Kontakt

Wir freuen uns auf Ihren Anruf in der Zentrale unter:

+49 (0)30 530055-0


Reha nach Schulter-OPs und -Verletzungen

Am häufigsten erfolgt eine orthopädische Reha für die Schulter nach einer Schultergelenkersatz-OP. Diese wird meist aufgrund eines fortgeschrittenen Verschleißes des Schultergelenkes vorgenommen. Dabei soll einer zunehmenden Bewegungseinschränkung und vor allem einem zunehmenden Schmerz im Schultergelenk entgegengewirkt werden.

Ein weiterer Grund für eine orthopädische Rehabilitation ist der Bruch des Oberarmknochens im obersten Bereich des Oberarmes im sogenannten Oberarmkopf. Wenn der Oberarmkopf, zum Beispiel durch einen Sturz bricht, können sowohl nicht operative Therapien als auch operative Eingriffe zu einer Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit beitragen. Es kann zum Beispiel eine Stabilisierung des Bruches mittels Platten und Schrauben erfolgreich sein. Gelegentlich kommt es nach einem solchen Erhaltungsversuch des Oberarmkopfes durch eine Verschraubung oder Verplattung dennoch zu einem Versagen dieser Konstruktion, sodass in einem weiteren operativen Eingriff ein künstlicher Gelenkersatz, also eine Schulter-TEP implantiert werden muss. In einigen Fällen ist jedoch bereits bei der Diagnosestellung eines sehr komplexen Oberarmkopfbruches nur noch ein künstlicher Gelenkersatz möglich (Schulter-TEP), um eine ausreichende und schmerzfreie Funktion des betroffenen Armes für den Patienten wiederherzustellen.

Wann ist eine Reha nach Schulter-OPs und - Verletzungen sinnvoll?

  • Nach Schultergelenkersatz
  • Nach Operation an der „Rotatorenmanschette“ (Sehnen zur Bewegung und Stabilisierung des Schultergelenkes)
  • Nach Operation wegen einer Schultergelenkluxation (Verrenkung der Schulter)
  • Nach einem Bruch des Oberarmkopfes (mit oder ohne operative Behandlung)
  • Bei Schultergelenksteife (sogenannte frozen shoulder)

Welche Typen von Schulterendoprothesen gibt es?

Bei Schulter-OPs werden grundsätzlich drei Typen von Schulterendoprothesen verwendet:

  1. Oberarmkopfprothesen (sog. Hemiprothesen), wobei zwischen Kappenprothesen (sog. Cup-Prothesen) und Kurzschaftprothesen unterschieden wird
  2. Schultertotalendoprothesen (auch: Schulter-TEP, anatomische Schulterprothese)
  3. Umgekehrte Schulterendoprothese (sog. inverse Schulterendoprothese)

Welche Patienten erhalten eine Schulterendoprothese?

Je nachdem wie fortgeschritten und an welchen Stellen die Gelenkflächen im Schultergelenk abgenutzt sind, wird eine der oben genannten Endoprothesenformen gewählt. Außerdem spielt das Patientenalter bei der Wahl der richtigen Endoprothese eine Rolle, da insbesondere bei jüngeren, aktiveren Patienten auch mit Wechseloperationen im Verlauf des noch langen Lebens zu rechnen ist. Den größten Einfluss auf die Auswahl des richtigen Gelenkersatzes hat die Beschaffenheit der Weichteile im Schultergelenk. Hier sind insbesondere die Sehnen der sogenannten Rotatorenmanschette von größter Bedeutung.

Wie geht es weiter nach der Schulter-OP?

In der Regel wird während der stationären Krankenhausbehandlung eine Anschlussheilbehandlung (Rehabilitation) noch im Krankenhaus beantragt, denn die Schulter-Rehabilitation ist entscheidend mit dafür verantwortlich, dass die Operation zu einem erfolgreichen Ergebnis führt. Je nach Empfehlung des Operateurs wird die Rehabilitation in einem Zeitraum von 2 und 8 Wochen nach der Operation beginnen.

Schulter-Rehabilitation bei MEDIAN

Für eine erfolgreiche Schulter-Rehabilitation sind der richtige Zeitpunkt und die richtige Dosis der unterschiedlichen Therapieformen von entscheidender Bedeutung. Sie werden deshalb im Rahmen der ärztlichen Aufnahmeuntersuchung in der MEDIAN Rehakliniken für Orthopädie gründlich untersucht. Es erfolgt anschließend entsprechend der Vorgaben des Operateurs und unter rehabilitationsärztlicher Verantwortung die Abstimmung des individuellen Therapieplanes der Reha für Ihre Schulter.

Welche Behandlungen werden bei der orthopädischen Reha angewandt?

In den MEDIAN Rehakliniken für Orthopädie sind an der unmittelbaren Behandlung des betroffenen Armes mehrere Berufsgruppen in enger interprofessioneller Abstimmung beteiligt.

  • So werden speziell ausgebildete Masseure und Physiotherapeuten manuelle und maschinelle Lymphdrainagen als abschwellende Maßnahmen anwenden
  • Ergänzend können Wasser- und Bädertherapien zum Einsatz komme
  • Als effektive Ergänzung dieser Therapien zur Abschwellung des betroffenen Armes werden sogenannte Lymph-Tapes angelegt
  • Narbenbehandlungen
  • Massagen
  • Zentrifugalmassagen und Bindegewebsmassagen
  • Wärmebehandlungen
  • Unterstützend wird Elektrotherapie eingesetzt

Den Kern der weiteren Therapieinhalte der orthopädischen Reha stellen physiotherapeutisch, sporttherapeutisch und ergotherapeutisch angeleitete Behandlungen in Einzel- und Gruppenform dar.

Bei Bedarf werden Hilfsmittel verordnet und angepasst.

Der gesamte Therapieverlauf wird ärztlich überwacht und in regelmäßig stattfindenden Teambesprechungen ausgewertet und ggf. optimiert, sodass bei der Reha der Schulter optimale Ergebnisse erzielt werden können.

Dauer der Rehabilitation des Schultergelenkes

Das Ziel der orthopädischen Rehabilitation nach Schulter-OPs ist die Wiederherstellung der Alltagsfähigkeit. Unmittelbar nach der Operation noch nicht problemlos durchführbare Handgriffe, sogenannte Aktivitäten des täglichen Lebens (ATL bzw. engl. „activities of daily living“ ADL) sollen wieder selbständig ermöglicht werden. Diese ADL beinhalten beispielsweise das Zubereiten und die Aufnahme von Nahrung, die Körperpflege wie Waschen, Haare kämmen, Zähne putzen, Rasieren und Ankleiden, das Einkaufen sowie beidhändiges Arbeiten im Haushalt und im Beruf. Diese Punkte sind neben der angestrebten Schmerzfreiheit, ohne dabei auf Schmerzmittel angewiesen zu sein, von ganz wesentlicher Bedeutung und ein oberes Ziel der Rehabilitation nach Schulteroperation in den MEDIAN Kliniken. In der Regel werden Patienten nach Schulter-OPs drei Wochen rehabilitiert. Wenn es medizinisch begründet ist und die oben genannten Mindestanforderungen noch nicht erfüllt sind, kann eine Verlängerung der orthopädischen Reha beim Kostenträger beantragt werden. Insgesamt dauert der Genesungsprozess nach Schulter-OPs mehrere Monate. Deshalb ist in der Regel auch nach erfolgreicher Rehabilitation in den MEDIAN Kliniken eine ambulante Weiterbehandlung angezeigt. Die Deutsche Rentenversicherung ermöglicht dafür Rehabilitanden mit „positiver Erwerbsprognose“ sogenannte Rehabilitationsnachsorgeleistungen (IRENA, T-RENA). Auch Rehabilitationssport kann eine Alternative zur Fortsetzung der Therapien darstellen.

Weitere Inhalte zum Thema Gelenkersatz

+49 (0)30 530055-0Kontakt