche bei Schwerstkranken zum Beispiel im Bereich der Onkologie oder in der neurologischen Früh-Reha ermöglicht und werden das auch weiterhin tun”, relativiert der Geschäftsführer die Einschränkungen. „Wir können sicher auch nicht vermeiden, dass es außerhalb unserer Kliniken zu Kontakten von Patienten und Besuchern kommt. Aber wir wollen alles, was in unserer Macht steht, mit Nachdruck umsetzen, um eine Gefährdung auszuschließen.” Dazu gehöre auch, dass man die eigenen Mitarbeiter schult, mit Schutzbekleidung ausstattet und großzügig testet.

Hygienekonzept mit Tests für alle Patienten

Um Patienten und Beschäftigte vor einer Covid-19-Infektion zu schützen, geht MEDIAN die Extrameile: Unabhängig von Symptomen werden alle neu eintreffenden Patienten in den Einrichtungen einem PCR-Schnelltest (Polymerase-Ketten-Reaktion) nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) unterzogen. Ausnahmen gibt es nur für Patienten, die aus dem Krankenhaus einen aktuell negativen Befund vorweisen können, der weniger als 48 Stunden alt ist. Nach dem Abstrich in separaten Räumen werden die neuen Patienten zunächst bis zum Vorliegen des Testergebnisses isoliert in Einzelzimmern untergebracht und dort pflegerisch und ärztlich unter Beachtung der üblichen hohen Hygienestandards versorgt. Neuzugänge mit Erkältungssymptomen oder Kontakt zu Verdachtsfällen werden gesondert behandelt. Erst wenn – dank eines schnellen Laborservice – am nächsten Tag die negativen Ergebnisse des Tests vorliegen, können die Patienten an Therapien teilnehmen.

 „Wir testen jede Neuaufnahme, um einen möglichst sicheren Raum in der Reha für unsere Patienten zu schaffen und eine qualitativ hochwertige Behandlung möglich zu machen”, erklärt Dr. André M. Schmidt das Hygienekonzept. „Das ist die einzige Antwort, die man in der derzeit unsicheren Situation geben kann. Wir wissen nicht, wie sich die Infektionsraten in naher Zukunft entwickeln und ob und wann die drohende zweite Welle kommt. Darum bleiben wir beim Besuchsverbot und bitten um Verständnis bei den Angehörigen, dass wir – auch im Sinne ihrer Verwandten – Lockerungen und Freizügigkeit aus Sicherheitsgründen nicht mittragen können.”

 

Die MEDIAN Kliniken beteiligen sich mit einem umfangreichen Konzept an der Bewältigung der Covid-19-Pandemie. Neben einer Beratungshotline für Menschen mit seelischen Problemen durch Corona gehören dazu diverse Post-Corona-Rehabilitationen. Diese wurden von interdisziplinären Medical Boards entwickelt und werden einheitlich in allen MEDIAN Kliniken mit entsprechender Indikation angeboten:

median-kliniken.de/patienten-angehoerige/informationen-zu-corona

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