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Eine Frau macht ihre Hände vor ihr Gesicht und die anderen Personen flüstern

Das Leben leben

Seelische Stärke im Umgang mit Belastungen

Rehabilitation bei Mobbing

Mobbing ist keine eigenständige medizinische Erkrankung, kann jedoch erhebliche psychische und psychosomatische Belastungen auslösen oder verstärken. Häufig treten in diesem Zusammenhang Symptome wie Angststörungen, Depressionen, Schlafstörungen oder stressbedingte körperliche Beschwerden auf.

In den MEDIAN Kliniken unterstützen erfahrene Ärztinnen und Ärzte sowie Therapeutinnen und Therapeuten Betroffene dabei, die Folgen von Mobbing zu verarbeiten und neue Stabilitäts- und Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

Auf dieser Seite 

Ziele der Reha

Was Sie in der Reha bei Mobbing erreichen können

Eine Gruppe die zuhört

Menschen, die von Mobbing betroffen sind, benötigen eine umfassende und gezielte Behandlung, die zwei zentrale Aspekte berücksichtigt: Zum einen die Aufarbeitung der konkreten Mobbing-Erfahrungen, zum anderen die Behandlung der daraus entstandenen körperlichen und psychischen Symptome. Ziel der Rehabilitation ist es, beide Ebenen miteinander zu verbinden und Betroffene auf dem Weg zu Stabilisierung, Verarbeitung und neuer Handlungsfähigkeit zu unterstützen.

Was Sie in der Reha erwartet

Unser Behandlungsansatz in der Reha bei Mobbing

Mit den speziell entwickelten Therapieangeboten der MEDIAN Kliniken lernen vor allem Betroffene von Mobbing am Arbeitsplatz und Mobbing in der Schule, eigene Lösungswege zu finden und eine neue sinnvolle Arbeits- und Lebensperspektive aufzubauen.

Therapiebausteine der psychosomatischen Reha

Eine Frau und ein Mann die sich miteinander unterhalten

Psychotherapie

  • Fokus auf kognitiver Verhaltenstherapie (CBT) zur Veränderung negativer Denkmuster
  • Zusätzliche Ansätze wie Tiefenpsychologie und systemische Therapie
  • Schematherapie
  • Acceptance-Commitment-Therapie
Ein Mann der eine Übung macht mithilfe einer anderen Person

Sport- und Bewegungstherapie

  • Bewegung fördert die physische Gesundheit und unterstützt die psychische Stabilität
  • Physiotherapie hilft bei der Entspannung und dem Stressabbau
Die Person heben alle ihre beiden Hände

Entspannungs- und Stressbewältigungstechniken

  • Achtsamkeit, Meditation oder progressive Muskelentspannung helfen, Stress zu reduzieren und innere Ruhe zu finden.
Die Frau zeichnet und die Lehrerin schaut zu

Kunst- und Ergotherapie

  • Förderung der Handlungsfähigkeit im Alltag durch praktische Übungen
  • Kreatives Gestalten zur Steigerung von Selbstvertrauen und Lebensqualität
Die Schwester hat eine weiße Arbeitskleidung an

Medikamentöse Begleitung

In einigen Fällen werden Antidepressiva zur Stabilisierung des chemischen Ungleichgewichts im Gehirn eingesetzt.

Der Mann kocht in der Küche

Ernährungsberatung

Unterstützung bei gesunden Ernährungsgewohnheiten und Lebensstil

Der Pfleger hilft der Patientin bei der Übung

Berufliche Wiedereingliederung (MBOR)

Unterstützung bei beruflichen Veränderungen und Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber

Zwei Personen die ein Gespräch führen

Sozialberatung

  • Unterstützung bei sozialen und beruflichen Herausforderungen
  • Hilfestellung bei persönlichen und familiären Problemen zur Stärkung der sozialen Integration
Eine Gruppe die auf Matten Sport machen

Nachsorge

Ambulante Nachsorge zur langfristigen Sicherung der Therapieerfolge

Ablauf der psychosomatische Rehabilitation bei MEDIAN

Der Ablauf Ihrer psychosomatischen Rehabilitation bei MEDIAN ist strukturiert und individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.

Zwei Frauen die sich über eine Aufnahme und Erstuntersuchung unterhalten

Aufnahme und Erstuntersuchung

Zu Beginn der psychosomatischen Rehabilitation erfolgt eine gründliche ärztliche bzw. psychotherapeutische Aufnahmeuntersuchung, bei der Ihre persönliche Anamnese sowie Ihre Erwartungen und Ziele für die Reha besprochen werden. Gemeinsam definieren wir realistische Ziele, die in Ihrem individuellen Behandlungsplan festgehalten werden. Dieser Plan bildet die Grundlage für Ihre Therapie und wird regelmäßig an Ihre Fortschritte angepasst.

Die Frau führt eine Übung durch mit einem Zugband aufgrund ihres Therapieablaufs und Klinikalltag

Therapieablauf und Klinikalltag

Die Therapieeinheiten beinhalten eine Vielzahl von Behandlungsansätzen, darunter psychotherapeutische und medizinische Therapien sowie psychosomatische Verfahren. Mindestens einmal pro Woche erfolgt ein psychotherapeutisches Gespräch, um den Fortschritt zu überwachen und den Behandlungsplan gegebenenfalls anzupassen. Bei Bedarf können ärztliche Sprechstunden vereinbart werden.

Die zwei Personen unterhalten sich im Rahmen einer Sozialberatung für die Nachsorge und den Abschluss

Abschluss und Nachsorge

Zum Ende Ihrer Reha besprechen wir mit Ihnen geeignete Nachsorgeangebote, die Ihnen helfen, Ihre Fortschritte zu sichern und die erlernten Selbsthilfestrategien in den Alltag zu integrieren. Hierzu gehören gegebenenfalls ambulante Nachsorge oder der Zugang zu Selbsthilfegruppen. Ziel ist es, dass Sie Ihre Reha-Erfolge auch nach dem Aufenthalt bei MEDIAN weiter ausbauen und langfristig stabilisieren können.

Verstehen, erkennen, behandeln

Mobbing verstehen: Ursachen, Symptome und Folgen

Mobbing bezeichnet das wiederholte, regelmäßige und anhaltende Schikanieren, Quälen und Verletzen eines Menschen durch eine andere Person oder eine Gruppe. Dabei findet Mobbing vorwiegen am Arbeitsplatz, in der Schule und im Internet statt, aber auch in Familien, Vereinen und anderen sozialen Gruppen. Zumeist gerät auch das gesamte persönliche Umfeld eines Mobbingopfers durch die Folgen von Mobbing in Mitleidenschaft. So macht sich die immense psychische Belastung der Mobbingopfer nicht selten etwa in übertriebenen Reaktionen bei Konflikten in Partnerschaft und Familie bemerkbar. Gerade deshalb ist Hilfe für die Betroffenen von Mobbing so wichtig. 

Wie verbreitet ist Mobbing?

Rund drei Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland sind von Mobbing am Arbeitsplatz betroffen. Auch für Kinder und Jugendliche ist Mobbing in der Schule längst Realität. Die Dunkelziffer dürfte jedoch deutlich höher liegen, da sich Betroffene häufig erst in äußerster Not an die Öffentlichkeit wenden und Hilfe suchen. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein bei Arbeitgebern und Schulen für die gravierenden, auch finanziellen, Folgen von Mobbing. Entsprechend verstärkt werden präventive Maßnahmen und gezielte Aufklärungsangebote entwickelt, um Mobbing frühzeitig entgegenzuwirken.

Ursachen von Mobbing am Arbeitsplatz

Fachlich wird beim Mobbing am Arbeitsplatz häufig zwischen zwei Formen unterschieden: Bossing, also Mobbing durch Vorgesetzte, und Staffing, bei dem Kolleginnen und Kollegen auf gleicher Hierarchieebene oder unterstellte Mitarbeitende beteiligt sind. Die Entstehung von Mobbing am Arbeitsplatz ist meist multifaktoriell. Häufig wirken mehrere berufliche, soziale und persönliche Faktoren zusammen, darunter:

Eine Person trägt einen Rucksack und geht im Wald spazieren
  • ein schlechtes Betriebsklima

  • hoher Leistungsdruck oder drohender Arbeitsplatzverlust

  • Arbeitsüberlastung oder Unterforderung

  • Unsicherheiten und Existenzängste

  • Schwierigkeiten in der Konfliktbewältigung

  • Kommunikations- oder Verständigungsprobleme

  • erhöhte emotionale Verletzlichkeit

  • unzureichende Stressbewältigung

Ursachen für Mobbing in der Schule

Mobbing an Schulen entsteht in der Regel nicht durch eine einzelne Ursache, sondern durch das Zusammenspiel verschiedener individueller, sozialer und struktureller Faktoren. Auch ungünstiges Klassen- oder Schulklima kann die Entstehung und Aufrechterhaltung von Mobbing begünstigen. Mögliche Risikofaktoren sind unter anderem:

Eine Gruppe die zusammen ein Foto machen
  • hoher Leistungs- und schulischer Druck

  • mangelnde emotionale Unterstützung und Fürsorge im Umfeld

  • instabile oder belastete familiäre Strukturen

  • erhöhte Gewaltbereitschaft einzelner Schülerinnen und Schüler

  • fehlender respektvoller Umgang miteinander

  • unzureichende soziale oder freizeitbezogene Angebote

Mobbing erkennen

Mobbing liegt vor, wenn eine Person über einen längeren Zeitraum hinweg wiederholt von Einzelnen oder Gruppen systematisch schikaniert, ausgegrenzt oder herabgesetzt wird. Diese anhaltenden Belastungen können sowohl psychische, körperliche als auch soziale Folgen haben. In schweren Fällen kann es zu einer deutlichen Einschränkung der Leistungsfähigkeit bis hin zu Arbeits- oder Schulunfähigkeit kommen.

Eine Frau sitzt auf der Couch und guckt zum Fenster

Typische Anzeichen

  • Betroffene werden häufig unterbrochen oder nicht ausreden gelassen
  • sie werden ignoriert oder sozial ausgegrenzt
  • ihnen werden unangemessene oder entwürdigende Aufgaben übertragen
  • sie werden herabgewürdigt oder lächerlich gemacht
  • ihre Privatsphäre wird verletzt oder öffentlich infrage gestellt
  • es werden Gerüchte oder falsche Informationen verbreitet
  • wichtige Informationen werden vorenthalten oder manipuliert
  • sie werden verbal beleidigt, bedroht oder gedemütigt
  • in seltenen Fällen kommt es zu Androhung oder Anwendung körperlicher Gewaltt

Folgen von Mobbing

Die Folgen von Mobbing können schwerwiegend sein. Neben Kränkung und reduzierter Leistungsfähigkeit leiden Mobbingopfer zumeist unter ausgeprägten körperlichen und seelischen Beschwerden.

Eine Person die auf einer Bank sitzt vor einem Teich
  • Schlaf- und Konzentrationsstörungen
  • Nervosität
  • Depressionen
  • Erschöpfungszustände
  • Angstreaktionen
  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Störungen
  • Selbstwertkrisen
  • Tinnitus
  • Suizidalität (Selbstmordgefährdung)
  • Albträume
  • Erhöhte Medikamenteneinnahme oder Alkoholkonsum
Eine Person die sich das Buch an den Kopf hält

Opfer von Mobbing am Arbeitsplatz zeigen häufig:

  • Dienst nach Vorschrift
  • Ausgeprägtes Misstrauen und Ohnmachtsgefühle
  • Innere Kündigung
  • Deutlich verminderte Leistungsfähigkeit

 

Opfer von Mobbing in der Schule reagieren oft mit:

  • Ablehnendem oder vermeidendem Schulverhalten
  • Massiven Trennungsängsten, da sie ihre schützende familiäre Umgebung nur ungern verlassen

Transparent und nachvollziehbar

Qualität bei MEDIAN in Zahlen

Im Jahr 2024 haben wir bei MEDIAN über 34.000 Patientinnen und Patienten in der psychosomatischen Reha erfolgreich behandelt. Unsere Therapieansätze erzielen messbar nachhaltige Verbesserungen, wie die Ergebnisse unsere digitalen Zufriedenheitsbefragung verdeutlichen.

96 von 100 Qualitätspunkten

2024 erfüllten unsere psychosomatischen Fachabteilungen die Reha-Vorgaben in hervorragender Weise.

Quelle

83 % Zufriedenheit

83% unserer Patientinnen und Patienten sind mit der Therapie in der psychosomatischen Rehabilitation bei MEDIAN zufrieden.

Quelle

75 % Spürbare Wirkung

75% unserer Patientinnen und Patienten berichteten über ein gesteigertes Wohlbefinden nach der Reha.

 

Quelle

Unsere Kliniken für psychosomatische Reha bei Mobbing